Hallo Junx, diesen Winter habe ich ein langgeplantes Vorhaben endlich umgesetzt: Die Pumpe von Hans überholen lassen. Davon will ich Euch kurz berichten, denn wir finden hier ja viele Threads nach dem Motto: „die Pumpe ist es nie“. Meine Pagode lief „ganz gut“ mit einem Verbrauch von 12,4l im langjährigen Durchschnitt, hatte allerdings zunehmende Startschwierigkeiten sowohl warm (wie bei vielen und angeblich üblich) als auch immer mehr kalt – unrunder Anlauf für ca. 20s. Mein Problem war, daß ich das im Winter machen wollte und das Ganze ja etwas Zeit braucht, ich aber nicht wollte, daß die Pagode dann in der Werkstatt draußen steht während die Pumpe überholt wird. Mit dem MBCP in Marktbreit hat sich eine trockene Lösung gefunden und es konnte losgehen. Von Hans kam super schnell die Befundung und der Hinweis, daß von den mitgelieferten, vor kurzem erst professionell gereinigten 7 Düsen 5 nicht tauglich sind (ich hatte noch eine Ersatz), ich also 4 neue besorgen mußte, dazu war auch das Kaltstartventil nicht mehr ganz dicht, auch das sollte getauscht werden. Hans hat dann sowohl die neuen Düsen als auch das neue Kaltstartventil geprüft und natürlich die Pumpe überholt. Das ausführliche Abschlußprotokoll versprach eine deutliche Verbesserung in der Gleichförderung und einigen anderen Punkten. Beim Einbau wurde natürlich das Gestänge, die Zündung und die Ventile sauber eingestellt. Als ich die Pagode abgeholt habe, war es ein anderes Auto – meine Frau meinte „das fährt ja gar nicht mehr wie ein altes Auto“. Deutlich runderer Lauf, sofortiges Anspringen, kalt wie warm. Allerdings war mir der Leerlauf noch zu hoch, das mußte aber warten, denn die Straßen war noch nicht überall salzfrei und später war das Wetter schlecht. Beim Workshop an der Mosel haben wir das dann noch überprüft und so eingestellt, wie es mir besser gefällt. Jetzt muß ich zwar ggfs. warm zweimal starten (ohne Gasgeben!) dann läuft er sofort rund. Ich kann nur sagen: es hat sich gelohnt und auch eine Pumpe bedarf nach 50 Jahren wohl einmal dringend der fachmännischen Pflege, auch wenn „das Auto läuft“. Verbrauch: von der Mosel mit ein paar kleinen Fahrten zuhause nach Tirol, viel Schnellstraße bei 120-140 km/h: 10,0l. Einfach super (im wahrsten Sinne des Wortes). Schöne Grüße und ein gutes Pagoden-Jahr
Moin, Bernhard. Ja, laufen tun sie alle - irgendwie - wenn sie nur fett genug eingestellt sind. Du hast ja sicher bi Dir auch bei anderen gemerkt, wie feinfühlig die Motoren und Getriebe auf kleinste Änderungen der Peripherie reagieren und nur wenn alles passt, dann laufen die wirklich gut. Viel Spaß, weiterhin. Gruß, Martin
Und an alle, weil gefragt wurde: Ich fahre einen 230SL Schalter allerdings mit langer 3,27er Achse - also optimiere dadurch einwenig beim Verbrauch.
Komisch, daß die ganzen Experten hierzu nichts schreiben. Da will keiner was von wissen..... Alles richtig gemacht Bernhard... Ein schönes WE Roman
Was für eine Antwort sollen denn Experten (wer immer das auch sind) dazu schreiben wenn jemand es geschafft hat, eine Einspritzpumpe richtig in Stand zu setzen und ein zu stellen? Sollen sie sich in die Reihe stellen und klatschen?
Hi Bernhard, die Aussage halte ich nach wie vor für richtig. Erfahrungsgemäß ist es so, dass bei hohem Verbrauch und mäßigem Lauf immer zuerst an der Einstellung der Pumpe herumgespielt wird, denn da kann man schnell eine - vermeintliche - Verbesserung erreichen. Dass dann Verbrauch, CO-Wert, Leistung und Rundlauf nur so làlà sind, liegt auf der Hand. Wenn alles andere abgearbeitet und eigestellt ist, kann/soll man immer noch an die Pumpe ran.
Ja, zuerst Zündung, Ventile, Kompression, Gasgestänge & Co und wenn dass alles stimmt, Abgasmessung machen und erstmal schauen wie die Werte sind. Dann das Thermostat checken und ggfls. die Grundeinstellung mittels Abgastester machen und erst wenn sich dann kein zufriedenstellender Motorlauf einstellt und alles andere 100%ig in Ordnung ist, geht man an die Pumpe.
Moin - Da es offenbar mit nur "liken" hier nicht getan ist: Ich fand den Bericht erfrischend undogmatisch und "auf den Punkt". Und da darf man sich doch eigentlich einfach nur mitfreuen, dass über Diagnose und Reparatur offenbar keine besonderen Probleme auftraten und dass diese umsichtige Aktion zum bestmöglichen Ergebnis führte - andere Fahrer merkten sofort den Unterschied! Da muss man jetzt wahrlich kein "aber" und Zeigefinger in irgendeiner Form draufsetzen. Also in kurz - Herzlichst Oliver (auch Unnerfrange)