Motor stottert im unteren Drehzahlbereich nach Getriebesspülung

Dieses Thema im Forum "Technik - Motor, Getriebe und Fahrwerk" wurde erstellt von the_one, 15. Juli 2019.

  1. the_one

    the_one Aktives Mitglied

    166
    10. November 2016
    Hallo zusammen,
    ich benötige mal eure kompetente Hilfe, wobei ich weiß das Ferndiagnosen immer schwierig sind. In der Suche hab ich leider nichts zu meinem kombinierten Problem gefunden, daher hier mal ein paar Fakten:
    Mein 280 SL (BJ 68, US, Automatik) hatte ja im Oktober 2018 (vor meinem Kauf) eine große Motorrevision erhalten. Das Auto lief bei dem Kauf und danach eigentlich super. Gasannahme, Laufverhalten, alles top. Nur das Getriebe machte sich gerade im kalten Bereich beim hochschalten immer etwas ruppig bemerkbar. Abhilfe sollte evtl eine Getriebespülung mit Filterwechsel und Überprüfung der Drücke bringen, so die Hoffnung. Also Termin in einer Werkstatt, welche Erfahrung mit Getriebespülungen hat, gemacht. An dem Tag sollte auch ein ZF Spezialist der sich gut mit MB Automatikgetrieben auskennt vor Ort sein. Das hat, so wie ich es im Nachhinein erfahren hatte, wohl leider nicht geklappt. Also wurde "nur" das Getriebe gespült, Filter gewechselt, neues (korrektes) Öl rein.
    Aber seither läuft der SL nicht mehr ganz rund. Im unteren Drehzahlbereich stottert er, nimmt schlecht Gas an, so ab 3000 U/min kommt die Fuhre dann in Schwung, fahre ich aber in Fahrstufe 4 um eine enge Kurve, schaltet das Getriebe sanft zurück (schön) aber beim Gasgeben stottert es nur noch, begleitet von Fehlzündungen (nicht so schön). Auch beim Anfahren zieht er nicht so wie vorher weg, sondern stottert erst mal bis er eine gewisse Drehzahl hat. Gestern ist er mir sogar abgestorben. Ich konnte dann umdrehen und bin dann in Stufe 3 mit erhöhter Drehzahl die 5km nach Hause gekommen. Im Stand läuft er sauber, wenn ich am Gasgestänge Gas gebe, so hab ich das Gefühl, dreht er sauber hoch. Nur sobald ich eine Fahrstufe einlege nicht.
    Kann der Kollge in der Werkstatt da irgendwas am Getriebe verstellt haben was die Zündung negativ beeinflußt? Sitz da ein Schalter oder ne Unterdruckdose? Was mir noch aufgefallen ist: Vorher waren die Schaltzeitpunkte so bei 2500 U/min, diese sind jetzt durchgängig bei 3000 U/min. Aber angeblich wurde nur gespült. :(
    Vielen Dank Patric
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juli 2019
  2. Oldronny

    Oldronny Aktives Mitglied

    54
    31. Mai 2018
    Hallo Patric,
    ich möchte hier nichts reininterpretieren - aber ist es möglich das die am Motor "rum gespielt" haben? Nur von einem Getriebölwechsel lässt es sich nicht erklären?
    Gruß Ron
     
  3. the_one

    the_one Aktives Mitglied

    166
    10. November 2016
    Noch eine weitere Info. An dem Magneten zur Drehzahlanhebung habe ich mal die beiden Ringanschlüsse neu gemacht. Die Kabelverbindung sah nicht so top aus. Aber gebracht hat es nicht viel, ich kann aber wieder fahren ohne das er abstirbt, ruckelt aber immer noch im unteren Drehzahlbereich. Schaltpunkt ist aber wieder so um 2500. Komisch... Der Stift der dort an dem Magneten rauskommt, ist das normal das der etwas ruckelig und langsam rauskommt? Der braucht so 2 Sekunden. Dankeschön und LG Patric
     

    Anhänge:

  4. Oldronny

    Oldronny Aktives Mitglied

    54
    31. Mai 2018
    Das Ruckeln hat mit der Drehzahlanhebung nix zu tun. Der Stift kommt schnell und kraftvoll raus. Klemme den mal direkt an die Batterie an, dann siehst. Normal geht er oder geht nicht - ist mir schleierhaft das er langsam rauskommt?
    Aber meine Frage an dich war ja: Hat an deinem Motor jemand herum gedreht? Bitte - und das ist wirklich gut gemeint, es soll jemand den Motor in Augenschein nehmen der Ahnung von der Materie hat! Alles andere hat wirklich kein Wert.
    Gruß Ron
     
  5. the_one

    the_one Aktives Mitglied

    166
    10. November 2016
    Hi Ron,
    da hat nach der Revision niemand am Motor was gedreht / verstellt.
    Bei meiner Pagode kommt der Stift wirklich etwas langsam raus, ist zwar leichtgängig, da klemmt nix, geht auch bis zum Anschlag raus, braucht aber so fast 2 Sekunden. Kraftvoll ist anders. Aber so im Stand hab ich das ruckeln auch nicht, nur bei eingelegtem Gang. Fängt schon beim anfahren an. Ruckelt und dann auf einmal gehts ab nach vorne. Sobald Drehzahl da ist ...
    Motorrevision wurde von Väth gemacht, incl ESP und Benzinpumpe. Lief ja auch super geschmeidig bis er vom Getriebeservice zurück kam. Ich weiß, kaputt gehen kann immer was, zu jeder Zeit, aber komisch kommt‘s mir trotzdem vor.
    Danke Patric
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juli 2019
  6. the_one

    the_one Aktives Mitglied

    166
    10. November 2016
    So wieder was gelernt, einige Beitrage zum Drehzahlhubmagnet gelesen ... Also eigentlich kann das Teil raus, bzw jetzt in meinem Problemfall hat er nix mit dem Stottern beim Anfahren zu tun. Kraftstoffpumpe? Die Drücke wurden recht aufwendig bei Väth eingestellt. So ohne weiteres verstellt sich das doch nicht von heute auf morgen. Ebenso die ESP doch auch nicht. Schauen morgen mal nach dem Kraftstofffilter. Sonst noch jemand eine Idee? Denn im Stand beim manuellen Gas geben spricht er sauber an, nur bei eingelegter Fahrstufe nicht ... Danke Patric
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juli 2019
  7. Uli aus S

    Uli aus S Aktives Mitglied

    28. April 2004
    Hi Patric,

    ist das Masseband noch ok?
     
  8. kdskw

    kdskw Aktives Mitglied

    425
    18. März 2014
    Hallo Patric, bei dem Foto fällt mir der große Abstand vom Magneten zum Gestänge auf. Bei mir sin es aktuell ca. 5mm.
    Ein Hubmagnet macht normaler Weise klack, und er ist draußen. Die 2 Sekunden bedeuten die von der jetzigen Position bis zum Anschlag oder schnell bis zum Gestänge und dann langsam weiter? Ist der Hubmagnet "verharzt", oder klemmt der? Gerade habe ich noch einmal bei meinem geschaltet. Es sind ca. 0,5 Sekunden bis zum Anschlag.
    Gibt's bei Dir eine Gasanhebung, d.H. wird das Gestänge nach vorne geschoben?
    Bei einer Pagode hatte ich auch ein Problem mit dem Anspringen und Motorlauf bei Kälte. Ebenso war der Abstand am Magneten so groß das es gar keine Gasanhebung gab. Der Grund waren die ausgeleierten Kugelgelenke vom Gasgestänge. Nach dem erneuern dieser und dem Einstellen nach der Anleitung waren die Probleme verschwunden.
    Viele Grüße Klaus
     
    klausw111 gefällt das.
  9. the_one

    the_one Aktives Mitglied

    166
    10. November 2016
    Hallo zusammen,
    wir testen jetzt mal die Leitungen die Masse im Vorwärtsgang und Rückwärtsgang gegen den Magneten schalten. Aber je mehr ich mich damit befasse umso unwahrscheinlicher sehe ich da einen Zusammenhang mit dem urplötzlichen stottern im unteren Drehzahlbereich ;( Komisch das das stottern so stark nur bei eingelegter Fahrstufe auftritt, im Stand nicht.
    Danke für Eure Tips. Werde allen Möglichkeiten nachgehen. Danach ist dann Verteilerkappe, Zündung etc an der Reihe.
    LG Patric
     
  10. coca-light

    coca-light Aktives Mitglied

    519
    16. Juli 2006
    Servus Patric,

    mal unabhängig davon:

    Wenn der Hubmagnet sich per Hand leichtgängig bewegen lässt, aber bei (vollständig) anliegenden 12V schwergängig ist, dann ist wohl die Führung bzw. Lagerung rauh und / oder der Tauchkern korrodiert oder verharzt.

    Per Hand mag sich der Tauchkern dann im Luftspalt noch bewegen lassen, aber sobald die Spule bei 12V magnetisiert zieht / reibt der Tauchkern an der Lagerung entlang.

    Hast Du‘s schon mal gemessen, ob 12V auch wirklich Anliegen?

    Auch den Spulenwiderstand mal gemessen?
    Welcher Wert kam dabei raus?

    Und hast Du den Hubmagnet schön gereinigt oder mit Balistol o.ä. einwirken lassen?

    Gruß
    Peter
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juli 2019
  11. the_one

    the_one Aktives Mitglied

    166
    10. November 2016
    Hallo Peter, noch nicht. Kennst du den Spulenwiederstand? Werd das dann auch mal kontrollieren.
    LG Patric
     
  12. coca-light

    coca-light Aktives Mitglied

    519
    16. Juli 2006
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juli 2019
  13. the_one

    the_one Aktives Mitglied

    166
    10. November 2016
    Danke, werde dem Magneten jetzt mal auf die Pelle rücken. Zum stottern: Ich schmeiß jetzt erstmal die „alten“ Kerzen raus. Dann sehen wir mal weiter. Wer weiß wie oft die Pagode in den 2 Wochen in der Werkstatt hin und her rangiert wurde? Verteilerkappe und Kerzen mögen das nicht so. Eigentlich sollte sie zum rangieren nur geschoben werden, so war es vereinbart, aber .... Ich werde berichten. LG Patric
     
  14. kdskw

    kdskw Aktives Mitglied

    425
    18. März 2014
    Hallo Patric, wenn du am Magneten bist so starte doch mal den Motor und aktiviere den Magneten (Masse anlegen) in der P-Stellung vom Getriebe. Die Leerlaufdrehzahl sollte etwa auf 1500 Umdr./Min. (war bei mir so) ansteigen. Dann meist Du das die Einstellung vom Magneten nicht ganz verkehrt sein kann.
    Viele Grüße Klaus
     
  15. the_one

    the_one Aktives Mitglied

    166
    10. November 2016
    Hallo Klaus,
    werde ich so machen.
    LG Patric
     
  16. the_one

    the_one Aktives Mitglied

    166
    10. November 2016
    Kurze Rückmeldung,
    Läuft wieder, Unterbrecherkontakt zu eng. Jetzt auf den WHB Wert gestellt (0,3mm) und die Kiste läuft super rund. Nur Drehzahl ist im Stand bei 1200 U/min ... Blitzen morgen mal den Zündzeitpunkt ab. Ist auch im WHB beschrieben, soll 8 Grad vor OT in Anlasserdrehzahl ohne Unterdruck haben. Vorhin mal kurz geblitzt, stand auf 16 Grad. Die Riemenscheibe hat keine Markierung sondern eine Gradeinteilung. Kann das stimmen? Im WHB steht 8 Grad bei Anlasserdrehzahl ohne Unterdruck.
    Den Hubmagneten muss ich aber trotzdem noch testen, der scheint nicht zu funktionieren.
    Danke Patric
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juli 2019
Müller Classic Motors
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