softtop Verschluß hinten

Dieses Thema im Forum "Karosserie - Blechteile und Lackierung" wurde erstellt von Facelvega, 18. Juni 2018.

  1. Facelvega

    Facelvega Aktives Mitglied

    235
    13. September 2017
    Hallo,
    an meiner Pagode muss ich zum verschließen des Softtops den hinteren Rahmen ( mit Heckscheibe) ziemlich kräftig in das Schloß einhauen.
    Beim R107 habe ich nunmehr festgestellt, dass der hintere Rahmen nur in das Schloss gelegt wird und dann via Kurbel zu schließen ist.

    Hat schon jemand versucht, diese "bessere" Schließmethode des R107 in eine Pagode einzubauen?

    Alfred
     
  2. H.J.

    H.J. Aktives Mitglied

    899
    4. August 2009
    Hallo Alfred,
    was bedeutet für dich "kräftig einhauen"? Das geht bei mir eigentlich angenehm leicht zu verschliessen. Ganz wichtig ist die korrekte Ausrichtung, ich habe einmal einen anderen Verdeckkastendeckel draufgebaut (Original ging zum Lackierer) und da musste ich das Dach auch ziemlich zuknallen obwohl ich den einigermassen ausgerichtet habe.
    Heiner
     
  3. driver

    driver Aktives Mitglied

    775
    4. April 2004
    Wenn das Dach länger im Kasten liegt dann zieht sich der Stoff etwas zusammen, es braucht dann schon den richtigen Schwung des letzten Bügels .

    Wolfgang
     
  4. H.J.

    H.J. Aktives Mitglied

    899
    4. August 2009
    also ich mache das Dach erst hinten rein, da ist keine Spannung

    Heiner
     
    Rainer B gefällt das.
  5. Pagode 230 SL

    Pagode 230 SL Aktives Mitglied

    593
    3. Mai 2004
    Hallo zusammen,

    zuerst verriegele ich das Softtop vorn. Dann lege ich den hinteren Bügel um und drücke ihn in die Verriegelung. Das sollte auch nicht ganz ohne "Kraft" gehen, da die Dachhaut ja unter leichter Spannung liegen muss.

    Ich lasse bei längeren Standzeiten den hinteren Verdeckbügel nur aufgelegt, dass die "Grundspannung" nicht verloren geht.

    Gruss aus dem Fürst-Pückler-Land,

    Stephan M.
     
    Hans-Georg und ursodent gefällt das.
  6. Facelvega

    Facelvega Aktives Mitglied

    235
    13. September 2017
    wenn ich das Dach hinten erst befestige, so muss ich an den vorderen Verschlüssen ganz schon ziehen und arbeiten.
    Ich habe um überhaupt das Dach hinten schließen zu können, den Bügel schon weit nach hinten gesetzt (je 2 Schrauben der Bügelbefestigung) und das gesamte Dach an den Hauptbefestigungsschrauben ebenfalls so verändert, dass es etwa mittig sitzt. So kann ich es vorne schließen, müsste aber hinten ca. 5-7 mm mehr Luft nach hinten haben.
    Ich habe das Dach immer geschlossen, wenn das Auto in der Garage steht. Ich merke zwar, dass es sich dann doch etwas dehnt, mein Problem scheint aber der hintere Bügel zu sein, der in der Mitte am Verschluß ca. 5-7 mm weiter nach hinten gerundet sein sollte.
    Leider ist dieser wegen der Stoffbefestigung nicht so einfach auszubauen und im eingebauten Zustand ist der Bügel absolut auch nur 2 mm zu dehnen.
    Ich komme so wie es ist klar damit, habe aber bei einem Bekannten am R107 sehen können, dass das Dach hinten am Verschluss nur leicht eingehängt und dann über ein Kurbel kraftlos nach unter festgezogen wird. Die Dächer beider Modelle W113 und R107 sind in der Unterkonstruktion weitestgehend identisch aber man hat wohl die Verschlussproblematik erkannt und besser gelöst.

    Im übrigen glaube ich, dass die Original Softtops aus einem dünneren Material bestanden, als die nachgefertigten Stoffdächer in Sommerland-Material. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei neuen Autos in der Vergangenheit das Stoffdach an den Seiten hinter der Tür so hinein gequetscht werden musste. Die hinteren Wülste des Daches werden beim schließen automatisch nach oben geformt, so dass sie
    bei geschlossenem Dach unschön weg stehen. Ich habe nunmehr vor jedem schließen erst diese zurückgeformt, was aber nicht so gewollt sein konnte.
    Ich hatte vor einer Woche das Vergnügen, in einen massiven Regen zu geraten und dabei die Dichtigkeit des Daches überprüfen zu können. Das imprägnierte Dach war dicht, nur an den beiden Längsnähten tropfte es nach 30 Minuten langsam durch. Ich habe mir nunmehr im Campingbereich flüssigen Nahtabdichter besorgt und die Nähte zweimal versiegelt.
    Ich hoffe zwar nicht, dass ich nochmals in einen solchen Regenguss/Gewittersturm gerate, aber sicher ist sicher.

    Alfred
     
  7. driver

    driver Aktives Mitglied

    775
    4. April 2004
    Das Eintüten vom Dach war schon immer üble Fummelei, auch bei den damals originalen Bezügen .
    Natürlich gibt es heute zig verschiedene Stoffqualitäten mit unterschiedlichem Dehnverhalten, aber Sonnenland Classic gibt es auch noch, dazu gibt es zig verschieden Hersteller der Fertigbezüge, es gibt halt einige die passen andere passen halt nicht, die kaufen den Stoff bei Haartz und nähen die Bezüge, es gibt Könner und Pfuscher .
    Zuletzt kommt der Sattler der die Bezüge montiert, auch da gibt es gute und Pfuscher die nicht in der Lage sind ein gutes Fertigverdeck vernünftig zu montieren .
    http://www.haartz.com/exteriors/sonnenland
    Wolfgang
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2018
    lowin gefällt das.
  8. lowin

    lowin Aktives Mitglied

    18. April 2004
    Das stimmt schon Wolfgang,
    allerdings ob es das ursprüngliche Sonnenland noch unverändert, oder zumindest weitestgehend
    unverändert hergestellt wird, das bezweifle ich.
    Der eigentliche ex deutsche Hersteller wurde ja schon vor Jahren durch das US-Unternehmen
    Haartz übernommen.
    Viel gravierender zum Erfolg einer Softtopmontage sind auch meines Erachtens die Könner oder
    Pfuscher.
    Es gibt Unternehmen die geben an vier oder fünf "Grundschnitte" für das Verdeck zu haben.
    Ein bekannter Fertighersteller hat mit vor gut zwei Jahren auf Anfrage sinngemäß geantwortet, daß
    sie seit Jahrzehnten einen bewährten ´computergesteuerten´ Schnitt für alle W113 haben.


    Es kann ja nur eines von beiden stimmen. Bei mir ist es letztendlich so, daß ich immer noch mein
    1995 von KHM gekauftes und von meiner MB Niederlassung nicht berückend montiertes Verdeck
    nutze. Habe einfach keine Lust mehr auf ´Lehrgeld ´Zahlungen.
    Ich bemerke aber auch zähneknirschend daß die ursprüngliche Frage von Alfred etwas ganz anderes betraf.

    Softtopmäßig noch dichte Grüße
    norbert

    # Bei dem nachfolgenden Link geht es mir nicht um das Unternehmen, sondern um die ´Geschichte´ die da
    über Sonnenland erzählt wird. Objektiv / Subjektiv? Ich weiß es nicht!

    http://www.ck-cabrio.de/material/classic-line/



     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2018
  9. driver

    driver Aktives Mitglied

    775
    4. April 2004
    Klar hat das mit der ursprünglichen Frage wenig zu tun, ein wirklich gutes Stoffverdeck vernünftig montiert auf einem intakten !!! Verdeckgestell ( das ist auch noch so ein Punkt der gerne vergessen wird ) verursacht allerdings nicht die beschriebenen Probleme beim schließen .

    Wolfgang
     
  10. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo, Alfred,

    Dein Problem dürfte zwei Ursachen haben: Zum einen einen gealterten und vermutlich eingelaufenen oder nicht (mehr) perfekt sitzenden Verdeckstoff und zum anderen ein vermutlich nicht mehr perfektes und/oder perfekt ausgerichtetes Verdeckgestänge. Wenn beides ok ist, lässt sich auch das hintere Verdeckteil problemlos einklinken. Wenn es stark spannt, erst vorne die beiden Verschlußzapfen nur in die Löcher stecken, dann hinten einrasten und erst dann vorne verriegeln. Das beim einlegen die Verdeck"ohren" nach oben gebogen werden, sollte sich bei guter Sattlerarbeit nicht nachteilig auf den Sitz im geschlossenen Zustand auswirken; heißt, es sollten sich keine Eselsohren hierdurch bilden. Die werden erst dann möglich, wenn nicht genug Spannung auf den Ecken liegt. Und das zu bewerkstelligen, ist Aufgabe des Sattlers. Mein Verdeck hat vor elf Jahren Toy aus Menden aufgezogen. Es hat bis heute keine Eselsohren, obwohl ich es einfach einklappe, ohne diesen immer wieder als nötig kolportierten Ecken-Umlege-Firlefanz beim einklappen. Als mein Verdeckstoff damals runter war, hat sich erst offenbart, welche Mängel im Gestell steckten. Es war total verzogen. Unter anderem war auch der hintere breite und u-förmige Verdeckrahmen verzogen. Ich konnte das letzte bereits damals schon nicht mehr lieferbare Neuteil aus NOS-Bestand ergattern. Ein richten wäre schwer bis gar nicht möglich gewesen.
    Mit neuem Verdeckstoff und einwandfreiem Gestänge wirst Du keine Probleme mehr haben. Eng zugehen im Verdeckkasten wird es aber weiterhin. Das gehört dazu.
    Wenn Du an Stoff und Gestänge zzt.nicht weiter Hand anlegen möchtest, dann stell dein Fahrzeug mal in die Sonne und mach dein (geschlossenes) Dach ordentlich nass. Dann sollte sich der Stoff auch wieder etwas weiten.

    Gruß

    Ulli

    PS: Mein altes Verdeck war während der 19-monatigen Restaurierung im ausgebauten Zustand damals übrigens so dermaßen eingelaufen, dass es praktisch nicht mehr zu schließen war.
     
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  11. Sinan

    Sinan Aktives Mitglied

    912
    23. November 2004
    ohne diesen immer wieder als nötig kolportierten Ecken-Umlege-Firlefanz beim einklappen.

    Die Anderen sollten diesen Firlefanz aber trotzdem mache, macht nämlich Sinn
     
  12. Facelvega

    Facelvega Aktives Mitglied

    235
    13. September 2017
    Ich habe heute die beiden 6 mm Schrauben, die die hintere Abschlussstange halten gelöst und diese möglichst weit herausgezogen. Dann in der Mitte, wo der Verschlusshaken sitzt , mal stark nach hinten gezogen. Danach könnte ich das Dach mit deutlich weniger Kraft schliessen. In Anschluss daran habe ich das Dach mit einem Schwamm und viel Wasser sehr stark befeuchtet und unter Spannung trocken lassen. Am Abend habe ich es erstmals wieder geöffnet und es hat dich doch um die nötigen 5-7 mm geweitet. Ich lasse es jetzt mal eine Woche geschlossen stehen und austrocknen in der Hoffnung, dass es beständig diese Form behält.
    Ich lasse es bewusst langsam trocknen, weil mir ein Sattler mal den Tipp gab, ein gedehntes Stoffdach nass zu machen und dann in der prallen Sonne zu trocknen. Es würde sich dann etwas zusammenziehen und spannen. Ich versuche es aber jetzt durch langsames Trocknen zu dehnen.
    Alfred
     
  13. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Stimmt, Alfred,

    das mit der Sonne war genau andersrum:doh:. Aber das nass machen sollte helfen.

    Gruß

    Ulli
     
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