Ölanalyse nach 5.000km - generalüberholter M129

Dieses Thema im Forum "Technik - Motor, Getriebe und Fahrwerk" wurde erstellt von goldhamme_rulez, 21. August 2025.

  1. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    Das ist zwar schnell, aber eher langweilig ... mit 3 verschiedenen Knarrenkästen arbeiten macht viel mehr Spaß...
     
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  2. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    So, mit der sachlich ruhigen Hilfe des Nachwuches (!), ist das Ding draußen:

    20260709_123230.jpg
     
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  3. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    Und gleich die erste Frage. Woher kommt das Öl (wenige Tropfen), das sich bei mir immer unten an der Abdeckung der Schwungscheibe gesammelt hat?

    Es wirkt als käme es von oben o_O und das würde ja eher bedeuten, Zylinderkopfdeckel undicht => läuft hinten runter und geht durch Schwungradrahmen langsam aber sicher nach unten?

    ODER

    doch Kurbelwellendichtung hinten defekt und das Öl wird durch die Drehbewegung bis nach oben geschleudert ... :rolleyes:

    ODER
    ich habe keine Ahnung ...

    Was meint Ihr ?
    20260709_144011.jpg 20260709_144015.jpg 20260709_144133.jpg
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    Bin gespannt,
    Oliver
     
  4. Mahawi

    Mahawi Aktives Mitglied

    701
    12. März 2021
    Hallo Oliver ,
    Ich denke , es ist der Borgmannring bzw. abgenutzte Rändelung der Kurbelwelle.Wenn die Rändelung verschlissen ist, sickert das Öl vorwiegend bei stehenden Motor durch. Bei Inbetriebnahme wird dann das Öl von der KW „weggeschleudert „ was deine Vermutung stützt.

    viele Grüße Mario
     
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  5. WRe

    WRe Aktives Mitglied

    14. April 2009
    Hallo,
    Ich würde eher sagen, dass es von oben kommt, was man allerdings auch an der Zylinderdeckeldichtung sehen müsste.
    An der Kurbelwellendichtung sieht es eher trocken aus.
    ...WRe
     
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  6. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    Moin -

    die Kurbelwelle und Kolben sind noch drin, aber Kopf ist runter und 4 Ventile schon draußen.

    Zeit für ein kleines Update und eine Frage.

    Ausgangsbasis:
    Motor der 2005 gemacht wurde vom Fachmann, stand >10 Jahre und ist nun knapp 5.000km gelaufen und hat folgende Probleme:
    1. Zylinder 4 hat hauptsächlich oben Rost auf den Laufbahnen (=> Video zeigt nach Abstellen, etwas Wasser von oben)
    2. Es ist Metallabrieb im Öl nachweisbar (=> Lagerung der KW ?)
    3. Zylinder 4 hat 7 Atü, während alle anderen gleichmäßig 10 Atü haben

    Folgendes konnte ich feststellen:
    1. Kompression in #4 geht nicht am Kolben verloren
      (Diesel/Benzin-Test gemacht, #3,#4 und #5 aufgefüllt, #4 war als letzter nach >2.5h leer).
    2. ZKD unaufällig, da kommt das Wasser offenbar nicht her
    3. Soweit aktuell erkennbar sind aber Ventile von #4 ebenfalls unauffällig
    4. Allerdings sind beide Ventile nicht ganz so dicht zu sein wie die anderen (nach 2h deutlich Abnahme beim Wassertest, während die anderen 5 keine Verluste hatten). Auch deutliche Tropfen bei beiden an #4, während an #5 nichts zu sehen war.
    5. Am Einlassventil #4 war der Rotocap nur schwer rauszubekommen und ich habe dort Debris gefunden
    20260718_175803.jpg 20260720_113146.jpg 20260720_111104.jpg 20260719_210615.jpg 20260719_210710.jpg

    Sprich in Summe, scheinen der Kolben/-ringe #4 erstmal okay und der Laufbahnenrost in #4 ist sehr oberflächlich. Die Probleme scheinen im Zylinderkopf zu sein, auch wenn ich noch keinen Riss gefunden habe.

    Nun zu meinen (Zwischen-)fragen:

    A. Woher kommen die kleine Teile, die ich im Rotocap gefunden habe ?

    B. Woran erkennt man ein defektes Rotocap ? Die Feder ist oben gleichmäßig blank.

    C. Wenn man unterstellt, dass die Ventile an #4 nicht ganz dicht sind, reicht das für einen Verlust von 3atü Kompression ?

    D. Muss man dann auch unterstellen, dass das Wasser die Ursache für die undichten Ventile ist ? Oder sind das 2 getrennte Probleme ?

    E. Oder kommt/kam das Wasser doch über die ZKD ?
    20260720_112536.jpg

    Bin gespannt, ob ich den entsprechenden Riss im Block mit bloßem Auge finde ... aktuell sehe ich noch nichts. Und wie die Lagerschalen und die Kolben/-ringe aussehen.

    Mal sehen, was die nächsten Tage bringen.

    Freue mich auf Euer Feedback -

    Oliver
     
  7. hybrid

    hybrid Aktives Mitglied

    136
    2. März 2016
    Viel Glück und Danke für Deine Ausführungen !
     
  8. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    Moin -

    ich habe den Riss im Kopf noch nicht gefunden, aber so langsam zeichnet sich die Gesamtdiagnose ab und ich zerlege gerade den Teilespender, um meine Optionen für ein weiteres Mix&Match zu kennen.

    Als Pausenfüller ein kleines Update hinsichtlich der Ventilfederspanner:

    Option F - funktioniert nicht, weil zu breit und Weg des Spanners zu kurz.

    Option C (Werkzeug für keine 20 Euro) - funktioniert überraschend gut, wenn Kopf noch eingebaut ist. Man muss nur das Ölverteilerrohr von der Nockenwelle abschrauben.

    20260821_103506.jpg

    Option A (Werkzeug für keine 30 Euro) - funktioniert bei angebautem Kopf super. Um die Ventilkeile zu lösen, würde ich Ausbau empfehlen - teilweise war viel Kraft notwendig. Wenn nur der Schwinghebel ausgebaut wird, eignet sich das sehr gut, wenn man nicht auf das Original zurückgreifen kann.

    Schönen Samstag noch -

    Oliver


    UPDATE/Vervollständigung - den Trick mit der Ölleitung habe ich aus Amerika.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. August 2026 um 09:20 Uhr
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  9. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    19. Juni 2018
    Bei abgebauter Nockenwelle geht der Federspanner vom VW Käfer am besten...
    Vor Einsatz des Federspanners nimmt man normalerweise ne Nuss und nen Hammer und löst die Ventilkeile. Ob die lose sind, hört man am Geräusch...
    Das wird dann merklich heller.

    Wenn du ne Zündkerzennuss mit Magnet drin nimmst und nen großen Hammer, dann fliegen die Keile raus und bleiben am Magneten hängen, dann haste die Ventile viel schneller ausgebaut und schaffst auch deine AWs :)

    Im übrigen würde ich nicht auf nicht abgedeckten Einspritzventilen rum schrauben.
    Wenn ich mir die ganze Ölkohle anschaue, dann ist der Motor tot. Da wurden wohl die Wechselintervalle nicht eingehalten...
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. August 2026 um 18:20 Uhr
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  10. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    Da magst Du Recht haben :doh:.

    Hatte nicht deutlich genug gemacht, dass die Fotos vom Teilespender sind.

    Der stand wohl 40 Jahre in einer Ecke, auch mal im Hochwasser bis zur Kurbelwelle, hatte den Porsche Öl-Temperaturschalter "verbaut", ist selbst ein M129 AT Limo-Motor, ABER hatte zum Schutz vor dem Einfrieren der Drosselklappe den Umbau auf Entlüftung ins Freie gemäß WHB!

    20260821_095625.jpg 20260821_095618.jpg

    Naja und vielleicht ein kleines thermisches Problem :blumenstrauss:

    20260820_151055.jpg 20260820_151103.jpg 20260820_143939.jpg

    Schönen Sonntag noch (lese mich gerade in Passlager ein) -

    Oliver
     
  11. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    19. Juni 2018
    Sorry, da habe ich wohl nicht richtig gelesen :)
     
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