Austausch Manschette Hinterachse

Dieses Thema im Forum "Technik - Motor, Getriebe und Fahrwerk" wurde erstellt von 722, 22. Mai 2021.

  1. 722

    722 Aktives Mitglied

    124
    26. Juni 2013
    … wenn ich das geahnt hätte was ich da auslöse. :doh:Eigentlich wollte ich nur eine Hausnummer für den Manschetten-Tausch. Jetzt werde ich nicht drumherumkommen, die Werkstatt vorab um einen detaillierten Bericht zu bitten, welche Vorgehensweise geplant ist.
    Danke nochmals für die Beiträge.
     
    1964 sl und goldhamme_rulez gefällt das.
  2. 722

    722 Aktives Mitglied

    124
    26. Juni 2013
    Vermutlich jagt er mich gleich wieder vom Hof.
     
    goldhamme_rulez und Memmo gefällt das.
  3. miekaesch

    miekaesch Aktives Mitglied

    309
    18. Mai 2004
    links ist der Reibwertmesser, damit gehts...weil du von einem Drehmomentschlüssel sprachst, der funzt nicht
     
  4. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    665
    19. Juni 2018
    Nö, man soll den Schleppmoment einstellen, aber der Anlaufmoment ist in der Regel höher, dass heist wenn du n Schleppmoment (Kraft beim Durchdrehen) von 20-25kpcm haben musst, dann liegt der Anlaufmoment darüber, also gehst du mit eher 30kpcm los und sobald sich alles dreht (Losbrechmoment) geht die Kraft auf 25kpcm runter, dass kriegst du mit nem Drehmomentschlüssel der schon bei 25kpcm abknackt nicht genau hin. Und genau der Einstellwert muss aber sehr genau sein, wenn daran hängt hinterher das Lagerleben deiner Hinterachse, die Lagerung ist per se recht empfindlich (vor allem bei späteren Daimlern) und da mit zu wenig Vorspannung ins Rennen zu gehen rächt sich nach einigen tausend KM.

    10KPCM sind da schon oft kriegsentscheidend dafür, ob die Achse 20 oder 150.000km hält...
     
    ursodent und Memmo gefällt das.
  5. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    665
    19. Juni 2018
    Man kann sich dass auch im Internet von Stahlwille kaufen, seine Achse einstellen und auf Wiederruf zurück schicken ^^
     
  6. Rasi

    Rasi Aktives Mitglied

    242
    22. Juli 2011
    Hallo,
    Ich habe jetzt aus den vielen Beiträgen folgendes gelernt.
    1. Der Schrauber ohne Spezialwerlzeug leistet gute Arbeit und bekommt dafür Auszeichnungen.
    2. Der Schrauber mit Spezialwerkzeug leistet gute Arbeit und bekommt dafür keine Auszeichnungen.:bierkrug:

    Gruß
    Rainer
     
  7. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    665
    19. Juni 2018
    Keine Ahnung. Auszeichnungen bekomme ICH eher selten, die Goldfarbenen Pöttchen und Urkunden holen eher meine Kunden für die Autos. Die einzige Auszeichnung an die ich mich erinnern kann, die ich bekommen habe, war von der HWK im Bereich Kundenkommunikation.
     
  8. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
     
    Rainer B, Fix2 und Memmo gefällt das.
  9. rema350SL-H

    rema350SL-H Aktives Mitglied

    223
    20. Juni 2013
    Hallo Memmo,

    ich glaube, Du hast das noch nicht ganz verstanden, obwohl das Mark oben, wenn auch etwas umständlich, erklärt hat.

    Physikalisch geht es um Haftreibung und Gleitreibung. Und um ein Lager zu lösen (es zum Drehen zu bringen), braucht man eine größere Kraft als es danach nur zum Drehen. Und zwar, weil die Haftreibung immer größer als die Gleitreibung ist.

    Mit dem Drehmomentschlüssel muss man immer die größere Haftreibung überwinden, damit es knackt. Wenn man am Schlüssel also den Wert des Reibmomentes eingestellt hat und es kneckt, ist das Lager noch viel zu locker eingestellt.

    Viele Grüße,
    Recardo
     
  10. miekaesch

    miekaesch Aktives Mitglied

    309
    18. Mai 2004
    Memmo,

    du ziehst die Quetschhülse ja vor, dann gehst du mit dem Drehmomentschlüssel her und drehst die ganze Einheit bis er knackt.
    Woher weißt du, nach dem er geknackt hat ob die Vorspannung nicht viel zu hoch ist?
     
  11. rema350SL-H

    rema350SL-H Aktives Mitglied

    223
    20. Juni 2013
    Hallo Memmo,

    mach mal ruhig das Experiment und berichte bitte. Praxis geht vor Theorie.

    Zur Veranschaulichung ist doch der Vorschlag zur Messung des Reibmoments von Norbert im Jetronic-Forum mit Rolle, Seil und Federwaage sehr schön: Wenn die Welle ruht und man dann mit der Federwaage am Seil zieht, zeigt die Federwaage eine Kraft K1 an. Wenn die Welle dann gleichmäßig in Bewegung gebracht wurde, zeigt die Federwaage wieder eine Kraft an, die ich mal K2 nenne:
    Ich wette mit Dir, dass die Kraft K1 immer größer als K2 ist. Du machst das Experiment. :bierkrug:

    Viele Grüße,
    Recardo
     
    branro1 und Bernhard R. gefällt das.
  12. meisternle

    meisternle Aktives Mitglied

    133
    17. Februar 2011
    Recardo, ja genso ist es.
    nu mal so
    -zum darüber nachdenken. Wenn man die Reibwerte mit einen normalen Drehmomentschlüssel (Klick) messen könnte dann bräuchte man keine Reibwertschlüssel.
    Anders sieht die Sache mit einem Torsionsdrehmoment-Schlüssel aus. Da sieht man auf der Skala was so vorsicht geht.
    Oder lieg ich da falsch?

    Gruss aus MZ
    Eddy
     
  13. meisternle

    meisternle Aktives Mitglied

    133
    17. Februar 2011
    so sehe ich das gar nicht. Es kann sein, dass geteilte Manschentten nicht für immer dicht bleiben.
    So eine Manschette kostet keine 50€. Für die Kosten eine ungeteile Manschette einzubauen kannst du gefühlte 100 Jahre mit geteilten Manschetten fahren.
    Wenn die Achse eh raus ist, kann man sich das überlegen. Aber auch nur dann....

    Übrigens wir warten immer noch auf die Reibwerte (bei neuen Lager) von Ihnen. Auch steht noch die Antwort aus weshalb das Gummilager von SLS an der Schubstrebe nichts taugt! Da bin ich mal auf eine Antwort gespannt. :hammer:
    Wer tuten möchte muss auch pusten können...
     
  14. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    665
    19. Juni 2018
    Das gleiche Newtontorsiometer links im Bild hab ich auch :)
    Ich glaube, wenn man den Drehmomentschlüssel beim drehen an der Knick/Knack Grenze bewegt, wird man dass auch hin bekommen...
    Die Achsen sind da auch nicht ganz so empfindlich, ist was anderes als n 124/201er Differential...

    Die Manschette kostet was Richtung 70€ bei Daimler, dazu kommen noch rund 10 Federklammern für 1,20€, 2 Schlauchschellen und Öl, Montagereiniger, etc. und dann ist man schnell mit über 100€ Material dabei. Für das letzte Mal Manschette an ner Pagode wechseln (war der Tank im Weg) hab ich 2h gebraucht und 280€ genommen...

    Ohne die richtige originale Federklammerzange geht dass übrigens nicht...

    Wenn die Manschette undicht ist, dann ist aber Altersbedingt sicherlich nicht nur die Manschette undicht, sondern auch noch was Richtung Simmering, Flanschabdichtung, etc. und dann tuts auch ne Manschette die 95% dicht ist, um die Jahre zu überbrücken bis man die Achse sowieso einmal komplett macht.
    Papa fährt mit der geteilten Manschette schon 15 Jahre rum und wenn die undicht wird, mache ich nochmal ne geteilte Manschette dran, nach der darf er dann den Führerschein abgeben ^^
     
    ursodent und Memmo gefällt das.
Müller Classic Motors
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.