Hilfe !!Tonnenlager

Dieses Thema im Forum "Technik - Motor, Getriebe und Fahrwerk" wurde erstellt von sportsterone, 30. Juli 2014.

  1. sportsterone

    sportsterone Aktives Mitglied

    198
    19. Februar 2014
    Tag zusammen.hab heute das Tonnenlager bei meiner 230/Bj64 gewechselt.meines erachtens alles schön press wieder zusammengebaut(auch Mutter fest und Sicherungsring umgeschlagen)nun hat die Steckachse in der Längstbewegung noch ca 1,5 bis 2mm Spiel.was mag es sein:confused::confused: Danke euch im Voraus der Michael ausem Sauerland
     
  2. 230sl64

    230sl64 Aktives Mitglied

    322
    29. März 2008
    Hinterachsspiel in Längsrichtung re

    Hallo Michael,
    ich vermute, dass die beiden Abstandsscheiben der Schiebehülse im Schiebegelenk eingelaufen sind und daher das Spiel in Längsrichtung besteht.
    Ich hatte u.a. gleiches Problem und folglich meine Hinterachse u.a. mit einem neuen Schiebegenk überholen lassen. Kostet ein paar Teuros.
    Für so eine Reparatur muss die Hinterachse ausgebaut werden!
    VG
    Norbert
     
  3. sportsterone

    sportsterone Aktives Mitglied

    198
    19. Februar 2014
    Hi Norbert es ist so,das ich die kpl.Steckachse 2mm hin und her schieben kann.kann also nur im Bereich des neuen Lagers liegen???Gruss Michael
    I
     
  4. buschgo

    buschgo Aktives Mitglied

    479
    11. November 2007
    Tonnenlager rechts Lagersitz

    Hallo Michael,
    schau mal hier.
    http://www.pagodentreff.de/diskussionsforum/t8920-radlager-hinterachse-3.html
    Beitrag Nr. #23
    Der Lagersitz in der Tragrohr ist tiefer, als das Tonnenlager breit.
    Das ist konstruktionsbedingt so. Wäre das Lager nur etwas breiter als der Lagersitz tief, würde der Papierdichtring nicht dichten.
    Wenn das Tonnenlager dann außen noch nicht mit Pressung sitzt, dann kannst Du die Steckachse mit dem ganzen Lager um den "Luftbetrag" (=Tiefe Lagersitz - Breite Tonnenlager) rein und raus ziehen/schieben.

    Gruß Götz
     
  5. Moki

    Moki Neues Mitglied

    2
    17. Juni 2019
    Hallo liebe Forumsgemeinde!

    Ich haenge mich mal an dieses Thema an, da ich nicht unnoetig ein neues eroeffnen will und die hier beschriebene Problematik am ehesten zu meinem Problem passt... Ich hoffe das ist ok!?


    Ich habe mich eben hier angemeldet. Ich bin schon in ein paar anderen Mercedes-Foren aktiv, da ich schon versch. Sterne mein Eigen nennen durfte. Ich selbst fahre aktuell einen W108 (280SE) und einen R107 (560 SL). Im Pagode-Forum ist das nun mein erster Post, ich habe aber schon sehr oft hier mitgelesen :)


    Mein Name ist Markus, ich komme eigentlich aus Mannheim, wohne aber schon laenger im Raum Paderborn/Detmold und verbringe einige Monate des Jahres in meiner zweiten Heimat in Kalifornien.

    Da es sich anbietet, habe ich aus Kalifornien auch schon einige Sterne nach Deutschland verschifft, fuer mich, meinen Vater, Bekannte...

    Aktuell habe ich gerade eine 230er Pagode fuer einen Freund geholt, die ich in Deutschland zur Zeit fertig mache.

    Es ist nicht die erste Pagode, die ich habe und fahre, aber das Problem ist mir neu ;)

    Natuerlich habe ich schon ausfuehrlich die Suchfunktion benutzt und auch andere Foren durchsucht, so richtig hat aber nichts zu meinem Problem gepasst.



    Hier zum Problem:

    Es geht also um einen 230 SL, Bj. 1966 in USA-Ausfuehrung.

    Ich habe ein paar Dinge an dem Wagen gemacht und war auch schon beim TUEV zur Vollabnahme. Es gab nichts Grosses zu beantstanden, ausser der Hinterachse.

    Auf der Hebebuehne im ausgefederten Zustand lassen sich BEIDE Hinterraeder ein ganzes Stueck "heraus ziehen". D.h. wenn man vor dem Hinterrad steht, kann man es ein deutlich spuerbares Stueck zu sich hin ziehen, bis zu einem spuerbaren Anschlag, was mit einem lauten "Klack" verbunden ist. Wenn ich das Rad wieder "rein schiebe" spuert man wieder einen deutlichen Anschlag mit gleichem Geraeusch. Ich dachte zuerst an Radlagerspiel, der Mann vom TUEV (selbst Mercedes begeistert und Strich8-Fahrer) meinte aber, das Rad liesse sich MITSAMT der jeweiligen Antriebswelle ein Stueck aus dem Differenzial herausziehen. Das Problem liegt also irgendwo in der Konstruktion der Steckachse. Das Klack-Klack-Geraeusch beim Heraus- und Reinschieben des Rades kommt also aus dem Bereich des Differenzials, wo die Steckachsen befestigt sind. Ueber einen Spielraum von geschaetzt 0,5 bis 1cm kann man also die Steckachsen im Differenzial von Begrenzung zu Begrenzung rein und raus ziehen. Leider sieht man ja nichts, da die Antriebswellen in einem komplett geschlossenen Gehaeuse sitzen...

    Der Mann beim TUEV war selbst ratlos und sagte, sowas hat er bei Mercedes-Oldies noch nie gehabt...



    Habt ihr einen heissen Tip, wie ich nach und nach an die Sache ran gehen kann? Was kann ich selbst relativ einfach ueberpruefen? Hebebuehne steht mir zur Verfuegung.

    Hat eventl. jemand schon mal ein aehnliches Problem gehabt oder kann sich einen Reim drauf machen?



    Fuer jeden Tipp und jede Anregung bin ich dankbar!



    Beste Gruesse,

    Markus



    (p.s.: sorry fuer die fehlenden Umlaute, die hat mein amerik. Notebook nicht ;) )
     
  6. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hallo Markus. Vermutlich sind die äußeren Radlager verschlissen oder nicht fest.

    Bau die Räder ab, dann die Bremse und die Ankerplatte runter, und die Steckachse raus. Das Lager ist auf der Steckachse aufgepresst und mit einer Mutter nebst Sicherungsblech fest. Vermutlich sieht man nach Ziehen der Steckachse das Dilemma, welches dann selbsterklärend ist. Gruß, Martin
     
  7. Sead

    Sead Aktives Mitglied

    273
    16. Februar 2016
    Sicherungsmutter doch nicht lose?
     

    Anhänge:

  8. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    395
    19. Juni 2018
    Also die Achswelle wird über das Radlager gehalten, dass Achsialspiel hat mit dem Differential & Co nichts zu tun.
    Das Radlager selbst wird mit der Gegenplatte fest im Achsrohr verschraubt.
    Wenn es Spiel gibt, dann kann es nur von da kommen.

    Vieleicht hat jemand die Sicherungsmutter nicht richtig drauf gemacht, oder es hat jemand zu schmale Radlager eingebaut (passiert schonmal, hatte vieleicht keine richtigen) oder eine zu dicke Radlagerdichtung... Bei MB hat man es manchmal auch nicht geschafft, die Achsgehäuse in der Tiefe richtig zu Bohren und daher schonmal ne Ausgleichsscheibe reingeworfen. Vieleicht hat irgendwer die verbimmelt.

    Zu guter letzt könnte auch das Lager defekt sein.

    Es ist allerdings so, dass die Originallager C4 Lager sind, im Reparaturfall werden C3 Lager eingesetzt. (links beim Rillenkugellager). Das sind Lager mit erhöhtem Laufspiel, die haben an sich schonmal fühlbares Lagerspiel, vor allem wenn es noch die erste in C4 sind.
    Die Tonnenlager rechts haben auch relativ viel Achsialspiel, die Antriebswellen lassen sich da wirklich mit der Hand n Stück rein/raus ziehen, aber keine 2-3mm, dass ist im erheblich geringeren Bereich.
    Es gibt auch irgendwo ne Werkstattanweisung von MB, dass bei Klopf / Poltergeräuschen das Rillenkugellager durch ein Tonnenlager ersetzt werden kann. Es gibt auch eine Werkstattanweisung von MB, die klar schreibt dass die Lager ab Werk "spiel" haben und dies nicht zu beanstanden ist und von Spiel am Radlager nicht auf einen defekt geschlossen werden kann. Das müsste sich im Werkstatthandbuch wieder finden lassen und wenn es jetzt ein Problem mit dem TÜV gibt, sollte der Ausdruck dass Problem erst einmal aus der Welt schaffen...

    Und dann Bremse runter, Steckachsen ziehen, nachsehe / nachmessen.
    Wenn da was im Argen liegt, wirds gefährlich und gibt "teuren" Bruch...
     
  9. Moki

    Moki Neues Mitglied

    2
    17. Juni 2019
    Hallo ihr Lieben,



    vielen lieben Dank fuer eure sehr hilfreichen Antworten! Es hat etwas gedauert, bevor ich eure Tipps befolgen konnte und mir das passende Werkzeug (z.B. Schlaghammer fuer Steckachsen) besorgt hatte.

    Ich habe an einem Schrauber-Nachmittag die Trommelbremsen abgebaut und Alles soweit zerlegt, wie es vor dem Ziehen der Steckachsen moeglich ist. Auf der linken Seite, wo ja das Spiel besonders stark war, konnte ich durch den Spalt schon vor dem Ausbau der Achse das stark verschlissene Lager sehen. Man konnte beim Ziehen mit der Hand deutlich sehen, wie sich das Lager bewegt!



    An einem zweiten Schrauber-Nachmittag hab ich dann mit einem passenden Schlaghammer die Steckachsen gezogen, ging viel leichter als gedacht.



    Das Lager auf der linken Seite war schon so hinueber, dass es von der Steckachse einfach abgefallen ist! Ich konnte die Sicherungsmutter OHNE Herausschlagen der Kerben des Sicherungsrings abschrauben, danach viel das Lager von der Welle - ohne Abzieher! Der Simmerring hatte sich auch schon in seine Bestandteile aufgeloest



    Das Tonnenlager rechts hatte auch etwas Spiel, war aber noch fest auf der Welle und musste mit Abzieher runter. Auch das Loesen der Sicherungsmutter war hier eine schwierigere Geschichte.



    Jetzt habe ich die Steckachsen gesaeubert, neue Simmerringe eingesetzt, die Lager samt Sicherungsmutter und -blech sind drauf. Jetzt sitzen sie schoen stramm und lassen sich von Hand nicht mehr auf der Achse bewegen.



    Muss ich nun beim Einbau der Steckachsen irgend etwas beachten (ausser dem Nachfuellen des Oels am Hinterachsgetriebe)? Da man zum Ziehen ja einen Schlaghammer braucht, frage ich mich gerade, wie schwer der Wiedereinbau geht... Lassen sie sich leicht reinschieben, oder braucht man Kraft? Ich will ja nichts an der feinen Verzahnung kaputt machen...

    Und was mir auch noch nicht ganz klar ist: Wie werden diese Papier-Dichtringe zwischen Bremsankerplatte und Achsgehaeuse aufgeklebt? Mit einer Dichtmasse?

    Wuerde mich freuen, wenn ich auf diese letzten Schritte auch so eine super Antwort bekaeme, dann ist die Pagode wieder ruck zuck zusammen gebaut ;)





    Vielen Dank euch fuer die super Hilfe, TOP, dass es dieses Forum gibt :)



    LG,

    Markus
     
  10. d.Hahn

    d.Hahn Aktives Mitglied Mitarbeiter Administrator

    20. November 2003
    Hallo Markus,

    die Papierdichtung an der Ankerplatte besteiche ich immer beidseitig dünn mit einem Dichtmittel
    (ich nehme dafür Hylomar, sollte aber jedes andere auch funktionieren).
    Beim Einbauen der Steckachsen schiebst Du diese so weit rein bis ein deutlicher Widerstand spürbar ist,
    dann ein bischen rechts, links, drehen, wackeln. Du merkst dann das sie ein klein wenig weiter rein rutscht.
    Hier ist der Moment gekommen wo nur noch ein kräftiger Schlag mit dem Gummihammer hilft.

    vG
    Detlef
     
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Schlagworte:
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