Felgenlackierung

Dieses Thema im Forum "Allgemeines - Innenraum, Pflege und Wartung" wurde erstellt von Mister-B, 12. Mai 2011.

  1. ursodent

    ursodent ursus antennae

    9. Mai 2004
    Früher gab es keinen Basis- und Decklack, zu Kunstharzzeiten war es nur ein einziges Produkt. Ab der verbreiteten Verwendung von Metalliclacken wurde umgeschwenkt.
    Daher: Nichtmetallic-Lacke waren stets glänzend, Metallic-Lacke bisweilen in Innennischen (Hauben, Radläufe z.B.) matt.

    Wie Mark schreibt, heute verwendete Lacke benötigen unabdingbar einen Decklack, den man aber - so man einen matte Oberfäche wünscht - auch entsprechend wählen kann.

    Michael
     
  2. 5Gang

    5Gang Aktives Mitglied

    44
    14. März 2015
    Wieder was dazugelernt. Und wie muss es nun bei den Felgen sein, wenn man eine Metalliklackierung hat? Bei meinen Felgen (180 G) sieht es eher matt aus. Und stimmt es, dass Glasurit (Kennzeichnung mit G hinter dem Farbcode) ausschließlich die Metalliklacke geliefert hat und Herberts (Kennzeichnung H) nur die Unilacke?
     
  3. Memmo

    Memmo Memmo

    22. Mai 2008
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  4. 5Gang

    5Gang Aktives Mitglied

    44
    14. März 2015
    Danke Memmo,

    jetzt weiß ich zwar welcher Hersteller welche Farbe geliefert hat, aber die beiden wesentlichen Fragen sind eigentlich noch unbeantwortet:

    1. Waren die Felgen bei einer Metalliklackierung mit oder ohne Klarlack lackiert (also matt oder glänzend)? Meinen Felgen sind ohne Klarlack (siehe Foto).

    2. Waren bei Unilacken die Innennischen (Motorhaube innen, Motorraum, Radläufe, etc.) auch glänzend? (So wie Michael es geschrieben hat?

    Viele Grüße, Mac
     

    Anhänge:

  5. ursodent

    ursodent ursus antennae

    9. Mai 2004
    Unilacke, wie du sie nennst, also Nichtmetalliclacke, waren damals in der Hochphase der Kunstharzfarben immer glänzend.
    Metalliclacke wegen der Alupartikel immer matt, daher damals auch schon Decklack.

    Michael
     
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  6. 5Gang

    5Gang Aktives Mitglied

    44
    14. März 2015
    Danke Michael,

    jetzt bleibt nur noch Frage 1 übrig.
     
  7. coca-light

    coca-light Aktives Mitglied

    458
    16. Juli 2006
    Hallo Mac, ...
    ... eigentlich nicht, denn die Frage hatte Mark weiter oben schon beantwortet.

    Gruß
    Peter
     
  8. 5Gang

    5Gang Aktives Mitglied

    44
    14. März 2015
    Hallo Peter,

    die Frage ist aus meiner Sicht noch nicht beantwortet (oder habe ich was übersehen?) Mark hat von den heutigen Lacken gesprochen, bei denen der Basislack zwingend einen Decklack benötige. Mich interessiert aber die Anwendung bei einer Metalliklackierung. Ich verstehe ja, dass man den matten Effekt heute auch mit einem Decklack erzielen kann. Wie war es aber früher? Fakt ist doch, dass einzelne Stellen am Fahrzeug bei einer Metalliklackierung damals schon matt waren. Dies wurde doch sicherlich nicht mittels eines matten Klarlacks erzielt? So etwas gab es damals doch noch gar nicht. Und wie war es denn nun bei den Felgen?

    Gruß, Mac
     
  9. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    298
    19. Juni 2018
    Wann ist früher?
    Die Erste Generation der Metalliclacke im Serieneinsatz, so wie ich sie z.B. von Opel kenne, ist matt. Die Metalliclacke sind alle eher Matt gewesen und waren Einschichtlacke. Das war eigentlich ne Sache aus den 50ern und frühen 60er Jahren. Da gabs noch keine Pagoden...
    Die Lacke gibts heute noch bei Glasurit Classic zu bestellen, die Verarbeitung kannst du gelinde gesagt vergessen...

    Die zweite Generation erst erhält Klarlack. Ich hab aber noch nie nen einschichtigen Mercedes gesehen und glaube daher auch nicht, dass das bei einer Pagode je vor gekommen ist.
    Diese zweite Generation besteht auf einem aufgespritzen Basislack, der auch im Motorraum, etc. "verteilt" wurde und dann wurden die Sichtflächen außen, Haubenkanten, Türkanten, etc. in der Regel mit Klarlack überzogen. Die Motorräume wurden in der Regel aber nicht mit Klarlack gespritzt. Diese Lackierform war bei Mercedes von der Einführung der Metalliclacke bis Mitte 90er Jahre gänig. Wenn du bei nem 124er oder 190er die Haube aufmachst, kannst du dir anschauen wie das aus zu sehen hat. So müssten auch 111er, Pagoden, etc. lackiert sein.
    Diese Lacke kannst du auch heute noch über Spies & Hecker bestellen (oder im AVO Autolackcenter kaufen). Bei den Lacken ist es auch nicht unbedingt erforderlich, sie mit Klarlack über zu lackieren, die halten auch so, allerdings ist der Korosionsschutz dann nicht all zu hoch und die Benzinbeständigkeit auch nicht. Wenn du Härter in den Basislack kippst, kannst du den auch Matt lackieren, dann fehlt ihm jedoch der UV Schutz (Wenn man den unter ner Motorhaube braucht). Die andere Idee wäre, den im Motorraum mit Mattem Klarlack über zu lackieren, dass ist wahrscheinlich die beste Idee.

    Die dritte Generation ist dann im Prinzip Basislack auf Wasserbasis. Der wäscht sich ohne Klarlack wieder vom Regenwasser ab...

    Ich würde es mir aber 3x überlegen, n Auto wirklich so scheisse wie ab Werk zu lackieren... Wo will man da anfangen, wo will man aufhören. Der Lackierer müsste schon vorher 2 Kisten Bier saufen um dass hin zu kriegen, klar kann man den Motorraum in Matt machen, und was macht man mit dem Unterboden? Die Seitenschweller waren ja irgendwo Richtung Mattschwarz, aber nicht nur die Bleche sondern der Rest auch, die Radhäuser so weit man sich bücken konnte Halb auslackiert und dass ganze über den Baigefarbenen Steinschlagschutz, sowas muss man da heute auch nicht mehr drunter machen... Ich würde alleine im Rahmen von Ordentlichkeit und Werterhalt hingehen und die ganze Karosserie in Wagenfarbe durchspritzen und ich würde auch nie auf die Idee kommen, die Felgen nur von außen in Wagenfarbe zu setzen und innen nicht mit aus zu lackieren, bzw. erst in ner anderen Farbe zu lackieren...
     
  10. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    298
    19. Juni 2018
    Bzgl. der Unilackierungen ist es ganz einfach, es ist Unifarbene Farbe gewesen und fertig. Die glänzt überall, wo die Lackierer im Werk getroffen haben. Unilack gibt es auch heute noch zu bestellen und braucht an sich keinen Klarlack... Die Pagode die ich auf den Bildern vorgestellt hatte, haben wir auch in Unilack gespritzt, mit 8kg kommt man hin.
     
  11. coca-light

    coca-light Aktives Mitglied

    458
    16. Juli 2006
    Servus Mac, ...

    ... so ist es heute...

    ... und so war es mit Metallic bei MB seinerzeit auch schon, wobei der Metallic-Basislack da auch noch kein Wasserbasislack war.

    “erzielt“ klingt in dem Zusammenhang lustig, weil, wie Mark schon sagte, steckte da in dem Sinne nicht eine Absicht oder ein Effekt-Gedanke dahinter, sondern der reine Spargedanke abseits der Sichtflächen.

    So lange ist es noch gar nicht her, dass heutzutage der Motorraum komplett lackiert wird, vor allem mit Klarlack.
    Das hatte vorrangig mit den Lackierstraßen und deren Roboter-Bestückung zu tun, zweitrangig mit Korrosionsschutz.

    Mit Sicherheit weiß ich es nicht, ob bei MB an Felgen damals der Lackaufbau bei Metallic identisch war, oder ob evtl. 1K-Lack verwendet wurde.

    Aber logisch und resistenter ist‘s mit Metallic-Basislack und 2K-Klarlack.


    Gruß
    Peter
     
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  12. M127II

    M127II M127II

    21. April 2007
    Hallo Mac,

    so wie ich das weiß (aber nicht mit Sicherheit belegen kann) waren die Felgen außen auch mit Klarlack nachlackiert bei Metallic-Farbtönen (z.B. DB 180G).
    Bei Dir sieht das nur so "matt" aus, weil die Lackierung mittlerweile 50 Jahre alt ist,
    dann sähe auch der Hauptlack entsprechend aus.

    Es gibt nicht mehr viele absolut original erhaltene Fzge. mit Erstlack-Metallic aus den Jahren,
    deshalb ist das immer ganz schwierig.
    Bei den Uni-Lacken (Nicht-Metallics) ist das etwas anders..., da gibt es schon noch einige absolut original erhaltene ...


    Gruß,
    Achim

    (nachlackiert)
     
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  13. 5Gang

    5Gang Aktives Mitglied

    44
    14. März 2015
    Hallo Peter,
    hallo Achim,

    vielen Dank für die Hinweise. Demnächst brauche ich neue Reifen. Beim Aufziehen werde ich mal etwas genauer hinschauen und berichten.

    Gruß, Mac
     
Schlagworte:
Müller Classic Motors
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