Notkit für die Pagode

Dieses Thema im Forum "Erfahrungsaustausch" wurde erstellt von Facelvega, 6. Juni 2018.

  1. Facelvega

    Facelvega Aktives Mitglied

    242
    13. September 2017
    Hallo,
    am langen Wochenende machte ich zusammen mit Freunden die erste längere Ausfahrt mit der Pagode.
    Donnerstag Morgen erklärte ich noch einen Heckflossenfahrer (220 SE), dass ich im Forum von einen Fehler las, ausgelöst durch ein gebrochenes Plastikteil an der Verbindung Schalthebel zum Automatikgetriebe.
    Am Abend dann wollte ich das Auto vor dem Hotel bewegen, aber nichts tat sich mehr - keine Schaltung. Dank des Forumbeitrags ahnte ich, was passiert war.
    Ich habe unten am Getriebe mit einer Zange den Hebel von P bewegt, dass das Getriebe nicht gesperrt war und ich das Auto rollen konnte. Weil wir noch eine größere Tour vor uns hatten, lies ich das Auto vom ADAC abschleppen und wechselte das Fahrzeug.

    Meine Frage an "alte Hasen" in Sachen Pagode: Was gehört zu einem Notkit, wissend, dass man schlußendlich doch immer noch ein benötigtes Teil nicht dabei hat.

    Mein Kit besteht nunmehr nach dieser Panne aus:
    2 Kunststoffringe für die Schaltung, eine neue Benzinpumpe, der Original-Verteiler (123ignition ist installiert), eine Zündspule, 6 Zündkerzen, Sicherungen, Glühbirnen und natürlich jede Menge Werkzeug mit Kleinteilen.

    Ist es ratsam, für eine größere Fahrt noch ein wichtiges Teil mit zu nehmen, was pagodenspezifisch öfters kaputt geht?

    Gruss Alfred
     
  2. lowin

    lowin Aktives Mitglied

    18. April 2004
    Hallo Alfred,
    ich hatte früher auch alles mögliche dabei.
    U.a. nach Einbau des Ignition123 auch den Original-Verteiler, das Reserverad.
    Habe in gut 15 Jahren zwischen Hamburg und Meran, gut einem dutzend Pässe in CH, AT und SüdTirol, nichts von
    alledem benötigt.
    Eine Bosch Zündkerze ist mir auf dem Weg von Mainz zum Nürburgring ausgefallen, was ich selbst gar nicht feststellen
    konnte. Einem Clubfreund wollte ich vor Jahren mit meinem Reserverad helfen, dabei fiel auf, daß ich seit ewiger Zeit
    mit einem platten Reservereifen gereist bin. Also kann das Ding auch raus.

    Heute habe ich noch einen Satz NGK Zündkerzen, HaloRoad Scheinwerfer Glühbirnen, weitere Glühbirnen, Sicherungen,
    die beiden besagten Plastikringe für den Wählhebel, vier Gummiringe zur Auspuffhalterung, Tirefit mit Generator, Reifen Luftdruckmesser, 1l Motorenöl, ATF A, Scheibenputzmittel, ADAC-Schutzbrief, 2 Warnwesten, Warndreieck, Verbandtasche, Telefon, das war´s glaube ich.
    So bin ich jetzt runde 80TKm ohne Abschleppwagen oder ähnlichem gefahren.

    Pannenfreie* Grüße

    norbert

    * habe eben natürlich zur Sicherheit mal auf Holz geklopft
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juni 2018
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  3. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hallo, ich habe nur das dabei, was ins liegende Reserverad passt.

    - original Werkzeugrolle
    - kleiner Knarrenkasten bis SW13
    - Sicherungen
    - Ersatzleuchtmittel
    - Spannungsprüfer (Schraubendreher mit Leuchte und Kabel mit Krokoklemme dran)
    - Warnweste
    - Warndreieck
    - Verbandtasche
    - 1 Liter Motorenöl
    - Kabelbinder
    - Handschuhe
    - Küchenrolle
    - kleine Wolldecke (etwa wie Küchentuch)
    - Gewebeklebeband


    Gebraucht habe ich davon ernsthaft nie etwas.

    Martin
     
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  4. Rainer B

    Rainer B Aktives Mitglied

    392
    7. Juni 2006
    Eigentlich muss man nur das Richtige dabei haben.

    Kein Märchen.

    Bei der Anreise nach Enkirch zur „Moseltour 2015“ hat die Ladekontrolle 50KM vor Ankunft aufgeleuchtet. Die Batterie musste die letzte Strecke ohne Ladung zurecht kommen.
    Der Regler, der zuerst verdächtigt wurde war es nicht.
    Es war die Lichtmaschine die ihren Geist aufgegeben hatte.
    Als Ersatzteile hatte ich nichts, aber auch gar nichts außer einer Lichtmaschine dabei. (hatte ich mal für nen Appel und ein Ei ersteigert)
    Für die Fehlersuche und die Reparaturhilfe möchte ich mich hier nochmal ausdrücklich bei Heinrich und besonders bei Achim bedanken.

    P.S. die reparierte Lichtmaschine liegt wieder im Kofferraum.
     
    H.J. und Memmo gefällt das.
  5. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo, Alfred,

    über nötig und unnötig hat wohl jeder seine ganz persönliche Meinung. Ich habe z. B. mit meinem Alltagsauto schon derart häufig einen Platten gehabt, dass ich nie ohne aufgepumptes Reserverad und Wagenheber losfahren würde.

    Vor drei Jahren ist mir auf dem Weg nach Ornbau (500 km) kurz vor dem Ziel der Zündanlasschalter kaputt gegangen. Mit viel Glück und noch mehr Zündschlüsselgekippel hats noch bis vor Ort gereicht. Dort hab ich mir ein ausreichend dimensioniertes Stück Stromkabel besorgt und den defekten ZAS mit dieser Leitung von Batterieplus bis Zündspulenplus überbrückt. Dazwischen hatte ich noch einen ebenfalls kurzerhand besorgten Schalter gesetzt, den ich vorne von außen an der Grillstrebe befestigt hatte. Damit war ich wieder mobil und konnte die Zündung ein- und ausschalten, ohne jedesmal die Haube zu öffnen. Diese Provisorium liegt seitdem immer im Werkzeugkasten im Kofferraum. Der ebenfalls mitgeführte Lima-Regler hat auch schon auswärts Verwendung gefunden, die Pierburg-Ersatzbenzinpumpe gottseidank noch nicht. Ich durfte aber auf der Frieslandtour 2008 mitbekommen, wie häßlich so ein Ausfall ist, als es Pagodenschrauber Chris ereilt hat und die eigentlich geplante Ersatzpumpe nur aus Versehen nicht von ihm eingepackt wurde. Jeder hat also so eine persönlichen Erfahrungen und Risikoeinschätzungen.

    Neben Ersatzteilen halte ich auch ausreichendes Improvisationsmaterial für wichtig.
    Ganz allgemein habe ich neben einem Werkzeugsatz und o. g. Sachen auch immer folgendes an Bord:
    - Kabelbinder
    - (Blumen-)Draht
    - Schnur/ Bindfaden
    - Wischerblätter
    - Satz Zündkerzen
    - Sicherungen
    - Glühbirnen
    - Isolierband
    - Panzertape
    - 1 l Motoröl
    - Fl. Leitungswasser
    - Scheibenreiniger
    - Zewarolle
    - Stofflappen

    Hört sich nach viel an, passt aber bis auf die Flüssigkeiten, Zewarolle und Lappen alles mit in den handelsüblichen Werkzeugkasten. Den Originalverteiler hab ich letztens nach 13 Jahren des spazierenfahrens wieder rausgeräumt. Da ja immer das kaputt geht, was man gerade nicht mit hat, müsste demnach die 1-2-3 in Kürze den Geist aufgeben...

    Gruß

    Ulli
     
  6. diesel

    diesel Aktives Mitglied

    149
    21. März 2010
    Hallo Zusammen,

    hilfreich ist neben den bisher genannten Sachen auch noch ein Keilriemen, Wasser (für den Kühler und zum Händewaschen nach den Reparaturen) und natürlich deshalb auch Handwaschpaste, sowie das WHB in elektronischer Form.
    Aber wie bereits gesagt, kaputt geht immer nur das, was man nicht dabei hat.

    Gruß Jürgen
     
  7. Sinan

    Sinan Aktives Mitglied

    915
    23. November 2004
    2 Paar Handschuhe, starke Kabelbinder, grosse Wolldecke, Taschenlampe, Bordwerkzeug, plus kleines Werkzeugkistchen, einige Sicherungen, alle Birnen 2x.

    Es fehlen; Spannungsprüfer, Zündkerzen, Motoröl, Servoöl, EPa :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juni 2018
  8. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Stimmt,

    Keilriemen hab ich auch noch mit. Und wenn alle Stricke reißen, 'ne Beifahrerin zum schieben. Die aber nicht im Kofferraum.:D
     
  9. Bernhard R.

    Bernhard R. Aktives Mitglied

    310
    3. August 2014
    Hi,
    ich habe auf langen Fahrten immer eine der modernen Benzinpumpen dabei, da ich nicht weiß wann meine, wenn überhaupt überholt wurde.
    Ansonsten Werkzeug, Zündkerzen, Ersatzrad (Öl etc. nicht mehr). Das mit der Lichtmaschine und dem Anlasser beschäftigt mich auch, ob Kohlen sinnvoll wären?...
    Schönen Tag
     
  10. schlüssellos

    schlüssellos Aktives Mitglied

    4. Februar 2009
    Am Besten sind offenbar Käfer- und 911-Fahrer ausgestattet:

    Da habe ich schon mehrfach gesehen, dass die einen kompletten Motor mit allen Anschlussgeräten hinten im Kofferraum untergebracht haben! :banane:

    Nur Gepäck passt dann nicht mehr :doh: Deshalb ist das Reserverad beim 911 wohl auch nur rudimentär!

    Grüße, Felix
     
    Mufti, big-bolli, Rainer B und 3 anderen gefällt das.
  11. ursodent

    ursodent ursus antennae

    9. Mai 2004
    Du hast Karmannfahrer vergessen...ich mach's genauso...:)
    Aber ich hab' den Motor schlappe 19 Jahre nicht benötigt...


    Motor 1.jpg


    Michael
     
    big-bolli und schlüssellos gefällt das.
  12. Facelvega

    Facelvega Aktives Mitglied

    242
    13. September 2017
    ich bin ( toi, toi, toi ) mit der Pagode letzte Woche zum zweiten Mal in 25 Jahren überhaupt mit einem Oldtimer liegen geblieben. Einmal, und zwar 1994 direkt vor meinem Hotel, war es eine gebrochene Verteilerwelle und jetzt wieder vor dem Hotel mit der Pagode aufgrund des gebrochenen Kunststoffteil des Schaltgestänges.
    Für mich ich das kein Problem, aber ich hätte vieles seitens meiner Frau zu ertragen, wenn wir in der Pampas eine Panne hätten.
    Deshalb führe ich "aus Angst" Ersatzteile mit mir mit.

    Ich habe nunmehr aufgrund der Tipps, noch ein paar Kleinteile rechts unter dem Ersatzteil verstaut, in der Hoffnung, sie nie zu benötigen.
    Hätte ich das Auto selbst restauriert, so wäre die Auswahl leichter, weil man dann doch weiß, was man bei der Restauration durch Neuteile ersetzt hat.

    Die defekte Kunststoffscheibe war aus einem braunen Kunststoff gefertigt. Ich habe bei SLS in Hamburg welche bestellt, die aber in PE gefertigt sind (2,98 € das Stück). Jetzt stelle ich fest, dass bei Oldtimer-Ersatzteile24 diese Kunststoffteile in "Gummi" zum Preis von 7,98 € das Stück, angeboten werden. Hat jemand Erfahrung, ob diese doch vielleicht dauerhafter sind, weil sie wohl aus einem anderen Material gefertigt sind und eher dem Original gleichen?

    Gruss Alfred
     
  13. ursodent

    ursodent ursus antennae

    9. Mai 2004
    Auf Reisen in unbekannte Gefilde empfiehlt es sich jedoch, das "Notgepäck" besser auf das Zimmer bringen zu lassen....:



    :banane::banane:
     
  14. schlüssellos

    schlüssellos Aktives Mitglied

    4. Februar 2009
    :hammer: Ein toller Sketch !
     
    Axel G. gefällt das.
  15. heinrichB

    heinrichB Aktives Mitglied

    840
    24. Februar 2009
    Hallo
    Eine ausgehängte Schaltstange beim Automatikgetriebe hatten wir an unserem W111 C auch. Außerdem eine durchgefallene Schaltstange beim Schalrgetriebe von Ruths Pagode. Die Teile hatte ich erneuert aber keine Original MB Teile.
    Meine Erfahrungen solange es die Kunststoff Teile noch von Mercedes gibt nehme ich die und keine Nachfertigenungen. Im direkten Vergleich könnte ich bei der Führung des Schalthebels deutliche Unterschieder zu den NF feststellen. Die NF waren einfach zu weich. Deshalb ist der Schalthebel der Erdanziehung gefolgt ohne mich vorher zu informieren
     
  16. Facelvega

    Facelvega Aktives Mitglied

    242
    13. September 2017
    Guten Morgen,
    ich habe den hinteren Kunststoffring leicht auswechseln können. Aus Sicherheitsgründen werde ich jedoch auch den vorderen auswechseln, wobei dazu aber das Auto auf die Hebebühne muss. Die Metallplatte unter dem Automatikgetriebe muss hierzu m.E. abgeschraubt werden und dabei ist das Getriebe von unten gegen herabfallen zu stützen.
    Das wäre im Falle einer Panne dann doch nicht innerhalb einer halben Stunde zu reparieren.

    Alfred
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juni 2018
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