Hallo, an meiner Pagode muss ich zum verschließen des Softtops den hinteren Rahmen ( mit Heckscheibe) ziemlich kräftig in das Schloß einhauen. Beim R107 habe ich nunmehr festgestellt, dass der hintere Rahmen nur in das Schloss gelegt wird und dann via Kurbel zu schließen ist. Hat schon jemand versucht, diese "bessere" Schließmethode des R107 in eine Pagode einzubauen? Alfred
Hallo Alfred, was bedeutet für dich "kräftig einhauen"? Das geht bei mir eigentlich angenehm leicht zu verschliessen. Ganz wichtig ist die korrekte Ausrichtung, ich habe einmal einen anderen Verdeckkastendeckel draufgebaut (Original ging zum Lackierer) und da musste ich das Dach auch ziemlich zuknallen obwohl ich den einigermassen ausgerichtet habe. Heiner
Wenn das Dach länger im Kasten liegt dann zieht sich der Stoff etwas zusammen, es braucht dann schon den richtigen Schwung des letzten Bügels . Wolfgang
Hallo zusammen, zuerst verriegele ich das Softtop vorn. Dann lege ich den hinteren Bügel um und drücke ihn in die Verriegelung. Das sollte auch nicht ganz ohne "Kraft" gehen, da die Dachhaut ja unter leichter Spannung liegen muss. Ich lasse bei längeren Standzeiten den hinteren Verdeckbügel nur aufgelegt, dass die "Grundspannung" nicht verloren geht. Gruss aus dem Fürst-Pückler-Land, Stephan M.
wenn ich das Dach hinten erst befestige, so muss ich an den vorderen Verschlüssen ganz schon ziehen und arbeiten. Ich habe um überhaupt das Dach hinten schließen zu können, den Bügel schon weit nach hinten gesetzt (je 2 Schrauben der Bügelbefestigung) und das gesamte Dach an den Hauptbefestigungsschrauben ebenfalls so verändert, dass es etwa mittig sitzt. So kann ich es vorne schließen, müsste aber hinten ca. 5-7 mm mehr Luft nach hinten haben. Ich habe das Dach immer geschlossen, wenn das Auto in der Garage steht. Ich merke zwar, dass es sich dann doch etwas dehnt, mein Problem scheint aber der hintere Bügel zu sein, der in der Mitte am Verschluß ca. 5-7 mm weiter nach hinten gerundet sein sollte. Leider ist dieser wegen der Stoffbefestigung nicht so einfach auszubauen und im eingebauten Zustand ist der Bügel absolut auch nur 2 mm zu dehnen. Ich komme so wie es ist klar damit, habe aber bei einem Bekannten am R107 sehen können, dass das Dach hinten am Verschluss nur leicht eingehängt und dann über ein Kurbel kraftlos nach unter festgezogen wird. Die Dächer beider Modelle W113 und R107 sind in der Unterkonstruktion weitestgehend identisch aber man hat wohl die Verschlussproblematik erkannt und besser gelöst. Im übrigen glaube ich, dass die Original Softtops aus einem dünneren Material bestanden, als die nachgefertigten Stoffdächer in Sommerland-Material. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei neuen Autos in der Vergangenheit das Stoffdach an den Seiten hinter der Tür so hinein gequetscht werden musste. Die hinteren Wülste des Daches werden beim schließen automatisch nach oben geformt, so dass sie bei geschlossenem Dach unschön weg stehen. Ich habe nunmehr vor jedem schließen erst diese zurückgeformt, was aber nicht so gewollt sein konnte. Ich hatte vor einer Woche das Vergnügen, in einen massiven Regen zu geraten und dabei die Dichtigkeit des Daches überprüfen zu können. Das imprägnierte Dach war dicht, nur an den beiden Längsnähten tropfte es nach 30 Minuten langsam durch. Ich habe mir nunmehr im Campingbereich flüssigen Nahtabdichter besorgt und die Nähte zweimal versiegelt. Ich hoffe zwar nicht, dass ich nochmals in einen solchen Regenguss/Gewittersturm gerate, aber sicher ist sicher. Alfred
Das Eintüten vom Dach war schon immer üble Fummelei, auch bei den damals originalen Bezügen . Natürlich gibt es heute zig verschiedene Stoffqualitäten mit unterschiedlichem Dehnverhalten, aber Sonnenland Classic gibt es auch noch, dazu gibt es zig verschieden Hersteller der Fertigbezüge, es gibt halt einige die passen andere passen halt nicht, die kaufen den Stoff bei Haartz und nähen die Bezüge, es gibt Könner und Pfuscher . Zuletzt kommt der Sattler der die Bezüge montiert, auch da gibt es gute und Pfuscher die nicht in der Lage sind ein gutes Fertigverdeck vernünftig zu montieren . http://www.haartz.com/exteriors/sonnenland Wolfgang
Das stimmt schon Wolfgang, allerdings ob es das ursprüngliche Sonnenland noch unverändert, oder zumindest weitestgehend unverändert hergestellt wird, das bezweifle ich. Der eigentliche ex deutsche Hersteller wurde ja schon vor Jahren durch das US-Unternehmen Haartz übernommen. Viel gravierender zum Erfolg einer Softtopmontage sind auch meines Erachtens die Könner oder Pfuscher. Es gibt Unternehmen die geben an vier oder fünf "Grundschnitte" für das Verdeck zu haben. Ein bekannter Fertighersteller hat mit vor gut zwei Jahren auf Anfrage sinngemäß geantwortet, daß sie seit Jahrzehnten einen bewährten ´computergesteuerten´ Schnitt für alle W113 haben. Es kann ja nur eines von beiden stimmen. Bei mir ist es letztendlich so, daß ich immer noch mein 1995 von KHM gekauftes und von meiner MB Niederlassung nicht berückend montiertes Verdeck nutze. Habe einfach keine Lust mehr auf ´Lehrgeld ´Zahlungen. Ich bemerke aber auch zähneknirschend daß die ursprüngliche Frage von Alfred etwas ganz anderes betraf. Softtopmäßig noch dichte Grüße norbert # Bei dem nachfolgenden Link geht es mir nicht um das Unternehmen, sondern um die ´Geschichte´ die da über Sonnenland erzählt wird. Objektiv / Subjektiv? Ich weiß es nicht! http://www.ck-cabrio.de/material/classic-line/
Klar hat das mit der ursprünglichen Frage wenig zu tun, ein wirklich gutes Stoffverdeck vernünftig montiert auf einem intakten !!! Verdeckgestell ( das ist auch noch so ein Punkt der gerne vergessen wird ) verursacht allerdings nicht die beschriebenen Probleme beim schließen . Wolfgang
Hallo, Alfred, Dein Problem dürfte zwei Ursachen haben: Zum einen einen gealterten und vermutlich eingelaufenen oder nicht (mehr) perfekt sitzenden Verdeckstoff und zum anderen ein vermutlich nicht mehr perfektes und/oder perfekt ausgerichtetes Verdeckgestänge. Wenn beides ok ist, lässt sich auch das hintere Verdeckteil problemlos einklinken. Wenn es stark spannt, erst vorne die beiden Verschlußzapfen nur in die Löcher stecken, dann hinten einrasten und erst dann vorne verriegeln. Das beim einlegen die Verdeck"ohren" nach oben gebogen werden, sollte sich bei guter Sattlerarbeit nicht nachteilig auf den Sitz im geschlossenen Zustand auswirken; heißt, es sollten sich keine Eselsohren hierdurch bilden. Die werden erst dann möglich, wenn nicht genug Spannung auf den Ecken liegt. Und das zu bewerkstelligen, ist Aufgabe des Sattlers. Mein Verdeck hat vor elf Jahren Toy aus Menden aufgezogen. Es hat bis heute keine Eselsohren, obwohl ich es einfach einklappe, ohne diesen immer wieder als nötig kolportierten Ecken-Umlege-Firlefanz beim einklappen. Als mein Verdeckstoff damals runter war, hat sich erst offenbart, welche Mängel im Gestell steckten. Es war total verzogen. Unter anderem war auch der hintere breite und u-förmige Verdeckrahmen verzogen. Ich konnte das letzte bereits damals schon nicht mehr lieferbare Neuteil aus NOS-Bestand ergattern. Ein richten wäre schwer bis gar nicht möglich gewesen. Mit neuem Verdeckstoff und einwandfreiem Gestänge wirst Du keine Probleme mehr haben. Eng zugehen im Verdeckkasten wird es aber weiterhin. Das gehört dazu. Wenn Du an Stoff und Gestänge zzt.nicht weiter Hand anlegen möchtest, dann stell dein Fahrzeug mal in die Sonne und mach dein (geschlossenes) Dach ordentlich nass. Dann sollte sich der Stoff auch wieder etwas weiten. Gruß Ulli PS: Mein altes Verdeck war während der 19-monatigen Restaurierung im ausgebauten Zustand damals übrigens so dermaßen eingelaufen, dass es praktisch nicht mehr zu schließen war.
Ich habe heute die beiden 6 mm Schrauben, die die hintere Abschlussstange halten gelöst und diese möglichst weit herausgezogen. Dann in der Mitte, wo der Verschlusshaken sitzt , mal stark nach hinten gezogen. Danach könnte ich das Dach mit deutlich weniger Kraft schliessen. In Anschluss daran habe ich das Dach mit einem Schwamm und viel Wasser sehr stark befeuchtet und unter Spannung trocken lassen. Am Abend habe ich es erstmals wieder geöffnet und es hat dich doch um die nötigen 5-7 mm geweitet. Ich lasse es jetzt mal eine Woche geschlossen stehen und austrocknen in der Hoffnung, dass es beständig diese Form behält. Ich lasse es bewusst langsam trocknen, weil mir ein Sattler mal den Tipp gab, ein gedehntes Stoffdach nass zu machen und dann in der prallen Sonne zu trocknen. Es würde sich dann etwas zusammenziehen und spannen. Ich versuche es aber jetzt durch langsames Trocknen zu dehnen. Alfred