Oelwechsel

Dieses Thema im Forum "Technik - Motor, Getriebe und Fahrwerk" wurde erstellt von Manni-V, 16. November 2015.

  1. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    19. Juni 2018
    Also in den Baumarktkanistern von Budget war schon vor 20 Jahren 10W40, obwohl 15W40 drauf stand... 5l 7,99€...
     
  2. luftikuskh

    luftikuskh Aktives Mitglied

    355
    5. Juni 2011
    da ich über Winter im Ausland bin haben meine Autos nur Sommerbetrieb, fahre deshalb seit 30 Jahren nur 20W 50 und das ohne Auffälligkeiten oder Probleme
     
  3. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    19. Juni 2018
    Kann man im Sommerbetrieb auch problemlos fahren.
    Im Frühjahr/Herbst bei kalten Temperaturen pusht einem das halt den Öldruck hoch und kann zu Lagerauswaschungen führen...
    Wichtig ist, bei klirre kaltem Winterwetter den Motor aus zu lassen...
     
  4. ralf560sec

    ralf560sec Aktives Mitglied

    80
    15. Februar 2005
    Mein Senf,
    15W40 mit API SE oder SF
    Mache ich seit über 46 Jahren ohne Motorschaden.
    Macht es nach....
    Gruß Ralf
     
    ursodent gefällt das.
  5. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    19. Juni 2018
    Das wäre doch zu einfach :)

    Viel erfolgreicher wäre es doch, wenn wir uns ein Problem zusammen spinnen und das per Ablass lösen, in dem wir ein Superöl kaufen, dafür halt 30€ mehr bezahlen und uns gut fühlen.

    Mit deinem Tipp machst du uns das Gefühl kaputt, Geld für etwas Gutes ausgegeben zu haben ^^
     
  6. Mahawi

    Mahawi Aktives Mitglied

    705
    12. März 2021
    Hallo liebe Gemeinde ,
    Ich halte mich an die Aussagen und Erfahrungen von MartinK. Er ist einer der ganz Wenigen , welcher seine Aussagen mit Ölproben und nachvollziehbaren Zustandsberichten belegt. Seit mehr als einem Jahr nutze ich 10W40 (echt freigegeben nach MB 229.3) Da ich vorher 20W50 benutzt hatte ist mein Öldruck im Leerlauf 0,5 bar geringer was mich aber in keiner Weise beunruhigt , da ich die Hintergründe kenne.

    Viele Grüße Mario
     
    Rainer B, Sead, H.J. und einer weiteren Person gefällt das.
  7. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    19. Juni 2018
    Mein M103 im Alltags124er hat 36 Jahre lang nur einfaches 10W40 gesehen.
    Bei 460.000km ist die Kopfdichtung durchgegammelt gewesen... Da waren alle Ventilführungen rund, die Nockenwelle/Schlepphebel/Kettenrad sahen fast aus wie neu, die Kette hatte minimalen Verschleiß, die Ventile am Ventilteller waren "gut gebraucht" und die Gleitschienen waren verschlissen.
    Die Zylinder haben volles Hohnbild, 14 bar Kompression, der verbraucht kein Öl, der Öldruck ist unverändert seit Kauf und der Motor hat jetzt 531.000km drauf.
    Was soll denn da mit Wunderölen anders laufen? Klar, wenn ich da 0W40 rein kippe, dann dreht der beim ersten Losfahren im Winter leichter hoch, das wars dann aber auch...
     
  8. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Der Öldruck ist eine Kontrollgröße, kein Qualitätsmaßstab für die Schmierung. Entscheidend sind Schmierfilm und Ölvolumenstrom. Öldruck allein schmiert und kühlt kein Lager. Entscheidend sind ein ausreichend tragfähiger Schmierfilm und ein ausreichender Ölvolumenstrom. Ein hoher Öldruck bedeutet nicht zwangsläufig eine bessere Schmierung – er kann auch das Ergebnis eines höheren Strömungswiderstands sein und dann das Gegenteil bewirken, was man sich erhofft. Mit Fließfett hast du vermutlich den besten Öldruck, aber der Motor wird damit nicht lange laufen, Mit 0W-8 wirst Du eine super Durchölung haben aber im Pagodenmotor keinen tragfähigen Schmierfilm erzeugen. Es muss etwas dazwischen sein.

    Ich bestehe ja nicht darauf, dass 0W-40 das Einzige ist, was funktioniert. Natürlich muss das Additivpaket passen. Daher keinesfalls Produkte für Motoren mit DPF,

    Arguemte für und wider sind ja zu Genüge auf dem Tisch, was jeder draus macht ist ja eines jeden eigene Sache.

    Beim Kaltstart ist dünnflüssigeres Öl grundsätzlich von Vorteil: Es lässt sich leichter fördern, erreicht die Schmierstellen schneller und reduziert die Strömungswiderstände. Es schont auch die Ölpumpe und deren Antrieb. Eine niedrigere Kaltviskositätsklasse ist daher in der Regel unproblematisch, solange das Öl die übrigen Herstellervorgaben erfüllt. Kalt muss das Öl möglichst gut fließen, heiß muss es ausreichend tragfähig bleiben.

    Das Thema Ölverbrauch bei z.B: 0W-40 ist kein singuläres Thema. Ein Motor muss mit 0W-40 nicht zwangsläufig mehr Öl verbrauchen als mit 15W-40. Die hier geäußerte Behauptung, ein 0W-40 sei grundsätzlich „dünner“ und werde deshalb leichter verbrannt, ist technisch zu pauschal. Norbert hat das zu Recht in Frage gestellt. Die niedrigere Winterklasse ist also alleine kein Grund für einen eventuellen höheren Ölverbrauch.Nicht die 0 vor dem W bestimmt den Ölverbrauch, sondern die Eigenschaften des Öls bei Betriebstemperatur und sein Zusammenspiel mit dem Motor. Selbst innerhalb der 40er SAE-Klasse gibt es große Unterschiede. Das Mannol 0W-40 liegt z.B. bei 100°C bei nur 12,55 mm²/s, Die SAE-Klasse 30 beginnt unterhalb 12,5. Das bedeutet in der Praxis, dass dieses Öl vermutlich relativ schnell durch Verscheiß im Betrieb in eine SAE30 abrutscht. Mein Favorisiertes Mobil FS-0W-40 liegt bei 13,8. Die SAE-Klasse 50 beginnt bei 16,3. Die meisten 0W-40 liegen im mitttleren und unteren Bereich der SAE-Klasse 40.

    Öle in der Klasse 10W-40 schneiden hier anders ab. Da liegen die Heißviskositäten höher, meist zwischen 14 und 15. Das Mobil Super 2000 X1 10W-40 bei z.B. 14,7.

    Das erklärt auch, dass der Öldruck natürlich auch innerhalb der 40er SAE-Klasse streuen kann. Es muss nicht mal ein Wechsel von 50 auf 40 sein, um Veränderungen am Leerlauföldruck zu erkennen, was aber wie gesagt, kein technisches Problem darstellt. Und schon gar nicht, weil MB ein SAE30 für die Motoren M127/129/130 freigibt.

    Beste Grüße, Martin
     
    Rainer B gefällt das.
  9. Bernhard R.

    Bernhard R. Aktives Mitglied

    656
    3. August 2014
    Hallo Martin,
    vielen Dank für die immer guten Erklärungen. Was ich noch nicht verstanden habe: Wenn wir auf die A3/B4 Kennzeichnung statt Cx (für DPF) achten, gibt es da noch so massive Unterschiede? Auch die 229.x sind ja unterschiedlich (229.1/229.3/229.31/229.5 ...). Bisher hattest Du immer von der 229.3 als die aktuell passendste geschrieben (zumindest wie ich mich erinnere).
    Falls Du Lust hast, würde ich mich freuen.
    Schönes Wochenende
    Bernhard
     
  10. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    19. Juni 2018
    Natürlich ist der Öldruck kein Qualitätsmerkmal fürs Öl.
    Er ist ein Verschleißindikator, vor allem für Haupt- und Pleuellager. Vorausgesetzt natürlich, dass der Rest halbwegs beisammen ist.

    Noch entscheidender sind dabei die Worte "ausreichend". Wenn es ausreichend ist, reicht es aus, dann passiert da erfahrungsgemäß nicht mehr viel.

    Wann welches Öl dünner / dicker ist, hatte ich ja bereits weiter oben geschrieben.
    Die Quelle ist übrigends ICH. Ich habe vor gut 15 Jahren mal verschiedene Motorenöl auf feste Messtemperaturen erhitzt, einen DIN Fließbecher durchgezogen, das Ergebnis in ein Diagramm eingetragen und verglichen. Daher weis ich auch, das damals in der billigsten Baumarktkanne von Budget zu 7,99€ / 5 Liter nicht 15W40 drin war, sondern 10W40...

    Heute guckt man sowas auf Youtube. Da gibts Videos von Verschleißprüfungen und Viscositätsmessungen von verschiedenen Motorenölen.
    Aus Werkstatterfahrung kann ich dir aber schon vom angucken und auskippen sagen, dass es Qualitätsunterschiede gibt. Aral Motorenöl ist z.B. sehr sauber, fast klar wie Wasser. Die anderen Öle im weiten Feld, egal ob Markenöle wie Castrol, Liqui Moly, Fuchs oder billigöle wie Manol, Budget, etc. da kommt gefühlt überall das Gleiche aus der Kanne...
     
Schlagworte:
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
  2. Pagodenkalender 2027 - Jetzt mitmachen:
    Alle Informationen unter pagodenkalender.de/mitmachen