Burgmann-/Borgmann-Ring

ursodent

ursus antennae
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9. Mai 2004
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Im VDH-Forum teilte der "Chef" dort eine Kundgabe eines Feinmechanikers - den ich weder kenne noch geheiratet habe -, der eine Lösung für die nässenden Ringe entwickelt haben will.

Ich zitiere mal den Beitrag mit Anhängen:

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"Wäre das auch für uns interessant?

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Hallo Mercedesclubs

Vielleicht habe ich den richtigen Ansprechpartner in ihrem Club gewählt, ansonsten kennen sie sicherlich den, den dieses interessieren könnte.

Es geht um den Motor, und hier um die hintere Kurbelwellen Abdichtung (Borgmannring)

Da hier doch immer eine kleine Undichtigkeit herrscht, habe ich mir vor ca. 3 Jahren etwas überlegt und ausprobiert.

Einen geschlossenen Simmerring.

Ca. 30 Stück sind nun in verschiedenen Fahrzeugen erfolgreich verbaut, 300SL, BMW V8 Motoren, Jaguar.

Die Ringe werden einzeln nach vorgegebenen Maßen angefertigt. (Fast alle Abmaße sind Herzustellen)

Es ist keine Gehäuse Bearbeitung nötig, nur eine eventuell vorhandene Rändelung auf der Kurbelwelle muß glatt geschliffen werden.

Anbei sende ich ihnen eine kleine Einbauanleitung als Anlage mit.

Ich selbst stelle nur die Ringe her, die Montage kann von einer Motoren Instandsetzungs Firma oder selbst vorgenommen werden.

Vielleicht habe ich ja ihr Interesse geweckt.

Mit freundlichen Grüssen

Feinmechanik Kliefoth

Gärtnerstr. 10

25335 Elmshorn


gruß stuempfig

mercedesclubs.de

Wenn etwas nur funktionieren kann, sofern sich alle daran halten, dann funktioniert es nicht. "

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Hat jemand schon damit Erfahrungen gesammelt?


Michael
 

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Und ich habe gleich mal meine Meinung dazu kundgetan...
 
Hallo.

Das Thema Simmerring nach Kundenwunsch ist in heutigem Maßstab uralt. Es gibt dutzende Firmen, die nach Zeichnung im cnc Verfahren beliebige Designs herstellen können. Das Problem bei den Mercedesmotoren liegt darin, dass der Bund zum Anschrauben des Schwungrades mehr Durchmesser hat als die Lauffläche des Ringes. Die Rändelung für die Ölrückführung an der Kurbelwelle muss abgeschliffen werden.

Ich habe schon sehr lange ins Auge gefasst, bei einer anstehenden Motorenüberholung von dem Gewebering weg zu kommen.

Technisch ist das nix neues, was da beschrieben wird. Meiner Meinung nach ist es technisch gut und allgemeine Dichtungstechnik es wundert mich dass dazu noch nicht viel früher was geschrieben wurde.

Ich bin aber begeistert, dass dieses Thema mal wieder thematisiert wird und sich jemand die Mühe gemacht hat es zu tun und darüber zu schreiben. Toll!

Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Hat das nun schon mal jemand ausprobiert? Mein gerade eingebauter Borgmannring ist sowas von undicht, dass ich das leider alles nochmal anfassen muss....
 
Sind die Drall-Rillen auf der KW noch so gut daß sie noch das Öl vom Borgmannring
wegschleudern können?
Grüße
norbert
 

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Hallo, das weiß ich leider nicht…. kann erst festgestellt werden, wenn alles wieder zerlegt ist.
Gibt es denn eine Chance, die Rillen wieder herzustellen oder muss da anders saniert werden?
Gruß Andreas
 
Hallo Zusammen,
man kann die Kurbelwelle neu rändeln lassen. Sollte jede Dreherei können.

Zu den Borgmanndichtring habe ich gehört, dass die Hersteller die Art der Zusammensetzung geändert haben.
Die werden wohl alle sofort wieder undicht.
Am besten auf new old stock zurückgreifen.
Gruss Ralf
 
Die SKF Speedy Sleeve kannst du an der Kurbelwelle nicht verbauen, da der Aufnahmeflansch des Schrungrades größer ist als der Dichtungssatz.
Gruß Ralf
 
.... bei mir wurde Material aufgelasert und dann wieder mit Rillen versehen.
Bilder siehe #5 oben.
norbert
 
Danke Ralf, für das richtigstellen des Speedysleeveblödsinns...

Ja, das Material der Borgmanndichtungen ist geändert worden. Es ist besser geworden, die Dichtringhälften dürfen aber vor Montage nicht mehr in Öl eingelegt werden wie die alten, sondern sind trocken zu montieren und dann leicht ein zu ölen. Dazu gibt es auch eine extra Montageanweisung von Elring.

Wenn die aufgerändelte Rückförderschnecke auf der Kurbelwelle verschlissen ist, dann wird dass auch mit einem neuen Dichtring nicht mehr dicht. Die muss dann nachgerändelt werden. Das ist aber Problemlos möglich, ich habe dass schon oft gemacht. Dann werden die Motoren auch relativ dicht, also am Anfang sind sie ganz dicht, nach ein paar Jahren sind sie wieder Ölfeucht, der Zustand bleibt aber. So, dass die Motoren nicht mehr auf den Boden tropfen.

Die Lösung mit dem Simmering drüber ziehen kenne ich aus Opelkreisen, die funktioniert, aber es gibt noch keine Langzeiterfahrungen. Wenn man son Motor nach 10 Jahren wieder ausbauen muss und zerlegen muss, weil der Simmering ganz kaputt ist, dann lebt man lieber 30 Jahre mit nem halbundichten Borgmannring...
 
Hallo.

Das Thema Simmerring nach Kundenwunsch ist in heutigem Maßstab uralt. Es gibt dutzende Firmen, die nach Zeichnung im cnc Verfahren beliebige Designs herstellen können. Das Problem bei den Mercedesmotoren liegt darin, dass der Bund zum Anschrauben des Schwungrades mehr Durchmesser hat als die Lauffläche des Ringes. Die Rändelung für die Ölrückführung an der Kurbelwelle muss abgeschliffen werden.












Ich habe schon sehr lange ins Auge gefasst, bei einer anstehenden Motorenüberholung von dem Gewebering weg zu kommen.

Technisch ist das nix neues, was da beschrieben wird. Meiner Meinung nach ist es technisch gut und allgemeine Dichtungstechnik es wundert mich dass dazu noch nicht viel früher was geschrieben wurde.

Ich bin aber begeistert, dass dieses Thema mal wieder thematisiert wird und sich jemand die Mühe gemacht hat es zu tun und darüber zu schreiben. Toll!

Martin
 
Hallo Martin,

bei RWDR liegt das Problem im Detail. Ich vermisse den Hinweis auf den Rücklaufdrall im Bereich der Dichtlippe des RWDR und der Rücklaufdrall auf der Kurbelwellenlauffläche (die Lauffläche wird beim Schleifen mit einem "Microgewinde" versehen => Richtung des Vorschubes der Schleifscheibe bestimmt die Förderrichtung => der RWDR ist im Betrieb dicht ).

Als Trockentest für obige Lösung schlage ich die Anwendung eines "Holzmodells mit den Abmessungen des Kurbelwellenflansches der Pagode vor => Längt sich die Spiralfeder? Verformt sich das Polymerteil des RWDR?

Viele Grüße
Jörg-Fahrer von Gina
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gomoll,

schau mal bei MBIG rein. Auf der CD von Günther Lehmann (kann man bei MBIG kaufen) wird der Service eines W108 / W109 gezeigt. Hat ja den gleichen Grundmotor mit der "Burgmann-Tropfdichtung". Günther Lehmann zeigt eine pragmatische und TÜV-konforme Lösung (vor allem kann man nicht wegen Umweltverschmutzung angezeigt werden) => unter die "Tropfstelle" wird eine zusätzliche Blechwanne geschraubt. Damit das Öl nicht rausschwappt kommt in die Wanne ein Saugflies ("Damenbinde", hält nach Aussage von H.Lehmann locker bis zum nächsten Service). Wie Du siehst, auch andere Clubs haben gute Lösungen.

Gruß
Jörg-Fahrer von Gina
 
Hab ich auch mal ausprobiert, am Opel, ist nur für Schönwetter fahrer, ansonsten steht die Wanne voller Regenwasser und das Öl läuft übers Wasser doch wieder auf den Boden.
 
Hallo Zusammen,
Dies Lösung mit der Blechwanne und dem Saugvlies habe ich auch verbaut.. ich kann bestätigen dass bei Regenwetter Öl aus dem Vlies gespült wird. Im Großen und ganzen (insbesondere bei Schönwetterfahrern) aber eine pragmatische und ganz gute Lösung.
Beste Grüße,
Jan
 
Dies Lösung mit der Blechwanne und dem Saugvlies habe ich auch verbaut.. ich kann bestätigen dass bei Regenwetter Öl aus dem Vlies gespült wird. Im Großen und ganzen (insbesondere bei Schönwetterfahrern) aber eine pragmatische und ganz gute Lösung.
Beste Grüße,
Jan

Hallo Jan, hast Du vielleicht ein Bild und ein paar Angaben, wie Du vorgegangen bist?
Vielen Dank, Felix
 
Hab ich auch mal ausprobiert, am Opel, ist nur für Schönwetter fahrer, ansonsten steht die Wanne voller Regenwasser und das Öl läuft übers Wasser doch wieder auf den Boden.

Ich kenne und schätze Herrn Lehmann, aber das ´Wännchen´ das halte ich für Murks³
Grüße
norbert
 
Hallo Mark-Re,
es gibt wasserabweisende Ölbindetücher; damit kann "ölfreies" Wasser aus der Wanne proplemlos überlaufen und das Öl bleibt im Tuch.
Viele Grüße
Jörg-Fahrer von Gina