Vorwiderstand 280 SL 1970

RJJ

Aktives Mitglied
Registriert
16. Juni 2013
Beiträge
60
Hallo zusammen

heute ist mir aufgefallen das mein Vorwiderstand bei laufendem Motor doch eine beachtliche Temperatur erreicht.
Ist diese normal oder kündigt sich somit was an der Zündspule an eventuell defekt ?

Welcher Vorwiderstand ist bei Euch hier vorgesehen
Viele Dank für die Hilfe
LG
 
Zuletzt bearbeitet:
wer würde an eine 12V Spannungsquelle eine 9V Glühbirne anschließen, durch einen vorgeschalteten Widerstand 3 V ständig "verbrennen", wenn es doch auch 12V Glühbirnen gibt?
 
Hallo Alfred,

Möglicherweise jemand der damit rechnet, dass die Batteriespannung gelegentlich auf 9V abfällt.
Zweck dieser Schaltung ist nach meinem Verständnis, auch unter erschwerten Bedingungen einen stabilen Funken zu erzeugen, z.B. beim Kaltstart im Winter bei einer nicht mehr neuen Batterie. Beim Startvorgang wird der Widerstand überbrückt, dann passen reduzierte Spannung und Verbraucher direkt zueinander.
Mit moderner Elektronik gibt es da deutlich effizientere Methoden.


Viele Grüße
Eberhard
 
Der eigentliche Grund für diese Lösung ist ein anderer. Die Zündspule wird im Betrieb mit 9V gespeist. Für den Start wird aber vom Anlasser ausgehend eine direkte 12V Leitung an die Zündspule gelegt und damit bewirkt, dass im Startvorgang der Zündfunken verstärkt wird.
So wurde es bei vielen Auitos der 60ger und 70ger Jahre gehandhabt.
Merkwürdigerweise hat auch meine Pagode original ein zweites Kabel von dem Statmagnet kommend an Klemme 15. Dieses Kabel hat nur während dem Anlassen 12V. In dem US-Schaltplan des 280SL mit Transistorzündung ist diese Schaltung ebenfalls abgebildet.
Nur dann, wenn diese zusätzlich Leitung fehlt, erschliesst sich mir die Verwendung dieser Zündspule nicht. Vielleicht habe ich aber in 35 Jahren Oldtimersammlung und Restauration nicht genügend Wissen, um diese Installation ohne das zusätzliche 12V Kabel zu verstehen.
 
Hallo Alfred,
ich meine das ich mir genau die selbe Frage schon einmal gestellt habe. Daraufhin habe ich etwas gemessen gegoogelt und gerechnet. Mein Fazit damals war für mich folgendes. Die niederohmigere Zündspule hat auch eine geringere Induktivität = Wechselstromwiderstand. Dieser erhöht sich mit der Frequenz = Drehzahl. Der Summenwiderstand von Gleich- und Wechselstromwiderstand ist die Strombegrenzung für den Ladestrom der Zündspule = Energie für den Funken. Diese Summe ist geringer bei der Spulen- plus Vorwiderstand Kombination als bei einer hochohmigen Zündspule. Somit ist nach meiner Überlegung der Zündfunke bei dieses Lösung bei hohen Drehzahlen kräftiger. Ich lasse mich gerne auch von einer anderen Rechnung überzeugen.
Viele Grüße Klaus
 
Hallo zusammen -

ich will niemanden zu nahe treten - dieser Thread ist aber so langsam eine "ewig grüßt das Murmeltier" Kopie des bereits oben verlinkten.

Der wurde damals so zu den Akten gelegt - https://www.pagodentreff.de/diskuss...n-und-vorwiderstände.17615/page-2#post-136714

Jeder darf mit der Zündung seiner Pagode machen, was er will. Steinzeitliche Kontaktzündung inkl. Energie im Vorwiderstand in Wärme umwandeln oder kontaktlos oder elektronisch oder oder oder...

Schöne Ausfahrt am WoEnde -

Oliver
 
Schreibe hier, weil dieser Thread unter der Suche "12V Spannungsquelle" kommt.
Meine Frage als "Neu Pagoder" an die Erfahrenen:
Wie legt ihr 12 V an, wenn ihr irgendwelche Bauteile, z.B. Magnetventile testen wollt? Immer von der Batterie holen ist fummelig, weil an den dicken Klemmen keine dünnen zu befestigen sind, und manchmal auch die Entfernung zu groß ist.
Habt ihr da so ein "Labornetzteil", das 12 V liefert?
 
Moin Herbert,

ein Labornetzteil habe ich auf der Werkbank. Aber ein großes, damit es genug As hat für Autorradios etc. So etwas ist unhandlcih für Arbeiten am Wagen.

Ein rotes (wahlweise schwarzes) Kfz-Kabel mit dem etwas dickeren Durchmesser mit 1cm langer offener Litze an beiden Enden ODER eine gängige Prüflampe hat bisher immer zum Überbrücken gereicht und die hat auch immer genug Anschluss gegen Masse oder am Pluspol gefunden.

Mit der Prüflampe kannst Du eigentlich alles relevante abfeiern - für Zündverteiler, Kaltstartventil, Fettzugmagnet, etc. reicht "bekommt Strom/bekommt keinen Strom" aus. Für einen echten Funktionstest müssen die eh ausgebaut werden bzw. zum Spezialisten.

Hier ist ein kleines Kompendium zu prüfen / Einregulierung des Motors - https://www.pagodentreff.de/diskussionsforum/threads/einregulierung-motor-anleitung-prüfprotokoll-schrittweises-vorgehen.18453/

Viel Erfolg -

Oliver
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Martin,
hast du dir schon einmal die kleinen Labornetzgeräte 0 - 30V 10A 300W angeschaut, mit denen kommt mann ziemlich weit beim basteln,
lassen sich gut einstellen und sind handlich.
Gruß Karl
 
Danke für den Tip - bin gerade am Stöbern und werde mir wohl so eines besorgen..:)
Martin
 
@ Oliver:
Vielen Dank für Dein Motor-Einstell-Kompendium, hab ich mir runtergeladen und ausgedruckt (ganz "old school") und werde es mal in Ruhe "studieren"...
 
Moin Herbert -

frag ruhig mal die KI oder Google Lens ... ist auf Fotos nicht so einfach zu entscheiden.

Dachte meine wären i.O. - https://www.pagodentreff.de/diskuss...-zusammenbautagebuch.12910/page-4#post-147658

Nur um dann von Dr. Fritzsche zu hören, dass das Internet recht hatte - https://www.pagodentreff.de/diskuss...-zusammenbautagebuch.12910/page-4#post-150019

In jedem Falle sehen sie nicht schlecht aus und deuten auf eine reguläre gleichmäßige Verbrennung auf allen Zylinder hin.
https://www.bosch-classic.com/de/media/pdfs/downloads/lehrtafeln/zuendkerzen_lehrtafel_bosch_de.pdf

Guten Start in die Woche -
Oliver
 
Es wird geschrieben, das durch das heute aktuelle Benzin sich die Kerzenfarben in Richtung heller verschoben haben.
Viele Grüße Klaus