Motornummer?? SL oder SE

Dieses Thema im Forum "Technik - Motor, Getriebe und Fahrwerk" wurde erstellt von hameljovel, 12. März 2015.

  1. hameljovel

    hameljovel Aktives Mitglied

    88
    6. Januar 2013
    Hallo, ich finde nicht die Motornummer 130 980 10 02XXXX. Auf dem Block steht 280 SL/SE.
    Handelt es sich um einen SE Motor? Warum steht SL/SE auf dem Block, wenn die Motoren unterschiedlich sind? Worin, außer in den angeblichen 10 PS mehr liegen die Unterschiede.

    Danke für jeden Hinweis.

    Gruß
     
  2. schlüssellos

    schlüssellos Aktives Mitglied

    4. Februar 2009
    Hallo,

    soweit ich weiss, gibt es hinsichtlich Block und Kopf keine Unterschiede und die 10 PS mehr werden ausschliesslich durch eine andere Nockenwelle erreicht.

    Grüße, Felix
     
  3. Eule

    Eule Aktives Mitglied

    340
    10. Februar 2005
    Motornummer

    130 980 ist die Nummer für einen SE-Block, 130 981 für einen wohl seltenen
    170 PS-Motor aus einem 280SE W108, Pagode: 130 983.
    Peter
     
  4. BMB

    BMB deaktiviert

    30. Juli 2006
    Aus dem Fundus des Mercedes-Benz Classic Centers

    Die Motor Baumuster Bezeichnung 130.980 wurde verbaut im:
    W 108.018, 280 SE von 11.67 bzw. Produktionsbeginn 01/68 bis 09.72
    W 108.019, 280 SE lang, ab 09.69 = 280 SEL von 01.68 bis 04.71
    W 111.024 und 025, 280 SE Coupé bzw. Cabriolet von 11/67 bzw. Produktionsbeginn 02/68 bis 05/71

    Nur der guten Ordnung halber.
    Der Motor 130.981 wurde nur verbaut im
    W 109.016, 300 SEL ab 12.67 bzw. Produktionsbeginn 02.68 bis 01.70.

    Unabhängig von der obigen Baumusterbezeichnung haben alle diese Motoren jedoch die gleich Motorbezeichnung, nämlich M 130 E 28.

    Der Motor mit der Baumusterbezeichnung 130.983 wurde nur im 280 SL von 11.67 bzw. Produktionsbeginn 01.68 bis 03.71 verbaut und hatte die Motorbezeichnung M 130.

    BMB
    Bernd
     
  5. 280igSL

    280igSL Aktives Mitglied

    216
    27. Dezember 2014
    Anmerkung

    Der Motor mit der Baumusterbezeichnung 130.983 wurde nur im 280 SL von 11.67 bzw. Produktionsbeginn 01.68 bis 03.71 verbaut und hatte die Motorbezeichnung M 130....

    Anmerkung betr. Kopf
    Am Kopf steht 280 SE / SL (und zwar in dieser Reihenfolge)
    Der Motor: 130.983 ist für den 280 ja der korrekte
    Kann dann aber noch auch ein original MB Tauschaggregat sein. mit zb.: 1300xxxxxx80, und eben mit dem SE/SL Kopf. Sollte dann aber noch eine kleine Blechtafel daran zu finden sein..
    Hoffe ich hab das jetzt richtig so verstanden...
     
  6. hameljovel

    hameljovel Aktives Mitglied

    88
    6. Januar 2013
    Danke

    Herzlichen Dank für die verständlichen und ausführlichen Antworten. :bierkrug:
     
  7. Eule

    Eule Aktives Mitglied

    340
    10. Februar 2005
    Motornummer

    Bernd hat recht. Das Auto heisst genau: W109, 300 SEL 2,8.
    Peter
     
  8. 280igSL

    280igSL Aktives Mitglied

    216
    27. Dezember 2014
    @Memmo
    jupp, nix anderes habe ich geschrieben.
    Die Sache ist bloß die, dass MB bei den orig. Tauschmotoren (Tauschaggregate) dann noch eine Tafel mit der TeilNr. und Aggregat Nr. angebracht hat. (130.......)Da steht dann nix von einer x.983 Nummer. Die ist noch am Block und korrekterweise eine 130.983 xxxxxxxx ( beim 280SL) Nummer. (und manchmal nur mehr schwer zu lesen...)
    Qu.e.d.
     
  9. Karlo

    Karlo Aktives Mitglied

    115
    9. Mai 2004
    Hallo Martin,

    also bei meinem Austauschmotor ist die ....983 auf dem Blechschild vorhanden.

    Gruß Karl
     

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  10. 280igSL

    280igSL Aktives Mitglied

    216
    27. Dezember 2014
    hi Karlo,
    interessant,...

    wann wurde denn der Motor gemacht, Schild schaut neuer aus.
    Hat der Block auch .983 eingeschlagen? Ist es def. ein .983 Motor??

    Ich stell auch ein Foto ein..

    Jetzt sind wir wieder am Punkt, dass über Aggregate (Austausch) betr. der Syntax eigentlich kaum was bekannt ist - auch im Forum hier....
    Also Aggregate Nr., Datum der Revision, Revisionsstufe, etc. etc...
    Zusatz: Aber offensichtlich gab es auch mehrere Schilder, mit und ohne BM...
     

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  11. 280igSL

    280igSL Aktives Mitglied

    216
    27. Dezember 2014
    Abdeckung

    Memmo, genau darum ist es abgedeckt, da es eine Nummer ist, die du nicht lesen sollst können, :verboten: aber nur weil

    1. sie nichts zur Sache beiträgt, da es eine ID Nummer ist und (vermutlich) nix mit Baumuster zu tun hat. (jedenfalls ist nix mit .980.981.982.983 oder drgl. dabei)
    2. daher nicht relevant für diese Diskussion ist,
    3. nichts mit verschleiern zu tun hat, sondern blos mit <nicht jede Info ist für jeden gedacht>
     
  12. Karlo

    Karlo Aktives Mitglied

    115
    9. Mai 2004
    Hallo Martin,

    ich bin der zweite Besitzer dieser deutschen Pagode, die in meiner Umgebung unterwegs war.
    Laut einer Unterlage, die ich von der Erstbesitzerin bekam wurde der Motor 1988 eingebaut.

    Die genaue Nummer wurde geschliffen, so das ich sie so ohne die Farbe zu entfernen nicht ganz lesen kann.

    Gruß Karl
     

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  13. 280igSL

    280igSL Aktives Mitglied

    216
    27. Dezember 2014
    Hi Karlo

    vielleicht habe ich eine andere Blechtafel daran, (auch ohne BM..)da es bei mir die Motornummer lt. Block noch der originalen Auslieferung ist (laut Original-Brief)
    Weiß jemand, ob die komplett gerade und mit identen Abständen eingeschlagen war - oder eben "von Hand"
    Wahrscheinlich wurde der Motor revidiert und dann kam die Plakette dran,
    ich werde versuchen es noch mit "persönlichem Kontakt" herauszufinden...
     
  14. BMB

    BMB deaktiviert

    30. Juli 2006
    Aggregateschilder / Motornummern ein Rückblick


    Bevor wir jetzt alle anfangen unsere Motornummern und Typenschilder zu fotografieren und daraus irgendwelche Vermutungen auf irgendeine Syntax anstellen, sollten wir vielleicht einmal einen kleinen Rückblick in die Historie und zu den damaligen Gepflogenheiten der Motorenüberholung und -austausches machen.

    Das ist sicher auch interessant für diejenigen, die damals noch gar nicht geboren waren, aber heute meinen, sie wüssten schon alles zum Thema Pagoden SL:

    In den 60iger, 70igern und bis weit 90iger Jahre waren Motorschäden zwischen 50.000 und 100.000 Kilometer praktisch an der Tagesordnung – auch bei Mercedes.

    Damals gab es praktisch an jeder Ecke mindestens einen Betrieb der sich mit PKW- und LKW-Motorüberholung beschäftigte.
    Der Preisunterschied zwischen der Überholung und einem Austauschaggregat war immens.

    Es gab Betriebe, die bauten nur aus, demontierten und schickten dann die Motoren an einen anderen Betrieb.
    Hier gab es sogar einen Betrieb mit mehreren Filialen, die nur als Annahamebetriebe fungierten.
    Es gab viele Betriebe die hatten alle Einrichtungen um die Überholung selbst auszuführen und es gab Mercedes Betriebe, die im Werk entweder einen kompletten Austauschmotor oder einen Motorblock orderten und diese dann mit Aggregateschildern und Motornummer sowie schriftlicher Dokumentation versahen.

    Zu dieser Zeit war die Motorenüberholung ein lohnendes Geschäft. Damals wie heute war es so, wo Geld zu verdienen war, da gab es immer auch Betrüger – und beim Motorenüberholen ganz besonders viele.
    Insbesondere in den 70iger und 80iger Jahren.

    Ein ganz beliebtes Spielchen war - und ich kenne solche Fälle persönlich - , dass der Motorenüberholer immer einen gewissen Fundus an bereits überholten Motorblöcken und Zylinderköpfen vorrätig hatte, insbesondere für die Marke Mercedes.

    Wenn der Kunde nun kam und auf der Überholung seines eigenen Motors bestand, weil er wusste, dass sein Motor noch „original unangetastet“ war, dann wurde ihm dies auch in Rechnung gestellt.
    Tatsächlich erhielt er jedoch einen völlig anderen Motorblock, bei dem die original Nummer abschliffen war und dafür die kundenseitige Motornummer eingraviert war.

    Wenn der Kunde einen originalen Austauschmotor verlangte, dann erhielt er leider sehr häufig entweder seinen eigenen oder einen anderen grundüberholten Motor mit originalem Aggregateschild und frisch eingeschlagener Motornummer.

    Es war an der Tagesordnung, dass man sich „unter der Hand“ die Aggrateschilder besorgte und die notwendige Gerätschaft um die Motornummern einzuschlagen hatte jeder Motorenüberholer sowieso.
    Das dabei nicht jeder wusste, wie ein wirklich original „ausgefülltes“ Aggregateschild aussieht und erst recht nicht der Kunde, dass liegt auf der Hand.
    Das erklärt in vielen Fällen auch, weshalb sich an nicht wenigen unserer Motoren die phantasievollsten Aggregateschilder befinden.

    Was ich damit sagen will ist folgendes:
    Selbst diejenigen, die ihren SL schon seit den 70iger Jahren besitzen und irgendwann in den 70iger, 80igern eine Motorüberholung oder einen Austauschmotor in Auftrag gegeben haben, können sich nicht sicher sein, was für ein Block sich nun tatsächlich in ihrem SL befindet.

    Mein Vorschlag ist deshalb.
    Wenn wir schon versuchen eine gewisse Syntax beim Inhalt dieser Aggregateschilder herauszufinden, dann sollten wir uns auf die Bilder und Motoren beschränken, für die tatsächlich auch eine schriftliche Dokumentation seitens der Mercedes-Niederlassung vorhanden ist.
    Auch wäre es sicher sehr hilfreich, wenn jemand offizielle Mercedes Druckschriften aus den 60iger und 70iger Jahren zu diesem Thema beisteuern könnte.

    Alles andere ist reine Spekulation bzw. wie die Anwälte sagen „Hörensagen“ und hilft uns hier nicht weiter.

    BMB
    Bernd
     
  15. Ponton 220 S Coupe

    Ponton 220 S Coupe Aktives Mitglied

    265
    18. Juli 2011
    Hallo Bernd,

    sehr interessant deine Ausführungen zum den Motoren.

    Bei meinem 280 SL, Bj. 1970 ist Anfang der 80-iger Jahre ein Original Austausch-Aggregat reingekommen. Dieses wurde bei einem offiziellen Mercedes Händler gemacht.

    Meinst du, dass da auch ggf. die Sache nicht sauber gelaufen ist oder kann ich davon ausgehen, dass offizielle Mercedes Händler immer sauber gearbeitet haben. Die Rechnung habe ich übrigens von dem Tauschaggregat.

    Beste Grüsse

    Thomas
     
  16. BMB

    BMB deaktiviert

    30. Juli 2006
    Grundsätzlich geht es nicht darum, ob eine Rechnung vorhanden ist und von wem sie kommt, denn Papier wehrt sich nicht gegen Betrüger.

    Auf der sicheren Seite ist man eigentlich nur, wenn man tatsächlich zusammen mit der Rechnung und dem Tauschaggregateschild auch einen meist handschriftlich ausgefüllten Aggregatepass hat.

    Das ist so etwas wie eine zusätzliche Einbaubestätigung, abgestempelt und unterschrieben von Mercedes.

    Dieses Dokument wurde damals den Kunden als Nachweis gegeben.

    In allen Dokumenten und am Motor sollten natürlich auch die Nummern übereinstimmen.

    BMB
    Bernd

    P.S.: Vielleicht noch ein kleiner Hinweis zu den damaligen Rechnungstexten einer Mercedes Werkstatt:
    Es ist ein grundsätzlicher Unterschied, ob in der Rechnung lediglich steht " Austauschmotor geliefert und eingebaut" oder "Original Mercedes-Benz Tauschmotor" (-aggregat) geliefert und eingebaut.
    Ein Tauschmotor kann alles sein und war damals aus "Geldgründen" auch vielfach die Regel. Ein "Original Mercedes-Benz Tauschmotor" hingegen war schon eine konkrete Aussage, besagte in der Regel aber nur, dass der Motor irgendwann im Werk überholt wurde.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2015
  17. Ponton 220 S Coupe

    Ponton 220 S Coupe Aktives Mitglied

    265
    18. Juli 2011
    Hallo Bernd,
    vielen Dank für deine Antwort. Wenn ich wieder in Deutschland bin, schaue ich mal genau nach was auf der Rechnung steht.
    Beste Grüsse
    Thomas
     
Schlagworte:
Müller Classic Motors
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