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Hohlraumversiegelung Endoskopie

Dieses Thema im Forum "Bildergalerie" wurde erstellt von MartinK, 11. November 2012.

  1. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hallo.

    Anbei die Bilderserie der Hohlraumversiegelung meiner aus Arizona importierten Pagode. Die Versiegelung wurde mit Fluidfilm Liquid A und anschließend FluidFilm AR durchgeführt. Das Liquid A wurde zuerst eingebracht und einige Tage einwirken lassen, danach die Deckschicht aus AR. Eine Reinigung der Hohlräume wurde nicht vorgenommen. Man kann einige seltsame Sachen erkennen, an einer Stelle wurde der Schweller mal aufgetrennt und wieder verschlossen. Warum auch immer....

    Der 230SL hat keine werkseitigen Löcher zur Versiegelung. Diese wurden gebohrt und anschleßend mit einem Gumminüpsel wieder verschlossen um eine endoskopische Kontrolle in einigen Jahren zu ermöglichen.

    Diese Bilderserie soll Beiträge in den entsprechenden Diskussionsforen illustrieren oder eigene Ideen und Eindrücke zu gewinnen. Wenn man die Fotostrecke mit der Versiegelung von außen vergleicht wird deutlich, wie wunderbar die Hohlprofile unserer Pagoden von innen nach außen durchkorrodieren. Besonders betroffen war hier der Frontquerträger. Ich habe mich trotz der weit fortgeschrittenen Oberflächenkorrosion für eine Konservierung und gegen einen Austausch entschlossen. An anderer Stelle ist die werkseitige KTL noch voll intakt, die Späne, die teils zu sehen sind kommen vom Bohren der Zugangslöcher. Diese Späne werden in den Arbeitsschritten dann in die Versiegelung eingeschlossen und bleiben unschädlich.

    Die Endoskopie wird in 2-3 Jahren wiederholt um eine Zustandskontrolle durchzuführen. Ich werde diese Bilder dann hier anfügen, ich denke daß daran Interesse besteht.

    Viel Vergnügen.

    MartinK
     

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    Zuletzt bearbeitet: 12. November 2012
  2. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Fortsetzung

    Fortsetzung I
     

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  3. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Fortsetzung II

    Fortsetzung II
     

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  4. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Fortsetzung III

    Fortsetzung III
     

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  5. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Fortsetzung IV

    Fortsetzung IV
     

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  6. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Fortsetzung V

    Fortsetzung V
     

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  7. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Fortsetzung VI

    Fortsetzung VI

    und Schluss.

    Ich hoffe, es ist für den Einen oder Anderen interessant.

    Gruss

    MartinK
     

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  8. Magnus86

    Magnus86 Aktives Mitglied

    397
    3. September 2015
    Hallo Martin,

    eine kurze Frage habe ich zu deinen Bildern:

    Worum handelt es sich bei den ersten unbehandelten bildern die am stärksten vom Rost betroffen sind?
    Ich kann das gerade nicht ganz zuordnen. Bei meinem Wagen habe ich auch eine Hohlraumkonservierung gemacht bis auf die Schweller, die stehen in 2 Wochen an (Löcher bohren etc.).

    Danke dir im Vorraus:)
     
    Memmo gefällt das.
  9. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hallo, Frontquerträger meint das Kastenprofil hinter der vorderen Stoßstange. Martin
     
    baschbret gefällt das.
  10. Sinan

    Sinan Aktives Mitglied

    23. November 2004
    Es gab beim 230er noch keine KTL. Das könnte einfach so in Farbe getaucht sein.
    Was ist das für ein Endoskop? Sehr hochwertige Bildauflösung...
     
  11. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hallo Sinan. Ich fürchte auch dass die Hohlräume nichts ausser etwas Farbe abbekommen haben. Das Endoskop war eins in der Region von 6000 Euro. Mit biegsamem Kopf und mehrere Lichtquellen.

    Im Zusammenhang mit meinen Bildern der Unterbodenversiegelung wird halt klar, dass die Behandlung der Hohlräume zur Rostprävention um ein vielfaches Wichtiger ist als der beste Unterbodenschutz. Die Autos rosten alle von innen nach außen und wenn der Gilb aussen angekommen ist, dann ist das die Spitze des Eisberges.

    Martin
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. August 2018
    schlüssellos gefällt das.
  12. Roman72

    Roman72 Aktives Mitglied

    527
    2. Januar 2014
    ...an alle Hohlraumversiegeler,..bitte unbedingt nach dem Abtropfen bzw. mehrmal auch noch danach, die vorderen und hinteren Ablaufbohrungen kontrollieren.
    Nach dem Konservieren bzw. auch vorher unbedingt hinter den Schottblechen, die Ablaufrinne zu den vorderen Ablaufbohrungen, kontrollieren bzw. freilegen.
    Die hinteren Ablaufbohrungen, ca. 15 cm in Fahrtrichtung ebenfalls von innen durch eine Kontrollbohrung mit einem Endoskop checken.
    Wenn diese 4 Bohrungen durch die Konservierung zugeschlemmt werden, läuft hier nichts mehr ab, bzw. nicht mehr kontrolliert.

    Auch bitte vorher mal das Endoskop reinhalten.
    Was nützt die beste Konservierung, wenn nicht mehr viel zu konservieren da ist.



    Gruß Roman
     
    MartinK gefällt das.
  13. lowin

    lowin Aktives Mitglied

    18. April 2004
    Richtig Roland: Was nützt die beste Konservierung, wenn nicht mehr viel zu konservieren da ist.

    Aber bei angefressenen Teilen kann so wenigstens der Status quo erhalten bleiben.
    Das ist auch schon sinnvoll wenn preislich im Rahmen.
    Fette Grüße
    norbert
     
    MartinK und Rainer B gefällt das.
  14. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hallo, liebe Fettfreunde.

    ... Wenn nicht mehr viel zu konservieren ist...

    Genau das war der Grund bei mir für die aufwändige Endoskopie. Denn wenn ich da große Durchrostungen aufgefunden hätte, dann wäre es beim Versiegeln natürlich nicht geblieben. Der Frontquerträger war in der Tat grenzwertig vergammelt. Probebohrungen an den kritischen Stellen haben aber ergeben dass das Blech nicht durch oder dünn ist. Also habe ich den Träger drin gelassen. Manch anderer hätte vielleicht den Zustand zum Anlass genommen, alles aufzuflexen und alle korrodierten Bleche zu ersetzen, nur dann wäre von der Karosserie nichts mehr übrig geblieben. Der Hinweis auf die Kontrolllöcher ist wichtig, ich stoße die regelmäßig durch ob Wasser heraus kommt, was bis jetzt aber nicht der Fall ist.

    Ich habe einige Teile aus einer abgebrochenen Restaurierung gekauft, da war das so. Das Auto wurde aufwändig zerlegt, entlackt und gestrahlt, um am Ende zu merken dass unter dem Lack nur Presto und Rostlöcher waren. Einmal mit dem Endoskop reingeschaut hätte ergeben, dass der Wagen eine Leiche ist.

    Martin.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. August 2018
  15. Magnus86

    Magnus86 Aktives Mitglied

    397
    3. September 2015
    Danke für die Antwort Martin.
    Jetzt auf dem Handy sehe ich auch die Bildernamen...da steht auch bei wovon die Fotos genau sind :doh:

    @roman:
    Welche Ablauflöcher meinst du genau?
     
  16. Sead

    Sead Aktives Mitglied

    267
    16. Februar 2016
    Wie viel von dem beiden Zeug ist draufgegangen?
     
  17. M127II

    M127II M127II

    21. April 2007
    Klasse Martin,
    ganz großes Kino !:koenig::bierkrug:
    :pagode:
     
  18. Roman72

    Roman72 Aktives Mitglied

    527
    2. Januar 2014
    ... auf die Masse kommt es garnicht an, eher darauf, daß überall genug hinkommt. Nicht zu viel und nicht zu wenig, bzw. an die Stellen hingelangt, wo es hingehört.

    Viele halten einfach die Lanze rein und lassen laufen ( klingt irgendwie komisch, ..ich weiß).
    Kann bei manchen Dingen Spaß machen, aber hier sollte man vorsichtig sein :bierkrug:
    Viel hilft nicht immer viel.

    Wie gesagt, die Abläufe sollen immer frei bleiben.
    Wie im wahren Leben :doh:

    Gruß Roman
     
    Memmo und jama gefällt das.
  19. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hallo Roman,

    Die Menge ist tatsächlich nicht entscheidend, es ist sogar abträglich wenn die Suppe wie ein See im Hohlraum liegt.

    Das Einbringen von Fluid Film Liquid A kann man airless oder mit Luft machen. Hauptsache es ist erhitzt und man hat die richtigen Düsen. 60-70 grad sind anzustreben. Ich habe fünf verschiedene Düsen mit verschiedenen Abstrahlwinkeln und Mengen. Ziel ist es, das Liquid A mit möglichst viel Druck und möglich heiß auf die Bleche und Falze zu bekommen. Es ist so, dass das Liquid A auch durch Kapillarkräfte in den Falzen entgegen der Schwerkraft nach oben kriecht.

    Zur "Stabilisierung" bringt man nach 2-3 Tagen des Sickerns und Abtropfens Liquid AR heiß ein. Man kann auch heißes Sanders Fett nehmen. Das AR muss langsam unter Rühren erhitzt werden, dann wird das flüssig wie Wasser. Erhitzt man zu heftig, gibt es Klumpen am Boden und es brennt an.

    Ich habe bis jetzt fünf Autos so behandelt. Es funktioniert super und die Sauerei wird jedes mal weniger.

    Man muss das Fahrzeug und den Hallenboden gut abdecken und abkleben, denn das Zeug nebelt sehr fein aus allen Ritzen und setzt sich fest.

    Martin
     
  20. Roman72

    Roman72 Aktives Mitglied

    527
    2. Januar 2014
    .....

    bei meinem Auto hat es auch gut funktioniert.
    Boden und Auto abgedeckt.
    Danach alle Bohrungen gecheckt und Schottbleche wieder montiert.


    Gruß Roman
     
Müller Classic Motors
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