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Ein Neuling benötigt Hilfe beim Pagodenkauf

Dieses Thema im Forum "Erfahrungsaustausch" wurde erstellt von ManuelSL, 27. November 2020.

  1. ManuelSL

    ManuelSL Neues Mitglied

    3
    26. November 2020
    Hallo zusammen, ich bin seit heute neu im Forum.
    Mein Name ist Manuel, bin 38 Jahre jung, komme aus dem Schwarzwald und bin begeisterter Auto-Liebhaber und Schrauber.

    Nun möchte ich endlich eine Gelegenheit nutzen und mir ggf. eine Pagode kaufen. :)
    Da ich selbst bisher sehr wenig Kontakt mit Pagoden hatte und mir mein Wissen, das ich bisher habe, nur durch das Internet erlesen habe benötige ich eure Hilfe.

    Folgendes Fahrzeug bietet sich mir momentan an:

    230 SL Automatik
    Typenschild: 113.042 12 - 017573
    Import aus Kalifornien

    Laufleistung unbekannt

    Wurde vor einigen Jahren durch den momentanen Besitzer importiert und dann bis heute in einer trockenen Garage abgestellt.
    Es sind alle benötigten Papiere aus USA und vom Zoll verfügbar das eine Zulassung hier in DE kein Problem sein soll?!

    Eingebauter Motor: 129 980 (250 SE Motor)

    Ich habe auf beiden Fahrzeugseiten am Übergang Schweller -> Radhaus vorn Rostlöcher gefunden. Der restliche Unterboden hat zumindest keine direkt sichtbaren Durchrostungen oder Löcher (was nicht heißt, dass unter dem UB-Schutz noch Überraschungen warten).
    Habe im Innenraum alle Teppiche angehoben und in keinem Fußraum massiven Rost oder Durchrostungen gefunden.

    Das Fahrzeug war original Dunkelblau (350H) aber wurde in USA in rot lackiert. Man sieht durch Risse, dass unter dem Lack an einigen Stellen gespachtelt wurde. Einen vorhandenen bzw. instandgesetzten größeren Unfallschaden oder deutliche Beschädigungen an der Karosserie sind nicht zu sehen. Der Zustand des Innenraums ist recht ordentlich wie ich finde (habe bei der Suche schon viele Fzge. gesehen in deutlich schlechterem Zustand).

    Das Fahrzeug bzw. der Motor startet aktuell nicht (wurde auch nicht versucht), laut Besitzer ist der Motor aber funktionstüchtig.

    Nun stellt sich die Frage wo so ein Fahrzeug aktuell im Wert etwa einzuordnen ist?
    Der Verkäufer hat bisher noch keine klare Preisvorstellung geäußert und wartet auf mein Angebot.
    Mir fällt es aber relativ schwer anhand der vorhandenen Angebote im Netz einen Vernünftigen Vergleich zu finden und einen realistischen Preis abzuleiten.

    Bin auf eure Reaktionen und Antworten gespannt. :)

    Vielen Dank vorab!
    Manuel
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. April 2021
  2. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    Kann Memmo nur beipflichten. Egal was Du bezahlst, hast Du noch 60-90.000 EUR in Reserve, um den Wagen auf die Straße zu bringen? Und dann hast Du immer noch einen Wagen mit dem falschen Motor und wahrscheinlich noch vielen anderen Fremdteilen.

    Mann kann an sowas Spaß haben, muss man aber nicht - bei mir hat das so angefangen https://www.pagodentreff.de/diskussionsforum/threads/nach-30-000-km-war-es-dann-soweit.1926/
    ... und bastle immer noch

    Viel Erfolg
    Oliver
     
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  3. zebulons

    zebulons Aktives Mitglied

    311
    3. Januar 2006
    Nach der Nummernschildunterlage vom Beverley Hills Car Club zu urteilen muss es sich um ein äußerst schlechtes Auto handeln!
    Begründung: Dieser Händler (ich kenne den Laden persönlich) verkauft ausschließlich Schrott nach Deutschland. Vernünftige Autos reparieren/"restaurieren" sie mit einigen Mexikanern im Hof der Firma selbst, und nur was wirklich nicht zu retten ist wird nach Europa verkauft. Diese Verkäufe bei Ebay und anderen Plattformen werden mit getürkten/geshoppten Bildern unterstützt auf die schon sehr viele europäische Käufer hereingefallen sind. Du glaubst nicht was bei denen im Hof steht und verkauft wird. Die wörtliche Auskunft des Firmeninhabers meinem Sohn gegenüber war die, dass man den german assh.... alles verkaufen kann, wenn es nur billig genug ist. Wir haben dann die Besichtigung des Ponton Cabrios blitzartig beendet und sind wieder gegangen. Ich kann das natürlich auch alles mit Bildern und zwei weiteren Zeugen belegen.
    Also äußerste Vorsicht, noch dazu weil es ein in D ausgeliefertes Auto ist welches seine ersten Jahre sicher im deutschen Salzwinter verbracht hat, und so wie die Schweller aussehen handelt es sich um eine Totalrestauration von der man niemals vorher sagen kann was sie nachher kostet.
    LG Theo
     
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  4. Christoph Haub

    Christoph Haub Aktives Mitglied

    33
    8. Oktober 2010
    Hallo Manuel,
    nach meinen 20 Jahren Erfahrung mit eigener Pagode (die war VIEL besser), würde ich empfehlen: Finger weg. Wenn Du Spass am Schrauben ohne Fahren hast, biete 15,000 und freue Dich auf 5 Jahre in der heimischen Garage. Gibst du sie weg, wird es 12-18 Monate dauern, bis Du fahren kannst. Dann hast Du vielleicht auch wieder einen 230 Motor drin, weil der hier wg. Korrosion und und und platt ist. Zudem bist Du mindestens !! 50tsd., wenn nicht sogar mehr los. Für EUR 70tsd. gibt es bereits viele fahrbare, vielleicht nicht perfekte Pagoden. Aber diese Sachen lässt Du einfach immer mal mit erledigen, je nach Zeit und Geldbeutel. Der Unterschied: Du fährst bereits und hast Freude mit dem Wagen. Das war mein Ansatz, und den habe ich seit 20 Jahren nicht bereut. Inzwischen hat meine P einen wesentlich besseren Zustand als vor 20 Jahren. Ich bin jede Saison gefahren....think about it...Beste Grüsse, Christoph
     
  5. H.J.

    H.J. Aktives Mitglied

    4. August 2009
    Finger weg, die Kiste ist doch total hinüber. Da würde ich nicht einmal 20000€ für geben. Es ist schon einiges zu dem Auto geschrieben, ich will das nicht noch einmal wiederholen. Du schreibst ja selbst:
    "Mir fällt es aber relativ schwer anhand der vorhandenen Angebote im Netz einen Vernünftigen Vergleich zu finden und einen realistischen Preis abzuleiten". Also kennst Du dich wahrscheinlich mit Pagoden nicht so gut aus. Höre auf unseren Rat, lass die Finge davon. Wenn Du eine Pagode aufbauen willst, kauf dir eine rostfreie und mache sie dann technisch fertig. Das vereinfacht die Sache ungemein. Eine durchgerostete UND technisch schlechte Pagode ist ein hoffnungsloses Unterfangen und ein unüberschaubares Wagnis, so meine Meinung.
    LG Heiner
     
  6. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    745
    19. Juni 2018
    Ein 230SL steht in der Preisliste mit Zustand 4 für 25.000€ und Zustand 5 für 14.000€.
    Irgendwo um die 25.000€, aber auf jeden Fall etwas mit ner 2 vorne würde ich geben.
    Den richtigen Motor fürs Auto zu kaufen ist auch nicht mehr so einfach, 230er Einspritzermotoren gibts nicht mehr an jeder Ecke und die sind auch teuer.

    Dass das Auto ne Basis für ne Vollrestauration ist, ist denke ich klar. Sonst musst du halt schauen, in welchem Zustand die teuren Teile sind.
    Beim Thema "weggeben und machen lassen" solltest du bedenken, dass in meinem Gewerk die Auftragsbücher recht voll sind. In 12 Monaten n Auto restauriert zu bekommen (realistischer sind eher 24) ist die eine Sache, aber unter Umständen musst du vorher noch 2 Jahre warten bis überhaupt ein fähiger Handwerker anfangen kann.

    Das hab ich für den letzten 250SL an Teilen und Material ausgegeben. Also nur Ersatzteile und Farbe und da war die Innenausstattung gut, kein Verdeck zu machen und die Lackierung "preiswert" und alle teuren Teile wie alle Chromteile drinnen, Rückleuchten, Lampenzierringe, Windschutzscheibenchrom, etc. war gut. (Preise allerdings incl. Hardtop)

    Wenn du das Auto selbst restaurieren willst, dann bist du hinterher bei 80-90k€ und wenn das einigermaßen gut ist, dann entspricht dass auch dem Fahrzeugwert. Wenn du es machen lassen willst, dann würde ich dir eher 120k€ auf die Karte schreiben, zzgl. Kaufpreis ...
     
  7. wbreuer0

    wbreuer0 Aktives Mitglied

    421
    23. Mai 2016
    Mark liegt meiner aktuellen Erfahrung nach goldrichtig.
    Da ich meinen 2809 SL gerade fertig habe und jeden Cent gelistet habe, komme ich OHNE JEGLICHEN ARBEITSSTUNDEN von mir auf € 82.000,-- incl Kaufpreis des Autos.
    Dabei ist alles gemacht worden, was man erneuern oder überholen kann, incl. neuem Softtop.
    Also : aufgepasst beim Kaufpreis !
     
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  8. Jugendtraum

    Jugendtraum lack, blech u. rost !!!!!

    159
    1. Februar 2007
    Karosserie mit Lack 50k €

    Chrom

    Leder

    Teile

    Arbeit

    Wie einige schon geschrieben haben..

    80-100k € sind kein Problem.. dabei ist die eigenen Arbeit noch nicht bepreist!
     

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  9. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    745
    19. Juni 2018
    Vorteil ist, wie man es auch immer macht, man kann es in Raten zahlen, dann fällt es aufm Konto nicht so auf :D

    Man sollte auch bei der späteren "Investmentwertbetrachtung" bedenken, dass man da in der Regel auch nach Vollrestauration kein 1er, sondern nur ein 2er Auto stehen haben wird, wenn man es als Hobbyschrauber selbst restauriert. (In der Regel heist nicht, dass es unmöglich ist, Ausnahmen bestätigen schließlich die Regel).
     
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  10. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    Bin gespannt, ob Manuel sich nochmal meldet oder ob "Manuel" der arme Importeur ist und mal selbst versucht hat, herauszufinden was das Ding wert ist, was da angeblich vor Jahren über den Teich kam...
     
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  11. ManuelSL

    ManuelSL Neues Mitglied

    3
    26. November 2020
    Hallo zusammen,

    erstmal danke für die vielen schnellen und kompetenten Rückmeldungen. :)

    Natürlich melde ich mich nochmal!
    --> Nein ich bin nicht der "arme" Importeur, das hätte ich euch schon mitgeteilt. :)

    Der damalige Importeur weiß sicher nicht was er sich da importiert hat. Von Autos hat er nicht viel bzw. keine Kenntnisse, hat damals einfach zwei Pagoden importiert und die Autos dann bis heute genau so abgestellt (er geht bis jetzt noch davon aus, dass es sich, aufgrund des Schriftzuges an der Heckklappe, um einen 250SL handelt -> Das sagt schon alles.). Er möchte bzw. muss sich nun auf andere Dinge im Leben konzentrieren und gibt die Autos somit ab. Eine ist schon weg, die zweite noch zu haben.

    Ich selbst habe als gelernter KFZ-ler und erfahrener Schrauber schon ganz gute Kenntnisse was den Aufbau / Umbau und die Instandsetzung von Fahrzeugen angeht.
    Meine Erfahrungen sind aber eher im Bereich von Baujahren > 1980!
    Mit der Pagode an sich habe ich wenig bis keine Erfahrungen, weswegen ich sehr dankbar über eure Rückmeldungen bin.

    Ob ich das Auto tatsächlich kaufe bzw. bekomme steht noch nicht fest.
    Es wird vermutlich eine Gelegenheit sein eine Pagode zu kaufen die nicht komplett überteuert ist, auch wenn der Zustand ist wie er ist und eure Einschätzungen eher kritisch sind bzw. ihr eher vom Kauf abratet.
    Ob ich dann nach dem eventuellen Kauf tatsächlich selbst eine Restaurierung angehe oder das Fahrzeug einfach "parke" bzw. irgendwann vielleicht sogar weiterverkaufe steht somit auch noch nicht fest.
    Aber ich gehe mal grundsätzlich davon aus, dass es in den kommenden Jahren vermutlich keine negative Wertentwicklung geben wird.


    Viele Grüße,.
    Manuel
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. April 2021
  12. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    745
    19. Juni 2018
    Für 15 oder 20 kannst du da wahrscheinlich wenig verkehrt machen.
    Das kriegst du im Notfall in Einzelteilen wieder...
     
  13. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    745
    19. Juni 2018
    Das will ich dir nicht absprechen, aber ich habe eine 2 stellige Anzahl von Oldtimern voll restauriert bis ich die erste Pagode gemacht habe.
    Bei der ersten Pagode ist es nett geworden, das ist auch schon lange her, die Kunden sind heute noch voll zufrieden, andere Zeiten, andere Preise, andere Ansprüche.
    Bei der zweiten wurde es gut.
    Von "Anfang" bis "Oberliga" habe ich dann aber doch 4 Autos gebraucht...

    Es sind einfach viele Kleinigkeiten, Kniffe, etc. die dir beim ersten Mal nicht gelingen und die du nicht mehr korrigieren kannst. Das braucht einfach Übung und Erfahrung und die kannst du nicht hinkriegen, wenn du deine erste Pagode restaurierst.

    Erst das 4. Auto sah so aus wie man es von der "Oberliga" der Branche gewöhnt ist.
     
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  14. miekaesch

    miekaesch Aktives Mitglied

    337
    18. Mai 2004
    Sorry aber eine Pagode ist auch nicht schwieriger als andere Autos zu restaurieren oder was ist so besonders daran?
     
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  15. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    Stimmt - nur teurer :sparschwein:
     
  16. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    745
    19. Juni 2018
    Der Anspruch derjenigen denen man das Auto später vieleicht mal weiter verkaufen will.
    In der 6 stelligen Preisliga hat da hinterher jedes Blech so zu sein als wäre nie jemand dran gewesen, jedes Spaltmaß perfekt zu passen, angefangen von den Türen über die Motorhaube bis zu jedem Schweißpunkt in den Kotflügelkanten, Scheinwerfer, etc.
    Da warten viele Stolperfallen die man wenn es beim ersten Mal nicht 100%ig passt, nicht mehr ohne weiteres korrigieren kann.

    Andere Fahrzeuge sind da erheblich Fehlertoleranter. Wenn da mal n Spaltmaß 2mm daneben geht, das juckt an nem Opel Kadett niemanden und ob du den Kühlergrill von nem Opel Rekord eingepasst hast oder nicht, das ist so dünnes Blechgelump, dass folgt einfach den Schrauben und 3x nachgedrückt passt dass immer. Bei ner Pagode musst du den Grill aufwändig anpassen, und zwar NACH dem verchromen, denn sonst passt der wieder nicht ins Auto und hinterher wird auf jeden halben Milimeter geschaut. Wenn du dann doppelt lackieren musst, passt die Lackschichtdicke vom Vorderwagen nicht mehr zum Rest vom Auto. Auch wenn du die Kotflügel vorne anschweißt, die Punktschweißzange ist da gnadenlos, der Flügel folgt dem Stehblech und ergibt deinen seitlichen Motorhaubenspalt. Da ist hinterher nix mehr dran zu machen, kannst auch nix aufspachteln weil dann deine Schweißpunkte weg sind und kannst auch nix mehr einstellen...

    Das ist jetzt nicht unbedingt n Hexenwerk, aber ist schon eher Arbeit für jemanden der sowas nicht zum ersten Mal macht...
     
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  17. Hansi23

    Hansi23 Mitglied

    18
    6. September 2020
    Hallo Manuel, das Ding liegt um die 20 tsd, wenn du Schrauber bist , schätze dich selbst ehrlich ein .. natürlich kannst du 50-60 tsd Euro reinstecken , aber wenn du es drauf hast und kein Neufahrzeug draus machen willst , kommst du mit Deutlich weniger hin .. ich habe mich sehr lange mit der Pagode beschäftigt , ich bin seit 4 Wochen stolzer Besitzer einer Pagode .
    Ich hatte echt Glück bis jetzt , meine hat Original Motor, 1.Lack (allerdings kaputt), war Komplett und Sie war fahrbereit alles in allem eine gute Substanz ,und nicht versaut von den Amis ,aber alles machbar , diese Voraussetzung ist viel wert bei einer Restaurierung, ich würde dir raten lieber etwas mehr ausgeben beim Fahrzeugkauf , das macht sich auf Dauer deutlich bezahlbar ..
     
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  18. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    745
    19. Juni 2018
    Warte mal ab, die Träume kenne ich :)

    Das läuft dann meistens so ab:
    - Karosserie wird mittelmäig geschweißt, die Schweißarbeiten werden doppelt so umfangreich wie gedacht, bekommt Unterbodenschutz, etc.
    - Man baut drumherum alles ab, das Auto wird neu lackiert, denn auch in der unteren Preislige fährt keiner mit ner Ranzbude durch die Gegend.
    - Dann bekommt die Innenausstattung doch mindestens n paar neue Sitzbezüge, Teppiche & Co.
    - Dann stellt man fest dass man doch alle Dichtungen & Co neu machen muss, weil die bei der Demontage vor der Lackierer kaputt gegangen sind. Dann stellt man fest, dass die Scheinwerfer kein Tüv gerechtes Lichtbild mehr geben, flickt an der Elektrik nach, sonst nix TÜV.
    - Dann schraubt man die alten vermackten Zierleisten, Trittbrettleisten, Stoßstangen, etc. auch nicht mehr an das Auto und kauft es neu.
    - Dann stellt sich raus, dass die Bremse rottig ist, die Vorderachse links und rechts ausgebombt ist, die Hinterachse rumpoltert, also reißt man die Hinterachse raus, will nur n paar Gummis neu machen und hat dann doch 2 Hälften mit Radlagern, Bremse & Co aufm Tisch liegen und die nächsten Tausender sind flöten.
    - Dann stellt man bei der Überholung der Vorderachse fest, dass die Bremse eigentlich auch durch ist und schon 3 von 4 Querlenkerachsen spiel haben und dann sind die nächsten ungeplanten Tausis weg.
    - Dann fährt man endlich los, bekommt TÜV und lässt doch erstmal das Lenkgetriebe machen, damit die Karre gradeaus fährt.
    - Dann fährt man n bisschen und aus dem Motor läuft überall Öl raus, wenn man Pech hat verbrennt er davon auch noch genug.
    Also lässt man noch den Motor machen, den Motorraum neu lackieren, etc. weil der Motor ist ja schon einmal raus.
    - Dann lässt man doch nochmal die Sitze aufpolstern, dass Instrumentarium überholen weil so mit hälfte der Anzeigen kaputt ist auch doof und dann zerrupft man doch dass Amaturenbrett, weil Heizung im Frühjahr und Herbst wäre vieleicht doch schön.

    Am Ende hat man dann doch n wahnsinns Geld ausgegeben und immernoch n Auto bei dem hier und da überall was nicht richtig funktioniert, der Unterboden aus Repblechen und U Schutz besteht und was nach ein paar Jahren Oldtimerfahrerei in gelegentlichem Regen überall wieder anfängt zu rosten.

    Und dann wundert man sich, dass es von diesen üblichen Autos der "ich kann dass billiger Fraktion" am Markt genug Standuhren gibt und es auch so richtig keiner kaufen will.
     
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  19. Hansi23

    Hansi23 Mitglied

    18
    6. September 2020
    Naja in den Foren gehen die Meinungen immer weit auseinander, manchmal ist der Hobbyschrauber mit der Zustandsnote 3- zufriedener als der Perfektionist mit der Note 2+.
     
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  20. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    Hatte gefühlt auch eine gute Substanz und bin 30.000 km damit gefahren und dann stellte sich raus, dass ein paar Deutsche über die Jahrzehnte die Karre doch recht versaut hatten - so dass mein alter Längsträger auch schon in Essen als "muss man gesehen haben, um es zu glauben" Negativbeispiel ausgestellt wurde.

    Wer schon mal in das Forum unserer amerikanischen Kollegen geschaut hat, wird mir beipflichten, dass es sowohl hüben wir drüben viel Schatten aber auch viel Licht/Perfektionismus/Sachverstand gibt.

    Jede Pagode hat ein anderes Leben hinter sich, so dass es keine Automatismen gibt.

    Ich will mich aber soweit aus dem Fenster lehnen und postulieren, nur jemand, der entweder mal eine Pagode komplett zerlegt und wieder zusammengebaut hat [oder der das bezahlt hat], eine ungefähre Vorstellung davon haben kann, was da auf einen und das Bankkonto zukommt.

    Das gute bei der Pagode ist, dass sich alles machbare tatsächlich auch finanziell irgendwie ausgeht. Bei normalen Oldtimern (im Durchschnitt liegen die ja bei keinen 15.000 EUR Wert) lohnt sich (finanziell) ja selten der Aufwand, wenn man mal wirklich ans Blech oder den Motor muss.

    Insofern ist das Vorhaben von Manuel sogar relativ risikoarm, egal ob er jetzt 10 / 15 / 20 oder 25 TEUR ausgibt - es braucht tatsächlich nur die Solvenz, den Ehrgeiz und das Durchhaltevermögen.

    Man wird an dieser Kiste keinen Gewinn machen aber auf einen 5-10 Jahreshorizont auch nicht viel verlieren - außer die Welt geht unter und alle Oldtimer werden wertlos.
     
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