Blinkerschalter - Lichthupe und Blinkerrückstellung funktioniert nicht

Dieses Thema im Forum "Allgemeines - Innenraum, Pflege und Wartung" wurde erstellt von Collo, 2. April 2019.

  1. Collo

    Collo Mitglied

    22
    14. November 2014
    Guten Abend,
    Ich besitze einen 230 SL aus dem Jahr 1967. Die Lichthupe und die Blinkerrückstellung funktionieren nicht. In der Wissensdatenbank habe ich viele gute Berichte gefunden. Da ich unnötige Zeit bei der Reparatur sparen möchte habe ich einige Fragen:
    1. Lichthupe: Ich gehe davon aus, dass ich den Schalter ausbauen muss. Unter der Konsole liegt der Stecker. Muss ich die Kabeladern vom Stecker lösen, um das Kabel aus der Lenksäule zu ziehen? Ansonsten habe ich eine Anleitung vom Frank aus dem Sauerland gefunden, die ich als Reparaturanleitung nehme es würde.
    2. Blinkerrückstellung: Heute habe ich mal im Stand den Blinker nach links gesetzt und das Lenkrad voll nach links eingeschlagen. Nach einer halben Lenkradbewegung nach rechts sprang der Blinker zurück. Dann habe ich den Blinker nach rechts gesetzt und das Lenkrad voll nach rechts eingeschlagen. Nach einer minimalen Lenkradbewegung nach links sprang der Blinker zurück. Im Fahrmodus passiert dieses Verhalten eben nicht. Nur ab und zu kommt der Blinker zurück.

    Ich bin kein versierter Experte. Danke für den ein oder anderen Tip.
    Viele Grüsse
    Collo
     
    Cephyr gefällt das.
  2. 230sl64

    230sl64 Aktives Mitglied

    302
    29. März 2008
    Hallo Collo,
    zur Reparatur des Blinkerschalters wie in der Wissensdatenbank beschrieben verfahren. Zum Ausbau des Schalters siehe nachfolgende Beschreibung.
    Zur Aktivierung der Lichthupe den im Kabelstrang verborgenen und wohl noch nicht angeschlossenen Pin 4 (sw/violett/gelb) in das freie Steckergehäuse einführen. Bilder findest Du, wenn Du in der Suchfunktion unter Lichthupe stöberst.
    LG
    Norbert
     

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  3. Collo

    Collo Mitglied

    22
    14. November 2014
    Hallo Norbert,
    Vielen Dank für die Info. Ich werde in den nächsten Tagen auf Kabelsuche begeben. Kann es sein, das bzgl. der Blinkerrückstellung das Problem nicht am Schalter liegt, sondern mit der Lenksäule zu tun hat? Mich hat nämlich das oben beschriebene Verhalten (siehe Punkt 2) gewundert.
    Vielen Dank
    Collo
     
  4. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo, Collo,

    vermutlich wurde die Lenkspindel früher einmal von der Lenkungskupplung gelöst und versetzt wieder aufgesteckt - oder das Lenkgetriebe befand sich nicht in Geradeausstellung. Dann sitzt das für die Blinkerrückstellung verantwortliche "Klötzchen" an der falschen Position.

    Gruß

    Ulli
     
  5. WRe

    WRe Aktives Mitglied

    844
    14. April 2009
    Hallo,
    eine Fehlfunktion der automatischene Rückstellung des Blinkerhebels kann 2 Ursachen haben:
    - Der Nocken an der Lenksäule (siehe anl. Bild) ist, was eher selten passiert, abgenutzt oder - wie oben beschrieben - an falscher Position oder
    - die "Laufbahn" bzw. Funktion im Blinkerschalter ist abgenutzt, was nach langer Nutzungszeit oft passiert. Dies erkennt man eigentlich sofort nach dem Ausbau des Blinkerschalters.
    Hier wird umfangreich, mit Bildern über eine Reparatur berichtet: https://www.sl113.org/forums/index.php?topic=3821.msg23135#msg23135.
    Nach meinen Erfahrungen bringen solche Reparaturen oder Nachbesserungen allerdings oft nur kurzzeitig eine Verbesserung der Funktion bzw. ist man ständig damit beschäftigt, so dass man über kurz oder lang an einem Neuteil nicht vorbeikommt.
    ...WRe
     

    Anhänge:

  6. Collo

    Collo Mitglied

    22
    14. November 2014
     
  7. Collo

    Collo Mitglied

    22
    14. November 2014
    Hallo Ulli,
    Wenn ich den Pralltopf abziehe, kann ich direkt auf die Lenkspindel sehen. Auf der Lenkspindel ist eine Markierung, die bei gerade gestellten Rädern auf „8 Uhr“ steht. Ist das ein Hinweis, dass die Lenkspindel versetzt eingebaut wurde? Wenn ja, wie kann ich die Lenkspindel korrekt einbauen und muss ich dafür den Blinkerschalter abbauen?
    Vielen Dank für deine Hilfe
    Collo
     
  8. Collo

    Collo Mitglied

    22
    14. November 2014
     
  9. Collo

    Collo Mitglied

    22
    14. November 2014
    Hallo WRe,
    Vielen Dank. Ich werde jetzt erstmal herausfinden, ob der Nocken an der Lenkspindel richtig sitzt. Siehe auch bitte meine Antwort an Ulli.

    Vielen Dank
    Collo
     
  10. Cephyr

    Cephyr Aktives Mitglied

    540
    13. März 2007
    Hallo Collo,

    Die Markierung auf der Lenkspindel sollte eigentlich auf 12 Uhr sitzen, dann sitzt der Nocken auf ca. 9 Uhr. An der Nabe deines Lenkrades müsste auch eine Markierung sein, die sollte mit der Markierung auf der Lenkspindel fluchten, das Lenkrad müsste dann gerade stehen und die Vorderräder auf geradeausfahrt.

    Grüße
    Ingo
     
  11. Collo

    Collo Mitglied

    22
    14. November 2014
    Hallo Ingo,
    Ich habe gerade mal den Blinkschalter und den Pralltopf ausgebaut und Fotos gemacht. Das erste Foto zeigt die Markierung an der Lenkspindel und das zweite Foto zeigt den Noppen (auf 6 Uhr Stellung und schwer zu erkennen) bei gerade gestellten Rädern. Beim dritten Foto habe ich das Lenkrad nach rechts eingeschlagen bis die Markierung auf „12 Uhr“ steht. Dann sieht man auf dem vierten Foto, dass der Noppen auf „9 Uhr“ steht, genau wie du, Ulli und WRe auch schon geschrieben haben. Verdacht bestätigt und ich die denke, das ist die Ursache. Wie kann ich die Lenkspindel jetzt richtig einbauen? Hat jemand eine gute Beschreibung?

    Vielen Dank für euren tollen Support
    Collo
     

    Anhänge:

  12. 230sl64

    230sl64 Aktives Mitglied

    302
    29. März 2008
    Hallo Collo,
    wenn Du schon die Lenkspindel neu justieren willst, solltest Du die die anhängige Lenkungsinfrastruktur (Lenkungskupplung, Lenkungsgelenk (=Kreuzgelenk) sowie das untere und obere Kugellager) ebenfalls überprüfen und ggfls. erneuern. Dazu muss dann, sofern Du eine Servolenkung hast, auch das Mantelrohr komplett raus, wozu am Armaturenbrett der Ausbau von DZM, Mittelinstrument und Tacho sowie auch des Zündschlosses erforderlich werden. Nähere Details kannst bei mir per Unterhaltung anfragen.
    Grüße aus Bochum
    Norbert
     
  13. WRe

    WRe Aktives Mitglied

    844
    14. April 2009
    Hallo,
    im WHB gibt es ein Kapitel 46-7 zum "Aus- und Einbau der Lenkspindel", welches ich mal für den 280er angehängt habe. Ich weiß allerdings nicht, ob es so auch beim 230er passt.
    ...WRe
     

    Anhänge:

  14. Collo

    Collo Mitglied

    22
    14. November 2014
    Hallo WRe,
    Ich glaube, dass der 230‘er bzgl. Lenkspindel etwas anders aussieht. Schau ich mir morgen nochmal an. Ich suche einen möglichst unkomplizierten Weg, um die Lenkspindel um ein paar Grad zu drehen, bis die Markierung wieder auf „12 Uhr“ steht.

    Hallo Norbert,
    Die Lenkungsinfrastruktur ist revidiert worden. Der Wagen läuft einwandfrei. Wie eben als Antwort an HRe bereits gesagt, suche ich einen einfachen Weg, die Lenkspindel aus- und richtig wieder einzubauen. Ich hoffe auch wegen meiner bescheidenen Kenntnisse, dass es dafür eine Lösung gibt. Könnt ihr mir helfen?

    Viele Grüsse aus Paderborn
    Reinhard
     
  15. Collo

    Collo Mitglied

    22
    14. November 2014
    Hallo,
    Kann es sein, dass mein 230 SL einen unteren und einen oberen Lenkspindel hat. Ist dann nicht das rausnehmen und der anschließende Wiedereinbau des oberen Lenkspindels einfacher?
    Viele Grüsse
    Collo
     
  16. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo, Collo,

    an der Lenkungskupplung die Lenkspindel und das Lenkgetriebe voneinander lösen. Dann entweder Lenkgetriebe demontieren und nach vorne abziehen oder Lenkspindel demontieren und nach hinten ziehen. Bei der Wiedermontage auf Mittelstellung des Lenkgetriebes über die obere Kontrollbohrung achten und bei der Lenkspindel auf die Kerbe, die auf 12 Uhr stehen muss. Die Schrauben der Lenkungskupplung greifen in eine Aussparung der Feinverzahnungen von Spindel und Lenkgetriebe. Unbedingt bei der Wiedermontage beachten, sonst werden die Feinverzahnungen beschädigt.

    Gruß

    Ulli
     
  17. M127II

    M127II M127II

    21. April 2007
    Hallo Collo,
    ja, die obere und untere Lenkspindel sind über eine Art Kardangelenk miteinander verbunden. Die bekommst Du so in eingebautem Zustand nicht voneinander getrennt.:arschkarte:
    Denn dazu muss mindestens die gesamte Lenkspindel (obere und untere zusammen) heraus. Ob das in eingebautem Zustand, also mit nicht-aus-dem-Auto-entferntem Lenkungsmantelrohr geht, weiß ich gerade nicht mehr. Das ist alles bei mir 5 Jahre her...
    :banane:

    Dazu müsste mindestens:
    - die Lenkungskupplung unten zwischen Lenkgetriebe-Ausgangswelle und unterer Lenkspindel gelöst werden (zwei M8 DIN 912 Inbus-Schauben so weit ich mich erinnere; ist anderswo hier oft beschrieben worden),
    - dann die 1 oder 2 Schrauben gelöst werden Mitte Lenkungsmantelrohr, um die Klammer um das mittlere Kugellager zu lösen, ansonsten kommt die Lenkspindel nicht heraus,
    - oben unter dem abgenommenem Lenkrad muss die Kontaktschleifplatte und der Lagerring darunter heraus:doh:
    - ob das so mit eingebautem Zündschloss geht (wenn dann natürlich nur mit gestecktem Zündschlüssel) weiß ich gerade auch nicht mehr, käme auf den Versuch an.
    - Blinkerschalter muss auch heraus, und zwar insbesondere wg. dessen Kabelbaum. Der stört nur bei Ein- und Ausbau.
    Dazu muss zuerst dessen 12-poliger Bakelitstecker A 000 545 3728, dessen Ecken so leicht brechen und der mittlerweile so teuer ist, auch erst abgenommen werden.

    Wenn das alles gemacht ist, heißt das noch immer nicht, das die zweiteilige Lenkspindel heraus will.
    Denn unten auf dem Mantelrohr steckt noch eine Gummimanschette und die hält die Lenkspindel fürchterlich fest ...

    Das alles ist weeesentlich leichter mit ausgebautem Lenkungsmantelrohr, wenn man das alles auf der Werkbank liegen hat.
    Außerdem ist das so wie hier von mir beschrieben vielleicht etwas schwierig nachzuvollziehen..., mit der Sprengzeichnung der Ersatzteileliste ist das weesentlich leichter zu verstehen.
    :blumenstrauss:

    Aber den Versuch ist's wert, wenn Du dafür den Ausbau von Instrumenten und Lenkungsschloss vermeiden kannst...
    Und wenn nicht, dann kannst/musst Du immer noch so vorgehen, wie meine Vorredner beschrieben haben - mit ausgebauter Lenkspindel...

    Munter bleiben

    Achim
     
    Collo gefällt das.
  18. M127II

    M127II M127II

    21. April 2007
    ...
    (uh, oh..., der Ulli war schon schneller. Ich schreib einfach zu langsam ... :arschkarte:)
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. April 2019
  19. Sead

    Sead Aktives Mitglied

    211
    16. Februar 2016
    Das Innenleben zur Veranschaulichung des Ganzen:
     

    Anhänge:

  20. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo,

    meiner Meinung nach ist der einfachste Weg, nach dem lösen der Lenkungskupplung das Lenkgetriebe zu demontieren und ein Stück zurückzuziehen. Dann alles auf Mittelstellung und wieder aufschieben. Fertig.

    Gruß

    Ulli
     
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