Motoröl

Dieses Thema im Forum "Technik - Motor, Getriebe und Fahrwerk" wurde erstellt von Burkhard Willmes, 27. August 2016.

  1. Burkhard Willmes

    Burkhard Willmes Aktives Mitglied

    80
    30. Oktober 2010
    Hallo Pagodenfreunde, wer kann mir bei der richtigen Auswahl des Motoröls für W111 und W113 helfen. Ich habe Kontakt zu einem Ölproduzenten, der mir sagte allein die Viskosität 15W40 oder 20W50
    reicht nicht aus. Viel wichtiger sind die Additive und Schwefelverbindungen für die alten Motoren, die z.B. mit" APISC"
    festgelegt sind. Was bedeutet das?
    Viele Grüsse Euer Burkhard Willmes
     
  2. Kutte

    Kutte 230 SL, Bj 1964, 332

    562
    13. August 2010
    Hi,

    ein Ölthread, ich mir schon mal Bier und Chips holen.

    :em:
     
  3. WRe

    WRe Aktives Mitglied

    956
    14. April 2009
  4. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hallo,

    Ganz klar ist zu allererst 20W50 für die Pagoden ganz falsch, hierzu genügt ein Blick ins Handbuch.

    Zweitens sind die dann übrigen Öle, die man nehmen kann (zB 10W30) sicher heute "besser" als das was vor 50 Jahren verkauft wurde. Bei den lachhaften Intervallen spielt das meiner Meinung nach keine Geige.

    Beste Grüße

    MartinK
     
  5. MGTD

    MGTD Aktives Mitglied

    56
    25. Juli 2012
    das "Richtige Öl "

    Hallo Martin,
    wenn Du sagst "Ganz klar die Viskosität ist falsch" solltest Du schon sagen
    warum Du dieser Meinung bist.
    Im Handbuch für den 230 SL steht zum Beispiel 20W20.
    Das heist doch, daß die Tieftemperaturviskosität bei -20° C gleich ist wie beim 20 W/50. Allerding besitzt das 20W50 eine höhere Kinematische Viskosität bei höheren Temperaturen (gemessen bei 100°C ) und dadurch auch einen belastbareren Schmierfim.
    Die Viskosität ist doch nur einer von mehreren Parameter für die Qualität
    eines" guten" Öls " wie z.B. : Alkalische Reserve, Schwefelgehalt, Viskositätsindex usw. .
    Mercedes Benz bietet ein Öl an , mit derBezeichnung: MB Classic Edition mit der Viskosität SAE 20W 50 API SF/CD.
    Ich denke die Einsatzbedingungen legen die Viskositätsklasse fest.

    Gruß
    MGTD
     
  6. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Moin,

    meine Chips sind leider gerade alle...

    Natürlich ist 20W50 völlig ok!

    Und jetzt geh ich mal gucken, was der Vorratsschrank alternativ so hergibt. Wird bestimmt noch spannend hier..:D

    Gruß

    Ulli - Falschölbefüller :)
     
  7. BMB

    BMB Aktives Mitglied

    30. Juli 2006
    Ich frage mich, wie die Motoren unserer Pagoden in den ersten 35 bis 40 Lebensjahren überhaupt überleben konnten und dabei so um die 100.000 Km und mehr abgespult haben, so ganz ohne Classic Edition Öl oder andere, angebliche spezielle Oldtimeröle.

    Leute lasst Euch doch nicht verrückt machen, von irgendwelchen Personen aus der Ölindustrie oder Ölvertriebsindustrie, die alle nur eines im Sinn haben, nämlich das eigene Produkt anzupreisen und zu verkaufen - ganz besonders die speziell für Klassiker abgefüllten und etikettierten 08/15 Produkte.

    Vom 20 W 50 über 10 W 50 , ja sogar teilsynthetisch bis hin zu vollsynthetisch 0 W 50 ( sehr zu empfehlen nach Motorüberholungen) ist alles okay.
    Der Preis ist wichtig, die Marke spielt dabei keine Rolle!

    Das sagt jemand, der mittlerweile seinen Motor 2 x jeweils rund 250.000 Km mit 0 W 50 bzw. 10 W 40 / W 50 bewegt hat - ohne Leckagen.

    (Bezugsquelle Internet zwischen 40 und 50 Euro je 5 Liter Kanister - absolutes Markenprodukt).

    BMB
    Bernd

     
  8. ursodent

    ursodent ursus antennae

    9. Mai 2004
    Da gibt es nichts hinzuzufügen.
    Hab' eh keine Chips da...

    Michael, seit 30 Jahren 15/40 mineralisch ohne Schaden unterwegs - mit allen Oldies...

    Gesendet von meinem LG-H525n mit Tapatalk
     
  9. Burkhard Willmes

    Burkhard Willmes Aktives Mitglied

    80
    30. Oktober 2010
    Vielen Dank , Freunde, für eure Informationen. Besonders hilfreich ist de
    "Oldtimer-Öl Ratgeber" gewesen vG Burkhard :pagode:
     
  10. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hei, ohne groß weiteres Öl ins Feuer zu gießen habe ich seit letzter Saison auf 0W40 umgestellt, ich bin vorher 15W40, dann kurzzeitig 20W50 gefahren (weil es von einem anderen Fahrzeug "halt da war". Was mir beim Umstieg von 20W50 auf 0W40 aufgefallen ist daß das dünnere Öl wie ne blaue Pille für den Öldruckzeiger ist. Während sich bei 20W50 der Öldruckzeiger nach dem Start scheinbar schön an den oberen Anschlag bewegt hat, meint man mit 0W40 der Zeiger prallt am oberen Anschlag an und reißt diesen ab. Auf die technische Ebene zurückgeführt ist es tatsächlich so daß das 20W50 im kalten Zustand meinetwegen bis -20 Grad "pumpbar" ist, was aber nicht mit einer zügigen Durchölung einhergeht. Ich habe einen sehr guten Zugang zu ExxonMobil auf der Ingenieurebene (nicht Vertrieb, der geht über die Händler) und ich kontrolliere meine Fahrzeuge ständig mittels Ölanalysen und der messbare Abrieb im Öl ist seit der Benutzung von dünneren und Syntheseschmierstoffen stetig gesunken. Jeder darf einfüllen was er will und aufrund meiner Erfahrung (nicht Marketinggeschwätz oder Stammtischweisheiten) kommt bei mir kein 20W50 mehr zum Einsatz.

    Beste Grüße
    Martin
     
  11. BMB

    BMB Aktives Mitglied

    30. Juli 2006
    Da frag ich mich, ob es überhaupt noch einen Sinn macht, auf die gestellten Fragen zu antworten.

    BMB
    Bernd
     
  12. WRe

    WRe Aktives Mitglied

    956
    14. April 2009
    Hallo,
    ich hatte den Link zu diesem "Ölratgeber" weniger wegen getesteten Produkte und deren Abschneiden, sondern viel mehr wegen dem was sonst so erwähnt wird hier eingestellt, insbesondere zu Zink und Schwefel.
    Ehrlich gesagt halte ich von diesen sog. "Classic-Ölen" nicht viel. Wie bereits erwähnt ist das eine reine Marketingmasche, wie so vieles in diesem Bereich. Einem Huhn die Füße platt klopfen und es als Ente verkaufen.
    Ich fahre seit vielen Jahren LM 15W40 mineralisch, habe einen sehr geringen Ölverbrauch und bin zufrieden damit, insbesondere mit dem Preis (4€/l). Bei mir schnellt der Öldruck Zeiger auch schnell nach oben.
    Ich glaube auch, dass unsere Motoren lange nicht so empfindlich sind, wie heutige. Man sollte es aber im Auge behalten und die Laufleistung berücksichtigen.
    Und mit den ständigen Analysen ist es das gleiche wie mit den diversen Instrumenten, die machen mE einen nur verrückt und spielen den Firmen in die Hände.
    ...WRe
     
  13. Rainer B

    Rainer B Aktives Mitglied

    565
    7. Juni 2006
    Hallo Burghard,

    wie Du schreibst, war der Verweis von WRe auf den Oldtimer Markt „Öl-Ratgeber“ genau das was Du gebraucht hast.
    Nachdem Du Dich dort schlau gemacht hast, hast Du sicher die richtige Öl-Wahl für Deine Pagode getroffen.
    Wenn Du jetzt noch jährlich wechselst (samt Filter), bist Du auf der sicheren Seite.:schlafen:
     
  14. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hallo, wir gegen Konform daß diese "Classic-Öle" sicher eine Marketinginduzierte Erfindung sind und 15W40 ist für die Pagode sicher kein Fehler.

    Ich habe aber durch eine Ölanalyse festgestellt daß in einem meiner Motoren sehr leicht erhöhte Wasseranteile sind und Zeichen für Stahlkorrosion und erhöhten Lagerverschleiß. Der Motor lief aber prächtig. Erst bei genauerer Kontrolle (Endoskopie, Druckverlustprüfung, mal ne Pleuellagerschale abnehmen) hat sich gezeigt daß bei weiterer Benutzung ein Totalschaden möglich gewesen wäre. Ich habe den Motor sofort stillgelegt, die Ölwanne abgenommen, Froststopfen ausgeschraubt und den Wasserdurchtritt per Endoskopie und Druckprobe verifiziert und war so in der Lage den Motor vor dem totalen Kollaps zu reparieren was sich in der Kostenrechnung ganz anders dargestellt hätte.

    Beste Grüße

    MartinK
     
Schlagworte:
Müller Classic Motors
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