ich würde runderneurte nur auf einem fiat 500 bei reinem stadtbetrieb fahren
...und mit den nachträglich vulkanisierten weisswandringen ist das nicht anders. wenn's bei einem ponton, mit seinem doch in die jahre gekommenen fahrwerk bei 140 km/h zu 'nem platzer kommt - na denn gute nacht, marie.....
was sieht man bei jeder autobahnfahrt auf der BAB? LKW mit reifenplatzern auf dem standstreifen. die fahren fast alle mit runderneuerten auf den trailern. aber da ist es auch kein problem, da die achsen zwillingsbereift sind, und eben doch noch einer da ist.....hast du mal gesehen, wie so ein ding abraucht? ich hatte mal das vergnügen, mit einem erstserien audi 80 ins landschulheim zu fahren, als sich vom runderneuerten der laufstreifen löste. DAS will ich nicht nochmal erleben, zumal es der hinten rechts war, wo ich sass.
herstellergarantie erlischt sofort, sobald da einer dran rumdoktort. die garantie gibt der reifenladen, der 'umbaut', der hersteller ist 'raus'.
die reifenflanken sind extrem dünn, da hier nur zwei funtionen liegen, A. die dichtigkeit des reifens von innen zu garantieren, und B von aussen einen scheuerschutz für die karkasse zu bieten. wenn da einer drin rumschleifft und nachvilkanisiert (die wand ist so 5 mm dick) will ich wissen, wie da keine wärme in den rest der wand kommen soll.
ein reifen ist hoch dynamisch belastet, da der komplette reifen durchgewalkt wird (die 'standplatte' ist ja umlaufend eingedrückt), so dass sowohl der laufstreiffen als auch - insbesondere - die seitenwand durchgewalkt werden. daher erwärmen sich reifen ja auch während der fahrt.
zugelassen ist - leider - vieles. so eben auch die runderneuerten, die trotzdem alle nase lang platzen oder sich in ihre einzelteile zerlegen.
kauf' dir für den ponton die conti classics bei mercedes oder einen US reifen, wo die weisswände 'ab werk' drin sind. vom rest würde ich durchweg die finger lassen.....aber das muss jeder für sich entscheiden.
dies ist nur meine meinung, die allerdings auf meinem beschränkten technischen wissen über reifen und erfahrungen als mitarbeiter bei einem reifenhersteller beruhen.
viele grüsse
T

BI
Hallo Tobi,
würdest Du Deine Ablehnung einer nachträglichen Weißwand-Aufvulkanisation auch bei kleineren Reifengrößen für geringere Geschwindigkeiten aufrechterhalten? Beispielsweise fahren die Ponton S-Limousinen und Coupé/Cabriolets original mit 6.70-13 Reifen, die man nicht mehr bekommt. Die Alternativgröße ist 7.25-13 S, die es z.B. von Michelin als X-Reifenprofil gibt, allerdings ohne Weißwand. Da so ein langsameres Fahrzeug wie der Ponton ja ohnehin höchstens ab und zu mal auf der Autobahn mit max. 130-140 km/h, eher langsamer, bewegt wird, sollte die nachträgliche Aufvulkanisation doch kein Problem für den Reifen sein, die Belastung ist ja auch erheblich geringer beim Fahren.
MOR und Möller vulkanisieren die WW-Ringe auf, und angeblich wird nur die oberste Schicht ohne Berührung der Karkasse/Unterbau leicht angefräst und der WW-Ring aufvulkanisiert, so daß für den Reifen gar keine Beeinträchtigung entstünde.
Ist das lediglich Verkaufsgeschwätz und Leichtsinn

? Ich kann es mir jedenfalls nur schwer vorstellen.
Gruß
Martin