Farbcode - "G" oder "H" - das ist hier die Frage...

Dieses Thema im Forum "Karosserie - Blechteile und Lackierung" wurde erstellt von Ulli, 29. Juni 2012.

  1. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo,

    habe die gleiche Frage auch im vdh-Forum gestellt. Vielleicht weiß ja einer der Experten hier Bescheid.

    Da meine Flosse ein anderes Farbkleid erhält, werde ich das Lackierungsschild entsprechend des neuen Farbcodes von Memmo neu prägen lassen. Die Frage nur, lasse ich hinter der Farbcode-Nummer ein "H" für Herberts einprägen oder ein "G" für Glasurit? Auf dem originalen Schild steht ein "H", die Pagode trägt dagegen ein "G".

    Gab es damals bestimmte Vorgaben, von welchem Hersteller die Farbe verwendet wurde (z. B. abhängig von Baugruppe, Baujahr, Farbton, etc.) oder nach welchem System erfolgte die Wahl des Farbherstellers?

    Gruß

    Ulli - bald mit 350 unten und 717 oben statt in 334 uni
     
  2. sternfan

    sternfan Aktives Mitglied

    684
    26. Juni 2005
    Hallo,
    also bei meiner 280-er Pagode steht auf dem Farbschild ein H und kein G und zwar 467 H
    Gruß
    Jürgen
     
  3. M127II

    M127II M127II

    21. April 2007
    350 H Mittelblau

    Hallo Ulli,

    leider kann ich Dir da auch nicht weiter helfen, da
    a) ich keine Ahnung habe:doh:
    b) ich auch nur schwafle
    und
    c) überhaupt...:schlafen:

    Die Frage ob H oder G hinter den Farbcodes steht hängt vom Lacklieferanten ab - ist ja klar, weiß jedes (Mercedes)-Kind heutzutage.
    Allerdings ...
    hat nicht Herberts zu den Zeiten unserer Autos jede erdenkliche Farbe geliefert und Glasurit ebenso nicht...
    ... sondern die Farbtöne wurden grob gesagt nach Lacklieferanten aufgeteilt.
    So ist mir bei den Weißtönen nur 050G und 717G bekannt, ebenso bei schwarz (040G) und silber 180G, nicht 180H. Unsere beiden Rottöne sind auch von G. Andere Farbtöne nur von H (z.B. 158, 268...) und - so weit ich mich erinnere - auch 350. Ich meine das kommt von Herberts.

    Eine Übersicht darüber steht im Werkstatthandbuch PKW-Typen ab 1959 in der Arbeitsgruppe 99. Zumindest im vollständigen dreibändigen WHB. Ob das so auch im heute erhältlichen zusammen gekürzten MB-Nachdruck so ist weiß ich gerade nicht.

    Das heißt auch nicht, dass nicht z.B. Herberts nicht auch mal Lacklieferant für z.B. weiß 050 war. Nur eben typischerweise zur Heckflossenzeit nicht für unsere W111er und deren Abkömmlinge.

    Latürnich gibt's da auch immer wieder Kuriositäten.:banane:
    So wurde z.B. 181 Hellbeige immer von Herberts geliefert und ich bin bisher auch noch keinem Fzg. begegnet (da wo ich es überprüfen konnte), das nicht 181H auf dem Lackschild stehen hat.
    Und natürlich ist das bei meinem 63er Schrotthaufen anders: 181G.:verboten:
    Aber da ist ja sowieso vieles anders.:kotz::autofahrer:

    Munter bleiben

    Achim
    (Teile & Wissenssammler)

    (P.S. Ähem, war nicht unser alter Familien-Heckflosser (190D ohne 2.5) auch in 350 lackiert?? 332 war der jedenfalls nicht, und die Kiste war noch im Originallack, als er ca. Mitte der 70er Jahre vom Hof ging ...
    Sieht ganz ordentlich aus die Farbe; nicht so gut wie 332 aber doch recht akzeptabel.)
     
  4. M127II

    M127II M127II

    21. April 2007
    Herberts oder Glasurit - das ist hier die Frage

    Ach nochwas, Ulli,

    guxdu hier:

    Pagoda SL Group Technical Manual :: DataCard / PaintCodes

    Das ist eine recht gute Übersicht, eine bessere kenne ich jedenfalls nicht, und ist auch gut nach H & G aufgeteilt.

    Immer noch munter bleiben

    Achim
    (mit H & G Farbtönen gesegnet)
     
  5. Coup

    Coup W111C

    920
    25. März 2009
    Mahlzeit!

    Also meiner ist 717G.

    Glasurit und Herberts gabs schon ewig, zumindest ist mir auch bei den 170ern die Unterscheidung bekannt.

    Eigentlich ist G oder H auch uninteressant, da dadurch die Flosse auch nicht authentisch wird.

    Aber gut zu wissen, dass man den Typenschildern nicht mehr trauen kann... ;)

    Gruß Kai
     
  6. Memmo

    Memmo Memmo

    22. Mai 2008
    Typenschilder

    Moin,

    ich denke man kann den Typenschildern trauen, es ist immer Möglich dass Fehler passieren.
    In diesem Fall ist es eher die Möglichkeit, dass für den gleichen Farbcode aber verschiedene Modelle oder Jahrgänge ein anderer Farbhesteller beauftragt wurde. Gewissheit Schaft nur, wenn wir mehrere Vergleiche haben.


    Grüße
    Memmo
     
  7. Uli aus S

    Uli aus S Aktives Mitglied

    28. April 2004
    Es würde eigentlich Sinn machen, wenn beide Hersteller das volle Programm liefern - man macht sich von Lieferngpässen und Preisdiktaten unabhängig.

    Da war doch mal was, als vor ca. 10 Jahren bei Ford die Bänder stillstanden, weil der exklusive Schlüsselhersteller neue Preise durchsetzen wollte.

    Der Hinweis G oder H ist dann für Reparaturlackierungen erforderlich.

    Gruß

    Uli aus S
     
  8. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo, zusammen, hallo, Achim,

    auffällig ist, dass die Codes auf dem Lackschild alle von der Rückseite her eingeprägt sind, also die Zahlen sind nach vorne erhaben. Nur bei den Kürzeln G und H ist das anders. Sie sind von der Vorderseite her unmittelbar hinter dem Farbcode eingeschlagen. Da das Lackschild mit dem Farbcode ja schon zu Beginn des Produktionsprozesses angebracht wurde, ließe das den Schluss zu, dass die Buchstaben G oder H erst im Nachhinein und erst unmittelbar vor der Lackierung eingeschlagen wurden, je nachdem, welche Charge welchen Herstellers zur Anwendung kam.

    Dagegen sprechen allerdings die im WHB unter Arb.-Nr. 98-0 exakt den einzelnen Farbtönen zugeordneten Hersteller. Diese Zuordnung deckt sich mit den originalen Schildern meiner Flossse und Pagode. Ist mir nur unverständlich, warum das Lieferantenkürzel in diesem Fall nicht sofort mit eingeprägt wurde.

    Danach müsste es bei der geplanten Zweifarblackierung wie folgt aussehen:

    350 H
    717 G

    Hat hier jemand mit andersfarbigem Hardtop auch zwei verschiedene Lackhersteller auf seinem Lackierungsschild stehen?

    Gruß

    Ulli
     
  9. Memmo

    Memmo Memmo

    22. Mai 2008
    Prägen

    Hallo Ulli,

    die frühen 230 er, meine Nr. 333x ist auch so, alles geprägt, nur das G eingeschlagen. später wurde ja alles geprägt. Meine Logik sagt, dass Mercedes noch nicht soweit war auch Buchstaben als Prägezahlen zu haben. Die frühen Fahrgestellnummern auf dem Typenschild waren eingeschlagen, später wurden auch diese geprägt.

    Grüße
    Memmo
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2012
  10. Memmo

    Memmo Memmo

    22. Mai 2008
    Foto

    Moin,

    hier das Foto dazu.
    Auch das Material ist wieder mal anders, es ist recht weiches Metall.
    Bisher hatten wir Blech, Alu, Blech verzinkt und nun auch ein weicheres Metall welches wohl besser zum prägen war, als die Werkzeuge noch nicht so gut waren?

    Grüße
    Memmo
     

    Anhänge:

  11. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo, Memmo,

    Nach der sehr ausführlichen Abhandlung von Manfred Luft "Technik und Codenummern" waren die Schilder aus Zinkblech gefertigt, um darunter Korrosion zu vermeiden.

    Schlägst du die Herstellerkürzel nach dem Prägen auch separat von oben ein?

    Gruß

    Ulli

    PS: Keiner mit H und G auf dem Schild hier vertreten?
     
  12. Memmo

    Memmo Memmo

    22. Mai 2008
    H oder G

    Hallo Ulli,

    ist doch logisch, ich versuche es so original wie möglich. Ich habe auch das H und G zum einschlagen.
    Ich habe für einen Kunden ein Schild mit G und H gefertigt, ob es auch original so war werde ich mal checken.

    Nachtrag: Der Kunde hat mir die Daten so geschickt, ich habe ihn gebeten wenn möglich ein Foto vom original Typenschild oder mir mal die Datenkarte zu schicken, schauen wir mal.

    Gruß
    Mehmet
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2012
  13. Memmo

    Memmo Memmo

    22. Mai 2008
    Material


    Hallo Ulli,

    das trifft leider nicht ganz zu, ich habe sie schon in Zinkblech, Alu und Schwarzblech in der Hand gehabt.

    Grüße
    Memmo
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2012
  14. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hi, Memmo,

    dann ist die ansonsten interessante und gute Abhandlung von M. Luft zwar nicht falsch, aber unvollständig. Kennst du das Werk? Ist klasse.

    Ich schicke dir die Daten in Kürze per Mail zu. Warte aber erst noch etwas die Reaktionen zu G und H ab. Mal sehen, ob noch was kommt.

    Gruß

    Ulli
     
  15. Memmo

    Memmo Memmo

    22. Mai 2008
    M. Luft

    Hallo Ulli,

    ich habe von einem netten Mitglied hier aus dem Forum das Heft von M. Luft vor ca. 3 Monaten bekommen, ich kenne es.

    :bierkrug:

    Ich habe mit Dave gesprochen, er hat bei der Pagode 728 H und 040 G in original bei seinem Fahrzeug gehabt, leider hat er das Schild nicht mehr.

    Seine Antwort:
    Original plate was rusty and in 3 pieces, it has been thrown away..

    Grüße
    Mehmet
     
  16. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hi, Mehmet,

    du hast Post.:)

    Gruß

    Ulli
     
Schlagworte:
Müller Classic Motors
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