Nach der weithin verbreiteten Meinung, unter 30.000 bis 35.000 Euro
bekomme ich keine halbwegs mängelfreie Pagode, spiegelt der Verkaufspreis
von VHB (!) 24.900 Euro hier beileibe nicht den Kauf einer Rundumsorglos-
Pagode vor.
Was ist überhaupt ein unehrliches Auto? Jeden Quadratzentimeter entdeckter
Spachtel als Beweis für Pfusch in der Vergangenheit zu qualifizieren und bei
einem nicht typenkonformen Motor bei einer Pagode im ohnehin Low-Price-
Level gleich von Wertabschlägen zu reden, halte ich bei einem 'Neuen' wie
"Spraydi", der selbst nicht mal eine Pagode hat und das gleich im ersten Posting,
für vermessen. Sorry Leute, aber so’n Quatsch habe ich selten gelesen. Noch
weiss nämlich keiner von uns, zu welchem Preis der Verkäufer das Auto am Ende
bereit ist, tatsächlich zu vertickern. Und eine objektive Befundung kann nur ein
Fachmann durchführen.
Eine Pagode, die seit den 80er Jahren in Familienbesitz war und an der eine
Reihe von Reparaturen durchgeführt wurde, die durchaus heute noch von
einem Experten qualifiziert werden können, ist es für einen Kaufinteressenten
allemal wert, einer Prüfung durch einen Experten unterzogen zu werden.
Detlef K.
Hierzu noch mal von der fachlichen Seite eine Ergänzung:
Ein von Rost befreites und fachmännisch restauriertes altes Karosseriebauteil
ist unter Oldtimergesichtspunkten immer mehr wert, wie der Ersatz desselben
durch ein Neuteil. Das ist nämlich der Unterschied zwischen einer Oldtimer-
Reparatur und einer -Restaurierung, ein Unterschied, den die wenigsten kennen.
"Es gibt kein Top-Auto ohne Spachtel", wie bspw. Hans Kleissl von HK-
Engineering mal sagte. Und genau deshalb kann's auch so guit wie keinen fast
40 Jahre alten, gebrauchten Roadster - in dem Fall halt eine olle Pagode - geben,
an der der früher genannte "Japan-Stahl" nicht irgend wo dran ist, mal ein
bisschen weniger, mal ein bisschen mehr. Wo's drauf ankommt, ist, wie gut ist
die Arbeit damals gemacht worden und/oder wie sind meine eigenen,
ästhetischen Ansprüche?
http://www.motor-on.de/__c1256b96004f36da.nsf/previewFS?OpenPage&A&ArticleIDsorted/~5AFCA6F86D3202D7C125722F003D175A
@ Spraydi,
So normal wie Spachtel auf Karosseriebauteilen, ist Unterbodenschutz in
Radhäusern. Wenn Du hier irgend wo welligen, gerissenen oder sogar UB-Schutz
mit Blasen entdeckt hättest, Ok. Aber überlackierten UB-Schutz als verdächtig
zu qualifizieren, ist wie wir Frankfurter sagen Quatsch mit Soße.
Das 27 (?) von Dir "besichtigte Autos" irgendwelche Macken hatten, die
Deinen Preis-Leistungs-Vorstellungen nicht entsprachen, ist in Ordnung.
Das bei Händler-Angeboten mit dazugelegte Sachverständigen-Gutachten
fast alle Mumpitz waren, andererseits Du aber mit einem gutachterlich
bestätigten 1+ - Gutachten für Deinen eigenen W111 hier Deine fachliche
Kompetenz unter Beweis stellen willst, verwundert mich schon etwas.
Detlef K.
P.S. Anbei mal ein paar Fotos von einem "höchst bedenlichen" u.a. zwecks
Finshing mit 2-K-Spachtel restaurierten Kotflügel'
.
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