Ölstand Automatik

Dieses Thema im Forum "Technik - Motor, Getriebe und Fahrwerk" wurde erstellt von keijz, 13. Februar 2019.

  1. Tiolox

    Tiolox Aktives Mitglied

    42
    4. April 2015
    Hallo miteinander

    Mein ÖLstand ist soweit o.K. gemessen wie beschrieben. Meine Frage dazu ist wie oft wechselt Ihr das Getriebeöl und das Öl an der Hinterachse?
    Ich habe einen 280 er, fahre Jährlich ca. 2000km : welchen Zeitabstand schlagt Ihr vor.

    Danke für die Antworten.
    Gruß Oliver
     
  2. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    Lieber Namensvetter -

    hier folgt etwas Werbung - die Kollegen vom MBIG Club haben sich viel Mühe gemacht und ein Wartungssystem für unsere alten Autos entwickelt. Es ist an das originale von Mercedes angelehnt, nimmt aber eben Rücksicht auf niedrige Fahrleistungen als Oldtimer. Es gibt sogar kleine Wartungszettel, die man wie früher in die Tür kleben kann :koenig:

    Da gibt es für Deine und ähnliche Fragen eine solide Antwort drauf - schau mal hier - https://www.mbig.eu/epages/62120707...2120707/Products/10021/SubProducts/10021-0012

    Herzlichen Gruß
    Oliver


    P.S.: Die haben auch ein Malbuch, um die Enkel bzw. Kinder und deren Freunde rechtzeitig (positiv) zu beeinflußen ...

    P.P.S.: Und es gibt wenig läßigeres als die DVD zur Wartung - https://www.mbig.eu/epages/62120707.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62120707/Products/10023
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Januar 2021
    jubi01 gefällt das.
  3. Tiolox

    Tiolox Aktives Mitglied

    42
    4. April 2015
    Hallo Oliver

    Das klingt Interessant, war aber nicht ganz die Antwort die ich benötige. :-( . Bin übrigens schon Mitglied in zwei anderen Mercedes-Benz Clubs.
    Vielleicht schreibt ja jemand der mir sagt in welchem Rhythmus er die Ölwechsel vorschlägt.

    Vielen Dank
    Gruß Oliver
     
  4. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hallo. Die Ölfrage wann, wie oft, welches .... hat teils religiöse Züge und nicht vernunftgesteuert.
    Ich wechsele etwa alle 5 Jahre. Und die Kupplung nicht vergessen, da ist auch mehr als ein Liter drin.
    Gruß, Martin
     
  5. Tiolox

    Tiolox Aktives Mitglied

    42
    4. April 2015
    Hallo Martin

    Danke, das ist mir ein Anhaltspunkt und erscheint mir plausibel. So werde ich es dann vor der Saison angehen.

    Gruß Oliver
     
  6. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    MBIG verkauft auch gerne an Nicht-Mitglieder wie mich :koenig:

    Anbei ein Auszug aus dem Werk "Automatisches DB-Getriebe Wartung Einstellung Montage ab 1959 Ausgabe Mai 1966"
    - gibt es als Flipbook beim Vdh:
    Automatisches DB-Getriebe Wartung Einstellung Montage ab 1959 Ausgabe Mai 1966.png

    Und aus meiner Bedienungsanleitung für der 230er [Nachdruck]
    230SL_Bedienungsanleitung_Nachdruck.png

    Beides, Hinterachse und Getriebe, alle 20.000km.

    Man beachte die Fußnote: Automatikgetriebe - mind. 1x jährlich.

    Ich habe auch wieder etwas gelernt, mir war nicht bewußt, dass das Wechselintervall für beide Getriebe gleich ist ...

    Herzlichen Gruß
    Oliver
     
  7. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Guten Morgen, dem Handbuch liegt die Annahme zu Grunde, dass der Wagen im Alltagsbetrieb genutzt wird und damals waren die Öle viel weniger standfest und alterten schneller. Jährlich unter heutigen Oldtimer-Gesichtspunkten und der gelieferten Ölqualität ist sicher übertrieben.

    Ich habe zuletzt das Motoröl in meiner Pagode 5 Jahre drin gehabt und jährlich eine Ölprobenanalyse durchgeführt. Mit dem Ergebnis, dass das Öl (Mobil1 0W40) keinesfalls wechselfällig gewesen wäre. Mir wurde einfach die Benzinverdünnung zu groß.

    Gruß, Martin
     
  8. Tiolox

    Tiolox Aktives Mitglied

    42
    4. April 2015
    Danke für eure Antworten. Das mit der Ölanalyse finde ich interessant. Wo läßt du das machen, was kostet soetwas?

    Danke

    Gruß Oliver
     
  9. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hallo Oliver.

    Früher habe ich das bei www.oelcheck.com machen lassen. Jetzt bei Mobilserv (Exxon-Mobil) weil mein Bruder dort Ingenieur für Schmierstoffe ist. Auf der OelCheck Seite gibt es alle Informationen und für Privatkunden sind die Tests über Amazon zu beziehen.

    Gruß, Martin.
     
  10. Facelvega

    Facelvega Aktives Mitglied

    547
    13. September 2017
    An den Cummings Diesel V8-Schiffsmotoren mit 12 L Hubraum und je Motor 50 L Öl wird erst dann Ölwechsel gemacht, wenn das mitgelieferte Testsystem (Teststreifen) die Notwendigkeit anzeigt. Der Motor wird auch in Baumaschinen eingesetzt und auf die Frage hin, wann nach jährlich 300 Betriebsstunden Ölwechsel gemacht werden soll, sagt man mir: "Kommen Sie mal wieder in zwanzig Jahren". Das bestätigt auch die Aussage von Martin, dass man nicht bei einer jährlichen Laufleistung von 5000 km jedes Jahr Ölwechsel machen muss, vorausgesetzt der Motor und die Aufbewahrung bzw. Garagenklima ist ok.
     
    Bernhard R. gefällt das.
  11. GINA

    GINA Aktives Mitglied

    30
    19. April 2017
    Hallo Oliver,

    in den Wartungsvorschriften für W108, W111 und W113 (Quelle: MBIG) wird für das Automatikgetriebe ein Nachfüllen nach 5.000 km und ein Ölwechsel (mit Filterwechsel) nach 20.000km empfohlen. Für das Ausgleichsgetriebe gibt es keinen vorgeschriebenen Ölwechsel; hier soll wenn nötig nach jeweils 20.000 km nur nachgefüllt werden. Das scheint sehr kurz zu sein; aber früher wurde auch von Sommer- auf Winteröl (und umgekehrt) gewechselt. Bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 km wurde also nach nur 7.500 km Motorenöl gewechselt!
    Noch eine Bemerkung zur DVD von MBIG; hier wurde auch über den "inneren" Rostschutz der Einspritzanlage diskutiert. Herr Lehmann verweist auf frühere "Obenöle"; ein anderer Teilnehmer empfiehlt für den ausgeprägten Winterschlaf eine niedrige Beimischung von mineralischem 2-Takt-Öl.
    Noch eine Bemerkung zum Wartungssystem von MBIG. Hier wurden die etwas verwirrenden Kundendienstpläne A, B, C, D, E, die Frühjahrsdurchsicht "Umstellung auf Sommerbetrieb" und die Herbstdurchsicht "Umstellung auf Winterbetrieb" verständlich auf einen "Gesamtwartungsplan" komprimiert (incl. Zusatzpläne mit Fotos für Öl-, Schmier- und Schraubenanzugsplänen). Nach meiner Meinung ein absolutes Muß für "Pagodenschrauber".

    Viele Grüße und noch ein gutes Neues Jahr
    Jörg - Fahrer von Gina
     
  12. Jan_Oliver

    Jan_Oliver Aktives Mitglied

    109
    20. Mai 2019
    Hallo Gina-Jörg,
    vielen Dank für die Infos zum MBIG-Wartungssystem - hatte nur oben den Verweis gelesen, aber so wie du das schreibst genau das hat mir als Info gefehlt. Sicherlich kann ich da Teile auch für mein /8-Coupe verwenden.

    Auch noch alles Gute zum Neuen Jahr Andreas
     
  13. GINA

    GINA Aktives Mitglied

    30
    19. April 2017
    Hallo Oliver,

    natürlich kann man die Ölwechselintervalle verlängern. Eine dazu benötigte Analyse wird von Ölcheck.com bei Amazon für 77 € verkauft. Kommt mir vor, als ob man mit der Wurst nach der Speckseite wirft. Lohnt sich das für uns?

    Bei großen Schiffsmotoren (1 m Bohrung mit 2-3 m Hub) wird wirklich kein Ölwechsel gemacht. Hier wird nur neutralisierendes Öl (TBN 25-40) nachgefüllt (schwefelhaltiger Kraftstoff macht das Öl "sauer"), das restliche Öl gereinigt (z.B. mit Zentrifugen) und der Ölschlamm entsorgt.
    Bei etwas kleineren Motoren (Bahn; 16V mit ca 5 l Hubraum pro Zylinder) kann durch permanente Ölüberwachung das Wechselintervall auf 1200 - 1500 Stunden erhöht werden (Ölwechselvolumen ca. 600 l). Entscheidend ist hier aber die Servicezeiten und die Ölwechselintervalle zu harmonisieren. Es macht ja keinen Sinn, 100 h nach dem Ölwechsel die Lok wegen Ventilnachstellarbeiten außer Betrieb zu nehmen.
    Und nun zu unseren "Kleinstmotoren". Bei einer Fahrleistung von ca. 3000-5000 km /a wechsele ich das Motorenöl nach 2 Jahren. Die Oldtimer-Gesamtfahrleistung in 2 Jahren entspricht dabei der früheren Fahrleistung zwischen Frühjahrs- und Herbstölwechsel.

    Viele Grüße
    Jörg - Fahrer von Gina
     
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  14. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    Hallo Jörg,

    ich habe nochmal nachgesehen - für die Hinterachse wird nach Plan E (d.h. alle 18.000 km) in der Bedienungsanleitung und im WHB ein ÖLWECHSEL vorgesehen.

    Im Wartungssystem von MBIG hingegen ÖLWECHSEL nach den Einfahr 500km nach einer Restauration [Kontrollfunktion] und dann nur noch Kontrolle/Nachfüllen alle 20.000km.

    Hier sieht man also beispielhaft die Anpassung an die Moderne ...

    Verzeih' das Haarespalten an der Stelle -

    Oliver
     
  15. Werinhari

    Werinhari Aktives Mitglied

    249
    28. Januar 2016
    Wow, 77€ für eine Motorenölanalyse! Dafür mache ich locker zwei Ölwechsel mit Castrol Classic incl. Filter...
    Meiner Erfahrung nach kann man das Motoröl gar nicht oft genug wechseln, gerade wenn das Fahrzeug nur vergleichsweise wenig gefahren wird. Beim Motor gibt's bei mir gar kein langes Überlegen. Hinterachse verliert bei mir immer leicht Öl. Das kontrolliere ich jährlich mit beim Motorölwechsel und ergänze ggf. etwas. Ist in einer Stunde ohne langes Überlegen erledigt.
    Getriebe, ehrlich gesagt, alle paar Jahre.

    Nachtrag: Und wenn ich mir dabei noch überlege, dass ich die Ölanalyse zurückbekomme und sie ergibt, dass das Öl gewechselt werden sollte - nicht auszudenken :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2021
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  16. Bernhard R.

    Bernhard R. Aktives Mitglied

    541
    3. August 2014
    [QUOTE="Werinhari, post: 1
    Meiner Erfahrung nach kann man das Motoröl gar nicht oft genug wechseln, gerade wenn das Fahrzeug nur vergleichsweise wenig gefahren wird. Beim Motor gibt's bei mir gar kein langes Überlegen. Hinterachse verliert bei mir immer leicht Öl. .[/QUOTE]

    Hi hi, mache ich zwar auch so, aber eine Öldiskussion finde ich immer cool. Abwechslung in Lockdown Zeiten. Werde viele Likes vergeben, da irgendwie alle Recht haben und es so viele Philosophien gibt.

    Wünsche Euch allen ein gutes Neues Jahr, viel Gesundheit und Spaß am Hobby!
     
    jubi01 gefällt das.
  17. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012

    Hallo, das sagen alle, die das System nicht verstanden haben. Primär macht man die Analyse, um zu erfahren, ob der Motor einen Schaden hat. Das Ergebnis der Ölzustandsbewertung ist ein Nebeneffekt. Ich habe bereits drei Motoren aus dem Verkehr gezogen, die einen schleichenden Wassereintrag im Öl hatten. Das wurde dann jeweils mit minimalem Aufwand behoben und fertig. Jetzt sagen viele: jaaaaaa, man sieht doch , wenn Wasser im Öl ist. Sage ich: Neiiiiiiin, man sieht das erst, wenn alles kurz vor Exitus ist. Einen 230er Motor perfekt zu restaurieren kostet Minimum 15.000 EUR. Da gehe ich kein Risiko ein.

    Gruß, Martin
     
    schlüssellos gefällt das.
  18. Werinhari

    Werinhari Aktives Mitglied

    249
    28. Januar 2016
    Sicher. Darum ging es ursächlich aber nicht.
     
    statti-r90 gefällt das.
  19. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo, Martin,

    gibt die Analyse Aufschluss darüber, ob es sich um Kühlwasser handelt oder - soweit betriebs- oder Ruhezeitenbedingt überhaupt möglich - um Kondenswasseranteile?

    Gruß

    Ulli
     
  20. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hallo Uli.
    Ja das geht tastächlich weil im Kühlmittel immer auch Chemie drin ist. Bei sehr geringem Wassereintrag verdunstet das Wasser weg und die Probe sagt "Wasser unter der Nachweisgrenze". Man kann dann eine aufwändigere Untersuchung für diese Geringstmengen machen, die ist aber teuer. Einfacher ist es, die Chemikalien (in aller Regel Natrium und/oder Kalium) nachzuweisen. Hat man da unerklärlich hohe Werte ist das eine Akkumulation von Kühlmittel.

    Gruß, Martin
     
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