Blinkerhebel / Kombischalter Nachfertigung Kappe

Dieses Thema im Forum "Allgemeines - Innenraum, Pflege und Wartung" wurde erstellt von MartinK, 12. November 2018.

  1. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hallo allerseits,

    bekanntlich sind meine Kappe und das darunter liegende Teil, welches auf dem Chromhebel steckt und den Wischerschalter hält gebrochen. Und zwar so ungünstig, dass eine Reparatur fast unmöglich ist.

    Ich stehe jetzt in Verbindung mit einer Firma für "Rapid Prototyping" die die Teile abformen und abgießen wollen und können.

    Leider lohnt sich das für einen Satz nicht. Die Werkzeugkosten sind hoch und jedes Werkzeug hält für etwa 30 Teile.

    Die Stückkosten für die Kappe und das Innenteil liegen bei etwa 50,-EUR + MwSt bei einer Abnahme von 30 Stück. Gesamtvolumen dann 3000,-EUR plus Steuer.

    Wie hoch wäre das Interesse an beiden äußeren Teilen (ohne Wischerwippe) für den Kombihebel des 230SL? Und in welchem Mercedes sind die gleichen Hebel verbaut wie im 230SL, um den "Interessentenkreis" zu erweitern.

    120 EUR Gesamtpreis für Innenteil und Kappe sind zwar nicht total geschenkt, aber besser als für 600 einen neuen Hebel.

    Danke für Euer Interesse.

    Gruß, Martin

    https://photos.app.goo.gl/xDucVqj3yYTWjgK49

    https://photos.app.goo.gl/FL1Bf4pWGTny4gan8

    https://photos.app.goo.gl/vG2q8N5KpiEDRpfB6
     
  2. lowin

    lowin Aktives Mitglied

    18. April 2004
    Martin, kann man so etwas nicht besser Drucken?
    Da fallen in jedem Fall die teuren Werkzeugkosten weg.
    Grüße
    norbert
     
  3. d.Hahn

    d.Hahn Aktives Mitglied Mitarbeiter Administrator

    20. November 2003
    Hallo Norbert,

    beim Drucken wird die glatte glänzende Oberfläche nicht erzielt.
    Dort ist dann eine Nachbearbeitung erforderlich. Spachteln (eventuell in Harz tauchen)
    und lackieren.

    vG
    Detlef
     
  4. AS769

    AS769 Aktives Mitglied

    43
    17. Juni 2007
    Hallo,

    habe in 2009 schon einmal die Gehäuseteile im SLS-Verfahren bauen lassen. Die Teile müssten noch bearbeitet werden und sind ein bisschen größer als das Original. Bei Interesse bitte melden.

    Stefan
    20181113_072905.jpg 20181113_072913.jpg 20181113_072924.jpg
     
  5. kdskw

    kdskw Aktives Mitglied

    237
    18. März 2014
    Hallo Stefan und Martin,

    ich kenne das "Rapid Prototyping" aus der Mustererstellung von Handygehäuse. Diese waren sehr bruchempfindlich. Sind die heutigen Kunststoffe da aus einem "bruchsicherem" Kunststoff?
    Viele Grüße Klaus
     
  6. Audax

    Audax Aktives Mitglied

    50
    4. Oktober 2015
    der Druck kostet Euro 20,00 pro Teil und ist sehr stabil. Einzelstücke oder Mehrzahl der Preis ist gleich beim SLS Druck

    Gruß
    Reinhard
     
  7. AS769

    AS769 Aktives Mitglied

    43
    17. Juni 2007
    Hallo Klaus,

    bei dem Blinkerhebel ist die Bruchgefahr meines Erachtens nicht sehr hoch. Es gibt mittlerweile flexible Kunststoffpulver. Hierbei ist die Bruchgefahr dann wesentlich geringer bis gar nicht vorhanden.

    Gruß
    Stefan
     
  8. d.Hahn

    d.Hahn Aktives Mitglied Mitarbeiter Administrator

    20. November 2003
    Hallo zusammen,

    Bruchgefahr sehe ich auch nicht mehr. Da hat sich in den letzten 3 Jahren eine Menge in Bezug auf Material getan.
    Es wird nach wie vor an der Oberflächenqualität hängen. Das von Martin gewählte Verfahren ist da deutlich besser
    und sollte eine Oberfläche ohne Nacharbeit erzielen die von Optik und Haptik dicht am Original ist.

    vG
    Detlef
     
  9. Audax

    Audax Aktives Mitglied

    50
    4. Oktober 2015
    Klaus, du hast doch ein SLS Teil, da kannst du doch selbst sehen wie bruchfest das ist.
    Gruß
    Reinhard
     
  10. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hallo ,

    das ist eben der Vorteil wenn man mit einer Form arbeitet . Das Teil kommt einigermaßen glatt aus der Form heraus ohne dass man die Oberfläche noch grossartig bearbeiten muss . Das gedruckte Teil muss man spachteln, schleifen, lackieren da steckt noch wahnsinnig viel Arbeit drin bist das wieder wie ein anständiger Blinkerhebel aussieht. Sowohl Drucken als auch das Formverfahren funktionieren sicherlich gut. Ich habe eben nur keine Lust 3000 € in vorleistung zu gehen plus Mehrwertsteuer um Teile herzustellen die am Ende dann keiner kauft. Das Interesse scheint sich ja in Grenzen zu halten. Gegebenenfalls greife ich auf das wunderbare gedruckte Teil zurück und muss eben noch sehr viel Arbeit in die Oberfläche investieren. Und dass das gedruckte Teil bricht habe ich eigentlich keine Angst. Gruß, Martin
     
  11. d.Hahn

    d.Hahn Aktives Mitglied Mitarbeiter Administrator

    20. November 2003
    Hallo Martin,

    ich habe in meinen letzten Jahren bei der Firma wo ich gearbeitet habe viele mit RP Teilen gearbeitet.
    Der Vorteil unschlagbar im Preis, der Nachteil war immer die Oberfläche. Für eine Einzelfertigung
    ist immer der bessere Weg, der direkte Druck. Bei Stückzahlen > 10 sollte man den Weg über die Form nehmen.
    Ich kenne die Firma und kann die Qualität nur bestätigen.

    vG
    Detlef
     
  12. M127II

    M127II M127II

    21. April 2007
    Hallo Martin,
    habe durchaus Interesse an den Teilen. Zweimal innen oder außen.:)
    Ob nun im 3D-Druckverfahren oder als Gußteile,
    Hauptsache passgenau. Wäre aber schon gut, wenn man sie nicht nachfärben brächte (schabt, kratzt ab, etc.) sondern nur ggf. polieren.


    Viele Grüße
    Achim
     
  13. M127II

    M127II M127II

    21. April 2007

    Hallo Stefan,
    das "bisschen größer" kann schnell zum Problem werden. Nicht für die beiden nachgefertigten Teile, die passen wohl schon zueinander. Wieviel ist denn das "bisschen"? 10%? Oder weniger?
    Aber insbesondere die Passung des Innenteils auf dem Chromarm halte ich für kritisch, denn das muss sehr fest sitzen, und dann in Verbindung mit der (Geschwindigkeitsschalter-)Wippe.
    Hast Du einmal die Passung aller dieser Teile zusammen ausprobiert, will sagen bei Deinem Kombischalter selbst ausprobiert? Das wäre schon wichtig.

    Ließe sich das Teil nicht auch gleich in "schwarz" fertigen?
    Ansonsten wäre wirklich (vielleicht) Spachteln und (ganz bestimmt) Lackieren nötig,
    und dann wird nicht nur die Passung der zwei nachgefertigten Teile durch aufgetragene Schichtdicke schlechter, sondern die Farbe schabt sich auch ab im Betrieb.

    Nur mal so mein Gedankengang ...



    Achim
     
  14. AS769

    AS769 Aktives Mitglied

    43
    17. Juni 2007
    Hallo Achim,

    mittlerweile habe ich einen neuen Blinkerhebel, da auch die Mechanik nicht mehr funktioniert hat.

    Das Innenteil saß fest genug auf dem Chromarm und hat sich nicht verdreht oder verschoben bei Betätigung. Da das Innenteil zum großen Teil eh im Außenteil verschwindet, habe ich damals nicht so viel Wert auf eine perfekte Lackierung gelegt, sondern eigentlich nur schwarz gefärbt. Es haben sich keine Abschabungen gezeigt. Das Außenteil habe ich natürlich aufwendig bearbeitet und lackiert.
    Mittlerweile gibt es für das Herstellverfahren (SLS - Selektives Laser Sintern) auch schwarze Pulver. Jedoch wird man auch bei schwarzen Bauteilen nicht mit Polieren einen ausreichenden Glanz erzielen.

    Gruß

    Stefan
     
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