Pleite beim Pagodenkauf

Guten Morgen,

richtig - das ist unser Angebot! Wir haben aktuell zwei Pagoden in Komplettrestauration und haben im Forum vier durch uns restaurierte Fahrzeuge laufen. Ich denke wir sind nicht mehr ganz unbekannt und genießen doch eine gewisse Vertrauensbasis ;)
Eine Restauration ist ein Kundenauftrag, die zweite wird momentan noch in Eigenregie finanziert. Haben am Wochenende jemanden über ebay, der die Basis besichtigen möchte und evtl. kauft und die Arbeiten entsprechend begleitet.
Für den Auktionspreis gibt es die bearbeitete Karosserie die aktuell schon gefüllert wird inkl. aller Anbauteile und der Innenausstattung inkl. Neubezug (Material und Sattlerarbeit), denke der Preis ist damit doch vertretbar.

beste Grüße
Knut
Classic Manufactur Goslar
 
Ich würde mir nie ein halbfertiges Projekt kaufen, es gibt genügend gute Pagoden auf dem Markt .

Wolfgang
 
Hallo,

warum nicht?
Man kann sich ja den Werdegang bei dem 230 iger anschauen!
Der ist echt gut geworden!
Wenn der Preis dann noch stimmt, was spricht dagegen?

Gruß, Frank.
 
Ich würde mir nie ein halbfertiges Projekt kaufen, es gibt genügend gute Pagoden auf dem Markt .

Hallo Wolfgang,

musst du ja auch nicht - so viele habe ich auch garnicht :)

Hab aber bei restaurierten Autos immer die Erfahrungen gemacht, dass es z.b. an der Farbkombination scheitert. Bei den aufgerufenen Preisen muss alles passen, da macht kein Käufer einen Kompromiss. Ein Vorteil für den Kunden also, dass er bei der laufenden Resto noch Einfluss nehmen kann und den Werdegang begleiten darf. Scheint nicht ganz uninteressant zu sein...

Grüße
Knut
 
.. es gibt genügend gute Pagoden auf dem Markt .


...und noch mehr Blender.
Bei einem fertigen Auto weiß man manchmal nicht so ganz genau, wie gut der Wagen wirklich ist und was man da so kauft.
Bei einer begleiteten Restauration sieht man mehr, was gemacht wurde. Der Betrieb und die vertragliche Situation müssen stimmen, dann sehe ich dabei eher Vorteile.

Schöne Grüße,
Bernd
 
Viele Wege führen nach Rom...

Wenn man für einen reellen Preis ein reelles Fahrzeug findet das mind. Zustand x (??? definiert sich jeder anders) hat, OK. Du musst dann immer damit rechnen, dass hier und da was getauscht werden muss.

Die Alternative (siehe Angebot Knut) ist der Kauf einer soliden Grundbasis und dann der Neuaufbau zum Zustand 2+ (es gibt auch welche die Zustand 1 versprechen, was nicht geht). Dann kennst du den Endpreis, hier sind das wohl die 35+55= 90T€. Ist eine Hausnummer.

Offen ist jetzt was in den 55T€ enthalten ist. Und ob das der GMP (great maximum price) ist oder dann noch Dies und Das hinzukommt.

Das dir der Restaurator wirtschaftlich wegstirbt ist übel.

Wie kann man das verhindern? Vertrag, der eindeutig den Besitz regelt, Bürgschaft einfordern???? Nicht einfach und vor lauter "neuer Pagode" im Sinn denkt man darüber nicht nach.

Schönen Tag

Steffen
 
Kleines update:

die beiden Lkws aus Dresden sind jetzt bei mir angekommen. Die Werkstatt, wo ich die Teile abgegeben habe, hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen... Es ist natürlich nichts sortiert. Ein Puzzle für große Jungs.

Ich versuche jetzt, die noch fehlenden Teile, die an Subunternehmer zu Bearbeitung verschickt wurden, zu lokalisieren und zurückzubekommen.

Da die externen Werkstätten und Dienstleister größtenteils unbezahlt sind, darf ich natürlich erst mal deren Rechnungen bezahlen, bevor ich die Teile zurückbekomme.

Meine Begeisterung steigt....:banane:

Zum Vorschlag, sich bei Restaurationsverträgen durch Bürgschaften abzusichern, ist nicht tauglich. Eine Bankbürgschaft wird dem Unternehmer von seiner Bank (Bürgin) als Verbindlichkeit belastet. Wenn der also keine freien Linien hat, kann er keine Bürgschaft stellen. Und wer hat schon freie Linien?
 
Was Pa-Gode schreibt...

... ist genau der Punkt. Man kann sich meines Erachtens dagegen nicht schützen. Und Pa-Gode ist doch ein ganz aktuelles Beispiel dafür, was passieren kann.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Classic Manufactur Goslar (auch wenn der Web-Auftritt bei ebay reichlich unglücklich aussieht :doh:) ein ganz ehrliches Geschäft betreibt, und glaube auch, dass das auch die volle Absicht von der Dresdner Firma war. Aber wenn der 'Worst Case' dann tatsächlich passiert, sieht der Kunde leider recht alt aus. :(

Das kann eigentlich nur jemand riskieren, dessen Schmerz- oder Spielgeldgrenze deutlich oberhalb einiger 10TEuro liegt.

Recardo
 
ich denke inzwischen, dass das Dresdner Unternehmen durch den Kauf des Oldtimer-Paketes in Schwierigkeiten geraten ist. Sicherlich, obwohl anscheinend preiswerter bekommen, immer noch zu teuer, das Ganze finanziert über eine Bank. Die Vermarktung im obersten Preissegment und wohl schleppend und der Banker hat kalte Füße bekommen. Und das war's dann. Fahrzeuge, die 20 Jahre und länger gestanden haben, kann man nicht mal einfach so wieder auf die Straße bringen und das wurde in der ersten Euphorie wohl übersehen oder man hat sich's schön geredet. Aber das ist reine Spekulation und nur meine Meinung.

Hans-Albert
 
Hallo zusammen,

Ich glaube nicht das der Sammler sein Geld bekommen hat .man sollte ihn mal fragen. ........
v Classic verkauft ja allein ein Fahrzeug für Sage und schreibe fast 160.000 euronen. Wie man im Netz lesen konnte. Zudem waren ja auch noch unzählige Ersatzteile in den Fahrzeugen verborgen, die sicherlich auch einen unschätzbaren Wert ausmachen....und wenn man denn hört Pagode für 95000,- (bezahlt 35000,-).... Dann stand noch ein unrestaurierter 300 er aus der Sammlung für 25000,- zum Verkauf......kann es ja so schlecht nicht um die Firma stehen.......oder ?????????? Vieleicht doch......???????
Kommt mir alles ziemlich merkwürdig und recht suspekt vor.......
Und dann Insolvenz........???? Wer hat denn da wohl das nachsehen ?????
Meint

Werner
 
Pagodenpleite - Warum ich den Händler gewählt habe

Mir ist in den letzten Tagen vieles durch den Kopf gegangen...


>>> Warum habe ich diesen Händler ausgesucht? <<<​

Ich wollte eine vollrestaurierte Pagode haben, da ich mit einem teilrestaurierten Porsche 356 C (ist ja VW Technik) zu viel Ärger hatte.

Ich habe Im Herbst 2013 fünf Händler, die im Netz Pagoden angeboten haben, angeschrieben und um Mitteilung gebeten, ob eine Dokumentation über die Restaurierung vorliegt. Hierauf hat sich nur ein Händler gemeldet, der allerdings gesagt hat, dass er keine Dokumentation hat. Die anderen vier haben sich gar nicht gemeldet.

Daher habe ich mich entschieden, eine Pagode selbst restaurieren zu lassen. Erstmal habe ich bei einem Händler in Rutesheim nachgefragt. Hierbei habe ich folgende Aussage erhalten:


"Eine Pagode entsprechend Ihren Farbwünschen und Preisvorstellung haben wir derzeit nicht im Bestand. Für Euro 90.000,00 ist es nicht möglich ein vollrestaurierte Fahrzeug zu erwerben.
Ein Vollrestauration beinhaltet eine Volllackierung innen und außen inkl. Hardtop mit vorheriger kompletter Lackabnahme, Erneuerung und Aufarbeitung des kompletten Interieurs, Leder, Teppich und Holz, Verdeckbezug erneuern, sämtliche Chromteile erneuern bzw. verchromen, komplette Motor- u. Getriebeüberholung, Vorder- u. Hinterachse Komplettüberholung, Erneuerung der kompletten Brems- u. Kraftstoffanlage, Lenkung inkl. Anbauteile überholen, bzw. erneuern, Auspuffanlage erneuern, Heizungsanlage instandsetzen, bzw. erneuern, Instrumente überholen, Hohlraumkonservierung, TÜV- Abnahme, Dokumentation auf CD, Wertgutachten.

Eine vollrestauriertes Fahrzeug beginnt ab Euro 160.000,00. Gerne können wir Ihnen ein Fahrzeug aufbauen. Dauer einer Vollrestauration bis 24 Monate.

Eine Teilrestauration liegt bei Euro 120.000,00 je nach Umfang.
"

Dann bin ich Dresden gefahren. Der Betrieb hat soweit einen guten Eindruck gemacht und auch die schon entlackte Karosse ansprechend mit dem Chromgrill und den Instrumenten präsentiert. Wir haben vertraglich auch genau festgelegt, was gemacht werden soll, damit es später keine Mißverständnisse gibt... den Rest vom Lieb habe ich bereits geschildert. Für das was mich das Projekt jetzt kostet hätte ich dann zumindest eine teilrestaurierte Pagode in Rutesheim bekommen.

ich möchte in jedem Fall eine begleitende Restauration, da ich einer fertigen Pagode nicht traue. Die Fahrzeuge werden oftmals nur aufgehübscht (Schicki-Micki im Händlerjargon) mit billigem Chrom verziert und unsauber lackiert. Generell hat kaum ein Händler mehr viel Vertrauen bei mir.

Finanziell werde ich dieses Desaster sicherlich wegstecken. Das schlimmste für mich ist, dass ich nach knapp einem halben Jahr Vorfreude und Planungen jetzt vor einem Scherbenhaufen stehe. Das muss ich offen gesagt erstmal psychisch verkraften. Das Bewusstsein dieser Geschehnisse macht mich echt fertig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Pa-Gode,
schöne Sch...:(
Das wichtigste ist jetzt, daß Du möglichst schnell Deinen Ärger abschüttelst und wieder einen klaren Kopf bekommst. Mit Wut im Bauch (egal ob über sich selbst oder andere) fällt man leicht Entscheidungen, die sich im nachhinein als nicht optimal hersausstellen. Also Zorn verrauchen lassen und dann mit möglichst kühlem Kopf die nächsten Schritte planen. Ich drücke ganz fest die Daumen, daß alles irgendwann zu einem guten Ende kommt.
Und dann geht's ab :pagode: !!!

Viele Grüße aus Hamburg
Gunther
 
Nicht vergessen!
Deinen Schaden zur Konkurstabelle anzumelden!!

Vielleicht gibt es ja noch ein paar Prozent nach der Verwertung.

BMB
Bernd
 
Lösegeld für das Hardtop ist bezahlt

Ich konnte mich mittlerweile mit dem Lackierer, der mein Hardtop noch hatte, über ein Lösegeld dafür einigen. Seit gestern steht das Hardtop in meiner Garage :em:

Der Lackierer hatte wirklich viel Arbeit mit dem Fahrzeug. Seine Rechnung von rund 10.000 € (da war sehr viel Schleifarbeit dabei, da die Karosse nicht optimal vorbereitet war), ist offen. Er wusste auch nichts von der Insolvenz. Erst Anfang März er er davon erfahren.

Realistisch betrachtet werde ich das Auto kaum mit Hardtop fahren. Aber ohne Hardtop wäre es ja keine Pagode, sondern "nur" ein SL...

Die Lösegeldverhandlungen mit dem Restaurator, der das Holz hat, dauern noch an.

Am Montag werde ich mit ein paar echten Fachleuten einen Schlachtplan aufstellen, wie wir das Auto zusammenbauen.
 
Moin,

eins muß ich mal sagen: ich finde das super, daß Du von Deiner Pleite - bzw. eigentlich der Deines Restaurationsbetriebes - berichtest; und davon, wie der Weg raus aus dem Schlamassel führt.

Abgesehen vom Finanziellen ist das auch wie Du selber schriebst sicher eine psychische Belastung. Wie generell bei Projekten kann eben auch mal was schief gehen, länger dauern, mehr Geld kosten.

Gerade der Umstand, daß Du nach meinem Eindruck nicht naiv in irgendeinen dubiosen Betrieb gelaufen bist, um ein Schnäppchen zu machen, sondern daß Du gezielt einen seriös wirkenden Betrieb ausgesucht hast und dann so auf die Nase fällst, sprich der Vertrauensverlust (egal ob Betrug oder Pech) - das würde mir persönlich sicherlich am meisten zu schaffen machen...

Grüße und viel Glück
Marius
 
Der Lackierer hatte wirklich viel Arbeit mit dem Fahrzeug. Seine Rechnung von rund 10.000 € (da war sehr viel Schleifarbeit dabei, da die Karosse nicht optimal vorbereitet war), ist offen. .

Das ist aber sehr, sehr preiswert!

Bei 320 Arbeitsstunden zuzüglich Material......

Grüße, Felix
 
Hallo Felix,

die Rechnung geht auch nur dann für den Lackierer auf wenn er
sich genügend Zeit für die Arbeiten lassen kann. So wird so ein Auto schon
mal gerne als Lückenfüller wenn mal nicht so viel zu tuen ist genutzt.

vG
Detlef H.
 
Nicht der Einzige....

Moin,

vielleicht ist es ja ein kleiner Trost das Sie nicht der Alleinige sind ,der sein
Fahrzeug in Kisten abholen durfte .
Der Besitzer dessen 356er auf der Internetseite als Referenz abgebildete ist, (der Herr ist mit persönlich bekannt )
hat sein Fahrzeug auch in Kisten am 15.03.2014 wieder abgeholt.
Wahrscheinlich darf ich jetzt den Trixbaukasten weitermachen.
Nunja ein schöner Internetauftritt ist halt nicht alles.

Grüße
vom Hans
 
Neustart des Projekts - Tag 1

Trotz der Widrigkeiten habe ich mich entschlossen, das Projekt PAGODE abzuschließen.

Am Montag dieser Woche fand eine Bestandsaufnahme in einer Fachwerkstatt statt. Zunächst wurden die vorhandenen Teile von einem Fachmann nach Baugruppe sortiert. Fehlende Teile wurden nachbestellt. Dabei wurde zunächst Wert auf die Komplettierung und Montage der Achsen gelegt.

Es hat sich herausgestellt, dass bei der Abholaktion in Dresden einige Teile vergessen wurden. Diese habe ich angefordert. Man hat mir die Übersendung zugesagt. Teile, die sich bei den Subunternehmern befunden habe, wurden auch schon bei mir angeliefert.

Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis zum August hin andauern. Bedauerlicher Weise muss ich meine Teilnahme an der Alpenrallye in Kitzbühel Ende Mai absagen, obwohl mir dort schon ein Startplatz zugesagt worden war.

Am Montagabend habe ich mit Freunden auf den Neustart des Projekts PAGODE angestoßen. Ich denke, dass ich jetzt ein technisch und optisch perfektes Auto bekommen werde, wenn gleich das ganze teurer wird, als geplant und auch länger andauern wird.