Hallo Sead, meine Sitze wurden vor 7 Jahren mit Echtleder in papyrus-beige neu überzogen. Gemäßden Mercedes Vorgaben wurde der Unterbau mit Federn neu eingebaut. Die Arbeit wurde sehr gut durchgeführt, gleichwohl in den hinteren 10 cm der Sitzfläche ist der Sitz knüppelhart, weil die NOSAGFedern hinten in einer Schiene eingeschoben sind und der darüberliegende Unterbau nicht federt. Die Füllung der Pfeifen des Lederbezugs machn den Sitz in diesem Bereich wenig komfortabler. Bei mehreren Nachfragen verschiedener Sattler im Stuttgarter Raum, die Mercedes Sitze restaurieren, bekam ich die Antwort, dass so die Mercedes Sitze original aufgebaut waren. https://share-your-photo.com/687e2f5c26 https://share-your-photo.com/d917dcf792 https://share-your-photo.com/73c908ac07 Gruss
Die unterschiedlichen Sitzformen hat unser Kollege @M127II im Clubheftchen 2/2015 sehr übersichtlich und gewohnt detailliert dargestellt - von den gleichen Sitzpolstern der frühen 230SL bis hin zu den Kopfstützen der Barock 280SL.
Genau so ist es. In meinem anderen Thread gibt es Fotos dazu. Habe ja alle Nosag Federn neu gemacht. Ne Sauarbeit..
Lüfterräder Stahl-Alu Konstruktion. Ganz große Klasse!! Zwei Madenschrauben lösen und das Lüferrad bequem mit Hand von der Welle abziehen! Bei späteren Plastikrädern weiss man ja, dass es nicht einfach ist.
Die lassen sich sogar zuverlässig feinwuchten, da sie sich nicht verziehen wie die Kunststoffdinger. Hilft dem Motor und der Laufruhe...
nun ist das ja schon eine Weile her und vielleicht gar nicht mehr aktuell... Ich glaub ich hab hier hellgelb antik Leder. Die Sitze sind aus einem W108, keiner weiss genaues. Ich denke 250/300 von 1967 (noch altes Schnittmuster und neue Sitzbeschläge), die wurden mal etwas schlampig neu-/umlackiert auf pergament oder ähnliches, aber nach etwas putzen ging die Farbe wieder grossteils runter. Speziell an Rück- und Unterseiten (Innenseite) bekommt man einen Eindruck der originalen Farbe. Die Türverkleidungen kamen ohne Fensterschlüssel und Armlehne, dei beigen Teile kommen aus meinem Fundus.
Och, da das eh nach Trommel abgerechnet wird und nicht nach KG, kann man sich die doch schön in die Vitrine stellen. Nach deutscher HU Einstufung sind allerdings beide Lenkhebel nach der Behandlung ein Totalschaden.
Doch. Eine nachträgliche galvanische Bearbeitung von sicherheitsrelevanten Fahrwerksteilen führt zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und zum Nichtbestehen der Hauptuntersuchung. Gibt dazu auch eine Arbeitsanweisung an die Prüfstellen. Das fängt beim Verchromen von Felgen an und endet beim Verzinken von Achsteilen, Bremsteilen, Querlenkern, Teilen der Lenkung, etc. Und die Lenkhebel die auf deinem Bild gelb chromatiert wurden, fallen eben unter genau diese Teile. Das gleiche gilt z.B. auch für die Schrauben von Bremssätteln oder für die Querlenkerachsen am Rahmen. Bei letzteren kann ich dir sogar aus Erfahrung sagen, dass ich da nachträglich von Kunden gelb verzinkte Teile hatte, die bei der Montage zerbröselt sind. Der technische Grund dafür ist, dass es beim chemischen Prozess an diesen Teilen zu Wasserstoffversprödungen kommen kann. In Folge dessen können die Teile dann im Betrieb brechen. Die Anweisung ist auch kein Hirngespinst, sondern wurde in den 70er Jahren mit Blut geschrieben... Damals kamen Sportwagen die Lotus, Caterham, etc. in Mode und viele Leute haben dann die offen liegenden Querlenker verchromen lassen, weil das schöner aussah. Bis ein paar davon gebrochen sind und es zu tödlichen Unfällen kam. Eine spätere Untersuchung hat dann gezeigt, dass es beim Verchromungsprozess zu eben jener angesprochenen Materialveränderung gekommen ist, die dann zum Bauteile versagen geführt hat.
Das kann dann so aussehen - kann ich auch aus Erfahrung sagen. Also manchmal ist weniger blink-blink besser. Allzeit gute Fahrt - so langsam kommt der Frühling, Andreas
Ja, ich habe ja schon geschrieben wie mir z.B. verzinkte Querlenkerachsen zerbröselt sind. Im original sind die so hart, da kannste mit nem Sägeblatt oder ner Feile nix dran beschicken, nachträglich verzinkt sind mir die bei der Montage schon zerbröselt... Es gibt schon n Grund, warum man Schraubengüten jenseits von 10.9 oft nur schwarz blank kaufen kann, warum Schrauben von Werksüberholten ATE Bremssätteln schwarz sind, usw. usf. Nicht immer alles kopflos ins Zinkbad werfen und auch nicht immer alles kopflos Sand/Glasperlenstrahlen, etc... Manche Sachen lieber einfach nur putzen und im Zweifelsfalle lieber einfach n paar Tropfen Farbe drauf machen...
Genau aus diesem Grund wird bei mir jedes einzelne Bauteil VOR dem Galvanikprozess penibelst entfettet und glasperlen gestrahlt. Somit dient das Säurebad nicht, um die Teile zu entrosten, sondern, um die Oberfläche zu "aktivieren" für anschließenden "Zinkauftrag". Mein Galvanikbetriebleiter weiß das, daher weiss ich das auch. Schade, dass dir aus Unwissenheit damals diese Querlenkerachsen zum Schrott wurden. Bei mir ist nix Kopflos, keine Sorge. Weiteres Geschreibe deinerseits zu diesem Thema ist somit nicht nötig.