Fahrverbote für Oldtimer

Dieses Thema im Forum "die Mercedes Benz „Pagode“" wurde erstellt von ZwoachtzigSL, 3. Juli 2006.

  1. Gerd Oskar

    Gerd Oskar Gerd Oskar

    151
    26. Juni 2005
    Fahrverbot für Oldtimer

    Wie üblich werden, auch bei den bisher publizierten Planungen der Umweltzonen (=UWZ)
    mit Ausnahme- Plakettten, die Vorab- Einwände
    der Betroffenen nicht als Hinderungsgrund zur Beschlussfassung unsinniger
    Regelungen sein; dies wäre ja ein novum in der Legislative.
    Wenn sich ein Ereignis nicht durch Vorsorge verhindern lässt, sollte man
    auch hier Schadensbegrenzung betreiben z. Bsp. durch entsprechende
    Versicherungen.
    Als PAGODEN- Fahrer mit H- Kennzeichen und Schlüsselnr.: ...98 würde ich,
    da ohne Kat., keine Plakette erhalten.
    Als Anwohner und Garagenbesitzer innerhalb einer UWZ würde dies, wie für
    viele andere Besitzer von Oldies auch, praktisch Fahrverbot bedeuten.
    Ausnahmeregelungen oder Übergangsfristen sind in "meiner" betroffenen UWZ bisher nicht angedacht.
    Geplante UWZ bisher in NRW / Ruhrgebiet: ca. 1000 qkm
    -ob das Jahrestreffen des SL-Club Pagode im Aug.2007 in Essen stattfindet?-,
    UWZ in Berlin : ca. 90 qkm und in Frankfurt/M: etwa 30 qkm ; dies alles ohne
    Beweismessungen natürlich.
    Meine Verkehrs- Rechtschutzversicherung -grösster dt. Autoclub- hat mir
    auf o. g. Schilderung hin schriftlich und mit Vorab- Schadensnr. den
    Kostenschutz zugesagt im Rahmen der VR- Bedingungen, falls ich rechtliche
    Gegenschritte einleiten würde.
    Sollten alle Autoclubs schon im jetzigen Vorfeld mit belegbaren Prozeßlawinen
    argumentieren können, so würden sich sich eventuell reale Durchführungs-
    Verordungen der generell guten Umweltschutzmassnahme ergeben.

    Gerd Oskar,
    aus der Bankmetropole, die eine OBin mit Herz hat, die immerhin
    20% stimmberechtigter Wähler gewann und damit gut regieren kann ?
     
  2. BMB

    BMB deaktiviert

    30. Juli 2006
    Jetzt rummst es im Karton

    Hallo Gerd,
    das ist ja mal eine ganz neue Perspektive für alle Bewohner einer sogenannten Umweltzone, nicht nur für die Oldtimerbesitzer, sondern auch für alle mit normalem geregeltem Kat (EUR 1) (immerhin knapp 9,0 Mio. Fahrzeuge) und auch für alle Dieselfahrer, denen die Industrie vorsätzlich seit Jahren einen Partikelfilter verweigert.
    Wirklich interessant und ganz sicher absolut ausbaufähig, die Idee mit der Rechtschutzversicherung.

    Trotzdem glaube ich nach wie vor, daß der Weg nicht notwendig sein wird.
    Ich sagte bereits vor einem Monat in einem vorherigen Statement sinngemäß: „Wenn sich die Mitglieder des ADAC in ihren Fahrzeugscheinen die Schlüsselnummern anschauen und feststellen, daß sie vom Fahrverbot betroffen sind, dann „rummst es Zig-millionenfach im Karton“.
    Und die Zündschnur ist gelegt. Uli aus S hat hierzu mal die neueste Haltung des ADAC in einem anderen Forum veröffentlicht. Siehe dort. http://www.mercedesclubs.de/scriptdaten/vdhforum/DCForumID12/2592.html

    Wir haben jetzt das kleines Seebeben, welches sich allerdings zum Tsunami entwickeln kann, wenn die Politiker sich nicht ganz schnell darüber beraten, wo denn der Feinstaub tatsächlich herkommt.
    Ich bin sicher, daß es deshalb Ausnahmeregelungen geben wird, die für das H-Kennzeichen und die Anwohner gelten werden, und daß Fahrzeuge mit geregeltem Kat komplett grünes Licht erhalten werden.
    Allerdings heißt auch weiterhin, voll am Ball bleiben und trommeln, was das Zeug hält.
    Beste Grüße
    Bernd
     
  3. ZwoachtzigSL

    ZwoachtzigSL deaktiviert

    5. September 2004
    .


    Bernd,


    Dein Wort in Gottes Ohr, allein mir fehlt der Glaube.

    9 Millionen betroffene Autofahrer sollen es beim Blick auf ihren Kfz-Schein
    rumpsen lassen? Werden sie nicht, genau so wenig wie fast 50 Millionen
    Autofahrer sich in den letzten 15 Jahren beim Blick auf die Preistafeln der
    Tankstellen gegen eine fast Verdoppelung der Mineraölsteuer gewehrt haben,
    oder Millionen von Rentnern gegen Nullrunden bei Renten, oder 24 Mio.
    sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer beim Anblick ihrer Lohnabrechnungen
    gegen steigende Krankenkassenbeiträgen, etc. etc.

    Ich habe den ADAC Artikel auch gelesen. Dünnes Süppchen, finde ich und nix
    Neues. So oder so ähnlich hatte man in anderen Fällen (bspw. Ozonalarm)
    doch auch schon argumentiert. Und was ist damals dabei rausgekommen?

    Abgehehen davon, angesichts der seit gestern weltweit in Gang gesetzten
    Diskussionen um den Klima-Bericht der UNO, wird es jetzt verdammt wenige
    Politiker geben, die dieses heiße Eisen Ausnahmeregelungen etc. angesichts
    einer 94 %igen Zustimmung in der Bevölkerung für Klimaschutzmassnahmen,
    jetzt noch anpacken werden. Die neun Millionen Betroffenen werden diesen
    Preis zahlen müssen, um letztendlich die Autoindustrie wenigstens noch für
    ein paar Jahre von der von der EU geplanten CO2 120 mg-Regelung zu
    verschonen. Um Feinstaub geht es doch schon längst nicht mehr.


    Detlef K. :confused:



    .
     
  4. BMB

    BMB deaktiviert

    30. Juli 2006
    Hallo Detlef,
    alle deine Beispiele ziehen nicht wirklich, denn in diesen Beispielen geht es "nur" ums Geld, da merkt man erst am Monatsende was los ist und hofft darauf, daß es im nächsten Monat besser läuft.

    Jetzt und hier geht es aber um Fahrverbot. Du verstehst: ZU FUSS GEHEN !!!
    Das ist eine ganz andere Situation.

    Ach übrigens: Ozonalarm - gibt es nicht mehr. Warum wohl? Weil die Ozonwerte besser geworden sind? Sicher nicht.

    Mag sein, daß es den Politikern und der Industrie schon lange nicht mehr um Feinstaub geht. Aber in der EU-Richtlinie geht es darum.
    Wie gesagt, ich bin davon überzeugt, daß jetzt Schmackes in die Abgelegenheit kommt.
    Bernd
     
  5. Uli aus S

    Uli aus S Aktives Mitglied

    28. April 2004
    Halt, halt...

    ...wenn man die Statements der kommunalen Vertreter liest, ist deren einziges Argument gegen das Gesetz, die befürchtete Klagewelle mit offensichtlichem Ausgang.

    Es geht also immer noch nicht um Vernunft und Augenmaß, sondern nur um mögliche Folgen durch eine unabhängige Justiz.

    So langsam habe ich das Gefühl, dass unsere Richter die einzige verlässliche Größe sind - vor allem bei Betrachtung, wie viele Gesetze spätestens in Karlsruhe kassiert wurden.

    Bedauerlich ist der lange Verfahrensweg für den man schon ein paar Jahre Geduld aufbringen muss.

    Empfehlung:
    Klagedrohung glaubhaft vorbringen.

    Gruß

    Uli aus S
     
  6. ZwoachtzigSL

    ZwoachtzigSL deaktiviert

    5. September 2004


    Hallo Bernd,


    wie Recht Du hast. Lies mal die offiziellen Statements (insbesondere schau
    Dir mal das Video an)

    Tempolimit 120 auf deutschen Autobahnen - Bild.T-Online.de


    und heute das INterview mit Angie im BAMS


    http://img154.imageshack.us/img154/4250/070203bildklimaschockpl5.jpg

    So schnell ändern sich die Meinungen.

    "DANN GEHEN WIR ZU FUSS"

    Bernd, ich bin da ganz Deiner Meinung. Bloss halte ich es für fast schon
    lächerlich, wenn 'Initiativen' und 'Verbände' hier das Thema hochpuschen,
    als wenn es bei dem Fahrverbot für Oldtimer um ein mit dem geplanten
    Abriss des Kölner Doms gleichzusetzenden Verlust kulturellen Gutes ging.

    Bei der EU ist das Thema 'Feinstaub' doch längst gegessen. Und das neue
    Mega-Thema 'KLIMA' wird uns von nun an beherrschen. Ich bin mir sicher,
    dass es für von UMZ betroffene Autofahrer gewisse Ausnahmeregelungen
    hier oder dort geben wird. Ausnahmeregelungen speziell für Oldtimer wie
    bspw. von der IKM (und zwischenzeitlich auch für ein paar hunderttausend
    07er-Kennzeichen) gefordert, wird es nicht geben. Über kurz oder lang wird
    das Feinstaub / Fahrverbotsthema Bestandteil eines ganzheitlichen Umweltschutz-
    Gesamtprogramms stehen, Tempolimit, höhere Kfz-Steuern, PKW-Maut etc. etc....

    während unsere von abgehalfterten und abgewählten Politikern geführten
    Energiekkonzerne weiterhin herumdrecken und Automobilfirmen spritfressende,
    PS-starke Autos sanktionsfrei weiterbauen dürfen, meint


    Detlef K. :confused:



    .
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Februar 2007
  7. BMB

    BMB deaktiviert

    30. Juli 2006
    Lieber Detlef,

    zunächst einmal weigere ich mich grundsätzlich die Blödzeitung oder die Bams zu lesen und dabei wird es auch weiterhin bleiben – und wenn die Welt oder die FAZ untergeht.

    Solange der/die Gesetzgeber grundsätzlich keine Ausnahmen (abgesehen von hoheitlichen Fahrzeugen) vom Fahrverbot zulassen wollen, wird er mit Sicherheit auch keine Ausnahme für die Oldtimerfahrzeuge zulassen. Insofern stimme ich Dir zu.

    Auch hier stimme ich Dir überwiegend zu.
    Deshalb setze ich ja auch auf die Masse (zig Millionen) der betroffenen Fahrzeughalter (Anwohner, Handwerker etc.), die jetzt erst langsam merken, daß sie enteignet werden sollen und deshalb fuchsteufelswild werden.
    Und zwar unabhängig davon, was irgendwelche ferngesteuerten, abhängigen Politiker so von sich geben und auch unabhängig davon ob Deutschland das Weltklima retten will.

    Für mich ist sicher, daß in den nächsten Monaten die geplanten Gesetze und Verordnungen aufgeweicht werden, sei es durch Einsicht, oder auf dem Klageweg (wie z.B. von Gerd Otto geschildert).
    Und damit wird der Weg grundsätzlich frei für Ausnahmen vom Fahrverbot, also auch für Oldtimer – und das ist die Stunde der Verbände, wie z.B. des DEUVET.

    Das ist die Botschaft, die ich seit längerem versuche zu übermitteln, aber anscheinend gelingt es mir nicht.
    Noch einen schönen Sonntag für alle
    wünscht Euch
    Bernd
     
  8. ZwoachtzigSL

    ZwoachtzigSL deaktiviert

    5. September 2004
    .



    Bernd,


    seit 1998, seit der damaligen Kohl-Regierung wussten alle Protagonisten,
    in der Politik wie in der Wirtschaft, was mit der Feinstaubverordnung auf
    uns Alle zukommt und mit welchen Konsequenzen.

    Ich wollte damit nur sagen, das Thema "Feinstaub" und "Fahrverbote" wird
    nach meiner Einschätzung und Lebenserfahrung durch den ganzen jetzt
    einsetzenden nationalen und internationalen Klima-Aktionismus von Politikern
    salopp gesagt, Wasser saufen gehen.

    Hätte eine Angela Merkel so wie in der heutigen BAMS vor 50 Jahren ein
    Interview gegeben, "Konnie A." oder "Ludwig E." hätten sie wahrscheinlich
    mit der Polizei aus dem Bundestag abführen lassen.

    Ich glaube, wir werden in den nächsten Jahren politische Massnahmenkataloge
    zum Klimaschutz vorgelegt bekommen, wo die 'Fahrverbote' ein Witz dagegen
    sein werden. Ersatz des Fahrverbots gegen eine City-Maut von 10,00 Euro
    pro Tag - wie in Frankfurt Main schon mal angedacht - oder ein bundesweites
    CO2-Schadstoffgesetz, was den Schadstoffausstooss aller PKW begrenzt und
    schon ist das Thema vom Tisch. Wir OLdtimer-Besitzer dann aber auch, alle auf
    einen Schlag. Nur mal als Beispiel.

    Millionenfache Klagen gegen die Fahrverbote? Ich glaube nicht daran. Und wenn,
    werden bis zu einer höchstrichterlichen Entscheidung nach X Jahren 80 % der
    jetzt davon betroffenen Autos ohnehin auf grund natürlicher Alterung
    längstens recycelt sein.

    Detlef K. :confused:



    .
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Februar 2007
  9. BMB

    BMB deaktiviert

    30. Juli 2006
    Lieber Detlef,
    Du schreibst:
    Ich hingegen glaube, daß die meisten Kommunalpolitiker in nächsten Monaten merken werden, daß sie sich wohl ganz gewaltig an dem Wasser verschlucken werden, wenn sie weiterhin CO2 und Feinstaub in einen Topf werfen.
    Denn:
    Die Kommunalpolitiker sind diejenigen, die die Luftreinhalte- und Aktionspläne aufzustellen haben – und nicht Frau Merkel oder Herr Gabriel.
    Die Kommunalpolitiker sind für die Einrichtung von Verbotszonen zuständig, sonst niemand.
    Die Kommunalpolitiker haben es in der Hand, ob sie die Feinstaubverordnung der EU nur auf das Auto beziehen wollen, oder vielleicht doch lieber auf die tatsächlichen Verursacher. In der Verordnung der EU steht jedenfalls nicht drin, daß die Autos die Verursacher sind und deshalb stillgelegt werden müssen.

    Dieser Prozeß der Erkenntnis der Folgen für das eigene Amt wird sich in den nächsten Monaten erst so richtig in Gang setzen, wenn die Anwohner der Zonen und die Gewerbetreibenden bei den politischen Aktivisten vorsprechen werden.
    So jetzt habe ich zu diesem Thema aber genug geschrieben, ganz gegen meine sonstige Art.
    Also, schau’n wir mal.
    Bernd
     
  10. 280SL/71

    280SL/71 Mitglied

    16
    11. Juli 2006
    Genau Bernd, sonst müssen in Sachen Detlef./. Bernd langsam die Wettbüros geöffnet werden.
    Falls es dazu kommt, parke ich meinen Einsatz bei Dir, da ich schon vor einiger Zeit so optimisisch war anzunehmen, dass die Zeit und stetes Drängeln eher für uns arbeitet........
    Gruss
    Robert, der Optimist
     
  11. baschbret

    baschbret Aktives Mitglied

    764
    8. November 2005
    Es tut sich was...

    ...zumindest in Bayern. Gerade habe ich das gefunden:

    "Ausnahmen vom Fahrverbot sollte es nach Schnappaufs Auffassung zudem bei echten Oldtimern geben, die nicht nachzurüsten seien. (dpa)"

    Hier ist der Link:
    http://www.verkehrsrundschau.de/sixcms/detail.php?id=487865

    Ich glaub's nicht, auf meine alten Tage werde ich noch Fan vom Schni-Schna-Schnappi! Ich denke doch, dass seine Ansichten auch beim Bund Gewicht haben.

    Sebastian
     
  12. BMB

    BMB deaktiviert

    30. Juli 2006
    Zitat aus dem vorgenannten Bericht (verkehrsrundschau.de):

    Ein Feinstaub-Fahrverbot für Fahrzeuge, die zur Feinstaubbelastung anerkanntermaßen gar nichts beitragen, ist absurd“, bekräftigte Ude (*) im Vorfeld des Gesprächs. „Ohne Ausnahme für Autos mit geregeltem Katalysator wird die Stadt München keine Umweltzonen ausweisen.“
    (*) = Oberbürgermeister von München.

    Na also, geht doch! Der spürt schon den Gegenwind der Anwohner - und er wird nicht der letzte OB sein, der die Schwachsinnigkeit der Verordnungen und deren Auswirkungen realisiert, darüber nachdenkt, wer tatsächlich den Feinstaub produziert - und dann kräftig zurückrudert.
    Bernd
     
  13. ZwoachtzigSL

    ZwoachtzigSL deaktiviert

    5. September 2004
    .



    Das iss ja ein Ding. So heimlich still und leise soll jetzt offenbar doch eine Verschärfung der
    H - Kennzeichen - Verordnung kommen... und das womöglich schon zum 01.03.2007.

    http://www.deuvet.de/fakt/hkennzeichen.htm

    Ausnahmen bei den Fahrverboten? Vielleicht in Zukunft ja, aber nur für die hochpolierten und
    Besser-Zustand-2-Oldtimer???



    Im Überblick:

    Zustand
    Aktuell reicht ein Zustand mit normalen Gebrauchsspuren zur positiven Begutachtung aus.

    Der neue Entwurf fordert hingegen einen deutlich besseren Zustand mit nur noch leichten
    Gebrauchspuren. Zu dem steigt die Anforderung am Zustand der Lackierung.

    Bewertungsstufen:
    Bislang wurden die Fahrzeuge bei der Begutachtung in die Stufen 1 – 5 eingeordnet.

    Künftig entfällt die Einstufung. Es wird nur noch eine positive und eine negative Begutachtung
    geben.

    Wohnmobilumbau:
    Umbauten zum Wohnmobil von Transportern und Nutzfahrzeugen werden künftig kein H-Kennzeichen
    mehr erhalten.

    Rahmen und Fahrwerk
    Auch gilt nach der alten Regelung, dass neben zeitgenössischen Umbauten auch Umbauten von vor mehr
    als 20 Jahren möglich sind.

    Künftig bleiben nur zeitgenössische Umbauten mit Originalersatzteilen möglich. Der Einbau
    originalgetreuer Ersatzteile – z.B. auch anders geartete Stoßdämpfer (solange die Anbaumaße
    unverändert bleiben) – kann nicht mehr positiv begutachtet werden.

    Motor und Antrieb
    Aktuell hat man neben Originalausführung und anderer Motoren der gleichen Baureihe auch die Möglichkeit
    für:

    * einen anderen Motor des gleichen Herstellers – soweit 30 Jahre alt,
    * einen Motor eines anderen Herstellers gemäß StVZO – soweit vor mehr als 20 Jahren eingebaut,
    * einen baugleichen Motor des gleichen Herstellers neuerer Produktion mit gleicher Leistung und gleichem Hubraum,

    ein H-Kennzeichen zu erhalten

    Künftig sind nur noch Originalausführung und Motoren gleicher Baureihe möglich.

    Gasanlage
    Bislang kann auch eine neuere Gasanlage positiv begutachtet werden, wenn sie vorschriftsmäßig ist
    und den optisch, authentischen Eindruck des Fahrzeuges und Motorraums nicht erheblich beeinträchtigt.

    Nach dem neuen Entwurf muss eine Gasanlage in dem jeweiligen Fahrzeug in den ersten 10 Jahren
    nach Zulassung des Fahrzeuges in eben diesem Fahrzeug eingebaut worden sein. Jede andere
    Gasanlage führt zu einer negativen Begutachtung und ist damit nicht H-Kennzeichen fähig.

    Lenkung
    Bisher sind auch Holzlenkräder möglich soweit diese Modelle damals vom Hersteller angeboten wurden, bzw.
    originalgetreue Nachbauten mit originalen Maßen.

    Nach dem neuen Entwurf bleiben zeitgenössische Sonderlenkräder möglich. Holzlenkräder sind
    hiervon jedoch ausdrücklich ausgeschlossen und damit nicht positiv zu begutachten.

    Räder und Reifen
    Aktuell sind neben Originalausführung, Kombinationen aus der gleichen Baureihe und mögliche Reifen aus
    dem Räder-/Reifenkatalog, auch Reifengrößen bis zu 2 Nummern breiter als das Original möglich.

    Künftig soll der letzte Passus entfallen. Die 2-Nummern-Regelung soll nicht mehr gelten.




    Diese 'Neuregelung hätte zur Folge:

    In der Begründung zur H-Kennzeichen VO von 1997 wird schon damals gefordert, daß Oldtimer in
    einem guten "Pflege- und Erhaltungszustand" usw. sein müßten, nachzulesen in: Verkehrsblatt
    Amtlicher Teil, Heft 16/1997, Seite 538. Schaut man sich das dort veröffentliche "Muster für die
    Begutachtung von Oldtimer-Fahrzeugen nach § 21c StVZO" an (Seite 515/516), so erkennt man,
    dass eine konsequente Anwendung der VO bereits die höchstmögliche Verschärfung darstellt. Es
    wird also nur noch darum gehen, die heute übliche Praxis der Gefälligkeitsgutachten zu unterbinden,
    indem man das Prüfverfahren präzisiert, objektiviert und restriktiver durchführt.

    Ob also die Zulassungsbestimmungen für Oldtimer verschärft werden oder auch nicht, ist demnach
    Ansichtssache. Sollte es aber zu Ausnahmereglungen für Oldtimer in umweltbedingten Sperrzonen
    kommen, wird man das Heer der Old/Youngtimer über die Zulassungsbestimmungen um so rigoroser
    lichten. Fahrverbote durch die Hintertür, womöglich zukünftig nicht einmal nur in Umweltzonen?

    Damit würde dann die Gruppe der H-Kennzeichenprofiteure drastisch verringert und die jetzigen
    Unterstützer mit "noch auf dem Weg zum Bestzustand"-Klassikern würden sich - zu Recht - verarscht
    fühlen. Andere Lackierung wie Original, anderer Motor? Da werden auch nicht wenige 'Pagoden' auf
    der Strecke bleiben. Zudem sinkt damit langfristig die Akzeptanz für "H-Ausnahmen" auch in der Szene,
    die Ausnahme kann - und wird - gekippt werden, da die paar Hansels mit den alten Gurken dann keinerlei
    Widerstand mehr leisten können.

    Es bleibt nur zu hoffen, dass es sich bei der DEUVET-Meldung um eine ähnliche falsch interpetierte
    Meldung handelt, wie im vergangenen Jahr und nur um einen Versuch, mit "vorsätzlichen Falsch-
    informationen" und "bewußter Panikmache" sich angesichts wegschwimmender Felle und
    dramatischer Mitgliederverluste effektvoll in Szene zu setzen.



    Detlef K. :mad:



    .
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Februar 2007
  14. Gerd Oskar

    Gerd Oskar Gerd Oskar

    151
    26. Juni 2005
    Fahrverbot für Oldtimer

    Hallo Detlef K.

    vergebens habe ich alle DEUVET- News zu dem o. g. Artikel hier auf ein
    aktuelles Datum dieser "Neuigkeit" hin nachgelesen. Es war keines zu finden.
    Inhaltlich tut sich, gegenüber Vermutungen der DEUVET die Mitte 2006
    geäussert wurden, also nichts.:mad:
    Sollen Oldtimer- Besitzer wirklich nur verunsichert werden um Mitglied beim
    DEUVET zu werden, wie Du im Nachtrag richtig bemerkt hast?
    Als H- Kennzeichen Pagodist kann ich nur hoffen, wie viele andere auch,
    dass wir Besitzstandwahrung und Ausnahmeregelungen in Umweltzonen
    erhalten.
    Ich setze jedenfalls mehr auf deutsche Gerichte als auf unsinnige
    Bundes-, Landes- oder Kommunalverordnungen.

    Gerd Oskar :(
     
  15. ZwoachtzigSL

    ZwoachtzigSL deaktiviert

    5. September 2004
    .



    Gerd,


    was suchst Du? Der Link ist die Presseinformation von gestern. Das die
    Pressemitteilung undatiert ist, ist schon komisch.

    http://www.deuvet.de/fakt/pdf/DEUVET-PM-060207.pdf

    Wenn diese Neufassung kommt, Gerd, kannst Du dir den Wég zu den Gerichten
    sparen. Du kannst dann jederzeit eine Ausnahmegenehmigung bekommen, voraus-
    gesetzt Deine Pagode hat bis dahin noch ein H - Kennzeichen. Trick verstanden?

    Eine vom DEUVET übereilt veröffentlichte Ente wäre mir lieber. Man muss jetzt
    ein paar Tage abwarten, bis diese neu definierte VO schwarz auf weiss auf dem
    Tisch liegt.

    Sollte diese Neufassung tatsächlich kommen, kann ich zwecks zukünftiger
    Erhaltung meines H-Kennzeichens mal langsam anfangen, an meiner Pagode
    zu checken was alles vom 100 % Originalzustand abweicht.

    Vielleicht kauf ich mir tatsächlich noch einen gebrauchten SLK und baue mir
    eine Pagoden-Rohkarosse drüber um diesem Mumpitz zu entgehen...


    Detlef K. [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Februar 2007
  16. Pagodino

    Pagodino Aktives Mitglied

    536
    4. November 2004
    Undinge

    Wenn ich mir das so anschaue ist das ehr traurig! Meiner Meinung nach sollten wir das tun was möglich ist unsere Autos so sauber zu halten wie es geht. Wenn es einen Kat gibt, dann rein damit. Wenn es eine elegante Lösung für LPG oder Methan in den 70-80er Oldies gibt, warum nicht, die machen dan weniger Feinstaub als ein neure A4 TDI! Vor allem das letzte finde ich ein starkes Stück, könnten doch viele motoren mit D-Jetronik und LH-Jetronik mit einer sequenziellen Gasanlage fahren, vorteil guter Wirkungsgrad, kein Backfire, gute Abgasverhalten! Leben die Typen denn auf dem Mond???

    Gruß pagodino
     
  17. baschbret

    baschbret Aktives Mitglied

    764
    8. November 2005
    Zitat von einem Oldtimer-Restaurator in München aus dem Forum der Initiative Kulturgut Mobilität:

    "Also ich habe mich heute mal schlau gemacht:

    KEIN Mensch weiß etwas von dieser Verschärfung der Zulassungsbestimmungen in Bezug auf den § 21 C ! Weder der TÜV, noch vergleichbare Behörden wie KÜS (der das ja auch in Zukunft machen dürfen soll) Auch bei den einschlägige Gutachter spezialisiert auf Oldtimer weiß man nichts. Wo kommt dieses Gerücht eigentlich her ? "

    Es scheint schon eher eine Ente zu sein. Mir hat damals bei meiner H-Abnahme der Mann vom TÜV auch schon gesagt, wenn sie die Vorschriften wortwörtlich nehmen würden, würde es fast keiner bekommen. Vielleicht gab's ja nur mal einen Vorstoß, aus Furcht vor der Golf I-Flut wieder etwas genauer hinzuschauen?

    Sebastian
     
  18. BMB

    BMB deaktiviert

    30. Juli 2006
    Hallo Detlef,
    eine kleine Bitte:
    Wenn Du schon zum Thema H-Kennzeichen und DEUVET informierst, dann auch bitte vollständig.
    Im Zusammenhang mit der Presseinfo zum H-Kennzeichen und der möglichen Verschärfung schreibt der DEUVET auch (wörtlich):


    "Verfahren:
    Der Entwurf wird den Bundesländern zur Stellungnahme vorgelegt. Grundsätzlich ist es möglich, dass die Stellungnahme im Umlaufverfahren auf die Schriftform beschränkt wird.
    Jedoch haben alle Bundesländer die Möglichkeit Themen, die der Diskussion bedürfen auf die Tagesordnung der Bund-Länder-Fachausschüsse zu setzen.
    Da der DEUVET bereits seit Vorliegen des letzten Entwurfes die Bundesländer für das Thema sensibilisiert, haben wir die positive Rückmeldung, dass mehrere Bundesländer keinen Sinn in einer solchen Verschärfung sehen und das Thema auf jeden Fall auf die Tagesordnung des zuständigen Bund-Länder-Fachausschusses TK setzen lassen werden.
    Der Boden diesen Entwurf zum Scheitern zu bringen, wurde also vom DEUVET gründlich und langfristig vorbereitet.

    Dennoch bleibt zu Mahnen und zu Warnen. Erfolge können noch so gut vorbereitet werden. Eine Garantie für einen Erfolg kann es jedoch nie geben.
    Der DEUVET wird auch weiter mit den Bundesländern im Gespräch bleiben und versuchen möglichst flächendeckend Überzeugungsarbeit zu leisten."


    Es ist nach wie vor so, daß der DEUVET die bundesweit größte Vertretung der Oldtimerbesitzer ist, die durch tatsächlich vorhandene Mitglieder legitimiert ist und von den zuständigen Gremien der Bundes- und Landesregierungen offiziell anerkannt ist. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

    Jeder der die Vorteile des H-Kennzeichens in Anspruch nimmt - und das sind fast alle Pagodenbesitzer - sollten sich bewußt sein, daß dieses seinerzeit nur durch das gemeinsame Auftreten von CAAR und DEUVET zustande gekommen ist.
    Insofern ist es für mich absolut kontraproduktiv, wenn jetzt Clubs, deren Mitglieder die Nutznießer des H-Kennzeichens sind, aus dem DEUVET austreten (wie z.B. der Pagodenclub), oder mit Argumenten von gestern gegen den DEUVET Stimmung gemacht wird.
    Dies wäre vielleicht noch verständlich, wenn in diesen Clubs eine andere, bessere Strategie vorhanden wäre, die zielführend sicherstellt, daß Fahrverbote und Verschärfung der H-Kennzeichen abgewendet werden.

    Ist aber weit und breit nicht in Sicht. Im Gegenteil, die Vorstände (Deine Worte: Schnarchnasen) werden erst durch Threads, wie der jetzige von Dir, mit der Realität konfrontiert und hoffen, mangels eigener Fähigkeiten und Möglichkeiten, daß es der DEUVET oder andere schon regeln werden.
    Hauptsache man hat Beitrag gespart und kann dann als erster den Mitgliedern berichten. Einfach erbärmlich so etwas - für einen Markenclub mit Fahrzeugen im Bereich ab Euro 30.000 und deutlich darüber.

    Am 10.3. wird der Pagodenclub in Stuttgart seine jährliche Regionalleiterversammlung abhalten und dort auch seinen Vorstand neu wählen, leider können nur die Regionalleiter wählen - nicht die Mitglieder. Es wäre schön, wenn die Mitglieder des Pagodenclubs am nächsten Stammtisch ihren Regionalleitern ein paar Direktiven zu dieser Wahl und den Tagungsordnungspunkten mit auf den Weg geben würden!
    Wie z.B.: Wiedereintritt in den DEUVET und einen Vorstand, der sich tatsächlich aktiv für die Mitgliederinteressen im Zusammenhang mit Fahrverboten, H-Kennzeichen, Ersatzteilversorgung etc. einsetzt.
    Meint
    Bernd
    BMB
     
  19. ZwoachtzigSL

    ZwoachtzigSL deaktiviert

    5. September 2004
    .



    Hallo Bernd,


    dass ab 01.März 2007 neben den Technischen Prüfstellen (TÜV in Westdeutschland
    und DEKRA in Ostdeutschland) auch die amtlich anerkannten Überwachungsorganisationen
    (GTÜ und KÜS) die Begutachtung von Oldtimern durchführen, ist bekannt.

    Wenn man sich die Liste der DEUVET-Fördermitglieder anschaut, dann könnte einem ob
    der Forderung des DEUVET "Die Neuregelung muss weg" auch ein ganz anderer Gedanke
    für den Grund dieser Forderung kommen. So gehts mir auf jeden Fall.

    Die Entscheidung des Pagoden-Club aus dem DEUVET auszutreten, halte ich - ausnahmsweise
    für richtig. Warum?

    Der Deuvet hat schlichtweg versagt und wird weder an Fahrverboten noch sonst etwas
    ändern. Er hat ganz einfach nicht die Mittel dazu. Kontakte in die Politik = Null. Hätte
    er irgendeinen nennenswerten Einfluss, dann bräuchten tausende von Oldtimer-Besitzern
    landauf-landab über Themen wie Fahrverbote und verschärfte H -Anforderungen
    überhaupt nicht mehr diskutieren.

    Der Deuvet agiert nicht, er reagiert und das stets viel zu spät. Statt auf Augenhöhe mit
    Entscheidungsträgern in der Politik mitzudiskutieren und Entscheidungen mit zu beeinflussen,
    erfährt er lediglich irgendwann hintenrum die Ergebnisse und das ist schlichtweg peinlich
    und keinen Cent MItgliedsbeiträge wert.


    Detlef K. :confused:



    P.S. Die jetzt als Pressemitteilung veröffentlichte, geplante Neuregelung soll übrigens
    am vergangenen Wochenende anlässlich einer Tagung der KÜS Gutachtergemeinschaft
    durchgesickert sein und ist immerhin vom DEUVET aufgegriffen worden. Ich sagte ja,
    hoffentlich ist's ne Ente, wie beim letzten Mal ja auch schon



    .




    .
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Februar 2007
  20. BMB

    BMB deaktiviert

    30. Juli 2006
    Hallo Detlef

    Du schreibst zum DEUVET:

    Hier ein paar Fakten:
    Der DEUVET ist der einzige Verband für Oldtimerfahrzeuge, der bei der Bundesregierung akkreditiert ist.
    Zum Thema politische Kontakte: Hier eine Auflistung der persönlichen Gesprächspartner des DEUVET in den letzten 6 Monaten:
    Bundestagsabgeordnete Horst Friedrich (FDP)
    Innenminister NRW Ingo Wolf (FDP)
    Verkehrsminister NRW Oliver Wittke (CDU)
    Rainer Brüderle MdB, stellv. Vorsitzender der FDP-Fraktion,
    Simone Violka MdB (SPD),
    Horst Friedrich MdB (FDP),
    Carsten Müller MdB(CDU)
    Dr. Andreas Scheuer MdB (CSU).
    Felix Beutler, Verkehrsreferent Bündnis 90/Die Grünen
    Gero Storjohann MdB, CDU
    Heidi Wright MdB, SPD


    Wenn Du weitere Namen und Fakten benötigst schaust Du bitte hier:
    http://www.deuvet.de/fakt/fakt1.htm und lade Dir die ganzen Veröffentlichungen runter.

    Du schreibst:
    baschbret schreibt:


    Gerade das aktuelle Beispiel zeigt, daß der DEUVET - wie immer - die Nase vorne hat. Er ist der erste, der das Thema Verschärfung H-Kennzeichen öffentlich gemacht hat.
    Auch der Deuvet war ganz, ganz vorne, wenn nicht sogar der erste, der zum Thema Feinstaub und Fahrverbot tätig wurde.
    Ob und welche Ergebnisse das bringen wird, wissen wir beide noch nicht. Ich bin jedoch zuversichtlich, was die Ergebnisse der Arbeit des DEUVET (und auch anderer) angeht.

    Von Einem lasse ich mich jedoch nicht abbringen: Der Austritt des SL-Club Pagode aus dem DEUVET ist ein Armutszeugnis und ein Fehler, solange der Vorstand des SL-Club Pagode seinen Mitgliedern keine Alternative bieten kann.

    Doch jetzt haben wir genug geschrieben und sollten mal die restlichen 1900 Mitglieder dieses Forums zu Worte kommen lassen. Meinst Du nicht auch?
    Bernd
    BMB
     
Schlagworte:
Müller Classic Motors
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