Entlüfter am Differentialgehäuse

Dieses Thema im Forum "Technik - Motor, Getriebe und Fahrwerk" wurde erstellt von Bernhard R., 19. September 2015.

  1. Bernhard R.

    Bernhard R. Aktives Mitglied

    456
    3. August 2014
    Ich suche aktuell die Quelle für Öltropfen am Differential, die vor allem bei schneller Fahrt auftauchen und dann am Tankboden entlang ziehen und danach immer am hinteren Rand des Differentials zu sehen sind.
    Der Simmering zur Kardanwelle ist neu und dicht, die Schrauben scheinen mit dicht und ich habe das Gefühl, daß das Öl "von oben" kommt. Jetzt sehe ich gerade auf der Schemazeichnung einen Entlüfter oben auf dem Gehäuse. Gesehen habe ich ihn bewußt bei mir noch nicht - werde morgen sofort nachschauen.
    Deshalb vorab schon mal die Frage: haben den alle unsere Achsen? Habt Ihr damit Erfahrungen? Muß der gepflegt werden?
    Ich kenne aus Getrieben Entlüfter und weiß, daß die verstopfen, festhängen oder allg. nicht dicht sein können.
    Danke vorab.
     
  2. camshaft

    camshaft Aktives Mitglied

    37
    21. Mai 2010
    Hallo Bernhard,

    die Differential Entlüftung sollte regelmäßig gereinigt werden.
    Ist diese verstopft, kann der Überdruck nicht entweichen und die Achsmanschetten können sich aufblasen.
    Die Demontage und Reinigung ist selbsterklärend.
    Bei den Heckflossen sind diese Teile auch verbaut. Pagoden ohne Entlüftung habe ich noch nicht gesehen.

    VG

    Stephan
     
  3. Bernhard R.

    Bernhard R. Aktives Mitglied

    456
    3. August 2014
    Wie kommt man da hin??

    Hallo Stephan,

    danke für die Info, gefunden habe ich es, aber keiner meiner Schlüssel ist kurz genug, um dort greifen zu können => mal wieder eine Aufgabe. Gibt's einen Trick das abzuschrauben?

    Grüße
     
  4. DB W113

    DB W113 Aktives Mitglied

    378
    12. August 2005
    Entlüftung Hinterachse

    Hallo Bernhard,
    bevor Du das Teil abschraubst, würde ich versuchen, es so gründlich wie möglich zu reinigen. Sonst besteht die Gefahr, daß Dir bei der Demontage so einiges an Dreck in die Öffnung des Diffs fällt. Bei mir war das Ding mit Unterbodenschutz total zugesprüht und mit einer dicken Dreckkruste ummmantelt. Da es an dieser Ecke etwas eng und fummelig ist, mußte ich mir den passenden Maulschlüssel zurechtsägen. Aber vielleicht hat der ein oder andere noch eine etwas elegantere Lösung.

    Grüße aus Hamburg
    Gunther
     
  5. Axel G.

    Axel G. Aktives Mitglied

    544
    14. Juli 2004
    Entlüftung am Differentialgehäuse

    Hallo Zusammen,
    ich habe nicht gewusst, dass es am Differential eine Entlüftung gibt.
    Wo sitzt diese, und auf was ist beim Reinigen / Entlüften zu achten ?
    Ich kenne nur die Einfüllschraube.
    Ich würde mich freuen, wenn ich hierzu Info von euch bekomme.
     
  6. d.Hahn

    d.Hahn Aktives Mitglied Mitarbeiter Administrator

    20. November 2003
    Hallo Axel,

    Pos.5 auf dem Bild von SLS

    vG
    Detlef H.
     

    Anhänge:

  7. Axel G.

    Axel G. Aktives Mitglied

    544
    14. Juli 2004
    Danke Detlef.
     
  8. Bernhard R.

    Bernhard R. Aktives Mitglied

    456
    3. August 2014
    Wohl doch die Manschette

    Hallo Wissende,

    nachdem ich die Achse schön sauber hatte und auch der Entlüfter sicher trocken ist, kam doch wieder (schon im Stand) der bewußte Tropfen zum Vorschein.:( Unten an der Manschette.
    DIe Manschette sieht auf den ersten Blick noch schön straff, nicht porös und nicht aufgedunsen aus.
    Im Forum habe ich nur einen Beitrag zur Manschette gefunden.
    Habt Ihr Erfahrungen mit der geteilten Manschette? Kann man ggfs. erstmal etwas putzen (vielleicht ist Dreck irgendwo dazwischen)?
    Kurz, habt Ihr Tipps für den nächsten Schritt?

    Danke, auch ein schönes Wochenende und ein paar nette Ausfahrten.
     
  9. Thomitho

    Thomitho Mitglied

    24
    26. September 2006
    geteilte Manschette

    Hallo Bernhard,
    an meinem Ponton habe ich eine geteilte Manschette eingesetzt:
    mit mäßigem Erfolg trotz vorschriftsmäßiger Montage; will heißen Ölverlust
    an den Nahtstellen. Lebe jetzt zwangsläufig damit bis zum Ausbau der Achse und dem Ersatz durch eine einteilige Manschette.
    Fazit aus meiner Sicht: nicht zu empfehlen.
    Gruß Tho
     
  10. baschbret

    baschbret Aktives Mitglied

    679
    8. November 2005
    Kann ich nur beipflichten, bei meinem 111er war eine geteilte auch sofort wieder undicht. Es soll aber auch erfahrene Werkstätten geben, die es dicht bekommen, beim Käfer und Konsorten ist das ja auch häufigeres Thema.

    Grüße

    Sebastian
     
  11. Bernhard R.

    Bernhard R. Aktives Mitglied

    456
    3. August 2014
    Entlüfter gereinigt, Manschetten Schellen nachgezogen ...

    kurzer Zwischenstand: der Entlüfter geht mit dem normalen Schlüssel ab, mühsam, vorallem das Wiedereinschrauben. Nach Ultraschall ist er sauber und lässt Druck durch. Gleichzeitig habe ich noch festgestellt, daß die Schellen um die Manschette nicht sehr fest angezogen waren ... .
    Ich hoffe, daß damit der Manschettentausch überflüssig wird, drückt mir die Daumen.

    Frage: weiß jemand wofür die kleine 14er Mutter direkt mittig unterhalb der Manschette ist, die aus dem Differentialgehäuse heraussteht? Die Schraube berührt fast die Manschette. Ich habe im Werkstatthandbuch (Kap 35 Hinterachse) keinen Hinweis auf diese Schraube gefunden. Auf den Bildern war sie nicht bezeichnet.

    Grüße
     
  12. lowin

    lowin Aktives Mitglied

    18. April 2004
    Wie immer, ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.
     
  13. Kutte

    Kutte 230 SL, Bj 1964, 332

    573
    13. August 2010
    Hi,

    die Mutter ist für den Gelenkbolzen womit die rechte Seite der Achse gelagert ist.

    Die Mutter hält einen Kegelstift womit der Gelenkbolzen auf Position gehalten wird,
    da dieser Bolzen sonst keinerlei Verschraubung hat. An den Enden des Bolzens ist vorne
    nur der Differentialdeckel und nach hinten ist nur ein Wellensicherungsring (umgs. Seegerring).
    Wellensichrungsring wäre hier für die axial Verschiebng nicht ausreichend.
     
  14. Bernhard R.

    Bernhard R. Aktives Mitglied

    456
    3. August 2014
    Danke Karsten,

    das macht Sinn. Wie wird die dann festgemacht? Erst eingeschraubt und dann fixiert? Ich habe auf dem Bolzen keine Kerbe gesehen.

    Norbert,
    ja das mit dem Bild ... gestern abend hatte ich keine Lust mehr rauszulaufen ... etwas unhöflich. Dafür für die Neugierde jetzt anbei.

    Ich wünsche einen schönen, sonnigen Sonntag!
    Am besten mit der Pagode zum Wandern etc..
     

    Anhänge:

  15. heinrichB

    heinrichB Aktives Mitglied

    948
    24. Februar 2009
    Sicherung des Bolzens Eingelenk Hinterachse

    Guten Morgen.

    die von Kutte bereits beschriebene Sicherung ist wie der Keil bei der Tretkurbel beim Fahrrad. Der Sicherungsbolzen ist rund und hat ein schrägen Anschliff. Mit der M8 Mutter wird er gehalten damit er nicht heraus fallen kann. (Sitzt aber durch die Schräge meist sehr fest wenn man die Achsen trennen will. Der schräge Anschliff drückt auf den langen Bolzen damit der sich nicht im Gebäuse verdrehen kann.
    Leider nur ein Foto zur Hand mit der Fläche in dem langen Bolzen.
    Schönen Sonntag noch.

    Sternengrüße
    Heinrich
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 27. September 2015
  16. DB W113

    DB W113 Aktives Mitglied

    378
    12. August 2005
    Entlüftung Hinterachse

    Einen hab' ich noch (falls ich nicht was in den vorherigen Beiträgen überlesen habe...):
    Als ich meine Hinterachsentlüftung ersetzt hatte, habe ich vorsichthalber die Imbusschraube für das Loch zum Nachfüllen gelöst. Ergebnis: Es kam mir jede Menge Hinterachsöl entgehen. Vermutlich hatte der Vorbesitzer oder seine Werkstatt das Öl auf der Hebebühne getauscht. Lt. WHB soll das Fahrzeug bei der Neubefüllung aber auf allen vier Rädern stehen. Andernfalls kommt es zur Überfüllung. Seitdem hat sich mein Ölverlust an der Hinterachse in den letzten Jahren deutlich reduziert. Ganz dicht ist es allerdings nicht.

    Grüße aus Hamburg
    Gunther
     
  17. d.Hahn

    d.Hahn Aktives Mitglied Mitarbeiter Administrator

    20. November 2003
    Hallo Gunther,

    das passiert nicht nur wenn die Werkstatt die Hinterachse
    auf der Bühne befüllt (dann extrem) sondern auch wenn das
    Fahrzeug direkt von der Bühne auf eigene Räder gestellt wird
    und unmittelbar ohne vorher die Achse zu belasten Öl kontrolliert
    wird.

    vG
    Detlef H.
     
  18. Bernhard R.

    Bernhard R. Aktives Mitglied

    456
    3. August 2014
    Kommt sicher aus dem Entlüfter ..

    Hallo Kollegen,

    kam endlich auch zum Fahren - und wieder der Tropfen :mad:. Aber da die Spur endlich sehr deutlich zu sehen war: er kommt vom Entlüfter.
    Und der Ölstand paßt: etwas unter der Einfüllschraube - danke für die Hinweise, das war's leider nicht.
    => werde mich auf die Suche nach dem Teil machen und dann vom Ergebnis berichten.

    Schönen Abend
     
  19. Bernhard R.

    Bernhard R. Aktives Mitglied

    456
    3. August 2014
    Zwischenstand

    Nur zur Info, und mit der Hoffnung, daß es noch eine andere Idee gibt: Mittlerweile ist 100% klar, daß das Öl immer über den Entlüfter entweicht. Der neue Entlüfter ist nicht dichter als der alte, dort war der Dichtfilz noch einwandfrei. Wenn man sich die Konstruktion des Pagodenentlüfters anschaut, sieht man, daß der am Fuß verjüngt und recht "lang" ist und so direktes Spritzen nach oben wohl verhindert wohingegen der Limosinen Entlüfter ohne Verjüngung deutlich breiter und gedrungener ist. Deshalb sind sie auch nicht austauschbar. Hat jemand von Euch Erfahrungen mit der Limosine? Ich habe jetzt, bis mir etwas besserer einfällt in den Fuß auch einen Filz eingebracht, der das Spritzen dämpft => deutlich besser aber immer noch nicht ganz dicht. Wisst Ihr, ob es M14er (aber SW19) mit Innengewinde M10 gibt damit ich den Pagodenentlüfter nutzen könnte? Grüße
     
Müller Classic Motors
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