Scheibenbremse re vorne schleift nach Winterschlaf

schlüssellos

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Hallo,
nachdem die Pagode nun wunderbar startet, fiel mir nach der ersten längeren Probefahrt auf, dass die Felge vorne rechts deutlich wärmer, fast schon heiss wird.

Hier habe ich erst vor ca. einem Jahr versucht, den Bremssattel zu überholen (neue Kolben, Dichtungssatz und feines Schleifen und Polieren des Zylinders).

Meint Ihr, ich könnte erst mal versuchen, die Kolben zurückzudrücken? Ich möchte ja fahren und nicht schon wieder den Bremssattel ausbauen.

Gibt es eine Möglichkeit, nur das Rad abzunehmen und dann mit irgend etwas zwischen Bremsscheibe und Bremsklötze zu kommen, um das auseinanderzudrücken?

Grüße, Felix
 
Hallo,
nur das Rad abnehmen und irgendwie dazwischen kommen wird nicht so einfach sein, wenn die Bremsklötze tatsächlich schleifen bzw. sogar fest anliegen.
Ich würde die Klötze ganz rausmachen, was ja auch kein großer zusätzlicher Aufwand bedeutet, um dann die Kolben zurück zu drücken bzw. deren Gangbarkeit zu prüfen.Vielleicht ist ja nur ein Kolben fest und hat schon einen Klotz runtergeschliffen.
Hierbei ist das anl. Werkzeug sehr hilfreich und preiswert zu bekommen.
...WRe
 

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Nein, der Schlauch ist es nicht.

Das Werkzeug sieht perfekt aus: Hast Du vielleicht eine Bezugsquelle?

Es gibt ja viele verschiedene, da man viel Kraft braucht, muss das Ding ziemlich stabil sein, oder?

Grüße, Felix
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank, ich habe es gerade bestellt. Ich hoffe nur, ich bekomme die Beläge auch heraus und sie sitzen nicht zu fest an der Scheibe!

Grüsse, Felix
 
Das Werkzeug ist zum normalen Belagwechsel OK, aber für festsitzende Kolben taugt das nicht, weil es sich dann verbiegt und der Kolben verkantet. Stückchen Holz und Montierhebel gehen da besser...

Die Beläge bekommt man schon raus, im Zweifelsfalle mit dem Zughammer oder wenn nur einer klemmt, den anderen raus nehmen und Radlager leicht lösen...
 
So, ich berichte: Das Werkzeug ist tatsächlich wirklich solide und nachdem ich schon dachte, es klappt nicht, weil sich der innere Kolben überhaupt nicht bewegte, gab es plötzlich einen Ruck und er liess sich ganz zurückstellen.
Ich habe die Kolben dann mehrfach hin- und herbewegt und derzeit ist alles bestens.

Ich muss sehen, ob das so bleibt! Aber erstmal kann ich fahren:autofahrer:

Grüße und großen Dank an Wolfgang WRe und die anderen Ratgeber,

Felix
 
Hei. Ich vermute, Kolben und/oder Zylinder haben starke Korrosionsmarken und du solltest so schnell es geht die Bremse erneuern.
 
Ja, ATE. Nein, ruiniert, habe ich sie nicht. Es waren bereits zuvor leichte Korrosionsspuren im Zylinder, die ich mit ganz feinem Sandpapier geglättet habe, wobei ich allerdings glaubte, sie seien ohnehin ausserhalb der Kolbenlaufbahn (siehe ersten Beitrag).
 
Moin,

ein Kolben bleibt ja nicht ohne Grund hängen.
Entweder Du baust den Sattel komplett auseinander und analysiert gekonnt den Schaden/Grund oder Du bringst den Wagen zu nem Fachmann.

Mutmaßlich hast Du einen Montagefehler oder aber Kolben mit Qualitätsproblemen - nach 1 Jahr darf da nichts klemmen.

Für Behelf ist da kein Spielraum, Heinrich hat da völlig Recht.
 
Ja, ATE. Nein, ruiniert, habe ich sie nicht. Es waren bereits zuvor leichte Korrosionsspuren im Zylinder, die ich mit ganz feinem Sandpapier geglättet habe, wobei ich allerdings glaubte, sie seien ohnehin ausserhalb der Kolbenlaufbahn (siehe ersten Beitrag).

Ja, die Bremssättel rosten halt leider Oberhalb des Dichtrings außenseitig fest. Das bekommst du mit normalen Mitteln und normaler Bremsflüssigkeit nicht in den Griff. Du kannst das zwar fetten (mit ATE Paste), aber nach längerer Standzeit wird es dort wieder rosten, weil die Verzinkung (Korrosionsschutz) in dem Bereich einfach fehlt. Abhilfe schafft regelmäßig fahren, oder man muss die Bremssättel neu verzinken lassen (was dann in der Regel auf neue Sättel hinaus läuft) ODER Silikonbremsflüssigkeit nehmen. Wenn du die Anlage komplett zerlegst, alle Gummiteile erneuerst und DOT 5.0 Silikonbremsflüssigkeit rein machst, dann rosten die Kolben nicht mehr fest, auch wenn keine Verzinkung mehr da ist.
 
Mit Bremsanlagen spielt man nicht rum. Deine Handlungsweise ist unverantwortlich.

ich verstehe Dich nicht: Bevor Du so etwas schreibst, solltest Du erst einmal meine Beiträge lesen. Nochmal:

Ich habe bei der letzten Überholung (übrigens zusammen mit einem ehemaligen Mercedes-Mann) den Bremssattel demontiert und zerlegt. Wir haben neue Kolben und einen neuen ATE Dichtungssatz eingebaut. Wir stellten leichte Korrosionsspuren ausserhalb der Lauffläche fest und haben diese mit sehr feinem Sandpapier geglättet.

Die Bremswirkung haben wir auf dem Prüfstand getestet, sie war sehr gut.

So, und nun Du: Was bitte ist daran unverantwortlich?

Grüsse, Felix
 
ich verstehe Dich nicht: Bevor Du so etwas schreibst, solltest Du erst einmal meine Beiträge lesen. Nochmal:

Ich habe bei der letzten Überholung (übrigens zusammen mit einem ehemaligen Mercedes-Mann) den Bremssattel demontiert und zerlegt. Wir haben neue Kolben und einen neuen ATE Dichtungssatz eingebaut. Wir stellten leichte Korrosionsspuren ausserhalb der Lauffläche fest und haben diese mit sehr feinem Sandpapier geglättet.

Die Bremswirkung haben wir auf dem Prüfstand getestet, sie war sehr gut.

So, und nun Du: Was bitte ist daran unverantwortlich?

Grüsse, Felix

Das man Bremssättel nicht zerlegen darf.
 
neu kaufen und wohl fühlen mein Tip, muss nicht unbedingt ATE sein. Ich habe mal welche von ABS eingebaut und keinen Unterschied festgestellt, ATE kostet das Doppelte, lg Heiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,
aha!
Und wie werden die überholt?
Der Laie sollte sie nicht zerlegen. Wer das kann und damit verantwortungsvoll umgeht, wird selber entscheiden ob er es tut!

Übrigens gehe ich davon aus, dass viele hier aus dem Forum es schon getan haben und du natürlich auch!

Grüße Memmo

Bei der Überholung kommen neue Schrauben zum Einsatz, die der Endkunde in der Regel nicht kaufen kann, weil sie aus gutem Grund nicht auf dem Endkundenmarkt verkauft werden und nach der Überholung werden die Teile druckgeprüft. Letzteres kann der Hobbyschrauber eben in der Regel nicht gewährleisten.

Deshalb gibt es ein generelles Verbot die Sattelhälften zu trennen, mit Ausnahme von zertifizierten Betrieben wie ATE & Co, die hinterher in der Lage sind das ganze zu prüfen.

Bei nicht ATE Austauschteilen ist in der Regel die Qualität der Gummis leider schlechter.

Ne Raketentechnik ist son Bremssattel aber auch nicht. Zu deiner Vermutung was ich schon getan habe, äußere ich mich lieber nicht, aber im Grunde genommen, wenn man den nicht mit komplett verrosteten Schrauben und zu viel Drehmoment so dass man sie streckt, zusammen schraubt (Dehn/Streck Diagramm von Schraubverbindungen kennen wir ja) fliegen einem die Dinger ja nicht auseinander, sondern maximal werden sie an der Trennstelle undicht. Habe ich aber noch kein Problem bei nem W113 mit gehabt, da sind ja Dichtungen drinnen. Gibt auch Sättel von Girling die haben keine Dichtungen in den Trennhälften, da ist dass dann etwas Tricky...

Ich habe so lange brav ATE Tauschteile gekauft wie es n Satz Sättel für nen W113 (VA+HA) für 1000€ zu kaufen gab. Als es irgendwann Seitens Lieferantenseite hießt "kosten 3k€" habe ich dann auch den Vogelzeiger gemacht.

Nach dem Verzinken muss man die Lauffläche des Kolbens UNTERHALB des Rechteckringes nachhonen, das geht natürlich nicht ohne zerlegen. Aber nur unterhalb, nicht oberhalb. Da läuft er nicht...
 
Das man Bremssättel nicht zerlegen darf.
Zerlegen meinte ich in dem Sinn, dass Kolben und Dichtungssatz ausgebaut und ersetzt wurden (Habe ich auch so beschrieben!). Die beiden Hälften der Bremszange wurden nicht getrennt!

HeinrichB hat es die Sprache verschlagen? Wenn man so austeilt, darf man einen Fehler ruhig auch mal zugeben!!!! Nur so als Tipp.

Trotzdem beste Grüsse, Felix

p.s.: Ich freue mich jedenfalls sehr, dass ich dank der Hinweise KOMPETENTER und FREUNDLICHER Mitglieder bei diesem schönen Wetter fahren kann; und zwar mit bester und gleichmässiger Bremswirkung und ohne schleifende Beläge! Dafür meinen herzlichen Dank!