Hallo zusammen,
ich habe heute den halben Tag auf über und unterm Auto verbracht und daher bei dem alten Magneten die Stromaufnahme noch nicht messen können (falls das denn überhaupt geht).
Auch bei mir war nach der Montage des funktionsfähigen Magneten die Schaltung für die vorderen Fahrstufen defekt. Im Rückwärtsgang funktionierte der neue Magnet hingegen nun tadellos.
Das Fehlerbild beim Einlegen der vorderen Fahrstufen sah so aus, dass der Magnet "versucht" hat das Gestänge zu drücken, er allerdings immer nur etwas gezuckt hat. Auch während die Fahrstufe noch eingelegt war, konnte man sehen, dass der Magnet immer wieder leicht zuckte, ohne jedoch das Gestänge tatsächlich zu bewegen. Die Fehleranalyse ist eigentlich gar nicht so wild, da die Schaltung des Hubmagneten ziemlich simpel ist..ich versuchs mal:
Wie bereits erwähnt liegen an dem Magneten dauerhaft 12 Volt an. Ohne Masse tut sich da zunächst aber natürlich gar nichts, da der Stromkreis ohne Masse nicht geschlossen ist Die Masse wird über die hier bereits genannten Öldruckschalter "geschaltet". Auf der Fahrerseite befindet sich der Öldruckschalter für den Rückwärtsgang, auf der Beifahrerseite befindet sich der Öldruckschalter für die Vorwärtsgänge.
Bei den Öldruckschaltern handelt es sich um 6-eckige Kolben mit einer 28er Schlüsselweite, an deren Enden eine schwarze Kunststoffverschraubung sitzt, mit der die Kabel fixiert werden. Von dem Hubmagneten aus geht nun das Massekabel an den Öldruckschalter zur Fahrerseite (also für den Rückwärtsgang). Solange kein Rückwärtsgang eingelegt ist, "schließt" der Öldruckschalter allerdings die Masseverbindung nicht = Magnet bleibt in Ursprungsposition. Legt man nun den Rückwärtsgang ein, so "drückt" das Getriebeöl den Öldruckschalter und es entsteht eine Masseverbindung= der Stromkreis ist geschlossen und der Magnet drückt den Kolben heraus. Sollte der Öldruckschalter für den Rückwärtsgang nicht betätigt werden (also kein Rückwärtsgang eingelegt), so besteht die Möglichkeit, die Masse über den Öldruckschalter der Beifahrerseite (Vorwärtsgänge) herzustellen. Hierfür verläuft einfach ein weiteres Kabel vom Öldruckschalter der Fahrerseite, über das Getriebe hin zum Öldruckschalter der Beifahrerseite. Legt man nun einen der Vorwärtsgänge ein, so "läuft" das Massekabel zunächst zum Öldruckschalter der Fahrerseite, an dem jedoch keine Masse anliegt, über ein weiteres Kabel zum Öldruckschalter der Beifahrerseite, an dem Masse anliegt = Magnet drückt wieder den Kolben raus. Kurz gesprochen, "teilen" sich die beiden Öldruckschalter eine Masseleitung hin zum Hubmagneten. Es gibt daher keine zwei separaten Leitungen von den Öldruckschaltern hin zum Hubmagneten.
Dadurch ergeben sich (meinem Verständnis nach) folgende mögliche Fehlerbilder:
1. Magnet bewegt sich nur dann nicht/nicht richtig, wenn ein Vorwärtsgang eingelegt ist:
Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder das Massekabel vom Öldruckschalter der Beifahrerseite
hin zum Öldruckschalter der Fahrerseite ist defekt, oder der Öldruckschalter der Beifahrerseite
selbst ist defekt.
Im ersten Falle kann einfach provisorisch ein "neues" Massekabel gelegt werden, welches die beiden
Öldruckschalter miteinander verbindet. Gleiches habe ich bei mir auch gemacht, Das Kabel habe ich
einfach mit einem Kabelbinder an einer der Ölleitungen unter dem Gebtriebe fixiert, bis das Getriebe
irgendwann heraus kommt und das Kabel ordentlich verlegt wird Sollte das neue Kabel keine
Besserung bringen bleibt nur Fall zwei: Öldruckschalter defekt = Austausch.
2. Magnet bewegt sich nur dann nicht/nicht richtig, wenn der Rückwärtsgang eingelegt ist:
Hier bleibt eigentlich nur die Möglichkeit, dass der Öldruckschalter der Fahrerseite defekt ist.
Da der Magnet reagiert, wenn ein Vorwärtsgang eingelegt wird, ist das Massekabel vom
Hubmagneten hin zum Öldruckschalter der Fahrerseite in jedem Falle
intakt...denn wie sonst sollte die Masseverbindung über die Vorwärtsgänge geschlossen
werden? Daher: Austausch des Öldruckschalters an der Fahrerseite
3. Magnet bewegt sich in überhaupt keiner eingelegten Fahrstufe (worst case) :
Hier gibt es quasi alle Möglichkeiten der beiden zuvor genannten Fehlerbilder. Es können sowohl
beide Öldruckschalter defekt sein, oder der Öldruckschalter der Fahrerseite sowie das Kabel zum
Öldruckschalter der Beifahrerseite....oooder sogar das Kabel zum Öldruckschalter der Beifahrerseite
UND der Öldruckschalter selbst. Darüber hinaus gibt es zudem die mögliche Fehlerquelle, dass das
Massekabel vom Hubmagneten hin zum Öldruckschalter der Fahrerseite selbst defekt ist.
Da es (scheinbar) eher unwahrscheinlich ist, dass beide Öldruckschalter und/oder die Verbindung
zwischen den beiden Öldruckschaltern defekt sind, würde ich in diesem Fehlerfall zunächst
das Massekabel vom Hubmagneten zum Öldruckschalter der Fahrerseite als Fehlerursache
verdächtigen (eine intakte Sicherung vorausgesetzt)
Vielleicht hilft da ja dem ein oder anderen etwas bei der Fehlersuche.
Bei mir war sowohl das Verbindungskabel zwischen den beiden Öldruckleitungen arg mtgenommen, als auch der Öldruckschalter der Beifahrerseite defekt. Nach einem Austausch des Schalters arbeitet der Magnet einwandfrei..endlich ohne Schweißperlen auf der Stirn an der Ampel stehen
