kleiner Restaurationsbericht

chrwerner2

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25. Dezember 2014
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Hallo zusammen,
mein Name ist Christian. Ich habe in den vergangen 2 Jahren in 850 Arbeitsstunden einen 230 SL restauriert.
In dieser Zeit habe ich sehr viel aus diesem Forum entnehmen können um mein Projekt erfolgreich abzuschließen.
Sozusagen als kleines Dankeschön möchte ich dem Forum etwas zurückgeben und einen "kleinen Restaurationsbericht" einstellen.
 

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Inseriert war das gute Stück auf mobile.de. Der Anbieter war eine Fa. in New York.
Das Inseratstext war wie folgt:
1967 Mercedes 230SL that can be used as a driver. The car is in red with a black interior. It has been with the current owner for13 years and he bought the car from California. It is Euro Spec car with manual transmission and odometer is KMPH. Headlights clusters are new. Car has 25,000 km on rebuilt engine. Seats and visors have recently been redone. Mechanics are good and the car is in good running and driving condition. Both the tops are in good condition. Car comes with many records of work done. Price $23,750

Es waren ca 30 Bilder mit eingestellt. Ich habe, so gut es ging, nach der Firma recherchiert und nach ziemlich zähen Verhandlungen wurden wir uns einig.

Das Fahrzeug wurde verladen und verschifft. Nach endlos langen 6 Wochen
auf See wurde der Wagen von Rotterdam aus zu mir nach hause per Autotransporter verbracht.

So, erstmal durchschnaufen, es ist etwas angekommen. Der Zustand erstmal egal, Hauptsache was da!!!!
 

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Hallo Christian,
willkommen im Forum.
Die ganze Geschichte kommt mir ziemlich bekannt vor.
Auch meine Fahrzeuge stammen alle aus den USA.
Beim Blindkauf habe ich allerdings schon etwas Lehrgeld bezahlen müssen, war aber einkalkuliert.
Die Amis haben etwas andere Vorstellungen im Vergleich zu denen in Deutschland. Ein Dailydriver hätte beim deutschen Tüv keine Chancen.

Viele Grüsse
Rainer
 
Hallo Christian,

grüsse Dich und herzlich Willkommen.
Deine Ankündigung lässt mich hoffen, dass wir noch mehr in einer Fortsetzung lesen und schauen dürfen.

vielen Dank jetzt schon hierfür. Bin echt gespannt wie es weiter geht.

Beste Grüsse
Matze
 
Ich denke es kommt auf die Erwartungshaltung an, im Großen und Ganzen war ich meinem zufrieden, komplettes Fahrzeug, halbwegs gepflegt.
Allerdings war das Blech und die ausgeführten Arbeiten am Blech erwartungsgemäß übelst.
Noch mehr als bei uns haben diese Fahrzeuge in USA leiden müssen. Die schlimmste Zeit ist nachdem sie moderne Fahrzeuge waren und bevor sie Klassiker wurden, kurz keinen großen Wert mehr hatten. Hier wurde geflickt was das Zeug hält.
Nachdem der Wagen nun da war, habe ich meine Anfangseuphorie genutzt und gleich losgelegt. Erst mal alles wild zerlegt, ein Drehgestell geschweißt und das Auto darauf befestigt.
Tipp: Alles Fotografieren und nach Baugruppen sortiert in beschriftete Kartons packen
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..... und ich dachte schon, Deine Einstiegsbilder wären das Restaurationsergebnis.
Hätte mich aber nicht getraut zu fragen.

Grüssle
Matze
 
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Hier an der Tür ist noch die Originalfarbe silbergrau zu erkennen.
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Der Motorraum wurde irgendwann schwarz lackiert
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Die elektrischen Leitungen sicherheitshalber markiert
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Es zeichnet sich immer mehr ab, mit einem überschaubarem Aufwand ist hier nichts mehr zu machen.
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Hier das Bodenblech nachdem das aufgeklebte Blech abgezogen wurde.
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Es wurden einige Eimer Rost entsorgt.
Es steht fest: Hier hilft nur noch eine Komplettrestauration


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Ach Du heilige Sch....
Und dabei sah er auf den ersten Bildern "oberflächlich" gar nicht soooo schlecht aus.
 
Die beiden vorderen Kotflügel waren nicht mehr die ersten. Die Schweißverbindung zur Motorhaube hin war nur leicht angeheftet.
Hohlraumkonservierung - Fehlanzeige. Unter dem Kotflügel alles morsch.
Jetzt kamen langsam erste Zweifel auf ob das alles wieder wird, aber Zähne zusammenbeissen und durch!!
Alle auch noch so leicht vom Rost befallene Bleche müssen raus.

Tipp: Immer schön Eines nach dem Anderen um die Stabilität der Karosse während der Instandsetzung nicht zu sehr zu schwächen.
 

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Hallo Christian,
ich verfolge auch gerade deinen Beitrag.
Das sieht wirklich sehr übel aus.
Aber so wie ich das verstehe, konntest du das alles selbst reparieren.

Wenn man das nicht selbst machen kann, geht ja wahnsinnig viel Geld
bei drauf, so dass einem der Spaß erstmal gründlich vergeht.

Ich wünsche dir jetzt aber viel Spaß mit dem Auto.

Gruß
Peter
 
Schön wenn man es dann endlich schafft, der Wagen wieder in gutem Zustand vor einem steht .
Der Wagen war ja eine Europaversion, die wurden in den 70ern nicht selten mit schon reichlich Rost und einer Verkaufslackierung in die Staaten exportiert.
Nach 10 Jahren mit Winterbetrieb in Mitteleuropa war eine Pagode schon heftig angefressen, repariert wurde damals allenfalls zeitwertgerecht .
Ist über die Geschichte etwas bekannt ?

Wolfgang
 
Das Drehgestell erfüllt seinen Zweck, die Karosserie lässt sich drehen und die Arbeiten am Unterboden lassen sich problemlos bewältigen.
Die ersten neuen Bodenbleche werden eingesetzt und verschweißt.
 

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Wolfgang, laut Datenkarte wurde das Fahrzeug nach Rwanda ausgeliefert.
Die letzten ca. 10 Jahre war das Fahrzeug in den Rocky Mountains zuhause. Über die restliche Zeit ist mir nichts bekannt.
 
Hallo Christian,

..."Rwanda" ? Donnerwetter, dahin sind mit Sicherheit nicht viele geliefert worden. War mal deutsche Kolonie...aber aber so alt ist der Wagen nun auch wieder nicht.
Viel Glück und gutes Gelingen weiterhin. Du scheinst ja nicht ganz unerfahren in den Dingen zu sein. ..Und sooo übel sieht es nun auch wieder nicht aus, wenn nicht noch schlimmere Sachen kommen.

Schöne Grüße,
Bernd
 
Moin zusammen,
so ein Drehwagenheber ist schon eine tolle Sache.
Ich habe mir für mein gerade in Bremerhaven eingetroffenes Restoobjekt(Porsche 356) schon mal einen gebrauchten Kippwagenheber von Liqui zugelegt.
Mal sehen, wie das so klappt.

Weitermachen:)

113Grüße

Rainer
 
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Die Rahmenendspitzen werden angefertigt und erneuert, hier sammelte sich der ganze Rost der Längsträger.



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Reparaturbleche werden angefertigt, eingepasst und eingeschweißt.



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