Nuss für Nutmutter im Flansch am Differential (war MB 136 589 0907)

benno.gries

benno
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19. Dezember 2004
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Guten Abend,

wir müssen die Nutmutter doch mit erheblich mehr Drehmoment anziehen als gedacht (neue Stauchhülse ist drin), um auf das Reibmoment von 2,5 bis 3Nm zu kommen. Der passende Schlüssel ist von BGS nicht zu bekommen, nur für /8 und W123 (BGS 67220), und die haben eine andere Nutmutter mit einer anderen Teilenummer.
Bestehen Erfahrungen, welches käufliche Werkzeug passen könnte?
Im worst case schlachte ich eine andere Nuss, fräse die Nuten ab und lasse mir die Nasen beim Metallbauer passend ausfräsen. Hat das schonmal jemand gemacht?

Ist wirklich davon abzuraten, die alte Stauchhülse wiederzuverwenden?

Gruß Benno
 
Guten Abend,

wir müssen die Nutmutter doch mit erheblich mehr Drehmoment anziehen als gedacht (neue Stauchhülse ist drin), um auf das Reibmoment von 2,5 bis 3Nm zu kommen. Der passende Schlüssel ist von BGS nicht zu bekommen, nur für /8 und W123 (BGS 67220), und die haben eine andere Nutmutter mit einer anderen Teilenummer.
Bestehen Erfahrungen, welches käufliche Werkzeug passen könnte?
Im worst case schlachte ich eine andere Nuss, fräse die Nuten ab und lasse mir die Nasen beim Metallbauer passend ausfräsen. Hat das schonmal jemand gemacht?

Ist wirklich davon abzuraten, die alte Stauchhülse wiederzuverwenden?

Gruß Benno
Zapfennuss aus einer "normalen" Nuss anzufertigen bringt nichts... bricht in nullkommanix. Hatte ich alles durch..
Glaube, über VDH kann man Nachbau erwerben, oder leihe die von jemaden aus. Ist unverzichtbar.
Zur Stauchhülse... Verwende unbedingt alte. Du ersparst dir viel Arbeit. Besorge die hier von ein Paar: A1093531062
Die Scheibe(n) legst du unter die alte Stauchhülse und benötigst erheblich weniger Kraftaufwand, um auf den erfordelichen Reibwert zu kommen. Habe ich letztens erneut bei einer 3.27er gemacht.
Bei den frühen "kleinen" Achsen vom 230SL geht so was leider nicht... Da ist aber auch die Stauchhülse anders und viel leichter zu stauchen als die späten.
 
Eine neue Hülse brauchst du nur wenn du die Lager erneuert hast. Für einen neuen Wellendichtring brauchst du die nicht.
Zur Nutmutter gehört auch ein Stützwerkzeug, welches die Nutmutter hält. Das ist n 2 teiliger Schlüssel.
Ich hab sowas mal für mich nachgebaut, findest du über die Forensuche.

Ich spare mir meistens auch die Quetschhülse neu, sondern werfe eine zusätzliche Ausgleichsscheibe rein wie Sead, ist doch einfacher...
 
Guten Abend,
habe ein Werkzeug (Nutmutternschlüssel) von Honda classic gefunden. Mit 4-Kantantrieb. War schonmal hier im Forum beschrieben.
Die Scheiben habe ich bestellt und werde die alte Distanzhülse wieder einbauen.

Eine Frage habe ich noch:
Bei den Differentialen W123/124 soll, wenn nur der Simmerring neu und das oder die Lager im Differentialhals alt sind, auf vorherigen Reibwert + 0,1Nm eingestellt werden (laut WIS).
Meistens sollen in der Praxis so 1,2Nm dabei herausgekommen sein.

Wie verhält sich das bei der Eingelenkpendelachse? Hier sind noch 2 Lager und 2 Simmerringe mehr zu berücksichtigen. Gelten die 2,5 - 3Nm im Werkstatthandbuch für "alle Lager neu"?

Bei mir sind alle Lager alt, außer den Radlagern auf den Achswellen. Die 5 Simmerringe in der Achse sind neu.

Danke, und Gruß Benno
 
Hallo Benno,

kenne mich nicht in der Thematik aus, aber es klingt so als hättet Ihr keinen Zugriff auf das passende Tabellen- bzw. Werkstatthandbuch ?

Herzlichen Gruß
Oliver
 
Wenn du die Lager nicht erneuerst sondern nur die Simmeringe, dann schraubst du das einfach wieder so zusammen wie es war. Dann brauchst du weder eine neue Quetschhülse, noch eine zusätzliche Scheibe. Zieh die Nutmutter dann einfach mit 60NM wieder fest, die Lagereinstellung ändert sich dadurch nicht. Zur Änderung der Lagereinstellung (Quetschen der Hülse) sind eher 150-200NM nötig...
Im Grunde genommen kannst du die Mutter auch mit nem Messingdorn festschlagen, da brauchst du die Nuss nicht. 400 Gramm Hammer und fest machen, fertig.

Gebrauchte Lager haben in der Regel ne leichte "Einlaufkante". Wenn du nun den Reibwert höher stellst, ziehst du die Rollen gegen die Kante und produzierst nen Lagerschaden...
 
@Oliver,
doch, ich habe das Werkstatthandbuch Modelljahr 1968, Original MB. Nur ist dort nur der Fall "neue Lager - neue Hülse" beschrieben.

@Mark-RE,
genau diese Antwort hatte ich erwartet, und Lagerschäden will man ja meistens vermeiden.....😉. Wir werden alles wieder einbauen wie es war, erstmal mit etwa 30Nm anziehen, lösen, handfest anziehen und messen. Etwas Reibwert kommt ja von den anderen Lagern und Simmerringen, den Wert kann man so bestimmen. Wenn der Reibwert anfängt zu steigen, fängt die Vorspannung im Differentialhals ja erst an. Und dann mit steigenden Drehmoment bis max 60Nm den Reibwert messen.
Bin mal gespannt, was da rauskommt.
Wenn der plastische Bereich (Verformung) bei der Hülse erst bei 150Nm anfängt, bewegt man sich hier ja noch im elastischen und reversiblen Bereich und kann die Mutter ggf wieder zurückdrehen und neu anziehen, und zwar ohne neue Hülse.

Warte jetzt auf die Werkzeuglieferung und die neue Nutmutter.

Gruß Benno
 
Kein Thema.
Ich hab immer 60NM genommen, mein Lehrmeister der Zeitlebens bei Daimler war, hat immer 80NM genommen, der hat hunderte Flansche so wieder angezogen...

Zum Reibwerteinstellen muss der Zahnradsatz hinten raus und aus oben genannten Gründen dann sowieso nur mit neuen Lagern...