Ein Freund von mir arbeitet in der Schweizer Uhrenbranche ziemlich weit oben und bezüglich der Haltbarkeit und Zuverlässigkeit von mechanischen Uhren sagt er immer: die Hauptsache ist die korrekte Ölung. Gruß, Martin
Hallo Martin,
sehe ich genau so.
Ich habe lange Zeit mit verschiedenen Ölen von Moebius, Dr. Koch und Dr. Tillwich experimentiert und Uhren auch draußen bei ca. -10°C mit den verschiedenen Ölen betrieben und habe dann bei Dr. Tillwich ein spezielles Öl gefunden, welches auch bei niedrigen Temperaturen die Viskosität nur leicht ändert und der Gang der Uhr somit bei unterschiedlichen Temperaturen, nicht so stark beeinflusst wird.
Hier noch ein Extrakt von meiner Homepage zu dem Thema:
Da das verharzte Öl nicht mehr schmiert, kommt es nicht zu selten vor, dass die Lager eingelaufen sind und ersetzt werden müssen.
Im Anschluss muss die Uhr auch wieder mit dem richtigen Öl geschmiert werden.
Man könnte jetzt denken, man nimmt hier einfach ein passendes Öl für Großuhren, was auch bei konstanter Umgebungstemperatur funktionieren würde. Allerdings steht eine Standuhr selten bei Minus Graden in der Garage und dann wieder bei 35 Grad in der Sonne.
Deshalb kommt hier, nach vielen Versuchen und Tests, ein spezielles Uhrenöl von Dr. Tillwich zum Einsatz, welches auch bei niedrigen Temperaturen seine Viskosität nur wenig ändert und die Uhr somit einigermaßen gleichmäßig und unabhängig von der Umgebungstemperatur laufen lässt.
Man benötigt zwar nur wenige Tropfen davon, aber das Öl ist so teuer, dass z. B. ein Ölwechsel bei meinem W108 280se 4.5 damit
ca. 20000 Euro kosten würde ganz abgesehen davon, dass es als Motorenöl natürlich nicht geeignet ist.
Gruß Jan Reckhenrich