Rot so unbeliebt

Also wenn ich mir die "Oldtimerschwemme" in Berlin anschaue, dann ist das da eher ein lokales "Problem".
Das ist natürlich schlecht, dass dieses genau in der Hauptstadt des Regierungssitzes besteht, aber wenn ich in Berlin war ist mir das durchaus aufgefallen. Sowohl die Oldtimer, als auch das Cliente welches diese fährt und das würde ich mal in weitem Feld ziemlich nach links / alternativ einordnen, natürlich nur optisch und rein oberflächlich...

Und wenn man sich die Autos selbst anschaut, dann braucht es zu dem Thema eigentlich gar keine neuen Gesetze, sondern es müssten nur die bestehenden Gesetze, Stichwort "Mindestzustand" bei der Hauptuntersuchung ordentlich umgesetzt werden, dann wäre die "Oldtimerschwemme" von Berlin binnen 2 Jahren Geschichte...
 
[QUOTE="Mark-RE, post: 154368, member: 10571", ]

Und wenn man sich die Autos selbst anschaut, dann braucht es zu dem Thema eigentlich gar keine neuen Gesetze, sondern es müssten nur die bestehenden Gesetze, Stichwort "Mindestzustand" bei der Hauptuntersuchung ordentlich umgesetzt werden, dann wäre die "Oldtimerschwemme" von Berlin binnen 2 Jahren Geschichte...[/QUOTE]
 
Nicht unbedingt. Wenn es nach der Charta von Turin geht - und die ist auch für Oldtimer gültig, verliert eher die Brabus Pagode das "H", als ein ranziges Gebrauchtmobil, das eventuell sogar noch eine belegbare Historie hat.
"Die Beule hat Opa vom Klausenpass, als ihm der Holländer reingesemmelt ist. Und hier das Foto, das Oma gemacht hat... "
 
So gut wie jeder Mercedes Cabrio / SL Fahrer bei mir in der Werkstatt (mal von den letzten billigen Plastikautos abgesehen) hat sich jedes Jahr die neue Preisliste geholt und geguckt, wieviel sein Auto mehr wert geworden ist. Bei mir standen die Leute mit 190SLs und Pagodenwünschen reihenweise an der Theke und da waren genug dabei, die fragten was wir an so ner Karre machen können, was das kostet und wie das den Wert erhöht... Hinter allen größeren Restaurations / Teilrestaurationsarbeiten stand -fast- immer n Kunde mit der Oldtimer Marktpreisliste in der Hand...
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Es gibt aber auch Leute, die haben das als "Anlageobjekt" gekauft, oder die haben das in der Garage rum stehen und "brauchen" das eigentlich gar nicht und tragen sich schon länger mit dem Gedanken eines Verkaufs und die gucken jetzt langsam ganz ganz ganz traurig. Und die rennen jetzt alle los und bieten die Autos an, nicht ohne Grund sind alleine im Kleinanzeigen über 110 Pagoden drinnen, nur für die Preise kauft keiner mehr. Und da sind immer Leute dabei, die brauchen das Geld oder den Platz und die verkaufen dann doch und so purzeln die Preise.



Das merken mittlerweile auch die Teileprofis, heute erreichte mich eine Mail von Wenner, in der eine "Verkleinerung" angekündigt und preislich schmackhaft gemacht wird:

Wenner.jpg

Tempi passati im Markt...
 
Wundert mich nicht. Ich war in Bockhorn zum Oldtimermarkt. Das Händlerangebot war gut, es waren auch sehr viele junge Leute da, in den 20ern. Nicht nur unter den Händlern, sondern auch unter den Besuchern. Am Freitag war es Besuchermäßig komplett leer. Am Samstag war es voll. Ich habe mir meinen Campingstuhl mit genommen und angeschaut, wer so kommt. Hauptsächlich der Umkreis, sehr viele junge Leute, Autos, ja, 124er, 190er, 123er, Golf II und III, etc. und alle alleine, weil alleine Eintritt frei. Am Freitag 14:17 waren wir am Würstchenstand, 3 Leute am Grill, KEINER vor uns. Naja, bei 5€ für ne Bratwurst im Pappbrötchen kein Wunder. Das Wochenendticket von 25 auf 30€ hoch, haben wir nicht mehr 75€ Eintritt bezahlt sondern sind mit nem Oldtimer rein gefahren, waren dann für Beifahrer 30€ pro Person = 60€ zu dritt. Das gezapfte Jever 0,25 kostete 4€. Haben wir dann nur 6 getrunken. Da höre ich von der nächsten Seite "ne, wir haben unseren Campingkocher mit, wir bezahlen nicht 9€ für ne Erbsensuppe"... Wir haben sonst immer Ahlers Erbsensuppe gegessen, die kostet jetzt mit Bockwurst drinnen 9,50€, meine Frau hat gekocht... Ahlers haben die Erbsensuppe noch um 15 Uhr ausgelobt, früher war die um 14:00 Uhr ausverkauft. Bei den Händlern habe ich noch einiges gekauft, die Leute die aber mit leeren Händen gingen waren schon letztes Jahr nicht wenig, dieses Jahr hatte noch kaum einer etwas in der Hand. Von Händlerseiten hörte ich öfter "ne, nächstes Jahr machen wir das nicht mehr mit"... Es ist ja nicht so, als könnten wir uns die Erbsensuppe nicht leisten oder das Schlückchen Bier für 4€, aber irgendwann ist der Punkt, da wollen wir das nicht mehr.