kann dir aber jetzt schon sagen, das deine Anschaffungskosten + die externe Komplettrestaurierung mehr Geld verschlingen werden, als wenn du gleich ein komplett restauriertes Fahrzeug kaufst.
Das betrifft aber nach meinen Beobachtungen nur 230er und 250er.
Wenn man einen Top Restaurierten 280er sucht, dann lohnt es sich auch finanziell ein Auto zu kaufen und restaurieren zu lassen.
Einen top Restaurierten 280er muss man erst einmal finden.
Ich habe mir auf der letzten Techno Classica 70 Pagoden angeschaut und da waren nur 3 richtig restaurierte Autos dabei, also von dem ausgehend was ich eine Vollrestauration nenne und da stand bei allen 3 Autos eine 2 vorne im Preis...
Eine Vollrestauration heißt für mich, dass die Karosserie komplett entlackt wurde, egal ob Tauchbad oder Gestrahlt, dass sie soweit nötig ordentlich in Stand gesetzt wurde und dass sie komplett lackiert wurde. Wenn man da drunter steht, muss man unter einem Neuwagen stehen und nicht auf trockeneisgestrahlten und übergejauchten 50 Jahre alten, harten und in Wirklichkeit unterrosteten Unterbodenschutz gucken.
Ferner heißt es, dass jedes Bauteil von dem Fahrzeug zerlegt, gereinigt, überprüft und überarbeitet wird, alles alte Fett erneuert wird und sämtliche Gummiteile, Kunststoffteile und Verschleißteile überholt werden.
Das heißt im Prinzip, dass auch jedes Türschloss, jeder Schalter, vom Gebläsemotor bis zum Heizungskühler, Wasserventil, Bowdenzug, usw. usf. überarbeitet werden muss. Auch kläppchen, Hebelchen, Instrumente, vom Tacho bis zum Drehzahlmesser oder zur Uhr muss alles auseinander.
Bei den meisten "Restaurationen" gehts schon damit los dass die Karosserien nicht ganz blank gemacht wurden, bei vielen Fahrzeugen fehlen dann hinterher die Markanten Schweißpunkte, die Sicken überall wo sie hin gehören, etc. Dann werden die Schalter nicht zerlegt, die Gebläsemotoren selten überholt, die jaulen dann, die Elektrik leuchtet dann nicht richtig, es wird an Chrom und Zierteilen Chinanachbauware verbaut die nicht richtig passt, dann werden die Heizungsanlagen oft nicht richtig zusammen gebaut oder überarbeitet und das klemmt dann alles und funktioniert nicht richtig, die Wärmetauscher werden nicht überholt, usw. usf.
Dafür braucht man einen Betrieb der überhaupt in der Lage ist, diese Arbeiten aus zu führen und jemanden der sich so aus kennt, dass er die Arbeiten die nicht ausgeführt werden können und fremd vergeben werden, koordiniert, kalkuliert und terminmäßig plant so dass das Fahrzeug auch irgendwann fertig wird. Auch müssen die einzelnen Zwischenarbeiten die von eigenen Mechanikern oder von Fremdfirmen übernommen werden, von dem der für das Projekt verantwortlich ist fachgerecht abgenommen werden.
Bei mir haben an einem Auto am Schluss 30-40 verschiedene Leute gearbeitet. Und das ist bei einer richtigen Vollrestauration sehr sehr wenig.
Wenn man ganze Baugruppen fremd vergibt, dann muss man auch schauen dass die Handschrift stimmt, dass die gleiche Verzinkerei verzinkt, dass die gleichen Schrauben verwendet werden, die gleichen Schlauchschellen, usw. usf. Wenn der eine die alten Schrauben neu verzinkt und der andere silberne Schrauben ausm Würth Regal reinschraubt auf denen TYC steht, dann sieht dass im Gesamtbild halt schlecht aus.