r68_peter
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Liebe Gemeinde,
mein Kaltstartventil, Typ Bosch EP/EV 2/4 mit einer doppelten Düse, war völlig verstopft. Auf der einen Seite kam überhaupt kein Sprit raus und auf der anderen Seite nur sehr sehr wenige Tropfen. Von Vernebelung keine Spur... und das wahrscheinlich schon seit Jahren...
Meine Versuche dann die Löchlein der Düsen zu finden und diese mit einem sehr, sehr dünnen steifen Draht wieder zum Öffen zu bringen ist dann mangels Auffindbarkeit der Bohrungen kläglich gescheitert... was also tun?
Hier mein Rezept:
1. Erst mal Ventil zerlegen, d. h. Schaltmagnet abschrauben und Konntrollschraube stirnseitig
rausschrauben. Den Benzinzulauf erst einmal belassen.
2. Ein kleines Flacheisen mit dem Bohrbild der Magnetschalterverschraubung anfertigen und
dann mit einen passenden O-Ring anstatt des Magnetschalters montieren. Damit ist die
Bohrung verschlossen und der Magnetschalter wird im Inneren nicht durch ein aggressives
Lösungsmittel angegriffen.
3. ein Schnapsglas bis zum Rand mit Aceton füllen, das Gehäuse des Kaltstartventils flach
auflegen, so dass der Düsenkopf (fest montiert im Alugehäuse) ca. 24 Std. einweichen
kann. Die Verdunstungsmenge immer mal wieder neu nachfüllen.
4. parallel dazu, mit einer Injektionsspritze die Bohrung der stirnseitigen Kontrollschraube
ebenfalls mit Aceton füllen und ggf. auch nachfüllen. Dabei ist es wichtig, dass sowohl der
Kraftstoffzulauf (durch Feder und Kegelventil), als auch die Bohrung zum Magnetschalter
dicht verschlossen sind!
Im Ergebnis sieht man jetzt bestenfalls eine verfärbte Flüssigkeit und gelöste Schmutzpartikel im Schnapsglas.
5. Benzinanschluss abschrauben, Kegelventil und Feder ausbauen und dann die
Anschlussschraube wieder festdrehen. (Sie dient jetzt als Druckluftanschluss!)
6. Stirnseitige Kontrollschraube mit Aludichtung wieder montieren.
7. Wasserglas randvoll mit Wasser füllen und das Kaltstartventil auflegen, so dass die Düsen
unter Wasser liegen. Das macht später das Spritzbild sichtbar und schützt vor Vernebelung
des Reinigers.
8. etwas Aceton durch den Benzinanschluss einfüllen und mit Druckluft durch die Düsen
blasen. Vorgang ggf. mehrfach wiederholen bis das Spritzbild im Wasserglas sich nicht mehr
verbessert.
Jetzt sollte das Ventil wieder die volle Menge und nach beiden Richtungen gleich viel einspritzen!
Sollte das alles noch nicht fruchten, kann man das komplett demontierte Gehäuse mit Düsenstock auch in einem Ultraschallbad ca. 15-20min in Aceton sprudeln lassen...
macht innen und außen nochmals super sauber
.
Vor dem Zusammenbau des Kaltstartventil empfliehlt es sich ggf. nochmals den Sitz des Kegelventils im Zulauf zu reinigen bzw. mit feiner Polierpaste durch Hin- und Her-Drehen neu einzuläppen bis die Dichtfläche auf der vollen Berührungslinie umlaufend glänzt. Das verhindert dann noch einen möglichen dauerhaften Kraftstoffeintrag durch ein ggf. undichtes Kegelventil.
Hintergrund:
Durch die heutigen Kraftstoffe neigt das Kaltstartventil dazu, vor allem über längere Standzeiten hinweg, zu "versulzen". Es entsteht dann eine klebrige Kraftstoffablagerung, die langsam aber sicher zur Verstopfung des Ventil führt und nicht mehr mit Benzin gelöst werden kann.
D.h. diese Reinigungsprozedur kann man auch mal prophylaktisch machen. Das fördert dann auch immer mal wieder das Startverhalten unserer Autos.
Ergebnis:
Alles bei mir gemacht! Das Rezept hat super geklappt, hat mich vor einer größeren Invenstition bewahrt und im Ergebnis ein super Startverhalten des M129, sowohl kalt als auch warm!
Ich hoffe ich kann dem ein oder anderen mit diesen Rezept auch wieder zu einem sehr guten Startverhalten verhelfen.
LG Peter

mein Kaltstartventil, Typ Bosch EP/EV 2/4 mit einer doppelten Düse, war völlig verstopft. Auf der einen Seite kam überhaupt kein Sprit raus und auf der anderen Seite nur sehr sehr wenige Tropfen. Von Vernebelung keine Spur... und das wahrscheinlich schon seit Jahren...
Meine Versuche dann die Löchlein der Düsen zu finden und diese mit einem sehr, sehr dünnen steifen Draht wieder zum Öffen zu bringen ist dann mangels Auffindbarkeit der Bohrungen kläglich gescheitert... was also tun?
Hier mein Rezept:
1. Erst mal Ventil zerlegen, d. h. Schaltmagnet abschrauben und Konntrollschraube stirnseitig
rausschrauben. Den Benzinzulauf erst einmal belassen.
2. Ein kleines Flacheisen mit dem Bohrbild der Magnetschalterverschraubung anfertigen und
dann mit einen passenden O-Ring anstatt des Magnetschalters montieren. Damit ist die
Bohrung verschlossen und der Magnetschalter wird im Inneren nicht durch ein aggressives
Lösungsmittel angegriffen.
3. ein Schnapsglas bis zum Rand mit Aceton füllen, das Gehäuse des Kaltstartventils flach
auflegen, so dass der Düsenkopf (fest montiert im Alugehäuse) ca. 24 Std. einweichen
kann. Die Verdunstungsmenge immer mal wieder neu nachfüllen.
4. parallel dazu, mit einer Injektionsspritze die Bohrung der stirnseitigen Kontrollschraube
ebenfalls mit Aceton füllen und ggf. auch nachfüllen. Dabei ist es wichtig, dass sowohl der
Kraftstoffzulauf (durch Feder und Kegelventil), als auch die Bohrung zum Magnetschalter
dicht verschlossen sind!
Im Ergebnis sieht man jetzt bestenfalls eine verfärbte Flüssigkeit und gelöste Schmutzpartikel im Schnapsglas.
5. Benzinanschluss abschrauben, Kegelventil und Feder ausbauen und dann die
Anschlussschraube wieder festdrehen. (Sie dient jetzt als Druckluftanschluss!)
6. Stirnseitige Kontrollschraube mit Aludichtung wieder montieren.
7. Wasserglas randvoll mit Wasser füllen und das Kaltstartventil auflegen, so dass die Düsen
unter Wasser liegen. Das macht später das Spritzbild sichtbar und schützt vor Vernebelung
des Reinigers.
8. etwas Aceton durch den Benzinanschluss einfüllen und mit Druckluft durch die Düsen
blasen. Vorgang ggf. mehrfach wiederholen bis das Spritzbild im Wasserglas sich nicht mehr
verbessert.
Jetzt sollte das Ventil wieder die volle Menge und nach beiden Richtungen gleich viel einspritzen!
Sollte das alles noch nicht fruchten, kann man das komplett demontierte Gehäuse mit Düsenstock auch in einem Ultraschallbad ca. 15-20min in Aceton sprudeln lassen...
macht innen und außen nochmals super sauber
.Vor dem Zusammenbau des Kaltstartventil empfliehlt es sich ggf. nochmals den Sitz des Kegelventils im Zulauf zu reinigen bzw. mit feiner Polierpaste durch Hin- und Her-Drehen neu einzuläppen bis die Dichtfläche auf der vollen Berührungslinie umlaufend glänzt. Das verhindert dann noch einen möglichen dauerhaften Kraftstoffeintrag durch ein ggf. undichtes Kegelventil.
Hintergrund:
Durch die heutigen Kraftstoffe neigt das Kaltstartventil dazu, vor allem über längere Standzeiten hinweg, zu "versulzen". Es entsteht dann eine klebrige Kraftstoffablagerung, die langsam aber sicher zur Verstopfung des Ventil führt und nicht mehr mit Benzin gelöst werden kann.
D.h. diese Reinigungsprozedur kann man auch mal prophylaktisch machen. Das fördert dann auch immer mal wieder das Startverhalten unserer Autos.
Ergebnis:
Alles bei mir gemacht! Das Rezept hat super geklappt, hat mich vor einer größeren Invenstition bewahrt und im Ergebnis ein super Startverhalten des M129, sowohl kalt als auch warm!
Ich hoffe ich kann dem ein oder anderen mit diesen Rezept auch wieder zu einem sehr guten Startverhalten verhelfen.
LG Peter

