Betriebswarmer Motor springt nach einer Standzeit schlecht an

Hallo Christian,

die ESP ist meiner Meinung nach immer die allerletzte Möglichkeit. Oft fehlt das Hitzeschutzblech (Außenhaut aus Aluminium innen Asbest) zwischen dem Auspuffkrümmer und den Ansaugkanälen, durch die Hitzeabstrahlung des Krümmers kann es ebenfalls zu der o.g. Dampfblasenbildung in den Einspritzleitungen kommen.

Gruß
Karl-Heinz
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Pagodenfreunde,
ich möchte Euch in Eurem technischen Einfallsreichtum nicht bremsen, jeder darf natürlich sein Material nach Belieben vernichten. :2cent:

@ Franz
Nach Deinem Verfahren lassen sich die Druckventile nicht prüfen.
Der Systemdruck nach Deiner Prüfung beträgt hier gerade 0,8 – 1,0 Bar. Ist jetzt schon ein Druckventil undicht, hast Du noch mehr Probleme. Die Fördermenge verringert sich und der Zylinder läuft zu mager.
Maßgebend für die angesprochene Problemstellung ist der Druck zwischen Druckventil und Einspritzdüse von 15 – bis 18 Bar.
Ist hier eine Undichtigkeit, fällt der Druck ab und die Pumpe benötigt eine gewisse Zeit um den benötigten Einspritzdruck wieder herzustellen. In dieser Zeit springt der Motor schlecht an und läuft unrund.

@ Ollisal
Schau mal in Wiki unter läppen nach !!!
Deine hier publizierte Methode ist für die Druckventile absolut tödlich und das Ergebnis wird wunderschöner teurer Kernschrott sein.
Sollten die Ventile verschlissen, durch Korrosion beschädigt oder nicht mehr zu dichten sein, bleibt nur noch die Möglichkeit die Ventile zu erneuern.
Hierfür muss die Pumpe raus, auf den Prüftstand und das ganze wird etwas :sparschwein:.

Gruß Klaus

Hallo Klaus, danke für den Hinweis und sorry für das umgangssprachliche "Läppen". Hätte ich schlichten mittels Schleifpapier schreiben sollen? Wie ich ausführte, hatten die meisten 230er ESP hier keine Probleme und man braucht außer der Sichtprüfung nichts zu machen. Und wenn ein Konus Korrosion hat, was macht es dann, den Versuch zu wagen. Aus Schrott mehr Schrott zu machen? Es gibt nichts weiter zu verlieren. Habe es einmal gemacht und es hat geklappt. Ist natürlich keine Erfolgsgarantie und ohne Not lässt man besser die Finger davon.

Beste Grüße Ollisal
 
Hallo zusammen,

möchte mich an dieser Stelle auch noch einmal melden.

Zum einen teile ich die Ansicht, dass bestimmte Bauteile einfach nicht in den Bereich von auch noch so unerschrockenen Amateuren gehören sollten und deshalb liesse ich meine Einsprtitzventile und die geliebte ESP lieber in Ruhe oder vom versierten Fachmann machen. Nur so als Überlegung, ich denke, da ist im Zweifel wirklich schnell was kaputt gemacht und das, was man erreichen wollte, nämlich Geld zu sparen, ins Gegenteil verkehrt - vom Ärger darüber (und über sich selber) mal abgesehen. Zum anderen leidet unser 230er trotz überholter ESP und erneuerten Einspritzventilen an dem Phänomen, weshalb ich eher auf andere Ursachen tippen würde.

Mal sehen, was wir hier noch zu lesen bekommen.

Beste Grüsse
Lindi

Du hast recht, zuviel Wissen schadet nur. Bei dir wurde die ESP überholt und die Einspritzventile erneuert. Es gibt also keinen Grund hier weiter zu insistieren. So what - hat noch jemand eine Idee wo der Druck (15 - 18 Bar) hin verschwinden könnte? Ich nicht und daher bleibe ich bei der Möglichkeit der Dampfblasenbildung und der Abhilfe mittels Einsekundenschalter. Wie beschrieben hatte ich das gleiche, um nicht zu sagen dasselbe Problem. Nach Einbau des ESS bin ich das Problem los. Versuch macht klug, aber evtl. wird man das Problem mittels schreiben ja auch los. Bekanntlich ist die Feder ja stärker als das Schwert:bierkrug: Nur so als Überlegung...

Nochmals beste Grüße
ollisal
 
Hi,

bei uns war es so, dass der heisse Motor nicht mehr oder nur noch nach langem Vollgasorgeln zu starten war.

Der Test des Einsekunden-Schalters ergab, dass er zu lange schloss. Hab ihn dann auf eine Sekunde eingestellt - keine Besserung! Erst als ich den Schalter völlig außer Funktion gesetzt hatte, war alles o.k.

Bei unserem frühen 230er war original ja noch kein ESS verbaut, ist wohl in den USA mal nachgerüstet worden. Nachdem unser Motor überholt war, tauchte das Problem erst auf, vorher war es nicht vorhanden.

Verallgemeinern kann man das m.E. nicht so gut, bei den 230ern reagieren die Motoren völlig unterschiedlich. Der eine Motor säuft schon heiss bei einer Sekunde Zusatzeinspritzung ab, der andere braucht es.

Ist wie im richtigen Leben, einer verträgt etwas mehr, beim anderen fällt die schwarze Klappe schon sehr schnell... :bierkrug:

Gruss Chris