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  #1  
Alt 16.06.2011, 14:29
Fribaumann offline
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Registriert seit: 10.09.2010
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Beiträge: 9
Fahrzeugtyp: 230 SL
VDO-UHR reparieren

Hallo,

ich habe einen Uhrmacher gefunden, der die VDO-Uhr reparieren kann.

Hier die Adresse:

H. Knehr
Uhren Kölle
Herdbruckerstr. 8
89073 Ulm

+49 (731) 28950

Preis muß man direkt mit Ihm aushandeln.
Reparatur ist perfekt.

F. Baumann
  #2  
Alt 16.06.2011, 14:38
Eberhard G. offline
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Ort: 710 Böblingen
Beiträge: 397
Fahrzeugtyp: 230 SL
Hallo,

hat er darüber gesprochen, ob er die Thermosicherung originalgetreu mit niedrig schmelzendem Lot instand setzen kann, oder eine andere Methode anwendet?

Gruß,
Eberhard
  #3  
Alt 16.06.2011, 15:14
Benutzerbild von Kingspark
Kingspark offline
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Ort: 49219
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Fahrzeugtyp: 280 SL
Auch hier gibt's Uhrmacher

Also meine Uhr hat ein lieber Uhrmacher hier bei Münster für ganz kleine € repariert, gereinigt und mit Gangkontrolle justiert, so heißt das, glaube ich, wenn die Uhr für 48 Stunden auf so nem Prüfstand läuft. Ok, die Schmelzsicherung hat er funktionell improvisiert und nicht "originalgetreu" gelötet. Aber das kümmert mich jetzt auch nicht wirklich, ob da ein Drähtchen, ein Stück Alufolie oder niedrig schmelzendes Lötzinn dazwischensitzt. Solange es kein Hufnagel ist... Also, wer einen Uhrmacher hier im 48er PLZ Bereich für seine Uhr braucht, dem geb' ich gerne die Adresse.
__________________
Michel aus Schwege

  #4  
Alt 16.06.2011, 16:37
Fribaumann offline
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Ort: 82377
Beiträge: 9
Fahrzeugtyp: 230 SL
VDO-Uhr

Wegen der Thermosicherung muß ich nochmals nachfragen oder selbst anrufen.

Lt. dem Herrn Knehr ist das Hauptproblem bei den Dingern wohl, dass die Laufbuchsen für die Zahnradachsen verharzen/verrostet etc. sind. Da man die Uhr von vorne nicht aufmachen kann wg. des Chromrings, muss von hinten eine Reinigung aller Teile durchgeführt werden.
Nur dann ist gewährleistet, dass das Ding auch die nächsten 40 Jahre wieder problemlos läuft und nicht in Kürze wieder die Krätsche macht.

Der Herr Knehr setzt eigentlich alte Armbanduhren, Taschenuhren und Pendeluhren in Stand.
Ich habe mehrere alte Uhren bei Ihm überholen lassen und die laufen seitdem völlig unproblematisch (die erste dürfte ich vor ca. 15 Jahren bei Ihm gehabt haben).
  #5  
Alt 16.06.2011, 17:28
Benutzerbild von lowin
lowin offline
Sternfahrer U46
 
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Ort: Goldenes Mainz
Beiträge: 2.128
Fahrzeugtyp: 230 SL
habe meine Uhr normalem "Radiolot" gelötet

hallo,

ich habe meine Uhr vor fast 18 Jahren mit normalem "Radiolot" gelötet.
Die Kupferdraht Zuleitungen zur Uhr sind vom Querschnitt erheblich größer wie die Lötstrecke.
Sollte als irgendwann das Anzugrelais mal klemmen, wird mit Sicherheit zuerst die Lötstelle warm (dann heiß) bevor der Kupferdraht glüht.
.
__________________
.Mit 113 Grüßen
..norbert



http://facebook.com/norbert.lowin
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  #6  
Alt 16.06.2011, 20:50
Benutzerbild von Christian Herr
Christian Herr offline
DaHai
 
Registriert seit: 19.04.2006
Ort: 294
Beiträge: 183
Fahrzeugtyp: 230 SL
Schmelzlotsicherung Uhr

Hallo Pagodisti,

ich habe mich gerade auch länger mit meiner nicht funktionierenden Uhr "auseinandergesetzt". Natürlich war auch die Schmelzsicherung aufgegangen. Man kann das zwar mit "normalem" Radiolot wieder zusammenlöten, ist aber nicht unbedingt zu empfehlen. Die Konstruktion dieser Sicherung ist zwar etwas eigen, macht aber schon Sinn: Das Lot sichert den unter Spannung stehenden kleinen Kupferbügel, der den Strom zur Magnetspule der Uhr leitet. Bleibt die Uhr nun zufälligerweise im Moment des Anziehens der Spule hängen (z.B. wegen der beschriebenen Verharzung der Lager), fließt ununterbrochen Strom und Magnetspule, parallel geschalteter (Strombegrenzungs-)Widerstand sowie Kupferbügel erwärmen sich stark. Bei 120°C schmilzt dann das Lot, der Kupferbügel schnellt nach unten, der Stromfluß wird gestoppt und die Magnetspule so vor Beschädigung geschützt. Im Übrigen "brennt" die nicht so schnell durch, vielmehr verbrennt die Lack-Isolierung des in der Magnetspule aufgewickelten Drahtes (kann man im Fall des Falles gut riechen!) und sie bekommt einen Kurzschluß und zieht dann auch nichts mehr an.

Dieses spezielle, niedrigschmelzende Lot habe ich dann auch verzweifelt gesucht, ist aber für Privatanwender wohl kaum zu bekommen, da diese Legierungen aus Blei, Zinn und dem sehr giftigen Cadmium bestehen, welche jetzt nach den RoHS-Vorschriften meist verboten sind. Es gibt als noch niedriger schmelzende Legierungen nur das sog. "Wood'sche Metall", das aber auch Cadmium enthält bzw. das "Rose'sche Metall" mit Blei, Zinn und Wismut (sauteuer). Alles schwer zu bekommen. Die "normalen" und jetzt zumeist nur noch "bleifrei" erhältlichen Elektroniklote haben eine deutlich über 200°C liegende Schmelztemperatur, was im übrigen gerade bei der Verarbeitung z.B. der winzigen SMD-Bauelemente in heutiger Elektronik große Probleme macht. Die kann man als Hobbyist praktisch gar nicht mehr ein- oder auslöten, ohne sie zu zerstören.

Sorry für diesen langatmigen Exkurs, aber ich mußte mich - wie oben gesagt - länger mit dem Ding beschäftigen, ehe ich eine Lösung gefunden habe. Eine vor die Uhr geschaltete, fliegende 2A-Sicherung löst das Problem meiner Meinung nach nicht, da sie beim Hängenbleiben der Uhr die Erwärmung der Spule eben nicht bremst. Ich habe schließlich bei CONRAD Elektronik kleine Temperatursicherungen gefunden (Bestell-Nr. 538-020-12, siehe Foto 1 unten), die bei Erwärmung auf 127°C den Stromfluß unterbrechen. Sind danach allerdings endgültig kaputt, kosten aber auch nicht die Welt. Diese Temperatursicherungen habe ich dann so auf die Spule aufgebracht, daß sie bei übermäßiger Erwärmung ihren "job" machen und den Stromfluß zur Spule unterbrechen. Siehe hierzu das zweite Foto.

Diese meine Lösung funktioniert einwandfrei, ich habe das getestet und dabei zwei dieser Temperatursicherungen "geopfert". Man kann sich bei der Pagode eben schon mit Kleinigkeiten ziemlich lange aufhalten, wenn man Spaß daran hat.

Schönen Gruß
Christian
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  #7  
Alt 16.06.2011, 21:49
Benutzerbild von SFTP600
SFTP600 offline
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Fahrzeugtyp: 280 SL


Respekt Christian - das nenne ich eine profressionnelle und interessante Reparatur

Weiter so, freu mich schon auf deinen nächsten Exkurs!

Gruss

Manuel
  #8  
Alt 14.08.2011, 19:28
Benutzerbild von koepi
koepi offline
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Ort: Stolberg NRW
Beiträge: 6
Fahrzeugtyp: 280 SL
So gehts auch !

Ich habe mal den Widerstand der Spule gemessen. 20 Ohm ergeben bei 12V -> 600mA. Bei meiner Uhr war der Sicherungsdraht durchgebrannt (Fehlkonstruktion). Ich habe den Sicherungsdraht ersetzt, und die Federteile direkt zusammengelötet. In den Stromkreis ausserhalb der Uhr habe ich eine Feinsicherung von 250mA Träge eingebaut. Ist etwas Fummelei, da auf dem Kontakt 4 Kabel zusammengeführt sind (US280er 1970). Am besten einen Sicherungshalter (Conrad) in Schrumpfschlauch einbauen. Ich habe den Kontakt in der Uhr 20mal kurzgeschlossen, so dass der Strom länger als gewünscht fliesst. Die Sicherung ist jedesmal durchgegangen. Die Spule in der Uhr sollte damit also optimal gesichert sein.

Das alles hat den Vorteil, dass man nur einmal in die Uhr eingreifen muss.
Falls Bilder gewünscht werden, bitte Rückmeldung.
__________________
Meine Oldtimer: 280SL, Kadett C und RO80
  #9  
Alt 14.08.2011, 21:17
Benutzerbild von d.Hahn
d.Hahn offline
Administrator
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Fahrzeugtyp: 230 SL
Hallo koepi,

wir bitten drum.
BILDER bitte.

vG
Detlef H.
  #10  
Alt 14.08.2011, 22:25
Benutzerbild von koepi
koepi offline
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Beiträge: 6
Fahrzeugtyp: 280 SL
Externe Thermosicherung für Uhr

Der blaue Bereich ist intern in der Uhr.
Die Feinsicherung habe ich extern in einen Schrumpfschlauch gepackt.
Bei Conrad gibts auch schönere Sicherungshalter dafür.
Kosten bei z.B. CONRAD:
  1. Sicherungshalter 501262-05 (mit Kabelenden) 0,60Euro
  2. alternativ Einbauversion 530152-05 1,81Euro
  3. 10 Stück Sicherungen 0,25A Träge 533440-05 1,58Euro
  4. alternativ 0,315A Träge 551112-05 1,58Euro
Weitere Bilder mit offener Verdrahtung und alles in Schrumpfschlauch verpackt sind angehängt. Mit den angegebenen Bauteilen siehts dann professionell aus.
Am Stecker der Uhr sind 4 rote Kabel angeschlossen. Die sind abzulöten und die Sicherung dazwischenzuschalten.
Funktionsprinzip:
Die Magnetspule in der Uhr hat einen Widerstand von 20 Ohm. Bei 12V fliesst also ein Strom von 12V/20Ohm=0,6A. Diesen Strom verkraftet die Spule nicht als Dauerstrom, sondern nur kurz zum Aufziehen der Uhr.
Im Normalfall fliesst der Strom nur 0,1...0,2 Sekunden etwa jede Minute. Die eingesetzte 0,25A Sicherung (Träge) brennt nach 1...2 Sekunden bei einem Strom von 0,6A durch und schützt damit die Magnetspule. Die interne Sicherung wird kurzgeschlossen. Ich habe die Federn direkt zusammengelötet.
Ich hoffe es ist einigermassen verständlich.

Infos zur Thermosicherung in Hami´s Anleitung:
http://www.pagodentreff.de/diskussio...ung-defekt.pdf
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Meine Oldtimer: 280SL, Kadett C und RO80

Geändert von koepi (15.08.2011 um 09:40 Uhr)
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Stichworte
reparieren, uhrzeiger ausbauen, vdouhr

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