Hallo, hoffe, dass mir jemand Auskunft geben kann: Habe meine Hi-achse ausgebaut und bis auf das Diff. alles zerlegt (Steckachsen raus, da Lager Geräusche machten, den Gummibalg vorsorglich wechseln, da er noch der Erste ist, und auch optisch soll die Achse aufgearbeitet werden), soweit alles kein Problem. Nur zwischen Diff.gehäuse und linkem Tragrohr tropft es minimal an der Dichtfläche. Finde aber nirgends (auch im W-buch) eine Beschreibung ob ich zum Abdichten das linke Tragrohr einfach abschrauben kann ! Oder fällt mir dann das halbe Innenleben entgegen ?? Wäre super, da eine klare Auskunft zu bekommen. Schon mal im Voraus besten Dank Autostoni
...ja super, das ist mal eine Antwort direkt auf den Punkt, Video ist auch o.k.. sieht man´s wenigstens, der Kerl schraubt allerdings "etwas grob". Aber wenn´s nachher funktioniert... Also nochmals danke, hast mir da sehr geholfen.
Hallo Forum, bitte nicht nachmachen...der hat keine Ahnung ...wie eine Hinterachse richtig zerlegt wird. Der Bolzen der Hinterachse muß nach hinten aus dem Achsgehäuse. Wenn das Tragrohr neu abgedichtet werden muss...zuerst die Nutmutter im Achsgehäuse lösen. Die Dichtflächen reinigen...Wälzlager prüfen...sind leider immer verschlissen...dann das Tragrohr mit Dichtmasse montieren und die Wälzlager nach Reibwert neu einstellen...Flankenspiel prüfen...Nutmutter mit neuem Sicherungsblech sichern. Gruß Lars MB Klassik Service West
....oh man. Was gibt es doch für Typen bzw. Videos im Netz?! Da gebe ich Lars recht. Bloß nicht nachmachen. Wenn man ne HA Achse überholt, dann aber richtig. Devise : einmal alles raus, was in den letzten Jahrzehnte richtig gelitten hat,und einem typischem bzw. bauartbedingtem Verschleiß unterliegt. Wer hier an neuen Lagern mitsamt der neu einzubringenden Schalen und Reibwerteinstellungen spart, der spart an falscher Stelle. Differenzialkorb, alle Lager und Schalen, die kleinen Ritzel sowie Mittelbolzen( Lagerbolzen) im Diff, Buchsen , Gummimanschette ( Balg ), Simmerringe, Gummimittellager usw. sollten alle erneuert werden. Dementsprechend sind für Ersatzteilkosten, strahlen, epoxy und Beschichten, sowie Überholungsarbeiten und Abgleichung der einzustellenden Werte nach MB Vorgaben, durch einen Fachbetrieb ( z.b MB Klassik Service West ), einzukalkulieren. Vorab wäre dann aber die Überlegung einer Anschaffung einer länger übersetzen Achse, incl. Einbau, zu starten. Dies in auch in Absprache mit dem Fachbetrieb der dann auch direkt die Tachoangleichung in puncto neuer Wegstreckenzahl, veranlassen kann. Daher abschliessend : wenn ihr nicht wisst, welches komplexe Element im hinteren Bereich unter eurem geliebten Wagen hängt, bzw. dieses Geräusche macht oder anders ausgedrückt, welches im Drehzahlmesser bei bereits kleinen Drehzahlen, die Nadel zum Bersten und den Motor bei niedrigen Geschwindigkeiten, zum Heulen bringt, fahrt zum Fachmann. Gruß Roman
Hallo Memmo, wieso denn diese Zeilen..... habe doch nur geschrieben wie es RICHTIG gemacht wird....denke das sehen viele hier im Forum genauso...deshab keine weiteren Beiträge. Gruß Lars MB Klassik Service West
Hallo, hoffe hier wieder zur Beruhigung beitragen zu können. Selten erlebt man in einem Forum (hab auch noch andere Oldies) eine so klare Antwort wie von Memmo. Einfache Frage, einfache Antwort. Das mit dem Video betrachte ich auch nicht als Anleitung, hab mir auch nur die Sequenz des Abziehens des Tragrohrs angeschaut, ob wirklich nichts "rausfällt". Zu den anderen Beiträgen: Versteh ich natürlich, bin seit fast 30 Jahren selbständig als Motorrad und Bootsmotorenwerkstätte, da kenn ich genug so Bastelaktionen die der Kunde angefangen hat und wir dann zu Ende bringen (müssen/sollen). Die Achse ist bereits ausgebaut und zerlegt (bis auf das li.Tragrohr). Es wird alles erneuert was sich dreht, abdichtet oder aus Gummi besteht. Das Einzige was ich unberührt lasse, ist das Differenzial, macht keine Geräusche und hat kein Spiel. Übersetzung passt für mich, mit der Automatik ist er eh schon "saulahm", und auf Langstrecke fahr ich meine 150km/h problemlos. Ich hab natürlich das orig. MB Handbuch, in dem aber leider nichts vom Ausbau des li. Tragrohrs erwähnt ist, deshalb meine Anfrage hier. Wollte nicht einfach mal wo aufschrauben ohne sicher sein zu können, dass ichs nachher wieder zusammen bringe. Weiters hab ich alle notwendigen Spezialwerkzeuge (entweder gebr. gekauft oder selber gebaut), da dürfte ich schon klarkommen. Hab die Pagode ja schon mittlerweile 14 Jahre, da ist schon öfter mal was angefallen, deshalb auch mein Werkzeugbestand. Allen hier Beteiligten nochmals danke für Euer Engagement Toni Staller
Hallo, sagen wir mal so: alleine alle Innereien der Hinterachse (ohne Zahnräder und sofern OEM von MB) kosten locker 1500. Bereits die Tonnenlager von SKF (und nicht aus China) kosten einen Hunderter das Stück. Wenn man dann noch Achsteile Strahlen und Beschichten lässt und die Bremse erneuert, dann reichen 2000 Euro Materialeinsatz nicht. Zuzüglich einen angemessenen Arbeitslohn für die Überholung. Wenn dann noch Federn und Stoßdämpfer dazu kommen und man den Ausbau der alten Achse und Einbau der Neuen in der Werkstatt machen lässt, bis alles passt, dann ist das meiner Meinung nach unter 4000 Eur nicht zu machen. Ggf kann ja mal jemand eine Hausnummer in den Raum werfen wieviel man wirklich kalkulieren muss. Martin