Beschaffenheit des Stoffdachs

Dieses Thema im Forum "Allgemeines - Innenraum, Pflege und Wartung" wurde erstellt von Facelvega, 1. Juni 2019.

  1. Facelvega

    Facelvega Aktives Mitglied

    372
    13. September 2017
    Hallo,
    ich habe eine Frage bezüglich meines Stoffdachs.

    Mein Stoffdach, ein fast neues Sonnenland Verdeck in blau lässt sich nur mit viel drücken in dem Verdeckkasten unterbringen. Im mittleren geraden Teil muss ich manuell richtig nachhelfen und den Stoff Zentimeter für Zentimeter eindrücken. Weiterhin stört mich, dass nach dem Öffnen seitlich die Ränder, bedingt durch die seitlichen Begrenzungen des Kastens, immer wie Eselsohren nach oben stehen. Zum öffnen muss man mit einer zweiten Person gleichmäßig das Dach herausheben, oder alternativ, wenn ich alleine bin, vom Sitz aus in der Mitte anheben.
    Viele Pagoden Besitzer, mit denen ich darüber sprach, haben mir das gleiche Problem bestätigt und man sagt mir, dass wohl die heutige Qualität und Dicke des Sonnenland-Stoffs dahingehend geändert ist, dass früher der Stoff dünner war und das Dach somit in den Verdeckkasten besser hinein passte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich im Jahr 1970 bei dem Kauf eines Pagoden-Neuwagens dies akzeptiert hätte.

    Gibt es noch heute unterschiedlich dicke Verdeckstoffe in Sonnenland-Qualität oder muss man auf ein anderes Fabrikat ausweichen, wenn man den ursprünglichen Zustand wieder herstellen möchte?

    Gruss Alfred
     
    Bernie51 und heinrichB gefällt das.
  2. heinrichB

    heinrichB Aktives Mitglied

    945
    24. Februar 2009
    Hallo Alfred
    Ja diese Erfahrung haben wir auch bei zwei unterschiedlichen Pagoden machen müssen.
    Sternengrüße
    Heinrich
     
  3. rema350SL-H

    rema350SL-H Aktives Mitglied

    166
    20. Juni 2013
    Hallo Alfred,
    und gegen das Entstehen von Eselsohren legt man beim Einlegen des Dachs zwischen die Verdeckdeckeldichtung und den Stoff eine Kunststoffscheibe. Die benötigte Größe ist etwa DIN A 4.
    Viele Grüße,
    Recardo
     
  4. kdskw

    kdskw Aktives Mitglied

    221
    18. März 2014
    Hallo Recardo, ich kann Dir da nicht geistig folgen wie das mit der Scheibe gemacht werden soll. Hättest Du da bitte ein Bild zur Erklärung. Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte.
    Viele Grüße Klaus
     
  5. coca-light

    coca-light Aktives Mitglied

    465
    16. Juli 2006
    Hallo Klaus :)

    Guckst Du unter "Eselsohren" z.B. hier mit Bilder ... ;)

    Grüße
    Peter
     
  6. yogich

    yogich Mitglied

    7
    31. Mai 2017
    Hallo Alfred,
    kann das leider nur bestätigen auf genau diesen Umstand hat mich mein Sattler hingewiesen und von dem gewählten Stoff abgeraten. Es ist dann schon Sonnenland geworden jedoch eine andere Farbe....
    Für die Ecken verwende ich dünnes Glattleder das im Verdeck-kasten festgemacht ist - damit ist es im 1 Personen betrieb möglich das Dach zu bedienen - man muss jedoch die Seiten wechseln.

    Grüsse

    Jürgen
     
  7. M127II

    M127II M127II

    21. April 2007
    Ja, Alfred...,
    es gibt unterschiedliche Sonnenland-Qualitäten.
    Allerdings wird bei unseren Klassikern fast nur das (am meisten) korrekte Sonnenland Classic verwendet.

    https://cabrio.de/de/verdecke/verdeckmaterialien/sonnenland-dralonstoff


    Gruß,
    Achim
     
  8. Facelvega

    Facelvega Aktives Mitglied

    372
    13. September 2017
    Guten Morgen,

    ich habe direkt hinter dem Gelenk auf beiden Seiten ebenfalls ein Stück dünnes Leder montiert, was aber hauptsächlich dafür gedacht war, die Gummilippe des Verdeckkastens zu schützen, was auch gut gelingt.
    Wenn ich von den Eselsohren spreche, meinte ich den hinteren Rand jeweils rechts und links in der Krümmung. Ich muss vor dem schließen des rückseitigen Teils die Kanten jeweils, wie beschrieben, nässen und mit ein paar Klammern umbiegen bis sie trocken sind.
    Das ist und kann aber nicht im Sinne des Erfinders sein, jedoch notwendig, wenn das Dach im geschlossenen Zustand ordentlich ausschauen soll.
    Ich kann alleine das Dach zum schließen einseitig rechts und links etwas anheben, muss aber zum herausheben aus dem Kasten in der Mitte hochziehen, was mehr als umständlich ist und ich irgendwann nachlesen musste, dass so Teile des Dachmechanismus verbiegen bzw. brechen kann. Mit zwei Personen funktioniert es recht gut aber manchmal fehlt halt der/die zweiter Helfer/in.
    Das Umbiegen der Kante ist m.E. aber konstruktionsbedingt, weil das Dach beim einlegen an dieser Stelle immer umgebogen wird. Nachdem nach all den Recherchen und Hinweisen dünnere Stoffe fragwürdig sind und der Verdeckkasten zu klein aber nicht veränderbar ist,, muss man wohl mit der Situation leben.

    Gruss Alfred
     
  9. DocKlaus

    DocKlaus Aktives Mitglied

    173
    9. Juli 2016
    Hallo Alfred,

    ich denke auch, die vorherigen Tipps bezogen sich auf die vorderen Ecken des Verdecks. Bezüglich der hinteren runden Verdeckränder stehen die nach längerer Zeit im Verdeckkasten nach dem Schließen des Verdecks meines Erachtens zunächst immer etwas ab, und ich wüßte auch nicht, wie man das durch eine bestimmtes Einlegen des Verdecks verhindern kann. Wenn ich meine Pagode in die Garage stelle und das Verdeck schließe (in erster Linie aus versicherungstechnischen Gründen) benutze ich zwei kleine Sandsäckchen, die ich über Nacht auf die Ecken lege. Das funktioniert meistens, um am nächsten Morgen keine "Eselsohren" mehr zu haben und die Optik wieder stimmt ;) .

    Gruß aus dem schwülwarmen Ruhrpott

    Klaus
     
  10. branro1

    branro1 Aktives Mitglied

    212
    23. Oktober 2011
    Hallo Alfred,
    ich habe beim Öffnen und Schließen des Verdecks auch die o.g. Unzulänglichkeiten bemerkt und ja der Verdeckkasten ist zu klein und müßte eigentlich am Boden des Verdeckkastens einen Freiraum, in Form einer tiefen Sicke für den Rand des Verdecks haben. Die Konstruktion ist ein wenig daneben gegangen - manche Sattler nennen es auch Fehlkonstruktion. Auf keinen Fall möchte ich diejenigen, die immer noch glauben, dass Mercedes hier ein Superauto gebaut hat, nicht vor den Kopf stoßen. Die Entwicklungszeit für dieses Auto war, realistisch betrachtet, viel zu kurz. Normale Entwicklungszeiten waren damals 7-8 Jahre, die Pagode wurde in ca. 3 Jahren entwickelt.
    Gruß
    Rolf
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juni 2019
  11. lowin

    lowin Aktives Mitglied

    18. April 2004

    Vielleicht sollte man auch noch beachten daß diese Art das Softtop in einem ´Kasten´verschwinden zu lassen
    absolutes Neuland war. Die Pagode war 1963 das erste Fahrzeug weltweit die das hatte. Die Mängel sind bekannt.
    Allerdings weiss ich nicht wie das damalige´Sonnenland´ war, es war ein deutsches Produkt. Das Ex Unternehmen
    wurde aufgekauft und es gibt heute diverse Sonnenland Varianten. Ob es ein dem 1963er Stoff exakt entsprechendes
    gibt weiss ich nicht. In den USA* gibt es sonnenlandähnliche Stoffdächer, die sollen (kenne sie nicht persönlich)

    dünner sein. Ist vermutlich beim Aus- und Einklappen etwas leichter zu handhaben.

    Die Eselsohren (bei meinem W113 auch vorhanden) hat durchaus auch etwas mit dem Zuschnitt und der Montage zu tun.
    Wenn an den beiden Rundungen hinten das Material recht knapp ist, dann kommt es immer zu den Ohren.
    Wenn hier der Stoff, gerade der Teil der dann flach auf der Karosserie aufliegt, etwas grosszügiger bemessen ist, ist die ´Ohrengefahr´erheblich geringen. Ich habe mich diesbezüglich seit gut zwanzig Jahren mit Pagodenfreunden am Fahrzeug ausgetauscht.
    Da gibt es Firmen die im Webauftritt angeben vier bis fünf unterschiedliche Schnitte fürs Pagodendach zu haben.
    Dagegen hat mein Lieferant aus dem Großraum Stuttgart auf meine Anfrage vor ein paar Jahren angegeben, sie haben
    nur einen einzigen ´seit Jahrzehnten´ bewährten Computergesteuerten Schnitt.
    Ich glaube die Hauptarbeit bzw. Hauptverantwortung ob Ohren oder nicht, die liegt beim montierenden Sattler.
    Hier ist meineserachtes der Beste gerade gut genug.
    Grüße
    norbert

    *dort soll es auch Softtop´s aus Kunststoff geben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2019
    branro1 und coca-light gefällt das.
  12. Bernhard R.

    Bernhard R. Aktives Mitglied

    383
    3. August 2014
    Hallo,
    ich hatte auch immer Probleme mit Eselsohren. Seit einiger Zeit drücken wir den Gummirand beim Einlegen nach unten und etwas um. Dazu muß man aber zu zweit sein, da man mit der Hand mit in den Kasten eintauchen muß. Seitdem sind die weg.
    Grüße
     
  13. sprintrekorder

    sprintrekorder Aktives Mitglied

    33
    10. Oktober 2013
    Hi Bernhard, genau das ist der Trick, den ich auch anwende. Aber nicht zu lange so im Kasten lassen, dann sind die Eselsohren nach innen verbogen, sieht auch nicht gerade schön aus. ( es ist zu 99% das Originalverdeck !!) Das Problem ist das Radhaus, welches die Form der Ohren erzeugt, da es dort beim Schließen des Deckels unter Druck angeformt wird.
    Ciao Frank
     
  14. Sinan

    Sinan Aktives Mitglied

    23. November 2004
    Aua, ... 3 Jahre Entwicklung, aber von Leuten mit WKII Erfahrung, das waren wie Hundejahre, die zählen 7fach.
    1966, das Auto und nicht nur das Verdeck mal richtig entfeinert, den Hobel. Modelpflege drauf gekritzelt und schlecht war fertig. Keine Ahnung was ihr immer mit euern 280er Verdeck habt, aber die Eselsohren vermeidet man durch persönliche Opfer. Wenn das Verdeck drin ist im Kasten, einfach nochmal die Ecken anheben und die Radien um 180° nach unten drehen. Da hat man mit Sicherheit niemals mehr Eselsohren und die Finger bleiben kräftig und beweglich.

    Entfeinert = http://www.autokiste.de/psg/archiv/a.htm?id=4508
     
  15. Facelvega

    Facelvega Aktives Mitglied

    372
    13. September 2017
    Hallo Norbert, nur zur Info: Die Corvette hatte bereits ab 1958 ein voll versenkbares Dach, welches auch unter einer Klappe verschwindet. Das Öffnen und Schließen funktioniert an diesem Auto einfach und schnell und ist sogar dicht, wenn es richtig montiert ist.

    Grüsse Alfred
     
  16. schlüssellos

    schlüssellos Aktives Mitglied

    4. Februar 2009
    Unser "Kamel" hat Recht: Damit lassen sich die Eselsohren dauerhaft vermeiden, vorausgesetzt natürlich, dass das Verdeck in Ordnung ist!

    Grüße, Felix
     
  17. Facelvega

    Facelvega Aktives Mitglied

    372
    13. September 2017
    Hallo, ich weiß nicht, wie ihr es schafft, die Ränder um zu biegen, wenn das Dach im Kasten liegt.

    Ich erledige das Öffnen i.d.R. alleine und trotz meiner kleinen Hände sehe ich da kaum Chancen, weil eine zweite Person zu dieser Aktion das Dach wohl gleichzeitig im Kasten etwas anheben müsste.

    Ich werde trotzdem mal euren Ratschlägen folgen und mir die Finger quetschen.
    Alfred
     
  18. schlüssellos

    schlüssellos Aktives Mitglied

    4. Februar 2009
    Alfred, dazu braucht es keinen Helfer: Du schließt das Dach wie gewöhnlich und bevor Du den Deckel zuklappst, lupfst Du den Metallrahmen in der Rundung mit einer Hand ganz leicht an und drehst das "Ohr" mit der anderen Hand um. Dann dasselbe nochmal auf der anderen Seite und Du kannst den Deckel schließen.
    Grüße, Felix
     
  19. branro1

    branro1 Aktives Mitglied

    212
    23. Oktober 2011
    Hallo Alfred,

    auch bei meinem Verdeck ist der Spalt zwischen Verdeckgestänge und Verdeckkasten im eingeklappten Zustand sehr gering. Die Spalte hängen auch von der Einstellung des Verdeckgestänges ab und natürlich sind Pianistenhände immer förderlich beim Umlegen der "Ohren" (habe ich aber nicht). Ohne leichte Lädierungen an den Handrücken geht es bei mir fast nie aus.

    Es grüßt ein seltener, ostwestfälischer Verdeckfalter
    Rolf
     
Schlagworte:
Müller Classic Motors
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