andere Philosophie
Ich denke auch, dass 911er und Pagode eine jeweils andere Philosophie verkörpern, wobei die anfangs gar nicht so weit auseinander lagen.
Mein erster 911er war von 1969. Gekauft 2006. Ich war überrascht, was der für ein großes Lenkrad hatte, relativ weiche Sitze und auch recht weich gefedert war. Er war eher komfortabel.
Hart waren die normalen Touring Modelle eher nicht vom Werk aus, sondern durch private Modifikationen.
Meine Pagode ist selbst im Vergleich zu modernen Cabrios ja immer noch fast eine Sänfte - weiche Sitze und Federung und durch die Servolenkung angenehm weich zu fahren, nur der vom Vorbesitzer montierte Sportauspuff erzeugt ein sportliches Geräusch, welches auf das Fahren überspringt. Jedes normale BMW Cabrio neueren Datums ist da härter.
Aber genau dieses weiche und komfortable der Pagode macht in seinem Kontrast bei einem leicht modifizierten 911er den Reiz am 911er aus. Daher kann ich auch gut das Schwärmen für den TR6 nachvollziehen. Hätte ich mehr Zeit und Platz würde ich sicherlich auch danach Ausschau halten.
Der 911er ist hart und laut und unglaublich direkt. Die 911er Fahrer, die ich kenne, wollen genau das und vermissen dieses unmittelbare bei jedem älteren Mercedes. Das gilt zumindest für mein leicht getuntes und tiefer gelegtes Cabrio von 1988.
Wenn ich nur den 911er hätte, vor allem als Alltagsauto wäre das wahrscheinlich auch nichts für mich (so viel zu oben laut und hart), aber die Pagode als Alleinauto ebenso wenig. Wenn ich in meinen BMW 7er Komfortsitzen sitze, denke ich oft: irgendwie sitzt man hier am besten und am ruhigsten
Kurz: brauchen tut man die alten "Karren" alle nicht, aber schön ist jedes auf seine Weise
