Eure Erfahrung gefragt

Janus

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28. September 2004
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11
Hallo Gemeinde

Habe eine 230er von 01/64 signalrot beiges Interieur und verfolge
seit geraumer Zeit fast täglich Eure Berichte.Viele davon sind sehr hilfreich,wenn man wie ich kein Bastler ist.

Nun zum Thema:

Meine Pagode habe ich auseinander gebaut zum Lackierer gebracht,dieser musste rundherum verzinnen,eine Tür austauschen das Verdeck und Motorhaube ein-und ausbauen und abschleifen.Hardtop und Radzierkappen wurden nicht mitlackiert ebenso wurde nur bis zur Türkante lackiert.Das Auto habe ich abgeholt und wieder Instrumente und Verkleidung selbst eingebaut.
Soweit so gut.
Obwohl bei mir und der Werkstatt von Anfang an klar war das das Budget begrenzt ist habe ich jetzt eine Rechnung von der man noch eine Pagode kaufen könnte.Schriftlich hat weder er was noch ich.

Wer von Euch hat ähnliche arbeiten machen lassen und kann mir vielleicht, gerne auch über PN,sagen was sowas bei Ihm gekostet hat.


Bitte kein Hinweis auf den Link mit der Lackierung in Polen ,als ich den las ist mein Herzschrittmacher sowieso schon durchgebrannt.


erstmal vielen Dank
Jörg
Einfach zu gut für diese Welt :
 
@ Jörg

Deine "Frage" ist seriös, so überhaupt nicht zu beantworten.
In den Arbeiten, die Du oberflächlich beschrieben hast, können
relativ viele und ebenso relativ wenige Leistungen erbracht
worden sein.

Und dann ist ja das Problem: Kein Kostenangebot, kein schrift-
licher Auftrag. Sieht erst mal schlecht aus für Dich, muss aber
nicht schlecht sein.

Zur rechtlichen Situation findest Du hier zusammengefasst mal
eine erste Hilfe. Nützliche Links:

http://66.102.9.104/search?q=cache:BCIrCjgnHBgJ:www.spotlight.de/zforen/job/m/job-1077913928-3920.html+autoreparatur+rechnung+streit&hl=de


http://www.vis-recht.bayern.de/de/left/themen/vertraege_einzeln/werkvertrag/verguetungsanspruch.htm

Ich nehme an, Dein "Blech'ner" hat Dir schon eine erste
(Vorab-) Rechnung auf den Tisch gelegt, in der exakt die einzel-
nen Leistungspositionen quali- und quantifizierbar aufgeschlüsselt
sind (Arbeits- und Stundennachweise, Materialverbrauch, Ersatz-
teile etc.). Wenn nicht, hat zunächst er mal schlechte Karten.

Bei den Handwerkskammern und Verbraucherschutz-Beratungs-
stellen gibt es auf jeden Fall kompetente Leute, die so eine
Rechnung mal einem Säuretest unterziehen. Dazu kannst Du von
einem neutralen Gutachter auch die Arbeiten des "Blechners" mal
unter die Lupe nehmen lassen.

Wie gesagt: Mangels Kenntnis, Was und Wie "restauriert" oder
was immer wurde, kannst Du auf so eine Frage in einem Forum
keine seriöse Antwort erhalten, meine ich.

Die meisten von uns haben sicher schon mal wie ein Zitteraal da-
gestanden, wenn sie eine Rechnung irgend einer Werkstatt in
den Händen hielten. Ich bin deshalb mal gespannt darauf,
was von anderen "Füchsen" aus dem Forum noch so alles an ver-
wertbaren Vorschlägen (und bitte auch ein paar Dirty-Tricks,
aber bitte nicht nur per PN) zu dieser hochinteressanten Frage
kommt.

Kopf hoch, vielleicht machst Du deinem "Blechner" am Ende ja
noch einen dicken Strich durch die Rechnung


Detlef (der hessische) :confused:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, Jörg,

ohne zu wissen, was genau Du in Auftrag gegeben hast, welche Arbeiten genau ausgeführt wurden und was Du bezahlt, ist, wie Detlef bereits angemerkt hat, kaum eine vernünftige Antwort möglich. Und selbst dann ist sie noch mit Vorsicht zu genießen, denn niemand hat daneben gestanden und die Stundensätze sind ja auch nicht überall gleich.
Bei solchen Projekten, bei denen offensichtlich neben den Lack- auch Karrosseriearbeiten mit in Auftrag gegeben wurden, kann ich mir je nach Aufwand durchaus vorstellen, dass Du Dich fast in fünfstelligen Regionen bewegst.
Hast Du vorher keinen KVA eingeholt? Wenn doch, wäre zu klären, warum er überschritten wurde und ob angemessene Infos über die zu erwartenden Mehrkosten an Dich erfolgten. In jedem Fall ist die Rechnung angemessen und nachprüfbar für dich zu spezifizieren. Wenn Du allerdings gutgläubig und ohne Preisnachfrage einfach "Mach mal" gesagt hast, hast Du wohl schlechte Karten. Hoffe, das Arbeitsergebnis ist wenigstens o.k.

Gruß

Ulli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ulli und Detlef

Ist mir klar das Ihr keine genauen Angaben dazu machen könnt,was meine REchnung betrifft.Wollte nur mal so im Forum rumhören was die Allgenmeinheit so von Euch bezahlt(Angabe größer/Kleiner als,reicht mir schon) hat bei ähnlichen Arbeiten .
Natürlich habe ich Chaot kein KVA machen lassen. Dies war unter den Umständen auch recht schwierig.Das Auto war zerlegt und musste aus der Garage.Der Lackierer wurde mir empfohlen und ich gab im mehr oder weniger vor Zeugen ein Preislimit.Hatte zwar ein ungutes Gefühl dabei aber "bei der Empfehlung"dachte ich mir kann nichts schiefgehen.Und so "Wer den Schaden hat braucht... . Ihr wisst schon.

Die Arbeiten selbst sind einigermassen ausgeführt bis auf zwei Stellen wo man die Grundierung als weisse Wolken durch schimmer sieht.

gruss Jörg
Wo geht Ihr Hessen den hin mit Euren Pagoden.Brauche wohl eine neue Werkstatt.
 
Hallo Jörg,

ich kann Detlef und Ulli nur beipflichten. Eine Aussage zu einer Arbeit kann man nur treffen, wenn man genau weiss, was gemacht wurde und welche Leistungen dazu erbracht wurden. Eine Aussage zu Deinen Ausführungen wäre wie Lesen in der Glaskugel.

Ich kann nur soviel sagen, bei meiner Pagode wurde der Lack völlig entfernt bis auf das "nackte" Blech. Das Fahrzeug wurde von mir hingestellt und alle Leistungen wurden durch den Lackierbetrieb erbracht (Ab- und Anbauarbeiten, Schleifen bis zum Aufarbeiten, Roststellen beseitigen etc.) Ich habe also garnichts selbst gemacht.

Die Arbeit in Breslau hat EURO 2.600,- gekostet. Der Gutachter hier hat bei der Nachbegutachtung für die Versicherung gesagt, dass die Arbeiten in einem Fachbetrieb in Deutschland ca. TEUR 12-14 gekostet hätten. Er hat sich die Mühe gemacht, mal eine Kurzkalkulation zu machen und hat mein Resultat als "hervorragend" eingestuft. Das spiegelt sich auch im erheblich gestiegenen Wert der Pagode wider.

Bei Deinen Angaben fehlen Details. Ein Ratschlag wäre zu einem Fachmann zu gehen und die Arbeit begutachten zu lassen. Und wenn Grundierung durchscheint, ist wohl auch noch eine nicht-fachgerechte Leistung zu benennen. Nicht grad ein Aushängeschild für einen "Meisterbetrieb".

Gruss
Stephan M.
-der Glückliche über eine fachgerecht ausgeführte Leistung in Breslau-:tanzen:
 
Hallo Janus.

Das was Dir passiert ist, ist wahrscheinlich kein Einzelfall. Zum einen sind da unerfahrene Oldtimerbesitzer, die für möglichst wenig Euros und dafür um so höherem Perfektionsanspruch ein Auto "wie aus der Fabrik" haben wollen, auf der anderen Seite "Restaurateure", die sich den Umstand der relativ schwer einschätzbaren Restaurierungskosten zu Nutze machen und mehr Opfer, wie Kunden, suchen. Eine tödliche Mischung.

In ein Loblied, wie es Stephan auf seinen polnischen Blechgott singt, können glaube ich, die Wenigstens mit einstimmen, die diese Tortur für Geldbeutel und Nerven schon mal hinter sich gebracht haben.

Trotzdem ist Deine Lage nicht so hoffnungslos. Wenn Du "Zeugen" hast für Deine Limitierung der Kosten und wenn hier teilweise sogar unsachgemässe Restaurierungsergebnisse vorliegen, würde ich hier den Hebel versuchen anzusetzen.

Gehe doch mal zur Schiedsstelle der Handwerkskammer und lass Dich beraten. Oftmals stellt sich dort schon heraus, dass ein bestimmter "Restaurierer" schon früher mal "auffällig" geworden ist. Und beim TÜV sitzen ebenso erfahrene Prüfingenieure, die nicht selten selbst Oldtimerbesitzer sind (ich kenne alleine in meinem Umfeld 2) und in so einem Fall sehr hilfreich sein können.


Detlef (der hessische)
 

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pie mal daumen

hallo janus,

pie mal daumen,

wuerde ich sagen das du in deutschland,

ca.: 2500,-euro bis 5000,-euro nur fuer das lackieren bezahlen kannst (mit vorarbeiten, fuellern, schleifen usw.)
ich habe fuer meine p. komplett mit radkappen und hardtop 3000,-euro bezahlt und bin bis auf die motorhaube sehr zufrieden. obwohl er schon zweimal nach lackieren musste weil ich kleine risse im lack gefunden hatte, die er aber ohne zu murren weggemacht.

verzinnen rundum kosten dich ca. 1000,- bis 2500,- euro, kommt auf die art und den umfang drauf an.

also darf dich die sache zw. 3500,-euro und 7500,-euro gekostet haben.

da du schriebst das er nur bis zur unterkante und ohne hardtop und radkappen, eher max nur 2500,-euro.

oder hat er noch mehr gemacht??????

thomas

Janus schrieb:
Hallo Gemeinde

Habe eine 230er von 01/64 signalrot beiges Interieur und verfolge
seit geraumer Zeit fast täglich Eure Berichte.Viele davon sind sehr hilfreich,wenn man wie ich kein Bastler ist.

Nun zum Thema:

Meine Pagode habe ich auseinander gebaut zum Lackierer gebracht,dieser musste rundherum verzinnen,eine Tür austauschen das Verdeck und Motorhaube ein-und ausbauen und abschleifen.Hardtop und Radzierkappen wurden nicht mitlackiert ebenso wurde nur bis zur Türkante lackiert.Das Auto habe ich abgeholt und wieder Instrumente und Verkleidung selbst eingebaut.
Soweit so gut.


:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Thomas

Ist natürlich nicht möglich für Euch eine seriöse Aussage zu machen.
Aber ihr habt mir schon geholfen mit Euren Vergleichen.Werde die Rechnung nochmals prüfen lassen und schauen was daraus wird.


GRuss Jörg
 
...da wir ja alle Autos fahren, deren Stahlblech seine
ganze Energie darin verwendet, sich wieder in seine
Ursprungsform, in Eisenerz zurück zu verwandeln,
sind viele von uns Pagoden-Besitzer auf die Hilfe von
Karosseriebauern und Lackierern angewiesen.

Es wäre prima, wenn Du uns an dieser Stelle irgend
wann mal erzählst, wie die Sache ausgegangen ist.


Detlef (der Neugierische Hesse)







Janus schrieb:
Hallo Thomas

Ist natürlich nicht möglich für Euch eine seriöse Aussage zu machen.
Aber ihr habt mir schon geholfen mit Euren Vergleichen.Werde die Rechnung nochmals prüfen lassen und schauen was daraus wird.


GRuss Jörg