Hitzeproblem

Dieses Thema im Forum "Technik - Motor, Getriebe und Fahrwerk" wurde erstellt von Martinus, 8. Juli 2006.

  1. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Mark: es ist kein Problem neue Pleuel und Kolben herstellen zu lassen und teils billiger als OE Teile. Man muss es nur machen. Gruß, Martin
     

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  2. Memmo

    Memmo Memmo

    22. Mai 2008
    Moin,
    dann solltest du einfach welche fertigen lassen und vertreiben wenn es so einfach ist.
    Finde mal einen Betrieb, der die Teile fertigt, den Motor einbaut usw.

    Klar kann man das was vor 50 Jahren produziert wurde auch heute fertigen.
    Nur wer würde dann jammern, dass es zu teuer ist?

    Übrigens habe ich auch fast das gleiche Problem wie mit der Motorrevision und warte immer noch dass, der Motor funktioniert.
    Ich weiß und möchte auch, dass wenn ich bezahle auch Alles funktioniert. Aber ich habe den ruhigeren Weg gewählt und versuche es mit der Werkstatt ruhig zu regeln, was auch funktioniert.
    Wenn jeder gleich zum Anwalt läuft, dann werden die Preise dementsprechend auch steigen, weil die Betriebe solche Situationen auch einkalkulieren müssen.
    Wer wird dann einen Motor für 10-15 K überholen, wenn er das Risiko hat sich mit solchen Reklamationen zu beschäftigen.
    Ich will damit nicht sagen, dass solche Reklamationen falsch sind, nein sie sind berechtigt.
    Aber leben und leben lassen gehört auch dazu.
    ;)

    Grüße Mehmet
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Oktober 2020
    statti-r90 gefällt das.
  3. lowin

    lowin Aktives Mitglied

    18. April 2004
    ...........herstellen zu lassen und teils billiger als OE Teile.
     
  4. Memmo

    Memmo Memmo

    22. Mai 2008
    ... und wir wissen auch wie viele Nachfertigungen absolut nicht der Qualität von damals entsprechen.

    Grüße Mehmet
     
  5. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hei. Einfach mal jemand Fragen, der Ahnung hat, Kolben und Pleuel herstellen zu lassen. Das ist dank digitalisierter Prozesse heute nicht mehr schwer. Ob man die in Serie oder nur für einen Motor herstellen lässt, macht preislich keinen Unterschied. Die Kolben mit Ringen, die heute als OE Teile für M127/129/130 verkauft werden, sind technologisch alle noch auf Stand 1963. Und bis man ein altes Pleuel verwogen hat, Rissprüfung, neue Lagerschalen. Grundbohrung neu, ggf neue Schrauben, auswinkeln, etc hat man Kosten produziert, die knapp unter einem Präzisionsteil in neu liegen, was doppelt so stabil ist und die Hälfte wiegt. Der OE Kolben für 230SL liegt je nach Typ und Ausführung bei 600 Euro und mehr. Per Stück. Und dafür bekommt man eine schwere Tonne mit 60er Jahre-Technologie. Von Repros aus unbekannter Quelle reden wir hier nicht. Neu bauen lassen. Das ist der Weg, hilft aber Peter nicht.

    Gruß, Martin
     
  6. Memmo

    Memmo Memmo

    22. Mai 2008
    Gut dass ich niemanden gefragt habe, der sich damit auskennt.
    Ich habe für neue Kolben ca. 1.120 Euro inkl. MwSt. bezahlt.
    Für alle 6 Kolben.
    Da muss ich nicht tagelang einen Betrieb suchen und es in Auftrag geben.

    und übrigens wenn die Technik von 1963 nicht jemanden gefällt, sollte er gleich einen anderen Motor einbauen.


    Grüße Mehmet
     
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  7. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Lies was ich geschrieben hab. ;-)
     
  8. Memmo

    Memmo Memmo

    22. Mai 2008
    Ja, ich habe schon richtig gelesen.
    Es gibt die gleichen Kolben auch günstiger mit den gleichen Maßen.
    Damit wollte ich sagen, wenn der Preis für Nachfertigungen in dem Bereich wie die OE ist, sind sie für mich zu teuer.
     
  9. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    An dieser Stelle sollte dann an diesem schönen Nachmittag mit Herbstwetter einfach ein neuer Thread zum Thema

    "philosophischer Diskurs zu NOS und digitalisierter Nachfertigung - Fachgebiet Pleuel und Kolben"

    begonnen werden unter besonderer Berücksichtigung auch des Classic Center Standpunkts... :tanzen:;):koenig:

    Das schöne ist ja, dass verschiedene Ansätze zum Ziel führen können und auch so gut informiert vorgetragen werden. Da kann man sich da ja seine eigene Meinung bilden.

    Ich habe heute wieder was gelernt - hoffe allerdings, dass die Pleuel nicht aus dem 3D Drucker kommen.
     
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  10. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Du hast dich damit halt nicht beschäftigt. Die Nachfertigung ist leichter, stabiler, hat weniger Wärmeausdehnung, hat moderne Kolbenringe und ist technisch verfeinert. Das muss man wollen oder halt nicht. Du willst 60 Jahre alte Technologie. Ich nicht. Muss man selbst wissen.
     
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  11. H.J.

    H.J. Aktives Mitglied

    4. August 2009
    dann halte uns einmal auf dem Laufenden wenn dein Motor fertig ist, die Gewichtserleichterung muß sich dann ja auch bei der Kurbelwelle spiegeln, ganz schön kurz die Kolben, wir sind sehr gespannt
    Gruß nach Heinsberg
     
  12. citynails

    citynails Aktives Mitglied

    433
    5. März 2006
    . . . das wird dann doch durch die längeren Pleuel ausgeglichen.
     
  13. PeterU

    PeterU Aktives Mitglied

    53
    11. Oktober 2019
    Mercedes hat vor 50 Jahren Motorblöcke und Kurbelwellen produziert, die Reparaturstufen zugelassen haben. Damals und davor war der Tauschmotor oder generalüberholte Motor üblich und hatte die gleiche Garantie wie ein Neumotor. Ich selber hab einen solchen Motor ohne "innere" Reparatur 400 000 km gefahren und ich weiß von einem der über eine Million km gefahren ist. Es sind also genügend Reserven in dem alten 220er Motor, der dann mit 170 PS, 2,8 ltr. und mit einer Nockenwelle noch nicht ganz am Ende seiner Entwicklung war. Die Kolben gibt es bei Mahle neu zu Preisen zwischen 125 und 350 € pro Stück, die Kolbenringe sind sicher heutige Technologie. Pleuel sind normalerweise geschmiedeter Stahl und sehr langlebig. Ich hatte nur in einem 2,8 ltr. BMW nach einem Kolbenfresser eines abgerissen, sonst haben die Pleuel meine Fahrweise immer ausgehalten.

    Sicher sind die Alu-Köpfe nicht so beständig, nur da gibt es noch genug aufbereitungs-taugliches Rohmaterial. Die Einbauten in den Kopf gibt es neu in guter Qualität zu vernünftigen Preisen, ebenso im Bereich der Steuerkette und der Zwischenwelle, der Einspritz- und Wasserpumpe.

    Ich will den Motor möglichst orginal, langlebig und problemfrei, er war es ja auch bis zu dem Standschaden. Natürlich nehme ich Anpassungen mit, wie z.B. eine unterbrecherlose Zündung. Die Beschaffung der Teile ist nicht mein Problem, es hat keiner gesagt, daß es irggendwas nicht gibt.
     
  14. Hallgeber

    Hallgeber Aktives Mitglied

    165
    24. September 2014
    Das ist schon sehr fahrlässig wenn man einen Motor mit Teilen zusammen baut, die ausserhalb der Toleranzen liegen. Ich bin mal gespannt welche Dicke der Kopf noch hat. Man kann das normal schon von aussen sehen, an der Gussnummer und wieviel unterhalb der Gussnummer noch frei ist, normalerweise müssen das so 2-3mm sein. Es ist ja auch keine Raketenwissenschaft, die Teile einfach aus zu messen, bevor der Motor wieder zusammen gebaut wird.
    Was sagen denn die Experten, wie sich die Verdichtung bei einer Motorrevision ändert (normalerweise erhöht)? Es gibt einen ganz interessanten Artikel bei Mercedesscheune. zur Berechnung. Im Handbuch steht die Brennräume müssen bearbeitet werden, um die korrekte Verdichtung wieder zu erreichen, habe noch nie davon gehört, dass das jemand macht. Es gibt Übermaßkolben ja auch mit verschiedenen Kompressionshöhen, allerdings nicht die M130 Kolben soweit ich weiß.

    @Peter: Haben die Kolben jetzt eigentlich eine Stufe? Bei deutschen M130 haben die Standardkolben keine Stufe, nur die Mahle Neufertigungen ab Reparaturstufe 1.
     
  15. PeterU

    PeterU Aktives Mitglied

    53
    11. Oktober 2019
    Ja, die alle 6 Kolben haben eine Stufe, siehe meine JPGs weiter oben. Nur auf dem Kolben im Zylinder beim Schwungrad ist auch der Einbaupfeil von Mahle? zu sehen, er zeigt in Richtung Kühler.
    Natürlich hat sich die Kompression durch die 87er Kolben und das Planen erhöht. Ich hab nachgefragt, ob die Verdichtung berechnet, die Brennräume ausgelitert und nachgearbeitet wurden. Es gibt noch keine offizielle Antwort dazu, aber keine Antwort ist auch eine Antwort. Der Kopf ist 83,8 mm dick.

    An Mehmet: Natürlich gehört Leben und Lebenlassen dazu, nur wenn alle 1500 km die nächste Katastrophe da ist, der Gutachter schwere Mängel hört, dann ist es irgendwann genug und man braucht eine Entscheidung, wer die notwendige Zerlegung des Motors, den Wiederaufbau und die neuen Teile bezahlt. Da hilft dann nicht: Diese Autos kommen mit dem heutigen Verkehr nicht zurecht. Das Klappern des Motors kommt von einer undichten Kaltstarthilfe. Die funktioniert übrigens auch nicht, aus der offenen Prüföffnung fließt kein Tropfen Benzin beim Starten ( 12 Volt liegt einige Sekunden an) und auch sonst nicht. (Revisions-Fehler Nr. 30).
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Oktober 2020
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  16. PeterU

    PeterU Aktives Mitglied

    53
    11. Oktober 2019
    hab ich gerade bei Pagoden-Klaus gelesen:

    Toleranzmaß von eben zwischen 84,8-85,0mm hat, sprich Neumaß.
    Davon darfst Du max. 0,8mm abheben, was ein letzt mögliches Toleranzmaß von 84,0 - 84,2mm ergibt, je nach Ursprungsmaß.
    Dabei darf die höchste Abweichung in Längsrichtung 0,1mm betragen und 0,0 in Querrichtung.

    Gilt das für alle 3 M130 Pagodenmotore ?
     
  17. zebulons

    zebulons Aktives Mitglied

    263
    3. Januar 2006
    Die Maße gelten für alle Köpfe. Wenn wie bei Dir auch noch der Block geplant wurde wirds natürlich "eng" beim Freigang der Ventile und spätestens bei einem wie bei Dir sichtbaren Abdruck klappert der Motor beim gasgeben schon ordentlich!
    LG Theo
     
  18. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hei. Naja. Kopf im Untermaß, entsprechend vermutlich der Ventilrückstand zu klein, wenn dann noch das Kolbenüberstandsmaß durch falsche Kolben oder zu starken Materialabtrag am Block zu groß ist, dann ist der Ventilabdruck am Kolben eine Sache, aber die Herkunft des Kohlebelags auf dem Kolben ist davon noch immer nicht berührt. Eine Materialabname von 2/10 mm am Kopf bewirkt ungefähr eine Verdichtungserhöhung um 1/10. Also von z.B. 9,3 auf 9,4. Es gibt (ich glaube nur für den M130) Kolben mit minimal unterschiedlicher Komressionshöhe, falls der Motorblock z.B. wegen Korrosion geschliffen werden muss. Das sollte man aber mit Tabellenbuch in der Hand vorher alles ausmessen und probehalber mit einer alten Zylinderkopfdichtung zusammen bauen. Ist Aufwand, kostet Zeit und Geld. Lohnt sich aber. Wenn man hinterher einen lose zusammengewürfelten Teilehaufen hat, bei dem entweder der Kolben oben anstößt, oder man Leistung durch falsche Kolben verplempert weil man hinterher nur noch 8,9 Verdichtung hat, ist jeder Euro herausgeworfenes Geld. Ist es zu eng, dann knallt es, ist es zu weit, kann man getrost 95 Oktan fahren, spart nochmal Geld. Theoretisiert ist glaube ich jetzt alles. Ab jetzt muss man Werkzeug in die Hand nehmen. Gruß, Martin
     
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  19. Hallgeber

    Hallgeber Aktives Mitglied

    165
    24. September 2014
    Hi Peter,

    darf ich fragen wie du die Dicke des Kopfes im eingebauten Zustand gemessen hast? Das geht richtig eigentlich nur ausgebaut und auch nicht genau genug mit Messschieber, sondern besser mit Mikrometerschraube ein paar cm weiter innen vom Rand.

    Gruß,
    Wim
     
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  20. PeterU

    PeterU Aktives Mitglied

    53
    11. Oktober 2019
    Hallo Wim,
    an 2 Stellen mit einer guten Metallschieblehre. Trotz Nonius ist da ein Fehler von 0,1 mm drin. Wir arbeiten an einer juristisch-ökonomischen Lösung. Es ist Zeit für die Werkzeugkiste.
     
Schlagworte:
Müller Classic Motors
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