Auto zieht nach rechts

Dieses Thema im Forum "Technik - Motor, Getriebe und Fahrwerk" wurde erstellt von DocKlaus, 18. Juli 2018.

  1. DocKlaus

    DocKlaus Aktives Mitglied

    159
    9. Juli 2016
    Hallo zusammen!

    Da ich im Forum nicht so wirklich fündig geworden bin, ziehe ich nun den "Publikumsjoker" und stelle hier 'mal mein Problem dar. Seit Kurzem mache ich bei meinem Auto folgende Beobachtung:

    während der Geradeauslauf bei normaler Geschwindigkeit recht passabel ist, zieht das Auto beim Bremsen (keine Vollbremsung) deutlich nach rechts, um dann beim Lösen der Bremse wieder ruckartig in die Spur zu kommen. Der Effekt verstärkt sich mit Zunahme der Geschwindigkeit.

    Ich möchte zunächst bewußt keine weiteren Angaben machen, und würde mich daher über Eure völlig unbeeinflußten Hinweise zu möglichen Fehlerquellen freuen, die ich dann nacheinander "abarbeiten" könnte.

    Nur eine konkrete Frage hätte ich an dieser Stelle doch: welchen Einfluß kann der Nachlauf (bei einem Sollwert von 4°00' +/- 0°15' wurden folgende Istwerte ermittelt: links 2°52' / rechts 0°16') an der Vorderachse auf dieses Phänomen haben? Könnte da schon der "Hase im Pfeffer" liegen?

    Gruß aus dem Ruhrpott,

    Klaus
     
  2. coca-light

    coca-light Aktives Mitglied

    396
    16. Juli 2006
    Hallo Klaus,

    Deine Vorderachse mag zwar nicht optimal vermessen/eingestellt sein, ist aber m.M.n. nicht der Grund für's nach rechts ziehen beim Bremsen.

    Eigentlich kann's nur an fehlender bzw. schlechterer Bremswirkung links liegen, wenn das Fahrzeug beim Bremsen nach rechts zieht.

    Dürfte sich dann auch eindeutig auf dem Bremsen-Prüfstand zeigen.

    Grüße
    Peter
     
    Memmo und Rainer B gefällt das.
  3. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo, Klaus,

    ich würde entweder auf ein Problem mit dem linken Bremssattel oder mit einem Bremsschlauch tippen. Der Beschreibung nach (beim Bremse lösen sofort weg...) würde ich eher auf den Bremssattel tippen. Evt. ist der Kolben verklemmt. Da würde ich jetzt keine Weltreise mehr mit unternehmen wollen...

    Gruß

    Ulli
     
  4. H.J.

    H.J. Aktives Mitglied

    909
    4. August 2009
    wenn's deutlich nach rechts geht wird's die linke Vorderradbremszange sein, Ulli hat es gesagt, kein großes Problem. Wenn es schnell gehen muss, PN
    Heiner
     
  5. DocKlaus

    DocKlaus Aktives Mitglied

    159
    9. Juli 2016
    Hallo!

    Zunächst einmal, seht es mir nach, wenn meine Einlassungen mangels technischer Kenntnisse etwas ungenau oder möglicherweise gar falsch sind. Bin halt ein "Wäscher" und kein "Schrauber" ;) !

    Peter, Ulli und Heiner: wenn es also ein Bremsen-Problem wäre, würde dann nicht ein Bremsentest auf dem Rollenprüfstand unterschiedliche Werte ergeben? Mehrere Tests auf unterschiedlichen Prüfständen haben nämlich gleichmäßige und auf beiden Seiten ausreichende Bremskraftwerte ergeben. Zudem waren die Räder nach warmgefahrenen Bremsen freigängig, was das Thema "aufgequollener Bremsschlauch" und dadurch festsitzende Bremse m.E. erledigt, zumal die Bremse beim loslassen ja wieder "aufmacht" und das Auto geradeauszieht.

    Peter: wieso kann es nicht der Nachlauf sein? Der sorgt doch eigentlich für einen stabilen Geradeauslauf, sodaß sich insbesondere beim Bremsen und einer dadurch zusätzlichen Gewichtsverlagerung auf die Vorderachse ein schlecht eingestellter Nachlauf bemerkbar machen würde?

    Heiner: PN ist gleich unterwegs!

    Fragen über Fragen mit Hoffnung auf weitere Antworten.

    Grüße aus dem Ruhrpott,

    Klaus
     
  6. 280er

    280er Aktives Mitglied

    401
    30. Oktober 2004
    Hallo
    Lass mal deine Stellung der Hinterachse überprüfen. Gibt einige Beiträge dazu im Forum. Am besten von jemand der die passende Lehre dazu hat.

    Gruss
    Roman
     
    GB gefällt das.
  7. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo, Klaus,

    hab jetzt grad deinen ersten Beitrag nochmal gelesen. Ein zu niedriger und / oder unterschiedlicher Nachlauf kann tatsächlich ein schiefziehen verursachen. Die Werte sind ja in der Tat sehr abweichend und unterschiedlich. Was mich aber irritert, ist, dass dieser Effekt nicht auch bei normaler Geradeausfahrt auftritt und dass der Fehler doch mehr oder weniger recht plötzlich in Erscheinung trat. Sind die relevanten Verschraubungen der Vorderachse, insbesondere der Blattfedern noch fest und ok?

    Gruß

    Ulli
     
  8. benzdoktor

    benzdoktor Aktives Mitglied

    375
    30. Mai 2006
    Hallo Klaus,

    denke das Lenktrapetz stimmt nicht.

    Gruß Lars
    MB Klassik service West
     
  9. Facelvega

    Facelvega Aktives Mitglied

    256
    13. September 2017
    Hallo,
    Bevor ich die Vorderachse inkl. Nachlauf untersuchen würde, würde ich m.E. erst einmal die o.g. Bremsproblematik überprüfen. Der Fehler taucht doch, so wie ich es verstanden habe, beim bremsen auf.
    Alfred
     
  10. DocKlaus

    DocKlaus Aktives Mitglied

    159
    9. Juli 2016
    Guten Morgen (und der ist gut, denn die Sonne scheint!)!

    Lars: in der Tat, das Lenktrapez wurde schon überprüft und nachgestellt, hat aber nur zu einer geringfügigen Verbesserung geführt.

    Ulli: ich kann natürlich nur die Aussagen der Fachwerkstatt wiedergeben, die das tatsächlich schon gemacht hat. Und ja, auch im Normallauf habe ich ein ganz leichtes, für meine Begriffe aber nicht relevantes Ziehen nach rechts (ist halt schwierig, eine pottebene und erkennbar nicht ausgefahrene Straße für den Test zu finden).

    Roman: wird das nicht auch im Zuge einer Achsvermessung kontrolliert? Wenn ja, davon wurden bereits mehrere (auch von fachkundigen älteren Werkstattmeistern, die nicht nur blind einem modernen Meßcomputer vertrauen, der erstaulicherweise die Werte aus dem WHB parat hatte) durchgeführt.

    Derzeit ist allerdings immer noch der Nachlauf mein Favorit. Leider gab es bisher keine Zeit, die beiden vorderen Nachlauf-Excenter (?) genauer unter die Lupe zu nehmen. An dem Querschlitz der dortigen Blattfeder kann man nach meinem Verständnis ja auch den Nachlauf einstellen. Und wie ich hörte, soll es bei MB eventuell zwei verschiedene Längen (?) dieser Blattfedern gegeben haben. Nun denn, wir werden sehen.

    Ihr seht, es gibt schon einige Dinge, die geprüft wurden, aber trotzdem das Problem nicht abschließend gelöst ist. Ich lasse mich aber gerne auch von vielleicht erstmal abwägigen oder gar völlig simpel klingenden Hinweisen überzeugen, denn manchmal sieht man die einfachsten Sachen nicht!

    Vielen Dank bislang ans Forum, und manche sehe ich ja heute Abend schon :bierkrug: !

    Gruß aus dem Ruhrpott,

    Klaus
     
  11. ursodent

    ursodent ursus antennae

    9. Mai 2004
    Fahr vorsichtig! Kenne es aber auch bei Ponti, bis er seine Trommeln betriebswarm hat.
    Wir starten gleich schon, in Abwandlung der ursprünglichen Absicht aber ausschließlich Landstraße, beginnend durch's Bergische.
    Schlappe 250 km. Schönste Panoramen...

    Michael
     
  12. Bernd R.

    Bernd R. Aktives Mitglied

    252
    23. Juli 2008
    Hallo Klaus,
    mit einem simpel klingenden Hinweis kann ich helfen:
    Stimmt der Luftdruck der Reifen ( sollte eigentlich bei der Achsvermessung genau eingestelt worden sein)?
    Mit freundlichen Grüßen
    Bernd
     
  13. kdskw

    kdskw Aktives Mitglied

    163
    18. März 2014
    Hallo Klaus,
    vieles wurde gesagt und gemessen. Mal ein anderer Ansatz. Es geschieht ja nur beim Bremsen in der Fahrt. Was ist, wenn in der "Radaufhängung" etwas ausgeschlagen ist und sich dadurch die Geometrie nur bei Belastung ändert? Das merkt weder der Brems- noch der Vermessungsprüfstand im Stand. Gehe doch einmal zum "TÜV" auf den Prüfstand der die Vorderräder in alle Richtungen mit Gewalt bewegt. Vielleicht erkennt man da ein ausgeschlagenes Teil?
    Viele Grüße vom Klaus aus Erding
     
  14. DocKlaus

    DocKlaus Aktives Mitglied

    159
    9. Juli 2016
    Hallo!

    Michael: Ich verstehe das so, daß Ponti bis zum Erreichen eines betriebswarmen Zustandes beim Bremsen einseitig zieht, und das dann dann weg geht. Ist bei mir gefühlt eher andersrum (bei warmen Bremsen eher schlimmer), werde es aber gleich nochmal testen (beim vorsichtigen Fahren!).

    Bernd: kein Problem für den "simplen" Hinweis, aber das wurde bei der Vermessung (ebenso wie Gewichte auf dem Fahrer- und Beifahrersitz) beachtet. Auch die Reifenbeschaffenheit wurde optisch für gut befunden.

    Klaus: Welche Art von Prüfstand meinst Du denn genau?

    Ein weiterer Hinweis meinerseits: vor Kurzem sind die beiden Gummis der Vorderachsträger (Achskörperlager) erneuert worden; eingebaut wurden welche von FEBI. Ist da etwas über Qualitätsunterschiede oder Bauartunterschiede bekannt? Der Einbau wurde übrigens zusätzlich nochmal von einer anderen Werkstatt kontrolliert.

    Bleibe weiter gespannt auf Tipps bzw. Hinweise und grüße (noch) aus dem Ruhrpott,

    Klaus
     
  15. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo, Klaus,

    das spekulieren über mögliche Ursachen aus der Ferne wird dich vermutlich nicht wirklich weiterbringen. Ich weiß nicht, wo die bisherigen Kontroll- und Vermessungsarbeiten durchgeführt worden sind, aber ich würde nach der Mosel einfach mal zu einem der Forumsbekannten Spezis fahren. Einer davon ist ja in Enkirch auch dabei. Vielleicht klärt es sich ja dann nach kurzer Probefahrt bereits.

    Gruß

    Ulli
     
  16. Werinhari

    Werinhari Aktives Mitglied

    155
    28. Januar 2016
    Hallo Klaus,

    mag schon sein, dass die Achsgeometrie nicht so ganz stimmt - wo tut sie das schon...

    Wenn das Schiefziehen nach rechts nur beim Bremsen auftritt, würde ich auf jeden Fall die linken Bremszangen, die Klötze und die Bremsscheiben untersuchen (lassen). Kann ja auch von hinten kommen...

    Wann wurde denn die Bremswirkung per Prüfstand geprüft? Gerade kürzlich in diesem Zusammenhang oder letztes Jahr bei der HU z. B. ? Sowas entwickelt sich ja eher nicht spontan sondern schleichend.
    Oft wird bei diesen Bremsprüfstandmessungen ja in erster Linie nur getestet, wieviel maximale Kraft die Bremse aufbringt und DABEI wird die Messuhr betrachtet. Kann ja sein, dass die Bremswirkung bei voller Betätigung durchaus gleichmäßig ist. DU wirst ja eher zum Testen während der Fahrt nur leicht (vielleicht auch aus Angst) bremsen. Wenn da bei nur leichter Betätigung irgendwas schwergängig ist, macht sich das dann natürlich eher bemerkbar.

    Meist liegt das Hauptproblem darin, dass die alten Autos viel zu sehr geschont werden. Man fährt vorsichtig(er), langsamer usw. und bremst auch oft vorausschauender nur leicht etc. Die beweglichen Teile setzen sich so leicht mit Schmutz, Bremsabrieb usw. zu und bewegen sich dann eben irgendwann kaum noch, es sei denn, Du trittst voll auf die Bremse. Mache ich bei meinem auch hin und wieder (bis zum Blockieren). So bleibt alles in Bewegung...

    Aber Achtung: unbedingt darauf achten, dass niemand hinter Dir fährt und natürlich ggf. Mitfahrer vorher über Deine Absichten informieren!
     
  17. kdskw

    kdskw Aktives Mitglied

    163
    18. März 2014
    Hallo Klaus,
    bei der HU fährt der Prüfer die Vorderräder auf bewegliche Platten aud seiner Hebebühne. Diese Platten werden dann mit Kraft bewegt und der Prüfer geht dann mit den Fingern/Hand an alle Verbindungen der Radaufhängung und spürt dort wenn etwas ausgeschlagen ist.
    Viele Grüße Klaus
     
  18. heinrichB

    heinrichB Aktives Mitglied

    862
    24. Februar 2009
    Hallo
    Ohne eine Prüfung des Zustands der Vorderachse und des Lenktrapezes drehen wir uns im Kreis. Nach Deiner Info würde die Bremsanlage auf dem Prüfstand bereits geprüft. Der Sachverständige wird mit Sicherheit das gleichmäßige Ansteigen der Bremskräfte und den gleichen Maximalwerte festgestellt haben sonst gibt es keine Abnahme.
    Mit dem
    Verschleiß der äußeren oberen und unteren Bewegungsgewinden ist das so eine Sache. Am besten erkennt man schon dem kleinsten Verschleiß wenn das Fahrzeug angehoben ist und die Fahrwerksfedern mit einem geeignetem Federinnenspannen entlastet werden.
    heinrichB
     
  19. DocKlaus

    DocKlaus Aktives Mitglied

    159
    9. Juli 2016
    Hallo nochmal!

    Vor dem für mich forumsfreien Wochenende noch schnell einige Anmerkungen:

    Klaus: TÜV werde ich mir nach dem Wochenende an der Mosel nochmal überlegen; vielleicht findet die versammelte Expertenschar dort ja etwas heraus.

    Wolfgang: Prüfungen waren alle in dieser bzw. der letzten Woche, und schonend fahre ich eher nicht. Das Ziehen wirkt sich auch eher bei starkem Bremsen aus. Auch mehrere Vollbremsungen wurden übrigens in die Tests einbezogen, aber da versetzen (glaube ich) alle Pagoden (zumindest die mit originaler Bremsanlage)! An die Hinterradbremse habe ich zunächst nicht gedacht, wurde aber m.E. auch auf einem Bremsenprüfstand mitgeprüft und für gut befunden.

    Heinrich: Lenktrapez wurde ja geprüft und nachgestellt, die gesamte Vorderachse auf der Hebebühne von einem Pagodenfachmann begutachtet, und auf dem Bremsenprüfstand nicht nur die maximalen Werte ermittelt. Was genau meinst Du mit Bewegungsgewinden und Verschleiß derselbigen?

    Ulli: Arbeiten und Tests wurden u.A. in einer forumsbekannten Werkstatt durchgeführt. Und um Spekulationen ging es mir nicht, vielmehr wmöchte ich in erster Linie möglichst unbeeinflußten Input bekommen, den ich dann nach und nach beurteilen kann. Aber vieleicht hast Du ja recht, und die Mosel bringt mich weiter. Bis gleich!

    Klaus
     
  20. 280er

    280er Aktives Mitglied

    401
    30. Oktober 2004
    Hallo Klaus
    mein Tipp mit der Hinterachse kommt deswegen weil ich auch vor einiger Zeit die selben Symptome hatte. Erst als ich Bremsen und VA mehrmals durchgecheckt habe , hab ich festgestellt
    Das die Mittelstellung der HA um ca 2cm
    falsch war.Der Spurvermesser hat das nicht gemerkt. Nach dem einstellen war das Problem erledigt. Der Wagen hatte vor und nach dem Einstellen einen guten Geradeauslauf. Nur beim Bremsen gab's Probleme.
    Gruss
    Roman
     
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