Eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht äußern, aber jetzt muss ich einfach ein paar Sache klären:
1.) Die durchsichtigen Zylinder aus Plastik gibt es nicht einzeln zu kaufen.
2.) Das ausbrechen des Gewindes in diesen Zylindern kommt nicht vom zu festen Anziehen der Kreuzschlitzschraube, sondern ausschließlich durch die Benutzung von Schrauben mit falschen Durchmesser und/oder zu großer Länge, die dann das Gewinde aufbrechen.
3.) Das Fetten dieser Zylinder - egal womit auch immer ist absolut überflüssig, bis kontraproduktiv, denn
hier reibt (wenn man überhaupt von Reibung sprechen kann) Plastik auf Plastik und zwar ohne Druck. Da gibt es nichts zu fetten. Im Gegenteil jedwedes Fett, auch Vaseline zieht den Staub magisch an, verklumpt ihn und sorgt dann erst recht für Reibung.
So, das musste jetzt mal raus.
BMB
Bernd
Noch ein kleiner Nachsatz: Es ist nicht notwendig, die Schraube mit Klebstoff zu befestigen. Wenn die Schraube die richtige Größe hat, dann hält sie sich von selbst im Gewinde - und zwar für hunderttausende von Kilometern. Die Gefahr, etwas zu viel Klebstoff aufzutragen ist sehr groß und dann hat man den Schlamassel, wenn man das nächste Mal das Birnchen erneuern muss.
Zur Ergänzung / Richtigstellung da obige Klärung Teil-richtig ist.
>> Punkt 1 ist als Information an uns alle interessant.
>> Punkt 2 ist teilrichtig (meist hat die von BMB beschriebene Ursache dass Material durch eine Schraube aufbricht - aber nur meist - eben falscher Gewindelochdurchmesser/Schraube oder zu lange Schraube).
Bei alten Materialien/hier Kunststoffen die auch verspröden nach ca. 50 Jahren kann auch durch das blose Eindrehen bereits bei "festen" Gewinden, respektive - durch das -beginnende- durchdrehen bei zu starkem Eindrehmoment noch wesentlich mehr - eine zu hohe "Sprengwirkung - Aufweitwirkung" im Gewindeloch entstehen, je nach dem ob Abscheren des Kunststoffgewindes oder noch mehr das Aufweitmoment verursacht durch die Steilheit des Flankenwinkel - sich durchsetzt.
Selbst Brösel, Schmutz oder abgescherte / gebrochene Gewindegangmaterial muss wohin, die Metallschraube gibt nicht nach. Der Rest wird also am Gewinde nach aussen gedrückt und teilweise vorbeigezogen und übt ein Moment wiederum vom Zentrum nach aussen ins Muttermaterial aus.
Ich lasse mich aber auf solch eine Diskussion gar nicht ein, da ich kein Oberlehrer bin, daher war meine Info auch was ICH mache, ob wer anderer das so macht oder nicht sei jedem selbst überlassen - allerdings dienen Klärungen nur dann, wenn sie vollständig richtig sind.
>> Punkt 3. Im Original war ein Gleit/Schmiermittel am Zylinder aufgebracht (Ich schränke eine: Bei meiner Pagode). Warum ich das weiß ist einfach zu beantworten. Mein Pagode wurde noch nie restauriert, auch die Heizungsbedienung war noch nie geöffnet und ich habe vom Erstbesitzer seinerzeit den 280er erworben. Es geht auch alles. Blos die Klappe im Luftverteilkasten war wegen Schaumstoffbrösel in den beiden Metallwinklen so schwergängig, dass ich ausgebaut habe. Ich bin der Erste der daran geschraubt hat. Auf eine Diskussion ob beim Erstbesitzer über Nacht von ihm unbemerkt in der Garage von Einbrechern daran herumgeschraubt wurde, oder ich von ihm jetzt nicht alles weiß lasse ich mich auch nicht ein. MEINE beiden Zylinder an MEINER Pagode waren mit Schmier/Gleimittel sparsam benetzt, und es war keinerlei Schmutz an den Gleitflächen, noch im untern/oberen Muffenrand. Das Mittel war VERMUTLICH Vaseline, ich habe es aber nicht untersuchen lassen, es war von der Haptik, Geruch, Farbe etc. aber für MICH danach sehr ähnlich.
Meine Vorgangsweise mit einem HAUCH von Patex werde ich bei MEINER Schraube verwenden in Kombination mit sehr gefühlvoll anschrauben.
Ich gehe davon aus, dass Marc die Originalschraube verwendet hat.
Zur Sicherheit lege ich ein Foto von meinem Zylinder und MEINER Schraube bei.
SO, auch das musste jetzt mal raus.
(PS: Bei einem Hauch Patex ist die Gefahr dass es zuviel ist: Null - und es ist nicht die erste Schraube, welche ich mit Patex nur leicht schraubensichere - Bis jetzt gingen alle auf.)
(PPS: Die Länge der Schraube der Birnenhalterungen - also aussen die letzte an der Zylinderabdeckung ist übrigens darüber hinaus egal, da das Gewindeloch offen ist - siehe Bild.)