Tachometer spinnt !

markokiappo

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28. März 2009
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91
Hallo
ich schreibe aus Italien und entschuldige mich fuer meine schlechte deutsche Sprache.
Ich besitze ein schoenes 230 SL, Jahrgang 1963, Nummer.............549.
Habe ein Problem mit dem Tachometer : wenn ich den Fuss vom Gaspedal schnell wegnehme, faellt die Nagel sofort ganz zurueck auf 0, besonders bei hohe Geschwindigkeit ( ueber 70/80 km/Stunde).
Bei einer Probe mit dem Wagen meines Sohns, der mich folgte, habe ich auch bemerkt dass die Tachonagel 100/110 km zeigte , aber die richtige Geschwingikeit lag bei 130/140.
Meine Ahnung ist dass die Geschwindigkeit die angezeigt wird, auch bei 50/60 km/Stunde, nicht korrekt sei.
Der Tachometer wurde von einem Spezialist zerlegt und geprueft : alles perfekt, aber das Problem bleibt.
Das Auto kommt aus Deutschland und meines Wissens ist es 100% echt.
Kann mich jemand helfen?
Besten Dank und freundliche Gruesse aus Parma.
Marco
 
Hallo Marco,

hättest du nicht geschrieben das Deutsch nicht deine Muttersprache ist wäre es mir kaum aufgefallen.

Du schreibst der Tacho wurde von einem Spezialisten überholt.
Der Tacho wird zur Hinterachsübersetzung und Reifengröße eingestellt, suche mal nach Wegstreckenzahl. Diese Wegstreckenzahl ist auf der Rückseite des Tachos aufgeschrieben z.B. 0,93. Wenn der Tacho in Ordnung ist bleibt bloß noch eine falsche Reifengröße oder eine falsche Hinterachsübersetzung.
Damit läßt sich allerdings nicht das abfallen der Tachonadel beim Gaswegnehmen erklähren.
Hast du einen Schalter oder einen Automatik?

viele Grüße
Detlef H.
 
Hinterachse 3,75

Hallo Marco,

du kannst auf der Hinterachse hinten links, auf einer gefrästen Fläche ablesen welche Achse eingebaut ist.
Bei dir sollte 3,75 stehen. Aber warum fällt der Tacho auf Null?

Gruß
Sinan
 
Hallo,

aber was kann das mit dem Tacho sein.
Der mech. Tacho wird konstant über die Tachowelle
angetrieben.
Jetzt weiss ich leider nicht wo die Tachowelle beim Schaltwagen
angetrieben wird, vermutlich gibt ein Ritzel ja die Drehung weiter
das kann dann aber auch nicht beim Gaswegnehmen seine Funktion
aufgeben.:confused:

Oder hast du einen elektronischen Tacho verbaut?
 
Tacho

Hallo,

das Problem hatte ich auch, nur dass beim Gaswegnehmen die Nadel nicht ganz zurück ging sondern ca. um 20 Km/h. Habe ein anderes Tacho eingebaut, schon war es weg.

Wahrscheinlich liegt es am Tachometer. Erklären kann ich es mir auch nicht, warum es passiert beim Gaswegnehmen.
:confused::confused:

Grüße
Memmo
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Marco,

hättest du nicht geschrieben das Deutsch nicht deine Muttersprache ist wäre es mir kaum aufgefallen.

Du schreibst der Tacho wurde von einem Spezialisten überholt.
Der Tacho wird zur Hinterachsübersetzung und Reifengröße eingestellt, suche mal nach Wegstreckenzahl. Diese Wegstreckenzahl ist auf der Rückseite des Tachos aufgeschrieben z.B. 0,93. Wenn der Tacho in Ordnung ist bleibt bloß noch eine falsche Reifengröße oder eine falsche Hinterachsübersetzung.
Damit läßt sich allerdings nicht das abfallen der Tachonadel beim Gaswegnehmen erklähren.
Hast du einen Schalter oder einen Automatik?

viele Grüße
Detlef H.



Hallo d. Hahn,
danke fuer deine Antwort; es handelt sich um einen Schalter und die Reifengroesse ist korrekt; ich werde die Wegstreckenzahl kontrollieren, und zuletzt die Hinterachsuebersetzung.
Vielleicht ist es aber besser einen ueberholten Tacho zu kaufen( in Deutschland und bei einer serioesen Firma ), und erst dann auf andere Probleme durchsuchen.
Hier in Italien, und besonders in Parma, haben unsere Werkstaette nicht grosse Erfahrung mit SL Autos.

Ein freundlicher Gruss
Marco
 
Hallo Marco,

du kannst auf der Hinterachse hinten links, auf einer gefrästen Fläche ablesen welche Achse eingebaut ist.
Bei dir sollte 3,75 stehen. Aber warum fällt der Tacho auf Null?

Gruß
Sinan

Hallo Sinan,
danke fuer den Tipp, werde nachschauen; das mit dem Tacho bleibt aber wirklich ein Raetsel.
Ciao
Marco
 
Hallo,

das Problem hatte ich auch, nur dass beim Gaswegnehmen die Nadel nicht ganz zurück ging sondern ca. um 20 Km/h. Habe ein anderes Tacho eingebaut, schon war es weg.

Wahrscheinlich liegt es am Tachometer. Erklären kann ich es mir auch nicht, warum es passiert beim Gaswegnehmen.
:confused::confused:

Grüße
Memmo

Hallo Memmo,
danke fuer das Interesse; ich hoffe mit eurer Hilfe das Problem zu loesen.
Greusse
marco
 
Ciao Marco!!

Il 15. -17. Settembre devo andare a Napoli!
Doppo questo voglio vedere la costa d' Amalfi e voglio andare con la mia SL
Cosa pensi tu: sara forse troppo pericoloso per la SL di essere rubato, sopra tutto a Napoli?
Non so, se mi facio capire, il mio italiano e limitato...
Magari si puo incontrare a Parma durante il viaggio?
Verro dal Austria!
(Scusa, se non so niente sul tuo problema..)

Saluti

Ferdinand
 
Il 15. -17. Settembre devo andare a Napoli!
Doppo questo voglio vedere la costa d' Amalfi e voglio andare con la mia SL
Cosa pensi tu: sara forse troppo pericoloso per la SL di essere rubato, sopra tutto a Napoli?
Non so, se mi facio capire, il mio italiano e limitato...
Magari si puo incontrare a Parma durante il viaggio?
Verro dal Austria!
(Scusa, se non so niente sul tuo problema..)

Saluti

Ferdinand

Hallo Ferdinand,
ich versuche auf Deutsch zu antworten.
Persoenlich wuerde ich als Italiener nicht mit mein SL nach Napoli fahren, oder , wenn es absolut sein soll, mindestens mit einer Superversicherung gegen Diebstahl !
Fuer das Antreffen in Parma koennen wir uns vielleicht treffen, vom 17 September bin ich aber in Schweiz fuer die Herbstausfahrt des Mercedes-Benz SL Club Pagode.
Lass mich was wissen.
Ciao
Marco
 
Hallo Marco,

Das von Dir beschriebene Problem mit dem Tacho kann vom Tachoabtrieb am Getriebe kommen.
Die Schnecke der Tachowelle wird dort nur durch Reibung mit der Getriebeausgangswelle verbunden. Die Stärke dieser Reibung hängt davon ab, wie stark die Nutmutter im Dreiarmflansch hinten am Getriebe, der die Kardanwelle antreibt, festgezogen ist.
Wenn diese Kraft zu gering ist, kann es zu Schlupf kommen, in Folge zeigt der Tacho zu wenig an. Das Problem kenne ich aus eigener Erfahrung. Vor allem bei Lastwechseln tritt der Effekt auf.

Das Anzugsmoment dieser Nutmutter beträgt laut Tabellenbuch 8 mkp, also knapp 80 Nm.

Du brauchst einen speziellen Nutmutternschlüssel. Detlef hat eine Zeichnung davon gemacht: http://www.pagodentreff.de/diskussionsforum/attachment.php?attachmentid=12181&d=1273639747

Grüße,
Eberhard
 
Wann wurde die Tachowelle zum lezten Mal geschmiert?
Ich nehme hierzu den Gummiball von einem alten Batterietester (siehe Foto), fülle ihn mit sehr dünnem Öl (Naehmaschinenöl tut es) und drücke das Öl von oben durch die Welle.
Wenn das nicht hilft dann liegt es sicherlich an der Nutmutter wie von Eberhard beschrieben. Tacho würde ich nicht austauschen.
 

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Hallo Marco,

Das von Dir beschriebene Problem mit dem Tacho kann vom Tachoabtrieb am Getriebe kommen.
Die Schnecke der Tachowelle wird dort nur durch Reibung mit der Getriebeausgangswelle verbunden. Die Stärke dieser Reibung hängt davon ab, wie stark die Nutmutter im Dreiarmflansch hinten am Getriebe, der die Kardanwelle antreibt, festgezogen ist.
Wenn diese Kraft zu gering ist, kann es zu Schlupf kommen, in Folge zeigt der Tacho zu wenig an. Das Problem kenne ich aus eigener Erfahrung. Vor allem bei Lastwechseln tritt der Effekt auf.

Das Anzugsmoment dieser Nutmutter beträgt laut Tabellenbuch 8 mkp, also knapp 80 Nm.

Du brauchst einen speziellen Nutmutternschlüssel. Detlef hat eine Zeichnung davon gemacht: http://www.pagodentreff.de/diskussionsforum/attachment.php?attachmentid=12181&d=1273639747

Grüße,
Eberhard

Hallo Eberahrd,
Besten Dank fuer den Ratschlag, ich werde sofort alles in Italienisch uebersetzen und meinem Mechaniker senden.
Gruss von Parma.
 
Wann wurde die Tachowelle zum lezten Mal geschmiert?
Ich nehme hierzu den Gummiball von einem alten Batterietester (siehe Foto), fülle ihn mit sehr dünnem Öl (Naehmaschinenöl tut es) und drücke das Öl von oben durch die Welle.
Wenn das nicht hilft dann liegt es sicherlich an der Nutmutter wie von Eberhard beschrieben. Tacho würde ich nicht austauschen.

Hallo Alfred,
Danke, werde den Ratschlag meinem Mechaniker weiterleiten.
Gruesse
 
Tachowelle schmieren???

Hallo,
ist es wirklich ratsam, die Tachowelle mit Öl oder Fett zu schmieren??? Bei anderen Modellen gibt das gerne Probleme, wenn das Öl/Fett durch die Welle in den Tacho befördert wird...

Dazu hat doch bestimmt ein Experte eine Meinung ;-)


Gute Nacht!
Andreas
 
gepflegtes halbwissen vom amateur

hallo andreas,

es scheint mir dennoch logisch, dass dort, wo sich eine welle in einer ummantelung dreht eine schmierung der lebensdauer zuträglich sein sollte.

im prinzip ist das doch nix anderes als der bowdenzug einer fahrradbremse in einer entsprechenden spindelführung? ich habe als kind mal die züge an meinem rennrad getauscht und die züge nicht geschmiert, was dann zu baldigem ausfall führte. beim folgeversuch, wo ich dann vorher fett eingedrückt hatte war alles tako. ich hatte auch noch nie probleme mit der fett-füllung des stevenrohrs an einer schiffswelle (modelbau, keine angst), so dass ich die erwähnte schmierung logisch finde. ausser dem antrieb des fahrzeugs dürfte die tachowelle das meist mitlaufende teil des autos sein.

T:)BI, ebenfalls auf expertenmeinungen gespannt.

Hallo,
ist es wirklich ratsam, die Tachowelle mit Öl oder Fett zu schmieren??? Bei anderen Modellen gibt das gerne Probleme, wenn das Öl/Fett durch die Welle in den Tacho befördert wird...

Dazu hat doch bestimmt ein Experte eine Meinung ;-)


Gute Nacht!
Andreas
 
Motorradfahrer wissen es: Es gibt Züge/Wellen, die in ihrer Ummantelung eine Teflonschicht haben. Ist so eine Teflonschicht vorhanden, wird durch Öl etc. diese Schicht angegriffen bzw. zerstört und sie wirkt fortan als Bremse -> defekt.

Ob unsere Wellen mit einer solchen Schicht versehen sind, weiss ich nicht. Ich wäre aber zunächst mit Öl vorsichtig. Es soll auch spezielle Bowdenzugöle geben, dei für das Teflon nicht schädlich sind (Motorradzubehörhandel).

Gruss Chris
 
Hallo, zusammen,

Tachowellen ölen ist absolut kontraproduktiv. Das dünnflüssige Öl wird nach oben in die Bauteile des Tachos weitertransportiert und richtet dort entsprechende Schäden an. Sh. auch schon Beitrag von Twista.

Also:

Finger weg von solchen Methoden!

Wer das nicht glauben mag, darf sich gerne mal mit den Spezies von BBG (Ex-VDO) darüber austauschen. Die können ein Lied darüber singen, was dort so alles auf der Werkbank landet...

Gruß

Ulli
 
und was macht man dann SINNVOLLERWEISE????

OK, deine erklärung leuchtet ein. wie wartet man dann, oder ist das der vorläufer der heutigen wartung, wo nur noch getauscht wird???


T:(BI

Hallo, zusammen,

Tachowellen ölen ist absolut kontraproduktiv. Das dünnflüssige Öl wird nach oben in die Bauteile des Tachos weitertransportiert und richtet dort entsprechende Schäden an. Sh. auch schon Beitrag von Twista.

Also:

Finger weg von solchen Methoden!

Wer das nicht glauben mag, darf sich gerne mal mit den Spezies von BBG (Ex-VDO) darüber austauschen. Die können ein Lied darüber singen, was dort so alles auf der Werkbank landet...

Gruß

Ulli
 
Jeder kann machen was er für richtig hält.

Wir haben hier in San Diego einen ehemaligen VDO Reperaturfachmann - in Deutschland gelernt und ausgebildet. Als die Firma weiterverkauft wurde und alle Serviceshops geschlossen wurden hat er sich selbstständig gemacht. Mittlerweile fährt mit seinem mobilen Reparaturwagen zu M-B, Porsche, VW, etc, Werkstätten und repariert VDO (und andere) Teile; ausserdem haelt er alte Messgeraete und Armaturen bei der US Navy instand. Ich glaube er hat mehr als nur eine Ahnung von dem was er macht.
Sein Rat ist erstmal die Welle oben und unten abschrauben, dünnes Oel durch - dünn damit es durchläuft und nicht im Kabel bleibt - und mehr als 75% aller Probleme sind gelöst. So war es bei meinem 230SL vor drei Jahren und seit der Zeit gab es keine Probleme mehr.

Ein neuer Tacho mit neuer Welle ist natürlich auch empfehlenswert - viele der Ökonomen die behaupten, dass in Europa und speziell in Deutschland nicht genug Geld ausgegeben wird werden sich sicherlich freuen. :D