es ist schon auffällig, wie die Mode auf den Oldtimerzug aufspringt - gefühlt bei fast jeder 2. Anzeige räkelt sich ein Model auf einem alten Ledersitz oder ein wahnsinnig cooler Mann hat einen Racing-Helm über der Schulter.
Moin,
guter Punkt, das ging mir in punkto Status auch durch den Kopf. Auch als Kommissar fährt man offenbar heutzutage im Dienst primär seltene Auto der 60er und 70re. Diese Mode kann aber auch ganz schnell vorbei sein, dann ist E-bike cool.
Im persönlichen Umfeld kann ich nur sagen: Autofahren zu können ist den meisten wichtig, ein Statussysmbol ist es hingegen bei vielen nicht, auch bei den Ü30ern. Allerdings lebe ich auch in einer Stadt, wo man in der Hinsicht alles sieht, was man sonst selten sieht. Z.B. den Ferrari 250 GTO bei der MFK (=(TÜV), auch habe ich erst hier gelernt, daß es den A4 als V8 gibt, das scheint aber in Zürich Serienaustattung zu sein

Wer hier richtig "angeben" will, braucht dann nicht mit nem einfachen 911er Turbo oder sowas kommen.
Mit ner Pagode schwimmt man da ganz locker und unauffällig durch die Stadt - außer offen fahrend an den sonnigen Wintertagen letztens. Image-mäßig bewirkt man mit unserem BMW 2002 oder dem Bulli allerdings wesentlich mehr, an Aufmerksamkeit ebenso wie Anerkennung und Daumen-hoch.
Allerdings kann ich in der Hinsicht - bezogen auf Oldtimer - gar nicht so einen großen Unterschied zwischen jung und alt erkennen. Oldtimer sind chic und schmücken einen wie ein Kleidungdsstück auch. Auch Kinder sprechen mich immer mal begeistert auf unsere alten Autos an, egal ob Bulli oder Pagode. Den Bulli kennen allerdings die meisten, bei den anderen fragen sie, was das ist. Mitfahren wollen sie auch gerne.
Bei den aktuellen Verbrauchsautos ist es aber offenbar so, daß die jüngeren tatsächlich eher praktisch denken. Lieber im Q7, der S-Klasse oder im ollen Golf zum Training gefahren werden? Ist egal, Hauptsache man kommt zum Training. Als ich Kind/Jugendlicher war, wußte ich genau, was für ein Auto Papa zu kaufen hat, das ist heute glaube ich anders.
Allerdings scheinen Statussymbole insgesamt an Bedeutung zu verlieren, klar ist es wichtig, Elektronik aus Cupertino zu haben oder die richtigen Klamotten. Aber die großen Anschaffungen des Lebens wie Auto, Haus etc. sind nicht relevant.
Mein Fazit: Status im Sinne von "Protzen mit ner fetten Karre" ist out. Statuspunkte im Sinne von "Coolness" kann man heute zwar auch noch mit einem Auto machen, aber das muß nicht ein teures sein.
Grüße
Marius