Hab jetzt einen Frame-off von Stickel Pagodencenter in der engeren Wahl...man hört ja nur gutes von dem Laden, oder? Es wurden laut Aussage des Verkäufers alles gnadenlos überarbeitet...kann wer mein Gehörtes bestätigen? Grüsse Josef
Stickel ist gut. Ich würde mir eine Dokumentation der Arbeiten vorlegen, und zu den Verkaufsunterlegen nehmen lassen. Grüße norbert
Grundsätzlich können die. Ich würde den Herrn Stickel anrufen und fragen. GGfls. vorher den Verkäufer bitten, Herrn Stickel zu kontaktieren so dass er Auskunft geben darf. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass die Knackfrage nicht unbedingt ist, ob der Handwerker kann, sondern ob er auch durfte... Ich habe das öfter erlebt, das wenn in meiner Kundschaft ein Auto verkauft wurde, die Käufer mich als Werkstatt gefragt haben und wenn ich denen gesagt habe "ja, der Kunde war immer da, der hat immer alles machen lassen, das Auto ist TOP das kannst du kaufen" dann ging es sa auch nicht mehr um den letzten Preis, da waren die Käufer oft auch bereit "mehr" zu bezahlen weil das Auto immer bei mir in der Wartung war. Da war nie jemand enttäuscht. Auf der anderen Seite gab es aber auch Leute die schnell n Auto geschnappt haben, weil ich da alle 2 Jahre ne Rechnung drauf geschrieben habe und dann ganz enttäuscht waren, dass sie die letzte Mülldose gekauft haben. Tja, ich wurde ja nicht gefragt und nur weil ein Auto alle 2 Jahre bei mir war, heißt es ja nicht dass der Kunde wirklich was hat machen lassen. Ich hatte auch Kunden die haben alle 2 Jahre bei Mc Oil n Ölwechsel machen lassen, sind zum TÜV gefahren, haben dann bei mir die Reparaturen die der TÜV aufgeschrieben hat erledigen lassen und waren damit glücklich. Die haben nie auch nur ansatzweise ne Inspektion beauftragt und bezahlt... Deshalb habe ich auch keine gemacht. Will heißen, grundsätzlich können die, aber nur wenn der Kunde sie gelassen hat. Auch bei Frame Off besteht die Gefahr, dass der Kunde immer wieder ins Projekt gegrätscht hat und die Restauration damit versaut hat. So nach dem Motto "ne, das Heizungsgebläse müssen sie nicht in Stand setzen, ich fahre nur im Sommer", "ne, der Kabelbaum, das können Sie flicken, das reicht so aus" und "ne, die Schlösser, die will ich nicht neu, der steht eh nur in der Garage, den schließe ich eh nie ab" und "ne, also die Karosseriearbeiten, das müssen Sie nicht so gut machen, dass kann man doch spachteln, das ist billiger"... Beim Motor, "da reichen doch n paar Kolbenringe, ich fahre doch nicht viel"... "Die Achsen waren doch vorher auch gut, die will ich wieder eingebaut haben", usw. usf. Bei den meisten Restaurationsprojekten die ich gemacht habe, ging es immer ums Geld...
Marc was Du da schreibst, das stimmt. Trifft jedoch nur für Fahrzeuge zu welche Unternehmen ´Im Auftrag´ verkaufen wollen.
Alteingesessene Unternehmen die das schon immer machen, restaurieren und verkaufen Fahrzeuge in der Regel immer nur "im Auftrag". Mag sein dass es zwischendurch ein paar Jahre anders lief, aber wir sind bei Pagoden seit gut 2-3 Jahren wieder bei einem Preis, der Restaurationen zwecks Verkauf komplett unwirtschaftlich macht. Die Kosten einer richtigen Vollrestauration liegen bei einer Pagode mit Basiszustand 4 mitlerweile bei grob um 200.000€ zzgl. Fahrzeugkaufpreis. Zu erzielen ist für tadellos restaurierte Fahrzeuge derzeit eher etwa im Bereich von 120-160.000€, wenn überhaupt.
Das Oldtimerrestaurationsgeschäft ist durch. Seit 2023 gibt es quasi kaum noch neue Restaurationsaufträge. 2024 ist der Markt so runter gegangen das es sich finanziell einfach nicht mehr lohnt, noch Autos zu restaurieren. Im Gegenteil, es sind sogar überall Aufträge "zurückgezogen" worden, weil man bei den gesunkenen Fahrzeugwerten nicht mehr bereit ist, in große Baustellen viel Geld zu investieren. Auch was Technik angeht, Motoren, Achsen, etc. sind die meisten Autos mitlerweile fertig versorgt. Und bei den geringen Fahrleistungen der Autos geht ja auch wenig kaputt... In mitlerweile 2026 dürften auch alle Altaufträge in den Werkstätten langsam abgeschlossen sein. Der letzte macht das Licht aus. Mit Oldtimern kann man kein Werkstattgeschäft mehr machen. Das Einzige was noch einigermaßen läuft ist der Kommissionshandel... Werkstattgeschäfte macht man heute mit BYD oder nem Tesla Body Shop.
Falls jemand 3,9 Millionen übrig hat, kann er die Stickel-Residenz kaufen. Hier der Link zum Angebot: https://www.immowelt.de/expose/cef0...sage-sharing&utm_content=cdp&utm_term=sharing Viele Grüße, Uwe
Traurig. Wenn man sich bei Google Maps die Bilder anschaut. Teile der Räumlichkeiten sind offenbar schon vermietet. Excellenz geht verloren. einige Handwerke mit Erfahrung werden werden irgendwo die Mannschaft Verstärkern. Und für Pagodennutzer wird es wieder etwas schwierigen einen Seriösen Partner für Reparatur und Wartung zu finden. Hier im Schauraum standen einmal Pagoden. www.joes-emobile.de
Tja, alles hat seine Zeit. Und der allerorts zuehmende Verlust von für Viele wichtigen Reparatur- und Wartungsanlaufstellen wird die Nachfrage nach Fahrzeugen dieser Ära weiter sinken lassen. Gruß Ulli
Überall. Die Oldtimerkrise hat 2 Seiten. Auf der einen Seite können sich dank gesunkener Preise viele nun ihr Traumfahrzeug leisten und es gibt in der Szene auch jede menge jungen Nachwuchs, der bei den mitlerweile erzielbaren Preisen doch zuschlägt und n Auto kauft, was er sich vor 5 Jahren noch nie hätte leisten können / wollen. Auf der anderen Seite gehen die Fachleute aus. Grade bei den 50er und 60er Jahre Autos sterben die Experten grade reihenweise weg. Bei vielen Glasbuden ist die Kostenstruktur so hoch, dass sie ohne das einträgliche Handels- & Restaurationsgeschäft nicht überleben können. Da macht seit 2025 einer nach dem nächsten zu. Und mit dem komplett zusammengebrochenem Restaurationsgeschäft schwindet natürlich auch die Ersatzteilverfügbarkeit. Wo wir Pagoden am Fließband restauriert haben, brauchten wir ja auch laufend Teile und da hat es sich für die Händler natürlich gelohnt, Ersatzteilserien auf zu legen und nach zu fertigen. Wenn man n Auto restauriert, dann macht man zwangsläufig alle Gummiteile neu, ne Zierleiste mit nem Kratzer kauft man dann auch neu. Wenn n Auto nicht mehr restauriert sondern nur noch gewartet wird, dann bleiben gewisse Gebrauchsspuren eben dran und dann werden viele Teile nicht mehr so stark nachgefragt, dass sich eine Reproserie für die Händler lohnt... Auch für die Originalhersteller lohnt sich dann eine Neuauflage diverser Teile eben nicht mehr. Und nicht alle Glasbuden aus der Zeit des Oldtimerbooms sind bezahlt. Da hängen oft noch Banken drinnen und da muss sich was drehen, da ist nix mit "wir machen halt mal weniger"... Spätestens bei ner Anschlussfinanzierung fliegt einem der Zins sowas von um die Ohren, dann ist eh Feierabend... Das es nicht ewig so weiter läuft, wussten wir alle. Das der Absturz so tief geht, hatte keiner von uns nur geahnt... Grundsätzlich habe ich aber immer den Markt genau beobachtet, auch wenn andere mich dafür ausgelacht haben, und im Jahr 2022 bin ich fast zum richtigen Zeitpunkt gegangen. 2023 wäre noch gelaufen und 2024 hätte ich für Nüsse gearbeitet...