Hallo zusammen, bei mir an der Kupplung war der Nehmerzylinder undicht/defekt. Es ließ sich kein Gang mehr einlegen und der Wagen musste abgeholt werden. Die Werkstatt meinte, man bräuchte nur den Nehmerzylinder auszutauschen, nicht auch noch den Geberzylinder, de rwäre noch in Ordnung. Ich bat die Werkstatt daraufhin zur Sicherheit - und das auch schriftlich - den Nehmer- UND den Geberzylinder auszuwechseln. Und prompt haben sie nur den Nehmerzylinder ausgetauscht. War das überhaupt eine sinnvolle Überlegung, beide Zylinder zugleich auswechseln zu lassen - ist es erwartungsgemäß so, dass ein defekter Nehmerzylinder vermuten lässt, dass auch der Geberzylinder das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat? Und auch wenn es abwegig scheint - aber kann der Geberzylinder nun aus irgendeinem Grund schneller kaputt gehen, wenn der Nehmerzylinder neu ist? Viele Grüße Mads
Hallo Mads, ich habe auch erst letztes Jahr den Nehmerzylinder gewechselt, da undicht (kleiner Tipp: immer ein wenig Bremsflüssigkeit im Kofferraum dabei haben. Bei leichtem Verlust hättest du vielleicht nachfüllen können und wärst noch zur Werkstatt gekommen). Du kannst natürlich alles austauschen, wenn mal was anderes kaputt geht - frei nach: Murphys Gesetz: „Alles, was kaputtgehen kann, wird auch kaputtgehen. “ Ein Zusammenhang lässt sich aber wohl nicht wirklich herstellen - das zwangsläufig auch der Geber kaputt geht. Außer die Experten sehen das anders. Somit weiterhin gute Fahrt, Andreas
Hallo Mads, was heißt Kaputt? Ich kenne das so, das da meistens nur die Dichtungen defekt sind. Dann einen neuen Dichtungssatz und etwas Polierleinen und er dichtet wieder. Da ich einen Automaten habe kenne ich die schalter Pagode nicht aber die dürfte sich sicher nicht von anderen Oldtimern unterscheiden. Auch für den Geber sollte es doch sicher neue Dichtungen geben? Ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren. Viele Grüße Klaus
In der Regel hält der Nehmerzylinder doppelt so lange wie der Geberzylinder. Das liegt daran, dass der eine im trockenen Fußraum wohnt und der andere draußen. Wenn man den Geberzylinder erneuert, dann sollte man auch gleich den Zulaufschlauch und das Kunststoffanschlusstück mit erneuern, oft wenn man so alte Schläuche anpackt, sind die dann hin. Der Austausch des oberen Zylinders am Pedal ist allerdings deutlich teurer als der unten am Getriebe... Ist die Werkstatt doch gut mit deinem Geld umgegangen Klar gibt es auch nen Dichtsatz, aber bei den Preisen für n Neuteil, den Werkstattlöhnen und dem Umstand dass oft auch das Gehäuse Korosion hat, lohnt sich dass nicht wirklich.
Der Bremsflüssigkeitsbehälter war randvoll. Bremsflüssigkeit nehme ich nun immer mit, guter Tip. Ist mit Deinem Geberzylinder noch alles fein - und wieiviele Kilometer bist Du inzwischen gefahren?
Wenn der Geberzylinder nur halb solange hält, dann dürfte er demnach also bald hinüber sein und ich bleibe irgendwo stehen... Was ist Deine Empfehlung - ist das zu erwarten und sollte ich daher nochmal in die Werkstatt?
Hallo Mads, bin ca. 2Tsd. km gefahren, aber wie gesagt - da gibt es keinen direkten Zusammenhang mit der Haltbarkeit. Und nicht mißverstehen - der Bremsflüssigkeitsbehälter hat nichts mit der Kupplung zu tun. Dafür gibt es einen separaten Behälter (auch mit Bremsflüssigkeit gefüllt) und der geht Richtung Geberzylinder; der wird bei dir wohl leer gewesen sein. Und Dichtung kann man tauschen, aber bei einem neuer Nehmerzylinder für 55 Euro lohnt sich die Arbeit eigentlich nicht. Und jetzt mache dir weiter keinen Kopf - einfach immer mal wieder die Flüssigkeiten kontrollieren. Gruß Andreas
Hallo Mark, das verstehe ich nicht: Der Geberzylinder wohnt doch im trockenen Fußraum. Mit freundlichen Grüßen Bernd
Mark hats genau umgedreht, Geber hält länger, ist dafür viel verzwickter zu wechseln, da meist festgemodert.
Hallo, meine Erfahrung: bei mir war der Geberzylinder (der im trockenen Fußraum) undicht. Neue Dichtungen rein, saubermachen. Hält seit 30tkm. Geber unten hatte bisher keine Probleme. Entlüften ging nur von unten, aber dazu gibt's ja hier viele Threads.
Jap. Der im Fußraum hält aus genannten Gründen doppelt so lange wie der am Getriebe. Würde ich nicht machen, vor allem nicht in ner Blechdose, die rostet schneller durch als dass man sie braucht... Kupplung ist eh nur ne Komfortsache, braucht man nicht zum fahren, und im Normalfall schaut man bei ner Inspektion unten am Zylinder einmal unter die Manchette und dann sieht man bevor dass Teil verreckt, das ein Austausch fällig ist. Man sieht auch an der Hinterachse wenn man auf die Bleche leuchtet, wenn Radbremszylinder undicht werden, bevor sie die Beläge verölen, die kriegen dann auf der außenseite der Ankerbleche einen ganz ganz leichten Film, dass sieht man...
Hallo, ich habe mich zum Saisonende um dasselbe Verschleißthema gekümmert und Nehmer sowie auch vorsorglich gleich den Geberzylinder getauscht. So ganz günstig sind diese als Neuteile ja nun auch nicht mehr. Lohnt sich die Aufarbeitung der alten Teile und wen würdet ihr empfehlen, der das unspektakulär und fachgerecht fürs Ersatzteillager herrichten kann? Danke für Tipps, Stefan
Die "Aufarbeitung" lohnt sich nur, wenn die Zylinder selbst keine großen Rostfressspuren haben. Sprich, es mit einmal durchhohnen und neuen Gummis getan ist. Ansonsten ist ein Neuteil billiger...