Heiss-Startproblem und Vorstellung

Hallo Daniel,

mir ist noch was blödes eingefallen. War letztes Jahr in Zell am See und habe dort den Fahrer einer wunderschön restaurierten Pagode kennengelernt - arabergrau mit dunkelroten Lederpolstern. Er jammerte über "Warmstartprobleme"; auch ging der Motor im heißen Betriebszustand aus. Habe mir den Motorraum angeschaut => die Abschirmbleche zwischen Auspuffkrümmer und Einspritzleitungen fehlten. Wie ist das bei Deinem Fahrzeug?

Viele Grüße vom Bodensee mit wenig Wasser
Jörg-Fahrer von Gina

Guten Abend Jörg,

hat denn der Einbau des Abschirmblechs tatsächlich was gebracht ?

Ich finde es ja sehr schön und habe mich auch bemüht, die stilechte Befestigung wiederherzustellen.
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Herzlichen Gruß

Oliver
 
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Hallo Ulli,

die Leitung der Kurbelgehäuseentlüftung und die Wasserleitung von der Einspritzpumpe zum Klappengehäuse werden durch ein Gummiformstück aneinander gedrückt und funktionieren so nach meiner Meinung als eine Art Wärmetauscher (die Wasserleitung liegt im Kurzschlußkreislauf und ist sofort sehr sehr warm). Damit wird ein Auskondensieren an kalten Außenwänden verhindert (kein Schmodder - kein Rost). In vielen Motorräumen habe ich dieses Gummiteil vermißt (ist über die Rohrbiegung der Wasserleitung blöd zu montieren, nur viel Öl hilft). Hast Du bei Deiner innen verrosteten Stahlentlüftungsleitung so eine Gummitülle verbaut?

Durch die Reinigung der Leitung ist anscheinend der permanente Nachschub an Dreck versiegt. Die Frage ist, welches Bauteil kann jetzt ungestört arbeiten? War das eventuell die Luftdüse für die Leerlaufeinstellung?

Gruß
Jörg-Fahrer von Gina

Hallo Jörg -

vielleicht kannst Du mir hier nochmal helfen - M129 in einer 230SL Karosse.

Wo fließt hier der Wasserkreislauf zum Klappenstutzen ?

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Oder trifft dies nur auf den M127 Klappenstutzen ? Oder nur die mit dem Zwischenstück zur Vorerwärmung ?

Herzlichen Dank für die Vervollständigung!

Herzlichen Gruß
Oliver
 
meines Wissens nach ist es ander herum, die späten M129 hatten das separate Zwischenstück zur Vorwärmung. M130 dann im Klappenstutzen integriert. Heiner
 
Hallo OlliverIMG_3081.JPG

anbei eine Aufnahme von Gina's Motorraum (280SL). Wasser von der Warmlaufautomatik läuft zum Drosselklappengehäuse und von dort in den normalen Rücklauf. Der zweite "dicke" Anschluß im Drosselklappengehäuse kommt von der Kurbelgehäuseentlüftung (Kunststoffleitung). Der hintere Unterdruckanschluß geht zum Zündverteiler; der zweite Unterdruckanschluß (verschlossen mit Gummihülse) war für die Betätigung des druckdosengesteuerten "Überziehgliedes" der Kraftstoffpumpe (amerikanische Lösung zur zusätzlichen CO-Absenkung im Leerlauf; vgl. Werkstatthandbuch). Habe ich ausgebaut und die bewegliche Stange durch eine starre ersetzt. Das Klappengehäuse beim 230SL war anscheinend keine Gußlösung; die Leitung war als Rohr (wohl hartgelötet) um das Klappengehäuse geführt worden.

Die Abschirmbleche sollen wohl das Kraftstoffsieden verhindern; tritt nach meiner Info bei einem Druck von 1 bar absolut und 55°C auf. Bei moderneren Einspritzanlage (K-Jetronic) darf deshalb der Kraftstoffdruck nach Abschalten des Motors 2,5 - 3 bar nicht unterschreiten. Ob die Bleche helfen, keine Ahnung. Habe mit meiner Unwissenheit Gina ohne diese Bleche gekauft; sie hat ohne Bleche ein wenig gespotzt. Jetzt nicht mehr. Den mangelhaften Warmstart habe ich eher der fehlenden Kaltstartventilbetätigung (1-Sekundenrelais) zugeschrieben. Mit dem "elektronischen" Thermozeitschalter von Bosch hat sich das alles erledigt.

Viele Grüße vom Bodensee - immer noch mit Niedrigwasser
Jörg - Fahrer von Gina
 
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Herzlichen Dank für das Feedback, Jörg!

Das ist mal ein aufgeräumter Motorraum - die richtigen Spannbacken etc.

Nur zwei Schlaumeierfragen:
1. Die ovale Abdeckung über den Stoßdämpferaufnahmen entfiel doch irgendwann und gehört eigentlich in den 230/250er, oder ?
2. Entfiel das Abscheidegefäß in der Unterdruckleitung zwischen BKV zum Ansaugtrakt (das so neben der ESP baumelt) auch irgendwann ?

Herzlichen Gruß

Oliver
 
=> die Kunststoffabdeckungen waren so montiert, mach ich mir keine Gedanken. Werden auch im Werkstatthandbuch so gezeigt.
=> der kleinere BKV T51 wurde nach meinem Wissensstand mit Abscheidebehälter und Rückschlagventil, der größere BKV T52 nur mit einem Rückschlagventil verbaut. Die Unterdruckleitungsbefestigung bei den BKV ist unterschiedlich.

Diese BKV waren damals ein Standardprodukt. Gab es auch bei BMW. In den BMW-Foren (2000CS?) werden auch Adressen für eine BKV-Reparatur gehandelt.

Noch eine Bemerkung zur Vorwärmung des Klappengehäuses
=> 127er und 129er haben nur das Klappengehäuse vorgewärmt; ein Versotten durch Wasser und Öl sollte vermieden werden. Jeder der einmal einen Abgasrückführsystem demontiert hat weiß was ich meine. Nur ein Versotten der Stahlleitung war noch möglich.
=> 130er haben durch eine Änderung der Wasserführung (Geometrie und Material) zusätzlich ein Versotten der Leitung vermieden; die Versottungsneigung im Klappengehäuse wurde durch die Gußkonstruktion ebenfalls verbessert.
 
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Guten Abend

Ja bei meiner Pagode ist das Hitzeschild montiert.
Ich meine ich habe noch 2 weitere dieser Hitzeschilder aus Limousinen (280SE), falls noch jemand so was braucht.

Eine ESP habe ich mittlerweile in Stuttgart zur Überprüfung/Überholung abgegeben.

Gruss Daniel
 
Guten Abend

Eine Glühbirne zur Kontrolle der Ansteuerung des Startventile habe ich mittlerweile eingebaut, nur bin ich mit der Pagode nicht mehr gefahren.
Die justierte ESP habe ich auch wieder zu hause. Vor dem Tausch der ESP würde ich mir gerne einen Satz Benzinleitungen richten, damit ich die dann auch gleich wechseln kann.
Leider fehlt mir eine Verschraubung, und zwar von Schlauch Teil 88 im Katalog 10202, Nr 108 476 00 26, die an die Förderleitung von Tank anschliesst. Die Seite zum Filter habe ich. Das fehlende Teil hat SW19, ein "gleiches" Teil mit SW17 habe ich in meinem Fundus gefunden.
Weiss jemand welches Innengewinde das fehlende Teil hat? Und wo es sowas vielleicht sogar zu kaufen gibt?

Gruss Daniel
 

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Hallo

Mittlerweile habe ich mir einen Satz Benzinschläuche gerichtet.

Leider macht der lokale Verzinker wegen Umweltschutz und Gesundheit der Mitarbeitenden kein gelb-chromatiert mehr.

Und der Schlauch 186 konnte beim Landmaschinenhändler mit dem verfügbaren Werkzeug nicht verpresst werden. Werde ich doch einen neuen kaufen müssen.

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Hier die originale ESP R21 noch eingebaut.
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Tausch der ESP in agrikultureller Umgebung
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Auf halbem Weg
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Damit ich besser an die untere Schraube der ESP kam, habe ich auch das Benzinfiltergehäuse ausgebaut und den Filtereinsatz gleich ersetzt.
Zu meinem Schreck hat sich die Dichtung schon teilweise aufgelöst.
Ob die Dichtung aus der Originalschachtel dem heutigen Benzin besser standhält?
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Leider habe ich kein Bild von der eingebauten ESP R24W.
Aber mein Auto startet wieder kalt und warm ohne zu mucken und läuft sehr schön.
Von der reduzierten Kaltstart-Anreicherung durch die ESP ohne Startmagnet habe ich bei 12°C Umgebungstemperatur nichts gemerkt.

Leider bin ich gestern mit dem Wunsch nach CO-Messung bei 3 Garagen angebrannt, das steht noch aus.
Und ich überlege, ob ich einen Drosselklappenkörper und einen Satz Verbindungsstangen richten soll, damit ich dann alles wieder in einwandfreiem Zustand habe.

Ach ja, auch das Pratzeln im Schiebebetrieb ist jetzt weg. War zwar lustig anzuhören aber offensichtlich kein Qualitätsmerkmal.

Gruss Daniel
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Leider macht der lokale Verzinker wegen Umweltschutz und Gesundheit der Mitarbeitenden kein gelb-chromatiert mehr.

Und der Schlauch 186 konnte beim Landmaschinenhändler mit dem verfügbaren Werkzeug nicht verpresst werden. Werde ich doch einen neuen kaufen müssen.

Anhang anzeigen 56753 Anhang anzeigen 56754 Anhang anzeigen 56755

Die Schläuche müssen im Prinzip keinen großen Druck aushalten, warum die da Pressfittinge benutzt haben habe ich ehrlich gesagt nie verstanden..
Im Grunde genommen kannst du hingehen und auch Schlauchschellen dran machen. Bei Autos in "nicht showroom condition" habe ich das immer so gemacht, denn die Kraftstoffschläuche die man neu bekommt sind nach 10 Jahren auch wieder hinüber... Dann kostet der Satz nicht ~250€ sondern ist mit 12€ erledigt...

Den Schlauch den du zeigst kann man mit der beim Hydraulikdienst / Landmaschienenhändler üblichen Presse nicht pressen, das ist richtig. Das ist eben der Unterschied zwischen Schwätzern und praktischer Erfahrung...

Das dein Verzinker kein C6 mehr nutzen darf, liegt nicht nur an deinem Verzinker sondern an der EU Chemikalienverordnung REACH.
Die Ausnahme für "Oldtimerteile" ist vorletztes Jahr ausgelaufen, das alte gelb verzinken ist jetzt nur noch auf Sondergenehmigung für die Raumfahrt möglich.
 
Wenn du ne Adresse brauchst wo du das gepresst bekommst, dann kann ich dir die schreiben. Wenn ich das im Forum schreibe artet das hier nur wieder aus...
Solltest nur die Hülsen haben...
 

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Hallo Mark,
das Ersetzen der verpreßten Schäuche durch Schläuche mit Schlauchschellen macht nach meiner Meinung Sinn. Die Schläuche von der Benzinpumpe zur Förder - und Rücklaufleitung (Metallkraftstoffleitung unter dem Fahrzeug) sind ja auch mit Schlauchschellen befestigt. Die Frage ist nur => 1 Schelle oder 2 Schellen (1 Funktions- und 1 "Angstschelle" ?). Was noch auffällt ist die Bördelung am Metallschlächen (z.B. Heizungsanschluß im Motorraum); verhindert das Abrutschen einer "Schlauchschellenverbindung".
Viele Grüße
Jörg- Fahrer von GINA
 
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Die Schläche von der Benzinpumpe zur Förder - und Rücklaufleitung (Metallkraftstoffleitung unter dem Fahrzeug) sind ja auch mit Schlauchschellen befestigt.

Der Unterschied liegt allerdings darin, dass auslaufendes Benzin unter dem Fahrzeugboden zwar nicht gerade förderlich für die Umwelt ist, eine Leckage im heißen Motorraum - ggf. noch unter Einwirkung von Fahrtwind - sehr schnell zu einem unkontrollierbaren Brandschaden führen kann. Und genau das dürfte der Grund sein, weshalb an dieser Stelle verpresste Schläuche eingesetzt werden und sollten.

Gruß

Ulli
 
Wie hoch war noch gleich der Druck der Vorförderpumpe? 0,7 bar oder so?
Die Anschlüsse an den Pagodenstücken sind auch gebördelt (unterm Gummischlauch), bei Opel ist für ne Benzinleitung 5,5bar kein Problem, warum sollte da bei Daimler 0,7 ein Problem sein?

Wenns halt Original sein muss, kommt man um verpressen nicht drumherum.