ZF baut wieder Fünf Gäng Getriebe, Bestellungen noch bis Ende Oktober möglich, der Preis ist aber nicht von schlechten Eltern!
Somit ist die Mindestlosgröße bei ZF nun bekannt: 50 Stk. Vermuteter Grenzdeckungsbeitrag auf EBITDA Ebene = 65% von 17.990 Euro/Stk. x 50 Stk. = 580k Euro. Eigentlich für alle Seiten kein schlechter Deal in Zeiten von geringerer Auslastung bei ZF. Der Pagodenbesitzer macht seine Pagode zum zukunftssicheren Cruiser und die ZF Leute langweilen sich nicht bei kleinem Zusatzplus. Vielleicht kommen ja noch mehr Zulieferer auf den Gedanken und machen noch ein paar Kolben, Kolbenschaftabdichtungen, Langerschalen und ZKD auf Lager für die nächsten 30 Jahre. Der Pagoden e.V. könnte die besonders kritischen Teile zu Teil zwischenfinanzieren. Sonst müsste Mercedes auch noch das andere Uhlenhaut Coupé verkaufen ... Schöne Woche noch - Oliver
ZF braucht dringend Geld. Sie waren zu Akkuauto-Gläubig. Die kommen zwar, aber nicht in der Geschwindigkeit wie die ZF Palette das gebraucht hätte. Preziosen wurden bereits an Samsung verkauft. Aktuell hat der Kunde BMW weiterentwickelte Automatikgetriebe bis in die 2030er Jahre geordert. Das bringt laufendes Geld, welches man dringend braucht. Und so soll auch ´unser´ Fünfganggetriebe für € 21.300 sicher ein Scherflein beitragen. Man kann nur hoffen daß ZF die Anpassung an das aktuelle Umfeld gelingt. Grüße norbert
Sehr interessant, ich habe mir ja auch so etwas gegönnt. Der fünfte Gang macht aus diesen Autos etwas ganz anderes! Aber es schaltet sich auch anders. In meinem alten Vierganggetriebe sind die Gänge von selbst „reingeflutscht“. Jetzt heißt es: Kupplung treten – - schalten - - Kupplung loslassen! Sonst meldet sich das schöne Getriebe. Das muss man wissen. Ich habe damals 15.000 Euro an jemanden bezahlt, der es vielleicht für 10.000 Euro NEU gekauft und ein paar Jahre liegen gelassen hat – für ihn kein schlechtes Geschäft. Vielleicht kaufe ich jetzt eins für 18, lasse es ein paar Jahre liegen und verkaufe es für 25 … - Oder auch lieber nicht … ;-) Gruß, Dieter
@Andreas1 / @alle @ZF - warum wählt man eigentlich nicht einen Vertriebsansatz in Zusammenarbeit mit den Pagoden-Club e.V., dem Pagodentreff und der internationalen Pagoda-Group? Über die 3 Plattformen erreicht man quasi alle W113 Besitzer, die erreicht werden wollen . Und wenn man den vdh und sein Forum dazu nimmt, auch alle (vor allem technisch interessierten), die das 5-Gang in die verwandten Baureihen einbauen würden/könnten/wollten. In Summe also so ca. 4 Emails ... wenn so ein Technikreferent noch seinen Senf dazu gibt oder einer der Nachfertigungsspezialisten zu Wort kommt, dann bekommt das alles doch noch eine andere Einfärbung und das ganz ohne Provision. Spannend finde ich auch, dass man hier wohl nicht über MB Heritage gegangen ist, sonst hätten wir ja alle schon Post bekommen . Aber wahrscheinlich mache ich mir da zu viele Gedanken - Oliver
Hallo, bei allem Spaß am Hobby frage mich ernsthaft, ob man sich im Hause ZF der aktuellen Marktsituation bewusst ist. Viele Besitzer geben ihre Autos altersbedingt ab, die Marktpreise für Pagoden sind drastisch abgesackt und angebotene Fahrzeuge stehen sich mangels Kaufinteressenten die Reifen platt. Die ältere Boomergeneration mit vollen Brieftaschen schrumpft täglich. Es wird sicherlich auch in diesem Forum Leute geben, für die der aufgerufene Bruttopreis von 21.300 € nur Spielgeld ist, zu dem dann für nicht Selbermacher ja auch noch die Einbaukosten hinzukommen. Unter dem Strich würde es für mich persönlich aber an der Verhältnismäßigkeit fehlen, wenn je nach Fahrzeugzustand allein die Getriebeumrüstung etwa 1/4 bis 1/3 des aktuell durchschnittlichen Pagodenmarktwertes ausmachen würde. Für den Preis würde ich mir eher einen hübschen Youngtimer daneben stellen, hätte ich nicht schon einen... Gruß Ulli
Das glaube ich nicht. Da hatte ZF zu viel Auslastung als sich einem solchen Randthema anzunehmen. Der W11x Baureihen befinden sich jetzt an dem Punkt, wo nach dem Generationswechsel und dem Vererben ein Owners' Club / Sammlungs- und Auktionsmarkt entstehen wird. Der Bestand an Fahrzeugen ist nun mehr oder weniger konstant. Nahezu fast alle Fahrzeuge sind durchrestauriert oder im guten Zustand. Wracks/Scheunenfunde wird es nachwievor geben, aber die bilden keinen so großen Markt mehr wie in den letzten 20 Jahre. Damit verschieben sich auch die Wertmaßstäbe und Zeithorizonte dann (nochmals). Jetzt beginnt die Zeit, um günstig an eine Ewigkeitspagode zu kommen, nebenbei noch das Ersatzteillager des Erblassers für lau mitzunehmen. Und wenn man eben an das Thema Werterhalt über die nächsten 20-30 Jahre denkt, ist es vielleicht sinnvoll seinen W113 in den nächsten Jahren mit einem 5-Gang-Getriebe noch komfortabler und fahrbarer zu machen. Die Anzahl der Menschen auf unserem Planeten, denen Geld egal sein darf, nimmt ja nachwievor in einem atemberaubendem Tempo zu. Und Oldtimer bieten neben Fahrspaß halt auch Exklusivität. Man lese hierzu einfach mal die von mir in Dover (nach 3.000km offen mit dem Chrysler LeBaron meiner Frau) gekaufte Ausgabe von Octane mit all seinen Berichten von der Gartenparty bei Herrn und Frau Sowieso ... der beigefügte Leitartikel empfindet die aktuelle Delle im Markt als Chance nicht als Apokalypse ... Die Schlussfolgerung für mich als Generation X lautet: weiter schrauben und Spaß haben den potentiellen Erben den Wert und den Spaß nahebringen das ein oder andere fehlende Teil in den nächsten Jahren günstig schießen alles, was einen echten Fachmann bedarf, noch schnell machen lassen (wer macht in 10 Jahren außer K+S dann noch Pumpen, wenn der Herr Dr. nicht mehr kann oder will ?) Die Schlussfolgerung für Boomer wäre aus meiner Sicht: Planen, wann und wie übergebe ich an die nächste Generation Muss ich meinen Erben noch ein Unterhaltungsbudget bzw. Garage mit dazu vererben ? Gibt es nicht andere Formen, um den Wert zu transferieren (Charity-Auktion, Schenkung an Museen, etc.), die einen Steuervorteil beinhalten können ? etc... Wenn ich mittlerweile die Kiste ungerne selbst bewege - worum nicht den Enkel/Enkelin anstellen, um einen regelmäßig für den Frühschoppen ins Ausflugslokal zu fahren oder die Erbengeneration zwingen, mit mir an der nächsten regionalen Rallye teilzunehmen ? Es ist bald 300 Jahre her, dass Großbritannien die letzte Schlacht auf eigenem Boden geführt hat. Nach dem zweiten Weltkrieg war zwar der Staat pleite, aber nicht die Bevölkerung, und so kann man sich dort anschauen, was es bedeutet, vermögend zu sein. Bei uns ensteht nach 80 Jahren Frieden und Demokratie diese Bevökerungsgruppe gerade erst (wieder). Die USA schaffen diese Bevölkerungsgruppe mit jedem Tech-Boom alle 10-15 Jahre neu. Deshalb gehen vielleicht viele von den Fahrzeugen, die in den 2000er Jahren rübergeholt wurden in den nächsten 5-10 Jahren wieder über den Teich ? Nicht vergessen - gerade bei Autos bemisst sich der Wert an der individuellen Indifferenz und nicht am aktuellen erzielbaren Verkaufspreis. Keep on Motoring - Oliver P.S.: Mich würde wirklich interessieren, ob die Strategiepapiere von MB Heritage, BOSCH Classic etc. das auch so sehen P.P.S.: Natürlich wird aus einem W113 kein 50 Millionen Ferrari, aber man darf nicht vergessen, wie komfortabel und zuverlässig so ein Benz aus den Sechzigern ist ... nicht alle wollen Schwarzenegger Oberarme, die man für einen Bentley mit 18 Litern Hubraum braucht ...