Kleiner Reisebericht

Dieses Thema im Forum "Bildergalerie" wurde erstellt von Bernhard R., 17. Juli 2016.

  1. Bernhard R.

    Bernhard R. Aktives Mitglied

    224
    3. August 2014
    Hallo Pagodenfreunde,

    seit ziemlich genau 2 Jahren bin ich jetzt Besitzer einer Pagode und auch intensiver Leser dieses Forums.
    Ohne dieses Forum mit den tollen Berichten und Informationen wäre das Einlernen in das Fahrzeug viel schwerer gewesen.
    Vielen Dank Euch allen!
    Ich habe (leider) keinen schönen Bericht wie Fabi, Karsten, Wolfi, ... über die vielen kleinen Arbeiten erstellt, die bei meiner nötig waren. In Summe kamen gut 100h zusammen.
    Deshalb will ich einen kleinen Reisebericht von unserem ersten größeren Urlaub mit „Dirk“ abgeben:

    "Von Franken über den Schwarzwald nach Südtirol und zurück"
    Vorbereitung:
    1. Technik
    alle Füllstände prüfen, abschmieren - aber was mitnehmen an Werkzeug und Ersatzteilen?
    Meine Pagode hat bisher (11tkm in den letzten 2 Jahren) keinen signifikanten Ölverbrauch (<<1l auf 5000 bei 10W40 Öl), Getriebeöl ist neu, aber die Hinterachse tropft.
    Startverhalten ist gut außer Warmstart nach > 15min - aber das Thema kennt Ihr ja und ich schulde noch eine Antwort: "nein das Wundermittel für's Benzin hat leider nicht geholfen".
    => Werkzeugtasche mit Ratsche und Nuß für die Hinterachse, Spritze zum besseren Auffüllen und falls die Kupplung entlüftet werden müsste, Zündkerzen, Getriebeöl GL5 für hinten, Wundermittel für's Benzin, Ersatzbenzinpumpe.
    2. Logistik
    Welche Koffer und Taschen passen am besten? Wenn man sonst Kombi fährt muß man sich etwas umstellen und das geliebte Fahrrad mußte diesmal zuhause bleiben. Der Versuch das Klapprad statt dem Ersatzrad einzupacken, war leider auch erfolglos.
    Ergebnis: Große Tasche und mittlerer Koffer plus Kleinzeug (2* Rucksack, Badetasche, Laptoptasche) paßt am besten.
    3. Sicherheit
    Habe mich für die konventionelle Variante entschieden: Sicherung am Lenkrad und Parkkralle (die werde ich in Zukunft nicht mehr mitnehmen, habe sie nur einmal verwendet).
    Automobilclub oder ähnliches: Günther Lehmann hat mal gesagt: "ein Mercedes kommt immer auf eigener Achse nach Hause" => nicht nötig.

    1. Etappe nach Baden Baden
    Störungsfreie Fahrt (immer offen) erst bis Heilbronn Autobahn, danach Landstrasse.
    Kleine Schwarzwald-Fährtchen und ein Besuch in Khe - leider mit offiziellem Foto - einmal nicht aufgepaßt und schon den Blitzomaten in der 70er Zone übersehen.
    Leider immer noch Getriebeölspritzer von der Hinterachse am Heck.

    2. Etappe über Schwarzwaldhochstrasse in die Schweiz
    Kaffeepause bei Muttern in der alten Heimat und die Erkenntnis bezüglich Hinterachse: Auffüllen bis Unterkante Einfüllöffung ist doch zu viel, wenn es ca. 1cm darunter steht tropft es nicht mehr (bei Ankunft zuhause bestätigt).
    Aber bei der Ankunft in Zug: 2 Fleckchen auf dem Boden (Kühlwasser?) - erstmal nur registriert.

    3. Etappe Zug - St. Moritz
    über Flüela und in moderner Begleitung. Wir kamen genau pünktlich zum Britisch Car Treffen und konnten ca. 240 Jaguar, Bentley, Rolls, Healey, ... während einer Pause an uns vorbeirollen sehen.
    Für mich war es (bis auf die Bergle im Schwarzwald) der erste richtige Paß - das Auto lief perfekt, macht Spaß, und ist nie langsam, ging auch oben gut zu starten und hat immer schön die Leerlaufdrehzahl gehalten - wobei sie über 1700m etwas niedriger lag.

    4. Etappe St. Moritz - Livigno - Naturns(Meran)
    Endlich große Pässe - erst im Duett mit dem Porsche und ab Livigno wieder allein. Bernina, Furcola di Livigno, Trepalle, Stilfser Joch in einem Rutsch - ein Genuß.
    Und in Livigno 100er Sprit für 1,05€, schade, daß der Tank so klein war. In Bormio war es richtig heiß 35 Grad, da ging dann zum Umbrail hoch die Temperatur doch mal auf 90/95 Grad, vorallem, wenn vor uns getrödelt wurde.
    In unserer Lieblingsunterkunft in Naturns war der Wasserfleck leider wieder zu sehen, auch unten links am Kühler war es feucht. Die neue Wasserpumpe war zum Glück noch trocken. Allerdings hat kaum etwas gefehlt. Bei einer Fahrt zum Wandern habe ich es dann endlich gefunden: die Schelle am Zulauf war nicht mehr fest.
    Aufreger: das Hotel hat keine Garagen und es hatte an 3 Tagen in Folge schwere Gewitter! Ergebnis: das Dach war dicht, die Imprägnierung hat gehalten, im Kofferraum ein kleiner Fleck unter dem Verdeckkasten - ich konnte aber dort nichts entdecken. Der Innenraum vorne schien auch dicht. Aber als wir dann losgefahren sind platschte es kurz auf die Beifahrerfußmatte. Irgendwo kam was rein - habt Ihr eine Idee wo ich suchen muß? Es sah aus, als käme es aus dem Kasten des Lüfters. Ansonsten war alles trocken (unter den Teppichen).
    Lessons learned: nicht mit ganz vollem Tank Pässe hochfahren, tropft hinten dann etwas über die Entlüftung raus.

    5. Etappe Meran - Namlos (ja, das gibt's ein tolles Tal mit gleichnamigem Ort und wunderbaren Kurven)
    Wieder tolle Pässe: Timmelsjoch, Hahntennjoch, Namlos-Tal.
    Hier war regelmäßig der 2. gefordert, das Hahntennjoch und Namlos Tal kannte ich noch gar nicht - tolle Kurven und schön steil 13%. Kann ich Euch sehr ans Herz legen.
    Habe hier auch lernen müssen, daß unsere Pagode doch auch mal hinten herumkommt, wenn man scharf bremsen muß (ein netter tiefländischer Zeitgenosse hat mir schwer die Kurve geschnitten, da half nur eine Vollbremsung).
    Aufreger: am Timmelsjoch war die Straße zwischen Tunnel und Paß frisch gesalzen! Bin durch die Pfützen gefahren bevor ich es gemerkt habe und kann mir jetzt zusehen, dass ich den Mist wieder rausgebkomme.

    6. Etappe - leider wieder heim
    Leider war am Ende doch wieder Öl von der Hinterachse am Heck, wir sind längere Stücke zw. 130 und 160 gefahren und da drückt es wohl doch noch was raus.

    Entfernung: ca. 1800 km, Spritverbrauch: 12,3l, Ölverbrauch: ca. 5mm am Messstab.

    Fazit:
    - hat am Berg richtig Spaß gemacht..
    - meiner Frau zuliebe werde ich den ausgebrannten Edelstahlauspuff bei Gelegenheit doch mal durch den normalen etwas leiseren ersetzen
    – selbst im Sommer muß man vor Salz aufpassen.
     

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